Lapislazuli – ein Ratgeber für Ihren Einkauf

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Lapislazuli – ein Ratgeber für Ihren Einkauf

Definition und Namensherkunft des Lapislazuli

Der Lapislazuli, der auch unter dem Namen Lasurstein bekannt ist, besteht aus verschiedenen Mineralen. Dieses sogenannte Mineralgemisch setzt sich je nach Fundort unterschiedlich zusammen. Er ist durch seine feste, heterogene Struktur den Gesteinen zuzuordnen. Charakteristisch sind seine blaue Farbe und die glänzende Oberfläche. Der Name „Lapislazuli“ hat seinen Ursprung im Lateinischen. „Lapis“ bedeutet „Stein“ und „lazuli“ ist eine deklinierte Form des mittellateinischen Wortes für „blau“ („lazulum“).

Geschichte des Lapislazuli

Bekannt ist der Lapislazuli seit etwa 3.000 vor Christi Geburt. Die ersten, noch groben Lapislazuli-Funde wurden in Form von Steinblöcken in einer Region namens Badachschan im Norden Afghanistans entdeckt. Von dort aus wurden sie als unbearbeitete Steinblöcke oder in Form geschliffener Schmuckperlen weitertransportiert. Primäre Ziele waren zu der Zeit Teile des Irans. Später gelangte der Lapislazuli auch über die arabische Halbinsel hinaus nach Syrien und Ägypten. Schon früh wurde man sich des Wertes der blauen Gesteine bewusst. So spielten sie beispielsweise im afghanischen Bürgerkrieg eine wichtige Rolle, da Besitzer der Lapislazuli-Gebiete Waffen und Munition durch den Handel mit Lapislazuli-Steinen finanzieren konnten.

Die unterschiedlichen Farben des Lapislazuli

Die Färbung des Lapislazuli ist nicht immer gleich. Der Fundort determiniert und steuert die Intensität und Beschaffenheit der Gesteine. Das Farbspektrum reicht von eher hellblau über marineblau bis blauviolett.

Gewinnung und Fundorte des Lapislazuli

Früher erfolgte die Gewinnung des blauen Gesteines mithilfe von Feuer, das in Minen bestimmte Stellen sprengte. Die Steine wurden mit enormen Holzfeuern erhitzt und dann ruckartig mit kaltem Wasser abgekühlt. Dadurch bildeten sich Risse in den festen Steinen und sie konnten herausgeklopft werden. Heutzutage erfolgt die Gewinnung mittels Sprengstoff. Der Hindukusch, eine Region in Afghanistan, zählt zu den wohl bekanntesten Fundstätten des Lapislazuli. In den Nachbarländern Afghanistans, zum Beispiel in Tadschikistan und im Iran, sind ebenfalls Lasursteine zu finden. Ein weiteres wichtiges Fundgebiet liegt in Russland. Am Baikalsee in Sibirien wurden bereits größere Mengen jenes Steines gefunden. Nichtasiatische Fundstätten gibt es in Nord- und Südamerika. In der Region um Ovalle, Chile, und in Teilen der USA, in Kalifornien im Cascade Canyon und in Arkansas am Magnet Cove, treten auch kleinere Mengen auf.

Allround-Talent Lapislazuli - seine Verwendung

Lapislazuli als modisches Accessoire

Lapislazuli war das Wertvollste, was die alten Ägypter etwa 7.000 vor Christi Geburt besaßen. Daher wurden die Pharaonen nach ihrem Tod auf ihrer Reise gen Jenseits mit kostbaren Schmuckanfertigungen, die Lapislazuli enthielten, ausgestattet. Ein bekanntes Beispiel dafür ist die Mumienmaske Tutanchamuns. Nicht nur die unverwechselbare Farbe, sondern auch die Struktur des Edelsteins Lapislazuli machen ihn so attraktiv für Schmuck. Lapislazuli wird bevorzugt in Ohrringen, Ringen, Perlen, Ketten, Amuletten und Anhängern eingearbeitet. Ein großes Angebot an Lapislazuli-Schmuck finden Sie bei eBay. Auch zu kunstvollen Figuren, besonders früher im alten Ägypten, wurde der Edelstein verarbeitet. Sie sollten durch ihr Basismaterial (Lapislazuli) dazu beitragen, Mystisches zu bewirken oder vorhandene Prozesse zu unterstützen/verstärken.

