Lassen Sie die Korken knallen: die richtigen Champagner & Schaumweine für jeden Anlass

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Lassen Sie die Korken knallen: die richtigen Champagner & Schaumweine für jeden Anlass

Schaumwein und Champagner – der Unterschied

Champagner und Sekt werden nicht nur zu Festen und Feiern genossen. Die verschiedenen Schaumweinsorten bieten nahezu für jeden Geschmack etwas Passendes und erfreuen sich daher auch bei Jung und Alt größter Beliebtheit. Sekt und Champagner gehören zu der Kategorie der Qualitätsschaumweine und unterscheiden sich für Laien zunächst im Preis. Während für die Herstellung von Sekt verschiedene Weinsorten verwendet werden dürfen, sind für Champagner nur Weine aus der Champagne zulässig. Hohe Qualitätsanforderungen und die Tatsache, dass nur Rebsorten aus der genannten Region verwendet werden dürfen, treiben den Preis entsprechend in die Höhe. Wenn Sie Sekt kaufen sind die Preise hingegen aufgrund verschiedener Qualitätsstufen recht breit gefächert. Daher gehört dieser in Deutschland zu den wohl beliebtesten Schaumweinsorten. Aber auch Prosecco, der aus Regionen Italiens stammt und als Asti bezeichnet wird, erfreut sich beim Verbraucher größter Beliebtheit und ist im Gegensatz zu Champagner auch für den „normalen Bürger“ bezahlbar. Champagner wird daher auch als das Getränk der Reichen bezeichnet und ist durchaus etwas für Feinschmecker.

Wissenswertes zum Schaumwein

Schaumwein wird in vielen Regionen rund um den Erdball verteilt, hergestellt und natürlich auch konsumiert. Schaumwein wurde eher zufällig als solcher entdeckt. Wein wurde schon seit vielen Jahrhunderten hergestellt und irgendwann stellte man fest, dass der in Flaschen abgefüllte Weißwein in der Flasche weiter gärte und zu einem spritzigen Weißwein wurde. Zu dieser Zeit wollten die Franzosen die Herstellung abbrechen, da Sie der Meinung waren, dass es sich hierbei um eine Fehlproduktion handelte. Die Engländer sahen dies jedoch völlig anders und fanden Freude am neuen Geschmackserlebnis, das wohl dem des heutigen Champagners sehr nahe kam. So entstand also der Schaumwein, der sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut. Heute wird Schaumwein durch verschiedene Verfahren hergestellt. Beim Imprägnierverfahren wird der gekühlte Wein in Stahltanks eingefüllt. Durch Druckeinwirkung wird entsprechend Kohlenstoffdioxid in die Flüssigkeit geleitet, was später für das herrliche Prickeln des Weines sorgt. Bei der Asti-Methode verbleibt während der Gärung ein zuckriger Anteil im Wein, der später während der Flaschengärung hinzugefügt wird und so ebenfalls den Kohlenstoffdioxid-Anteil im Wein erhöht. Alternativ gibt es noch ein Verfahren, bei dem Hefe und Zucker dem Wein zugegeben werden. Dies geschieht erst gegen Ende des Gärungsprozesses. Unmittelbar nach der Zugabe von Hefe und Zucker wird der Wein in Drucktanks gefüllt, sodass es auch hier zur Entstehung von Kohlenstoffdioxid führt.

Das im Wein enthaltene Kohlenstoffdioxid ist für den Körper unbedenklich. Bei übermäßigem Genuss kann es jedoch zu Aufstoßen und Völlegefühl führen. Weitere Bestandteile des Schaumweines wie Ascorbinsäure, die über einen hohen Vitamin-C-Anteil verfügt, sowie diverse Gerbstoffe und Elektrolyte, sollen sogar ein ausgeglichenes Stoffwechselgleichgewicht fördern. Als negativen Aspekt muss man jedoch den Alkoholgehalt ins Auge fassen. In Deutschland verfügen Schaumweine über einen Mindestalkoholgehalt von 10 Prozent und dieser ist bei überhöhtem Konsum nicht förderlich für den Körper. Genießen Sie den Schaumwein in Maßen, dann ist er völlig unbedenklich.

Champagner – der Edelste unter den Schaumweinen

Champagner gehört zu den teuersten und exklusivsten Schaumweinsorten und wird aus Trauben, die in der Champagne Nordfrankreichs angebaut werden, hergestellt. Champagner unterliegt strengen Vorschriften, die bereits beim Anbau der Reben beginnen. Die Auswahl an Rebsorten ist anders wie bei herkömmlichen Schaumweinen auf lediglich drei Sorten eingegrenzt. Zu diesen drei Sorten gehören Schwarzriesling, Chardonnay und Spätburgunder. Diese Sorten werden untereinander gemischt, sodass der für die jeweiligen Champagnersorte der typische Geschmack zustande kommt. Schwarzriesling ist für den vollmundigen und süßen Geschmack verantwortlich. Chardonnay als weiße Traube hingegen sorgt bei der Sorte Blanc de Blanc für eine fruchtige Note.

So wird Champagner hergestellt

Für Champagner kommen lediglich die Reben aus der Champagne zum Einsatz. Diese Region umfasst circa 33.000 Hektar Land. Das Anbaugebiet unterteilt sich in verschiedene Gebiete, die sich in klimabedingte Unterschiede und in den Bodentypen unterscheiden. Hier werden dann die drei für die Herstellung des edlen Schaumweines zulässigen Rebsorten – Spätburgunder, Schwarzriesling und Chardonnay – angebaut. Bereits der Anbau unterliegt strengen Kontrollen und Vorgaben. Bei der Ernte wird das Augenmerk auf die Höchstpflückmenge gelegt. Diese darf keineswegs überschritten werden, sodass es nicht zu einer Überbeanspruchung des Bodens kommt. Die Trauben selbst werden ausschließlich per Hand gepflückt, sodass diese die Ernte gut überstehen und heil und unversehrt in der Produktionsstätte ankommen. Dort angekommen wird dann der Most hergestellt. Hier herrschen ebenfalls strenge Auflagen. 102 Liter Most müssen aus genau 160 Litern Traubengut bestehen. Das Ganze ergibt dann den Grundwein. Dafür kommt der Most in spezielle Behältnisse, wo schließlich die Gärung stattfinden kann. Dieser Grundwein wird mit Grundweinen anderer Jahrgänge vermengt, sodass der gewünschte Geschmack, den dieses Qualitätsprodukt besitzen muss, erzeugt werden kann.

Ist der erste Prozess abgeschlossen, folgt die zweite Gärung. Hierzu werden die aus dem ersten Vorgang entstandenen Grundweine in Flaschen abgefüllt und mit Zutaten wie Hefe und Rohrzucker versehen. Schließlich werden die Flaschen mit einem Kronkorken verschlossen. Der zweite Gärprozess dauert dann noch einmal drei Wochen. Dabei werden die Flaschen innerhalb der Region Chardonnay in kühlen Kellern gelagert. Nach dieser Zeit wird die zugefügte Hefe wieder entnommen – dies erfolgt mithilfe von Maschinen. Die Flaschen werden für diesen Vorgang etwa 21 Tage in waagerechter Position geschüttelt. Dabei werden die Flaschen Tag für Tag in der Position verändert, sodass diese nach und nach immer mehr nach unten neigt. Nach den 21 Tagen werden die Flaschen in ein Eisbad getaucht. Die Hefe beginnt zu gefrieren und lässt sich beim Öffnen der Flaschen durch Druck entfernen. Nun folgt die sogenannte Dosage, bei der diverse Zutaten den Flaschen zugefügt wurden, sodass der Flüssigkeitsverlust, der bei der Gärung entstanden ist, wieder ausgeglichen wird. Zum Schluss werden die Flaschen wieder verschlossen und gelangen letzten Endes in den Handel.

Die Geschmacksrichtungen des Champagners

Neben der Auswahl der Trauben spielt auch die Dosage eine entscheidende Rolle für den Geschmack des Champagners. Hierbei handelt es sich um den Flüssigkeitsanteil, der dem Schaumwein nach der Gärung zugefügt wird. Die Dosage besteht in der Regel aus süßen Weinen, denen teilweise noch eine Zuckerlösung beigefügt wurde. Hier unterteilt man wiederum in verschiedene Sorten. Champagner, der über einen Restzuckeranteil bis zu 15 Gramm Zucker je Liter verfügt, wird als Brut bezeichnet. Extra Brut verfügt über eine Dosage zwischen null bis sechs Gramm Restzucker. Champagner ohne Dosage, der nur einen Restzuckeranteil von null bis etwa drei Gramm pro Liter aufzeigt, wird hingegen als Ultra Brut bezeichnet. Bei Sec – der Bezeichnung für Trocken – sind etwa 17 bis circa 35 Gramm Zucker enthalten. Extra Sec verfügt über einen Restzuckergehalt von 12 bis maximal 20 Gramm. Bei Demis Sec ist der Restzuckeranteil etwas höher und reicht von 35 bis 50 Gramm Restzucker pro Liter. Sind mehr als 50 Gramm Restzucker enthalten, spricht man vom Doux. Es handelt sich hierbei jedoch um eine eher sehr selten hergestellte und konsumierte Sorte.

