LG DR 7500 DVD-Standalonebrenner ohne Festplatte DivX

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Ich hatte mit DVD Recording schon so einiges am PC versucht und habe mir, aufgrund des wirklich guten Preises für diesen Recorder eben diesen bestellt, da mich keine PC-Softwarelösung bisher wirklich durch Einfachheit bei gleichzeitig wirklich guter Qualität überzeugen konnte.

Der LG ist ein relativ großes, wenn auch nicht allzu hohes Gerät, aber aufgrund seiner Stelltiefe muß man schon ein größeres Fach für ihn in Fernsehernähe bereithalten, dass auch noch genug Luftzirkulation zulassen muß. Maße: 43x33x5cm (Breite x Tiefe x Höhe)


Generell arbeite ich mit Platinum DVD+RW an dem LG 7500, welche ich, nach erfolgreicher Erstellung am PC auf eine normale DVD+R kopiere, was bei mir einwandfrei funktioniert. Man muss dazu sagen, dass die Bedienungsanleitung einen eindeutigen Hinweis auf die unterschiedliche Formatierungsmöglichkeit der DVD-Rohlinge gibt, und dass eben nur die eine (Standard DVD) auf "anderen Geräten" (also auch PCs) wiedergegeben werden kann. Die andere Formatierungsmöglichkeit ist eine sogenannte "DVD-VR", eine Formatierung, die für Dinge wie Schnitte und ähnliches viel mehr Möglichkeiten bieten soll, aber für mich aufgrund der fehlenden Kompatibilität zu den normalen Playern uninteressant ist und somit auch nicht weiter von mir getestet wurde.

Ich verwende den Recorder sowohl als TV-Aufzeichnungsgerät als auch zum Kopieren meiner alten Videos auf DVD. Und beides funktioniert hervorragend und zuverlässig (VPS-Signal bei TV-Sendungen wird gut erkannt, aber leider ist der TV-Tuner nur ein alter analoger, also mit DVB-T oder DVB-C ist nix drin, ausser eben über den Scart-Eingang und einen extra Empfänger). Der Recorder ist für die Wiedergabe DivX-Zertifiziert, kann also auch solche Filme wiedergeben.

Das Gerät bietet die Möglichkeit, via Fire-Wire (1394)-Anschluss einen DV-Recorder an der Frontseite anzuschliessen, ausserdem besitzt es einen S-VHS-DIN-Anschluss und die obligatorischen 2 Audioanschlüsse für den linken und rechten Kanal. Auf der Rückseite gibt es 2x Scart, davon einer als "Ausgang" und einer als Decoder-/Eingang vorgesehen. Auch findet man hier einen optischen und einen elektrischen (Chinch) Digital-Tonausgang und einen Component-Video-Out (Chinch) neben einem Chinch-Video-Eingangsport. Ein 5.1-Ton Anschlussfeld fehlt. Leider sind die Frontanschlüsse nicht hinter einer Klappe verborgen, somit sehen die ein wenig unschön aus und verstauben auf Dauer wohl auch. Das restliche Design ist aber in meinen Augen als gelungen einzustufen.

Dieser Bericht wurde von mir auch noch auf anderen bekannten Meinungsplattformen gepostet (posten von Links ist nicht gestattet), das Copyright auf diesen Erfahrungsbericht liegt daher bei mir.

 

Was fällt mir positiv auf?

Ganz einfach: Die kinderleichte Aufzeichnung und Programmierung, das sehr einfache Erstellen eines Menüs (auch mit eigenen Namen für die Aufnahmen) auf den DVDs, die automatische Kapitelgenerierung (einstellbares Intervall, ich habe hier 5 Minuten gewählt) für die schnellen Sprünge innerhalb eines Filmes. Eine "intelligente Kapitelgenerierung" kennt der Recorder nicht, er macht das völlig stupide nach der vorgegebenen Zeit.
Vor allem: Er funktioniert, und die Aufnahmen sind an allen Laufwerken, auch an meinem sehr heiklen Notebook-DVD-CDRW-Combo-Laufwerk wie auch an allen DVD-Standalone-Playern die ich getestet habe (Philips, Xoro) abspielbar. Die Laufgeräusche des Laufwerks sind normal nicht wirklich hörbar, bei schlechteren unwuchtgen Medien wird er aber schon mal laut.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, ist relativ logisch aufgebaut und muss nicht direkt auf das Gerät gerichtet werden um zu funktionieren.


