Lancome HYPNOSE Mascara: Fälschungen/Imitate erkennen

Aufrufe 15 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

RATGEBER: Lancome Mascara - Original oder Fälschung?

Vor einiger Zeit hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, einen gefälschten Lancome-Mascara der Linie "Hypnose" zu erwerben und mich mit dem Verkäufer über eine Rückerstattung der Kaufsumme zu unterhalten. Dass diese am Ende glatt über die Bühne ging, lag in meinem Fall nicht zuletzt daran, dass ich per PayPal bezahlt hatte und damit den Käuferschutz bemühen konnte, was in vielen Fällen jedoch nicht so sein dürfte. Daher der gut gemeinte Rat, Lancome-Produkte, deren Imitate derzeit tonnenweise aus Fernost herüberschwappen, NUR bei ausgewiesenen Händlern zu erwerben, die PayPal als Bezahlmöglichkeit anbieten.

Auch wenn man an dieser Stelle die Diskussion weglässt, dass Billig-Imitate der europäischen Wirtschaft jahraus jahrein riesige Verluste bescheren und Tausende Arbeitsplätze gefährden, so bleibt doch ein Argument, dass auch den eingefleischesten Schnäppchenjäger überzeugen dürfte: Imitate sind von minderwertiger Qualität und tatsächlich noch viel weniger wert, als man für sie bezahlt. Bei Kosmetika und Körperpflege-Produkten kommt außerdem hinzu, dass die von Hobbykosmetologen zusammengebrauten Substanzen schlicht und ergreifend gesundheitsschädigend sein können.

Auch die juristischen Folgen des Verkaufs von Imitaten möchte ich an dieser Stelle nicht besprechen, es möge der Hinweis genügen, dass die in solchen Fällen üblichen Strafgelder nicht von schlechten Eltern sind.

Wie aber erkennt man eine Fälschung vom Originalprodukt?

Hier liegt natürlich der sprichwörtliche Hund begraben. Ich persönlich hatte das Glück, dass eine Bekannte bei Douglas arbeitet und mir beim Identifizieren des Imitats helfen konnte, doch im Grunde ist es so, dass die Fälscher nach wie vor recht schlampig arbeiten und dass es daher einige Anhaltspunkte gibt, die für jeden, der etwas genauer hinschaut, erkennbar sind. Dies will ich anhand des Mascara "Hypnose" von Lancome exemplifizieren - einige der hier beschriebenen Unterscheidungsmerkmale sind übrigens auch auf andere Lancome-Produkte übertragbar.

Punkt 1: Farbe der Tube

Vergleichen Sie die Farbe der gekauften Mascara-Tube mit einem Originalprodukt, am besten, indem Sie sie unter eine Lampe oder helles Sonnenlicht halten. Gibt es hier merkbare Abweichungen (in meinem Fall war das Original mattgrau und etwas glänzend, die Fälschung aus tiefschwarzem Plastik), dann sind erste Zweifel geboten.

Punkt 2: Lancome-Emblem

Die Lancome-Rose auf dem aufgeklebten Metall-Plättchen ist bei Originalen geprägt, weist also eingedrückte Konturen auf. Die Rose beim Imitat hingegen ist eben. Offenbar ist den Produzenten im fernen China die Prägetechnik zu kostspielig, deswegen dient uns dieses Verdachtsmoment bis auf Weiteres als sicheres Merkmal von Fälschungen. Fragt sich nur, wie lange noch.

Punkt 3: Tube I

Schauen Sie sich das dickere Ende der Mascara-Tube an. Befindet sich dort ein eingeprägter Kreis mit einem Aufkleber drauf, der u.a. eine Identity-Nr. aufweist, ist alles in Ordnung. Sehen Sie hingegen eine gerade Nahtstelle, an der allem Anschein nach zwei Plastikteile zusammengeklebt worden sind (und das nicht allzu gründlich), dürfen Sie hoffen, bald um eine Erfahrung reicher zu sein.

Punkt 4: Tube II

Nun zum dünneren, vergoldeten Ende der Tube. Handelt es sich um eine spiegelglatte (und auch spiegelnde) Fläche, die sauber in die Tube eingesenkt ist, ist alles O.K. Wenn die besagte Fläche aber uneben ist, an den Kanten leicht abblättert und zudem unsauber aufgestrichen ist, d.h. leicht über den eigentlichen Kreis auf die Tube hinausragt, handelt es sich wahrscheinlich um ein Imitat.

Punkt 5: Pinsel

Schauen wir uns nun den Pinsel des Mascara an. Haben wir ein recht dickes, oft verklebtes und insgesamt unsauber gearbeitetes Exemplar vor uns, das nicht eben "wie geschmiert" aus der Tube gleitet, sondern nur mit deutlichem Widerstand, sind wir sehr wahrscheinlich einem Betrüger aufgesessen. Sicheres Merkmal für ein Billig-Imitat: ein vorne abgespitzter Pinsel. Bei Lancome-Originalen hat der Pinsel die Form eines ebenmäßigen Zylinders, ist vorne abgeschnitten und nicht zugespitzt und gleitet zudem wunderbar aus der Tube.

Punkt 6: Tusche

Last but not least: Jede Frau, die schon einmal einen Lancome-Mascara benutzt hat, wird wissen, welche Konsistenz die Tusche hat, wie schnell sie trocknet und wie leicht/wie schwer sie sich abwaschen lässt. Dies sind mithin absolut sichere Anhaltspunkte, die einem mit billigem Ölgemisch gefüllten Mascara keine Chance geben, zumindest so lange, wie man sich nicht einredet, die Qualität von Lancome-Produkten habe stark nachgelassen. In meinem Fall brauchte die Fälschung viel länger zum Trocknen, da sie insgesamt flüssiger war; sie verklebte mehr und erzeugte eher Fliegenbeine, als ein Original, und vor allem ließ sie sich nicht sauber abwaschen, sondern bröckelte förmlich von den Wimpern herunter. Spätens hier sollte bei wachen Geistern der Gedanke keimen, dass es vielleicht nicht so toll ist, sich chinesische Füllertinte in die Augen zu schmieren.

Zuletzt noch eine Bemerkung: Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Imitate verschiedener Hersteller voneinander unterscheiden. Ebensowenig ist auszuschließen, dass die besagten Hersteller mit der Zeit lernen, etwa die Lancome-Rose besser nachzubilden. Doch ich bin sicher, dass man mit einem Minimum an Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe jedes Imitat, das derzeit zu haben ist, auch identifizieren können wird. Die obigen Punkte mögen dabei als Hinweise dienen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden