Lampe ist nicht gleich Lampe - welcher Dimmer sich für welches Leuchtmittel eignet

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Lampe ist nicht gleich Lampe - welcher Dimmer sich für welches Leuchtmittel eignet

Dimmer werden genutzt, um die Helligkeit von Lampen stufenlos zu regulieren. Dies geschieht entweder über einen Drehschalter oder über einen Tastschalter, der fest in der Wand montiert wird. Dank der stufenlosen Dimmbarkeit können Sie das Licht stets optimal an die Anforderungen anpassen: helles Licht zum Arbeiten und gedimmtes Licht für eine gemütliche Atmosphäre. Doch welche Leuchtmittel lassen sich überhaupt dimmen, und was sollten Sie bei der Wahl des passenden Dimmers beachten?

 

Achtung: Nicht alle Lampen sind dimmbar

Früher waren nahezu alle Leuchtmittel dimmbar. Dies lag daran, dass hauptsächlich normale Glühbirnen mit Glühfaden verwendet wurden. Diese sind auch heute noch uneingeschränkt dimmbar, durch die EU-Gesetzgebung allerdings im Verkauf verboten. Die Alternative zur herkömmlichen Glühbirne sind Energiesparlampen und LED-Leuchten. Beide gibt es als dimmbare Ausführung. Dasselbe gilt für Halogenleuchten, von denen ebenfalls nur einige Modelle uneingeschränkt dimmbar sind. Ob ein Leuchtmittel dimmbar ist, erkennen Sie an den Angaben des Herstellers: Entweder steht auf der Verpackung schlicht „dimmbar“, oder der Hersteller nennt gleich die möglichen Dimmerarten, die mit den Buchstaben R, L und C angegeben werden.

 

Welche Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Dimmerarten?

Dimmer werden nicht nur für Leuchtmittel eingesetzt, sondern auch zum Regulieren von Elektromotoren. Je nach Anwendungszweck muss ein Dimmer verschiedene sogenannte Lasten regeln: Ohmsche Lasten (R), induktive Lasten (L) und kapazitive Lasten (C). Zur Zeit der normalen Glühbirne wurde nur ein einziger Dimmer für Leuchtmittel benötigt; heute sind es aufgrund der großen Unterschiede zwischen den erhältlichen Leuchtmitteln drei Dimmerarten, mit denen Sie sich befassen müssen.

 

Welcher Dimmer sich für welches Leuchtmittel eignet

Die Art des Leuchtmittels bestimmt demzufolge die Art des Dimmers, den Sie einsetzen müssen. Haben Sie den Dimmer einmal installiert, können Sie also nur auf die passenden Leuchtmittel zurückgreifen oder müssen den Dimmer wechseln, was deutlich teurer ist. Probleme bereitet vor allem die Wahl des Dimmers bei Einbaustrahlern: Sie arbeiten meist nicht mit dem normalen 230-V-Haushaltsstrom, sondern werden an einem Trafo betrieben, der die Spannung reguliert – meist sind es 12 V. Dieser Trafo ist es, der den Einsatz unterschiedlicher Dimmer notwendig macht. So gibt es elektronische Trafos und magnetische Trafos, die nicht mit demselben Dimmer angesteuert werden können:

  • Magnetische Trafos: Sie werden meist bei Halogenleuchten verwendet. Hier benötigen Sie einen Phasenanschnittdimmer für induktive Lasten. Sie erkennen dies an der Aufschrift L auf den Leuchten, dem Trafo und dem Dimmer.
  • Elektronische Trafos: Sie werden meist bei dimmbaren LED-Leuchten eingesetzt, die nicht mit 230 V arbeiten. Hierfür benötigen Sie einen Phasenabschnittdimmer für kapazitive Lasten. Sie erkennen dies an der Aufschrift C auf den Leuchten, dem Trafo und dem Dimmer.

Dimmer für ohmsche Lasten werden mit R bezeichnet und dimmen viele Leuchtmittel, die nicht über einen Trafo betrieben werden. Vereinfachend gibt es sogenannte Universaldimmer, die alle Dimmarten beherrschen, aber etwas teurer sind.

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