Lapislazuli-Pigmente waren sehr beliebt

Aus dem Edelstein wurden bereits im Reich der Pharaonen blaue Farbpigmente gewonnen. Der Wert spiegelt sich auch in mittelalterlichen Kunstwerken wider, in denen die blaue Farbe als Ausdruck des Reichtums und der Schönheit benutzt wurde. Blaue Farbpigmente sind auch unter dem Namen „Ultramarin“ bekannt, da sie anorganisch sind und früher nur schwierig gewonnen werden konnten. Der Preis lag dementsprechend hoch.

Astrologische Bedeutung des Lapislazuli

Der Lapislazuli wird innerhalb der Tierkreiszeichen überwiegend dem Sternzeichen Schütze zugeordnet. Darüber hinaus besteht eine Verbindung zwischen Lapislazuli und dem Planeten Jupiter.

Der Lapislazuli in der Steinheilkunde

Neben der modischen, künstlerischen und astrologischen Bedeutung, ist der Lapislazuli eine wichtige Größe in der Steinheilkunde. Er wird hauptsächlich als Heilstein verwandt, wobei dessen Form und Farbe dabei eine eher untergeordnete Rolle spielt. Entscheidend ist die Oberfläche für den Hautkontakt und das Gefühl auf der Haut. Dem Lapislazuli werden „ermutigende“ Kräfte nachgesagt. Er soll helfen, bestimmte Dinge an- und auszusprechen, die unangenehme Gefühle wie Scham und Angst, entstehen lassen. In Fachkreisen gilt der Lapislazuli als sogenannter „Diplomatenstein“, da er seinem Besitzer angeblich Mut und Selbstvertrauen verleihen soll, um - auch Unangenehmes - zur Sprache zu bringen. Vereinzelt tritt er auch in einigen Meditationstechniken auf, in der Homöopathie hingegen nicht. Insgesamt sollen Lapislazuli-Steine eine körperliche und geistige Unterstützung bewirken. Sie sollen auf der Haut getragen werden und dadurch ihre Energie an den Organismus abgeben.

Wie Sie Lapislazuli-Fälschungen und Manipulation erkennen

Damit Sie beim Kauf nicht auf eine Fälschung oder schlechte Ware reinfallen, hier einige Punkte, die Sie beachten sollten. Denn der blaue Edelstein ist begehrt. So sehr, dass mittlerweile allem Anschein nach nur noch ein Bruchteil des gehandelten Lapislazuli wirklich „echt“ ist. Die Fälschungen sind meistens aus Glas hergestellte Plagiate oder synthetisch angefertigte und gefärbte Steine. Manche Syndikate erwecken auch durch ihren Namen den Eindruck, ein Lapislazuli zu sein. Der sogenannte „Deutsche Lapislazuli“ wird aus der Quarzvarietät Jaspis und dem anorganischen, tiefenblauen Pigmentmittel „Berliner Blau“ hergestellt. Weitere Namen sind „Blauer Onyx“, „Swiss Lapis“ oder „Nunkirchener Lapislazuli“, da er in der saarländischen Stadt Wadern im Stadtteil Nunkirchen erzeugt wird. Charakteristisch für Fälschungen sind eingearbeitete Kupferpartikel, die Einschlüsse von Pyrit, im Volksmund Katzen- oder Narrengold genannt, imitieren sollen. Doch nicht nur Falschanfertigungen sind üblich, auch Manipulation echter Lapislazuli ist seit Jahrhunderten gang und gäbe. Blasse Edelsteine werden beispielsweise mit fettigen Substanzen poliert, um sie glänzender zu machen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, farbschwache Lapislazuli-Steine mit gefärbtem Öl zu fetten oder zu wachsen. Die Farbe wird intensiver und glänzender. Außerdem können Farbungleichheiten ausgeglichen werden. Dadurch steigt der zu verlangende Preis erheblich. Nachzuweisen ist diese Täuschung auf einfache Weise dank Aceton. Weiterhin werden geringwertigere oder brüchige Lapislazuli-Edelsteine mittels Kunstharz zu größeren, wertvolleren Stücken rekonstruiert. Bei Verdacht auf ein solches Imitat sollte der Stein mit Ammoniumhydroxid, auch Salmiakgeist genannt, oder mit einem Ultraschallbad behandelt werden. Treten permanente Flecken auf der Oberfläche des behandelten Steines auf, hat sich das Pigment abgelöst und es handelt sich um eine Fälschung. Oftmals wird der Lapislazuli auch mit dem ihm eng verwandten Sodalith verwechselt. Laien können jene Steine mit bloßem Auge nicht voneinander unterscheiden, da beide eine intensive Blaufärbung aufweisen. Im Vergleich zum Sodalith ist der Lapislazuli aber reiner und auch seltener. Ein blauer, nicht durch gekoppelten Eisen- und Titaneinbau rosa gefärbter Dumortierit kann auf den ersten Blick auch für einen Lapislazuli gehalten werden. Bei der Bestimmung eines Lapislazuli sollten Sie sich Zeit nehmen und eine ausreichend intensive Lichtquelle benutzen. Verwenden Sie dafür am besten LED-Lampen, ergiesparlampen sind für die Bestimmung ungeeignet.

