LOW CARB - was ist das?

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Wieder so ein neumodisches Zeug aus Amerika?

Nein! Ganz im Gegenteil - LOW CARB (kohlenhydratarm) ist eigentlich schon uralt!

Seit ca. 5 000 Jahren betreiben wir Menschen hier bei uns Ackerbau.

Und die 120 000 Jahre zuvor? Wir ernährten uns hauptsächlich von Fleisch (Proteine und Fett).

Somit dürfte wohl für jeden ersichtlich sein, dass wir Menschen für eine kohlenhydratreiche Ernährung nicht geschaffen sind.

Braucht unser Körper Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate sind lebensnotwendig - aber nicht in diesen Mengen wie wir sie zu uns nehmen!

"Kohlenhydratarm" heißt nicht, daß wir alle Kohlenhydrate aus unserer täglichen Ernährung verbannen - wir bevorzugen die "Guten" und meiden die "Schlechten".

Was sind "schlechte" Kohlenhydrate?

Vor allem Produkte aus Weißmehl und Zucker.

Und die "Guten"?

Gemüse und Vollkornprodukte.

Warum nehme ich ab, wenn ich die Kohlenhydratzufuhr reduziere?

Das Prinzip der ATKINS-Diät:

Man ernährt sich 1 Woche nur von Nahrungsmitteln, die keine Kohlenhydrate enthalten (Fisch, Fleisch, Käse, Salat usw.).

Durch den Kohlenhydrat-Entzug beginnt der Körper nach 3-4 Tagen die angelegten Fettreserven wieder umzuwandeln (Ketose) und zu verbrauchen.

Andere Diäten entwässern nur - hier wird tatsächlich Fett verbrannt.

Man nimmt ab - die Fettpolster verschwinden!

Treibt man zusätzlich noch Sport, beginnt der Körper sich neu zu definieren.

Fettgewebe wird abgebaut - Muskelgewebe aufgebaut. Also die ideale Kombination!

Nach 1 Woche beginnt man, dem Körper wieder langsam Kohlenhydrate zuzuführen - aber nur die "Guten".

Essen soviel man möchte und trotzdem Abnehmen - das klingt unglaublich, ist aber so!

Man muß sich sogar dazu zwingen mehr zu essen, da dieser Heißhunger, der durch Kohlenhydrate verursacht wird, verschwindet.

Wer kennt das nicht - die Tafel Schokolade oder die Tüte Chips. Man greift solange zu, bis nichts mehr da ist.

Dieses Gefühl werden Sie nicht mehr haben und auch nicht vermissen!

Es geht hier nicht darum, möglichst schnell so viel wie möglich abzunehmen.

Dauerhafte Ernährungsumstellung - gesünder und bewusster ernähren und dadurch eine höhere Lebensqualität erzielen. Das ist das Ziel!

Und was kostet mich der Spaß?

Eigentlich nichts - im Gegenteil!

Sie kaufen bewußter ein. Gewöhnen Sie sich an, die Inhaltsangaben auf den Verpackungen zu lesen. Sie werden erstaunt sein, in welchen Produkten Mehl oder Zucker enthalten sind, wo man es eigentlich gar nicht vermutet.

Sie wissen mit der Zeit genau, was Sie essen dürfen und haben im Supermarkt Ihre bestimmten Anlaufpunkte.

Sie sparen Zeit und nebenbei auch noch das Geld für absolut unnötige Sachen.

Aber man hört, daß diese Ernährung gar nicht so gesund sein soll!

Wenn Sie diese Art der Ernährung ausprobieren möchten, lassen Sie es sich nicht miesmachen.

Man kann nur über etwas urteilen, was man auch selbst kennt oder erfahren hat.

Die Wissenschaft hat doch heute ganz andere Möglichkeiten als noch vor 10 oder 15 Jahren. Und da bleiben halt neue Erkenntnisse nicht aus.

Die Amerikaner praktizierten seit Jahren die "LOW FAT" - Ernährung. So wenig Fett wie möglich. Fett macht dick! Davon war man sehr lange überzeugt.

