Langoliers, - die andere Dimension, Stephen King, DVD

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Langoliers - die andere Dimension (DVD), - hätten die Zeitfresser mal lieber etwas Drehzeit einverleibt ;-)

Dann wäre sehr wschl. auch diese Verfilmung hier nur bedeutend besser geworden. Und das trifft eben leider hier genau so zu, wie auf manche anderen Verfilmungen mit weniger spannendem TV - Charakter entweder (a) direkt von King selbst oder (b) die anderer Regisseure. Wobei wenigstens dann noch eine, seiner Buchvorlagen adaptiert wurde. Also hier nur mal z.B. "Sturm des Jahrhunderts" ,"the Stand - das letzte Gefecht", "Tommyknockers". Ironischerweise kommt das aber auch wieder Filmen mit durchschnittlicher Lauflängen nicht ganz so oft vor bzw. diese sind meißt eher erfolgreich. Würde also wiederum bedeuten, das dem Original, - und der Vorlage gerechte wie authentische Überlange nicht unbedingt vorteilhafter und besser ist. Was läuft hier also dann meißtens so dermaßen falsch ? Vielleicht sollte nicht immer so übertrieben ausführlich auf Nebensächlichkeiten eingegangen. Oder nun auch wirklich fast jeder Charakter oftmals völlig unötig bis zu den Urahnen und abgesehen von hinterher sowieso noch ausreichend, seperat aufgelöster Erzählstruktur bzw. Inszenierung abgehandelt und vorgestellt werden. Hier trifft dieser dramaturgisch nicht immer so bessere, - und geglückte Vorwurf auch auf Steven Spielberg zu, - dem dieser Fehler ebenso oft passiert.

Naja, gut, - zuerst einmal etwas zur Story, und dicht basierend auf dem Buch: Stephen King's "Langoliers - verschollen im Zeitloch" (Alternativtitel: "Langoliers - die Zeitfresser", - der, so ist jedenfalls meine bescheidene Meinung dazu, irgendwie auch zutreffender die Rahmenhandlung so bereits im Titel kurz beschreibt) ist eine Art SF - Thriller nach dem gleichnamigen Buch von Stephen King. Der auch im Film selbst einen kurzen Gastauftritt hat. Auf einem normaler, kurzen Routineflug von Los Angeles nach Boston werden von der Crew und den Passagieren seltsame Phänomene am Himmel beobachtet. Lediglich einige Passagiere, die direkt nach dem Start eingeschlafen waren, bekommen davon nichts mit. Als sie dann später wieder aufwachen, stellen sie fest, dass alle übrigen Menschen verschwunden sind. Was dabei aber allerdings direkt unheimlich und grauenvoll erscheint, ist die Tatsache, dass die Verschwundenen Dinge aus dem Inneren (wie z.B. Herzschrittmacher, künstliche Gelenke, Zahnplomben usw.) ihrer Körper hinterlassen haben.

Nach und nach wird den Überlebenden ihre Lage bewußt. Die Funkfrequenzen sind außer Funktion, überflogene Städte, die normalerweise in der Nacht hell erleuchtet wären, bleiben stockdunkel und auch andere Flugzeuge sind nicht zu sehen. Zuerst wird zwar noch über die Möglichkeiten eines weltweiten Atomkriegs spekuliert. Dies aber bald wieder verworfen. Es erscheint einfach nur, als ob es die normale Welt nicht mehr gibt. Dem einzig verbliebenen Piloten gelingt es, auf einem am nächsten gelegenen Flughafen zu landen. Aber auch hier nehmen die Merkwürdigkeiten kein Ende. Die Luft scheint keinen richtigen Geruch zu haben. Wind ist nicht vorhanden und Geräusche klingen nur sehr gedämpft. Auch hier am Boden sind keine anderen Menschen vorzufinden. Essen und Trinken hat keinen Geschmack, Farben wirken blasser. Und alles um sie herum macht ebenfalls einen verlassenenen, - wie tot erscheinenden Eindruck.

Bob Jenkins, ein Schreiber von phantastischen Kurzgeschichten (womöglich eine Anspielung auf Stephen King selbst) glaubt als erster, hier die Zusammenhänge zu erkennen. Irgendwie müssen die Menschen durch eine Art Zeitloch in die Vergangenheit befördert worden sein, als sie es vorher durchflogen hatten. Alle, die beim durchdringen dieses Zeitloches nicht geschlafen haben, sind buchstäblich aufgelöst worden. Nur die anderen wurden davon verschont. Ihre erste Annahme, das also etwas mit der übrigen Welt passiert sei, war somit falsch. Denn nicht der Welt ist etwas zugestoßen, sondern nur ihnen, den Überlebenden dieses Fluges. Er vermutet weiterhin, das sie nur lediglich ein paar Minuten in die Vergangenheit geschleudert wurden. Währenddessen hört das blinde Mädchen, das sich unter ihnen befindet, in der Ferne knisternde und raschelnde Geräusche, die immer näher kommen. Bald darauf tauchen dann auch zum ersten mal, - zuerst noch in einiger Entfernung Langoliers (Monstren mit riesigen Mäulern und gewaltigen Zähnen) auf. Und diese versehen unbarmherzig ihre Aufgabe, die Zeit, - dh. unsere Realität einfach auf zu fressen.

Mehr möchte ich bis dahin noch nicht weiter verraten, vor allem für die, denen bis jetzt weder diese DVD hier und / oder auch das Buch bekannt ist. Wahrscheinlich klingt es auch besser, wenn man es nur so als Text betrachtet, - und spannender, als es dann später beim ersten mal ansehen sein könnte. Wie aber bereits zu Anfang bereits deutlich von mir und auch noch etwas kritischer betrachtet festgestellt wurde, ist es (und so eben wieder hier nur der Fall) immer wieder recht bedauerlich, das, obwohl alles meißtens sehr gut beginnt, - also z.B. Spannung wird genügend aufgebaut, - und die Grundgeschichten sind oftmals sehr reizvoll und recht interessant. Dann, gibt es aber leider häufig irgendwann, - meißtens ca. ab Mitte der Handlung bzw. Verfilmung einen Knick, - oder auch einen Spannungsabfall. Und meißtens nur, weil mühselig auf Zeit schindend gedreht bzw. erzählt wurde. So, als sollte es absichtlich, unötig regelrecht eposhaft gewollt sein.

Wobei das ganze auch schlicht in den üblichen 90 Minuten hätte abgehandelt werden können. Was manchmal vielleicht besser gewesen wäre. Und deshalb bleibt eben auch meißt das Gefühl zurück, vor allem bei denen, - die bereits vorher, später oder auch zeitgleich das Buch dazu gelesen haben, das einiges besser nicht verfilmt werden sollte. Oder, - dabei nicht unbedingt so, wie es auch häufiger vorkommt, eben künstlerisch sehr frei ausgelegt gedreht dürfte. Bleibt also besser erstmal nur die Empfehlung hier als reiner Ausleihtip.
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