Wert eines Lapislazuli

Der Wert eines Lapislazuli-Edelsteins ist schwierig zu bestimmen, da die Steine für unterschiedliche Zwecke genutzt werden. So ist ein Stein mit vielen Pyriteinschlüssen für die Steinheilkunde sehr wertvoll, für die Herstellung von Schmuckperlen oder Kunstfiguren jedoch eher unattraktiv, da hierfür besonders reine Edelsteine bevorzugt werden. Folglich sollte je nach Verwendungszweck ein anderer Maßstab bei der Beurteilung des Wertes eines Edelsteines angewandt werden.

Der Preis spielt auch beim Lapislazuli eine Rolle

Ein echter Lapislazuli hat seinen Preis. Zu Recht, denn vermeintliche Preissenkungen waren nur von kurzer Dauer, der Preis für den begehrten blauen Edelstein steigt. Grund hierfür war die Entspannung im Afghanistankrieg, die den industriellen Abbau Lapislazulis wieder ohne größere Probleme ermöglichte. Dem entgegengewirkt haben seit jeher die steigenden Gehälter der Minenarbeiter, Einfuhrzölle und wachsende Transportkosten. Ein weiterer Grund ist die wachsende Zahl an Imitaten, die auf den Preis der echten Edelsteine drücken und ihn so kontinuierlich hochtreiben. In diesem Fall hat Qualität seinen Preis, denn nur der echte Lapislazuli wird für hochwertigen Schmuck verwandt. Abschrecken sollte dies allerdings nicht. Auch preiswerte Objekte können von guter Qualität sein und sind bei eBay zu finden.

Was Sie nach dem Kauf eines Lapislazuli beachten sollten

Wenn Sie einen echten Lapislazuli erstanden haben, sollten Sie auf einige Dinge achten, damit Sie lange Freude an ihm haben. So sollte er vor Stößen geschützt werden, da seine geringe Härte ihn stoßempfindlich macht. Vermeiden Sie darüber hinaus, dass der Lapislazuli nicht zu lange der Sonne ausgesetzt ist. Gelegentlicher Sonneneinfluss wird vor allem in der Steinheilkunde begrüßt, da der Lapis sich dadurch „auflädt“. Bei längeren und intensiveren Sonneneinflüssen können Schäden am Stein auftreten und mit der Zeit kann es sogar zum Verlust der Farbe kommen. Weiterhin ist der Kontakt mit aggressiven Lösungen wie Nagellackentferner, Haarspray, Haushaltsessig und alkoholhaltigem Rasierwasser und Parfum zu vermeiden. Auch synthetisch gefärbte Imitate sind nicht sicher, da diese Substanzen die Wachsschicht der Steine zerfrisst und sie somit schutzlos gegenüber allen chemischen Präparaten machen. Dass der Glanz von Lapislazuli-Steinen nach einiger Zeit abnimmt, ist ein natürlicher Vorgang, der durch menschlichen Schweiß unterschiedlich stark beschleunigt werden kann. Entscheidend dabei ist die Zusammensetzung des Schweißes, da die Fett- und Hautsäurewerte von Mensch zu Mensch und die Anfälligkeit von Stein zu Stein verschieden sind.

Lassen Sie sich Zeit beim Lapislazuli-Kauf

Wenn Sie sich für einen Lapislazuli entscheiden, ganz gleich ob synthetisch oder natürlich, ist es ratsam, viele Angebote einzuholen und zu vergleichen. Denn ein hoher Preis ist nicht automatisch durch eine hohe Qualität begründet. Besonders im Internet finden Sie eine Fülle an Offerten. Versuchen Sie herauszufinden, woher die Steine stammen, überprüfen Sie die Verarbeitung und erkundigen Sie sich nach vergleichbaren Edelsteinen, damit Sie am Ende kein „blaues Wunder“ erleben.

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