Die Flaschengröße des Champagners

Da Champagner ausschließlich in der Flasche reift, ist die Wahl der Flaschengröße von entscheidender Bedeutung, wenn es um die spätere Qualität des Champagner geht. Geschmacklich ist Champagner aus großen Flaschen sehr viel harmonischer, als einer, der in kleinen Flaschen gereift ist. Der Grund dafür ist, dass sich die Hefe in einer großen Flasche sehr viel besser verteilen lässt und so bereits ein gleichmäßig gereifter Grundwein entstehen kann. Die gängigen Flaschengrößen reichen von Quart und Piccolo mit 0,2 Litern, über Demi und Filette mit 0,375 Litern, Imperial mit 0,75 Litern bis hin zu Magnum mit 1,5 Litern und zu guter Letzt bis zur Methusalem-Flasche, die über ein Fassungsvermögen von sechs Litern verfügt. Um den edlen Schaumwein zu genießen, muss dieser nicht zwangsläufig degorgieren, da dieser sein Aroma auch in der Flasche entfaltet. Sowie Sie die Flasche öffnen, entweicht etwas der Kohlensäure, was zunächst die Aromen besser zur Geltung bringt und gleichzeitig den Geschmack harmonischer macht. Im Gegensatz zu Sekt oder anderen Schaumweinen sollte Champagner, wenn er geöffnet ist, nicht zu lange stehen. Gut gekühlt und mit einem Druckverschluss versehen, ist Champagner lediglich für 24 Stunden haltbar. Nach dieser Zeit müssen Sie mit erheblichen Qualitätsverlusten rechnen.

Schaumwein ist nicht nur zum Trinken geeignet

Schaumweine, darunter auch Champagner, können weitaus mehr, als dass man diese einfach nur pur genießt. Aus Schaumweinen lassen sich nicht nur köstliche Cocktails und Bowlen zaubern. Sie eignen sich aber auch hervorragend für die Herstellung von Torten und Desserts. Sorbet, Creme und Mousse lassen sich mit dem spritzigen Trinkvergnügen verfeinern und sorgen so für ein besonderes Geschmackserlebnis.

Champagner-Ananas-Bowle

Für dieses köstliche Trinkvergnügen benötigen Sie Champagner, Weißwein, Ananas und etwas Zucker. Schneiden Sie die frische Ananas in kleinere Stücke und bestreuen Sie diese mit Zucker. Danach geben Sie den Weißwein darüber. Stellen Sie die Mischung für einige Stunden in den Kühlschrank und geben Sie den Champagner erst kurz vor dem Servieren zu.

Champagner-Holunder – die kühle Erfrischung

Hierzu benötigen Sie lediglich Champagner und Holundersirup sowie einige Minzeblätter zur Deko. Geben Sie etwa 2 Esslöffel von dem Sirup in ein Longdrinkglas und füllen Sie es mit dem Champagner auf. Die Minzeblätter geben Sie obenauf und lassen diese auf der Oberfläche schwimmen. Alternativ können Sie anstelle des Champagners auch Sekt verwenden.

Grüne Schlammbowle mit Sekt und Pfirsichen

Für die Bowle benötigen Sie eine Dose Pfirsiche, eine Flasche Blue Curacao (alkoholfrei), Wodka, eine Flasche Sekt, eine Flasche Orangensaft, eine Flasche Sekt und Vanilleeis. Pürieren Sie die Pfirsiche und füllen Sie mit einer halben Flasche Blue Curacao, einer halben Flasche Wodka und dem Orangensaft auf. Stellen Sie das Ganze bis zum Servieren kalt. Vor dem Servieren geben Sie dann den Sekt und das Eis hinzu. Bei diesem köstlichen Vergnügen ist jedoch Vorsicht geboten, denn diese Bowle hat es in im wahrsten Sinne des Wortes sich.

Bei eBay werden Ihnen verschiedene Schaumweine sowie passende Bowlegläser angeboten, sodass Sie sich für nahezu jeden Anlass und ganz nach Ihren Wünschen ausstatten können.

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