Und wie sieht es nun aus in den USA?

Noch nie waren die Menschen dort so fettleibig wie heute! Und bei uns - hier sieht es leider nicht viel anders aus.

Erschreckende Erkenntnisse hat man gewonnen, als man den Gesundheitszustand von sogenannten "Ureinwohnern" z.B. Indianern, Aboriginis oder auch Eskimos mit dem von den an unsere Ernährung angepassten "Stammesgenossen" miteinander verglichen hat.

Dort haben Diabetes und andere Zivilisationskrankheiten Einzug gehalten!

Noch ein Beispiel für jahrzehntelangen Irrglauben: Spinat

Durch ein falsch gesetztes Komma bei der Nährwertberechnung glaubte man, Spinat sei eine wahre Eisenbombe.

Schokolade enthält um ein vielfaches mehr Eisen als Spinat. Und wieviel Kinder hat man gezwungen Spinat zu essen!?

Sie sehen selbst - nur weil etwas schon immer so war, ist es nicht unbedingt richtig!

Keine Diät - sondern artgerechte Ernährung!

Würde man einem ausgewachsenem Löwen eine Schüssel voll Cornflakes mit Milch zum Fressen geben? Ich denke eher nicht, denn das steht nicht auf seinem Speiseplan.

Der Mensch wurde als Jäger und Sammler konstruiert. Weißmehl, raffinierter Zucker und Pflanzenfett standen bestimmt nicht auf seinem Speiseplan.

Die Säugetiere ziehen ihre Jungen mit Muttermilch auf. Aber trinken diese Jungen ihr ganzes Leben lang bei ihrer Mutter?

Sobald diese herangewachsen sind, steigen sie um auf artgerechte Ernährung.

Und wir Menschen? Wir trinken unser Leben lang Milch, weil die Milch ja so gesund ist.

Milch ist Kraftfutter! Reich an Eiweiß und Kohlenhydraten (Milchzucker)!

Wir Menschen haben uns zum Allesfresser entwickelt. Man sagt uns gegenüber den Tieren eine höhere Intelligenz nach. Ist das wirklich so?

Ich glaube nicht, daß ein Tier in freier Wildbahn an Diabetes oder Herzinfarkt stirbt.

Diese Situation wird Ihnen sicherlich bekannt vorkommen: Man geht in ein Restaurant oder in die Kantine und sagt; "Ach, heute esse ich mal was Gesundes!" Und was ißt man dann? Salat mit Putenstreifen oder Thunfisch!

Plötzlich ißt man Low Carb ! 

Aber warum nur ab und zu? Davon wird man anscheinend auch satt und es ist wirklich "artgerecht"!

Ein leckeres Putenschnitzel mit Sahnesoße und Paprika oder ein saftiges Steak, überhäuft mit in Butterschmalz gerösteten Speckwürfeln, Pilzen und Zwiebeln - wer braucht denn da noch Nudeln oder Kartoffeln dazu ???

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf - es ist so einfach !

 

Einige Ratschläge aus persönlicher Erfahrung:

Man wiegt sich ja in den ersten Wochen fast täglich. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Waage. Nehmen Sie auch ein Maßband - gerade bei den Problemzonen und vor allem wenn Sie zusätzlich Sport treiben. Es empfiehlt sich, eine Liste anzulegen, auf der man täglich die Maße von Oberschenkel und Bauch und das Gewicht einträgt. Wenn möglich sollte man diese Werte immer zum gleichen Zeitpunkt ermitteln.Am besten morgens nach dem Aufstehen messen und wiegen. Denn haben Sie schon z.B. 1 Liter Wasser getrunken, haben Sie 1 kg mehr Gewicht - also nicht unbedingt auf die Waage verlassen.

Vergessen Sie die allseits bekannten Normen für Idealgewichte. Wenn Sie aufgehört haben abzunehmen, dann haben Sie das Idealgewicht Ihres Körpers erreicht. Jeder Mensch ist anders - der eine verstoffwechselt besser, der andere weniger gut. Sie müssen sich wohl fühlen - das ist das wichtigste. Es geht hier ja um "artgerechte Ernährung" und nicht um Runterhungern!