Was ist negativ zu bemerken?

Der unverschämt hohe Stromverbrauch (45 Watt Maximalaufnahme), ausserdem ein doch hörbarer Lüfter auf der Rückseite (wohl um diese 45 Watt Abwärme aus dem Gerät zu bekommen). Dieser ist ungefähr so laut wie ein "leiser" PC in 1m Abstand heutzutage. Er sieht auch etwas "draufgesetzt" aus, als wenn LG erst nach einiger Zeit diesen Lüfter als notwendiges Übel drangesetzt hat. Auch hört man an dem Gerät, wenn es im Standby Betrieb ist, ein sehr leises Pfeifen mit ca. 10kHz Frequenz (mit tieferen Resonanzen), was auch auf eine nicht optimales Hardwaredesign schliessen lässt. Daher auch 1 Stern Abzug.
Die Stomzuleitung ist fest am Gerät, sodass man sich bei der Verkabelung mit dem Stecker durch evtl. vorhandene Kabelschächte durchzwängen muß. Eindeutig ein Nachteil gegenüber den steckbaren Stromleitungen!

Das Display ist als sehr mäßig in der Qualität einzustufen, auch wenn dies für mich persnlich keine Rolle spielt, so muss man doch bemerken, dass es im Standby schon aus 2m Entfernung nicht mehr lesbar ist (Uhrzeit-Anzeige), im eingeschalteten Zustand ist es heller, aber auch da ist für normal gut Sehende bei ca. 3m Abstand Schluß.

Die Fernbedienung bietet zwar die Möglichkeit ein TV-Gerät in seinen Grundfunktionen mitzubedienen, jedoch ist die mitgelieferte Codeliste mehr als mäßig. Jemand mit einem Fernseher europäischer Herkunft sollte sich von dem Gedanken dies nutzen zu können gleich verabschieden. Als einzige groß im deutschen Raum verbeitete Marke findet sich neben (natürlich ;) ) LG noch Sony.


Die Aufnahmequalität habe ich nur im 2h-Modus getestet, die schlechteren Modi kommen für mich von vornherein nicht in Frage, und von anderen Eigentümern dieses Gerätes hatte ich schon massive Warnungen zu den 4 und 8 Stunden-Modi erhalten!

Die Tonqualität ist in dem 2h Modus auch als sehr gut einzustufen.

Den LG Service kann ich nicht bewerten, da ich diesen bisher (zum Glück) nicht benötigte. Die Webseiten von LG gefallen mir aber nicht soo gut, sie wirken auf mich ein wenig unübersichtlich, daher schonmal kein "Sehr gut" ;)

Alles in allem muss man sich klar sein, dass man für ca. 120-180 EUR nicht das ultimativ geniale Gerät erwarten darf, aber der LG 7500 tut seinen versprochenen Dienst einwandfrei. Für Leute, die gerne mehr schneiden, bevor sie eine standardgemäße DVD erzeugen muss es ein Gerät mit Festplatte darin sein, denn hier kann der LG 7500 systembedingt nicht wirklich punkten. Auch wenn man längere Filme oder mehrere Aufnahmen über insgesamt mehr als 2h machen will, sollte man unbedingt ein System mit Festplatte vorziehen. Also als echter hochqulitativer Videorekorderersatz käme nur diese ca. 100-150 EUR teurere Lösung wirklich in Betracht, denn leider sind ja heute (gerade mit Werbung darin) fast alle Filme länger als die "gute Qualität" 2h Aufnahmedauer hergibt.


Für mich hat sich die Anschaffung aber eindeutig gelohnt. Daher meine eindeutige Kaufempfehlung, falls jemand mit dem Gedanken spielen sollte, sich heute noch einen Videorecorder zu kaufen, dann auf jeden Fall lieber der LG 7500 als einen VHS-Dinosaurier, auch unter den oben geannten Gesichtspunkten. Ich denke nicht, das.der 4h Modus wirklich schlechter ist als Standard-VHS, welches ja eine Bildauflösung verwendet, dass beim TV seit den 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts schon überholt ist. Lieber selten ein paar scharfe Digital-Artefakte als diese matschigen Bilder von VHS.

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