Ich selbst bin von kräftiger Statur aber nicht dick und habe in meiner Diät  8 kg abgenommen.  Ich fühle mich gut und bin zufrieden. Nun sagt der/die  eine oder andere vielleicht "nur 8 kg"! Wenn Sie das nächste mal im Supermarkt sind, suchen Sie mal die 1kg Stange Fritierfett und nehmen davon 8 Stück.

Das macht Mut und egal ob Sie jetzt 1, 5 oder 8 Stangen nehmen - man kann auf alle Fälle stolz sein! Solche Vergleiche, ob nun mit Fett oder Zucker, hinterlassen auch bei Kindern einen bleibenden Eindruck.

Am meisten ärgert mich diese Behauptung bzw. Ausrede: "Bei uns in der Familie waren schon immer alle so dick"!  Es gibt keine genetische Veranlagung fürs Dicksein. Die Mutter übernimmt das Kochen von der Oma, die Tochter von der Mutter - noch Fragen?

Meine Tante ist 68 und macht seit 3 Monaten die Low Carb Ernährung. Sie hat 6 kg abgenommen, das Bäuchlein ist auch verschwunden und sie fühlt sich bestens. Low Carb ist also nicht nur was für Jüngere!

Noch ein Wort zu den Gegnern der Atkins-Diät:

Der Großteil bemängelt bei Atkins das unbedenkliche Essen von beliebigen Mengen Fett und die langsame Heranführung an die Kohlenhydrate ab Phase 2. Hierbei sollen sehr viele wieder rückfällig werden. (Atkins-Diät unterteilt sich in mehrere Phasen. Phase 1 = 0 Kohlenhydrate, ab Phase 2 langsame Zuführung und Steigerung der KH-Menge)

1. Cholesterin wird vom Körper selbst hergestellt. Nach neuesten Erkenntnissen spielt die Menge, die durch Nahrungsmittel zugeführt wird, nur eine unwesentliche Rolle.

Nahrungsmittel, die mit einer "cholesterinsenkenden Wirkung" beworben werden haben diese Eigenschaft zwar (sonst dürfte dies der Hersteller nicht behaupten), tun dies aber auch nur zu einem geringen Teil.

Ich kenne keinen Lowcarber, der Probleme mit seinen Cholesterinwerten hat.

2.  Grundvoraussetzung für eine Diät (egal welche) - siehe letzter Satz dieses Ratgebers !

Die Atkins-Diät (eigentlich ist es ja keine Diät sondern die Rückführung zur artgerechten Ernährung) ist ideal für Menschen, die gerne und oft essen. Und wer Bedenken wegen des erlaubten Fettes hat - man muß es ja nicht übermäßig zu sich nehmen. 

Aber merke: Fett macht nicht dick!

Atkins hatte bei mir persönlich den Effekt, daß mir bewußt wurde, was stopfe ich da jeden Tag überhaupt alles in mich hinein und muß das sein? NEIN ! Es geht auch anders.

Bewußte, kohlenhydratarme Ernährung und regelmäßige Bewegung  - das ist die ideale Kombination !

Zu den positiven Eigenschaften von BEWEGUNG lesen Sie doch bitte auch unseren Ratgeber:

http://testberichte.ebay.de/Bewegung-Krankheitskiller-Nr-1_W0QQugidZ10000000001626284

 

Hier noch einige Buchtips:

Die Diät-Revolution - Dr. Robert C. Atkins

Optimal Essen - Jan Kwasniewski

Unsere Nahrung - unser Schicksal - Dr. med. M. O. Bruker

Dringend empfehle ich Ihnen ein Taschenbuch mit den Nährwertangaben von Lebensmitteln!

 

Lassen Sie mich zum Schluß noch einen Satz anfügen, den ich in einer Zeitungsanzeige für eine Diät gelesen habe und der die Grundvoraussetzung klar zum Ausdruck bringt:

Jede Diät beginnt im Kopf - wenn Sie soweit sind, rufen Sie uns an!

 

 

 

 

 

 

 

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