LED-, LCD- und Plasma-Bildschirm – diese Reinigungsmittel dürfen Sie für Ihren Bildschirm verwenden

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LED-, LCD- und Plasma-Bildschirm – diese Reinigungsmittel dürfen Sie für Ihren Bildschirm verwenden

Im Laufe der Zeit macht ein Bildschirm einiges mit. Staub und anderer Schmutz bedecken seine Oberfläche, und auch Flecken sammeln sich auf ihm an. Die können zum Beispiel von Flüssigkeiten stammen, wenn Sie vor dem Bildschirm essen oder trinken. Damit Ihr Gerät wieder wie neu aussieht, sollte es regelmäßig gepflegt werden. Dabei empfiehlt es sich, Ihren Bildschirm möglichst professionell zu reinigen, ohne ihn zu beschädigen. Dazu müssen Sie zumindest grundlegend über die Eigenarten Ihres Displays Bescheid wissen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über LED-, LCD- und Plasma-Bildschirme und auf welche Weise Sie diese am effektivsten reinigen können.

Was sind LCD-Bildschirme?

LCD ist die Abkürzung für „Liquid Crystal Display“. Bei den Bildschirmen handelt es sich um Flüssigkristallbildschirme. Mithilfe elektrischer Spannung wird die Ausrichtung der Flüssigkristalle verändert. Durch diese Steuerung der Kristalle ändert sich die Durchlässigkeit für polarisiertes Licht. Dieses Licht wird durch eine Hintergrundbeleuchtung und Polarisationsfilter erzeugt. Durch die Steuerung der Kristalle wird also etwas auf Ihrem Bildschirm sichtbar. Die Flüssigkristallanzeigen modulieren das Licht und geben selbst kein Licht ab. Für die Hintergrundbeleuchtung werden bei LCD-Bildschirmen Kaltkathodenröhren (CCRT) eingesetzt. Diese Technik der Beleuchtung unterscheidet einen LCD- von einem LED-Bildschirm.

Leuchtdioden geben LEDs ihren Namen

Bei LED-Bildschirmen wird die Hintergrundbeleuchtung oder das Bild durch Leuchtdioden (LED) erzeugt. Die Technologie ist eine Weiterentwicklung der Leuchtstoffröhren, die bei LCD-Bildschirmen zum Einsatz kommen. Bei LED-Monitoren werden also statt Kaltkathodenröhren LEDs verwendet.
Günstiger, langlebiger und effizienter als LCD-Bildschirme: In der Werbung hören Sie viele Slogans über die positiven Eigenschaften der LEDs. Und tatsächlich sind viele der Punkte begründet. Die Hintergrundbeleuchtung ist bei LCD-Monitoren der Stromfresser Nummer eins. LED-Monitore begnügen sich mit weniger Energie und verbrauchen bei tieferen elektrischen Spannungen weniger Strom.

Zusammenhang zwischen LCD- und LED-Bildschirmen

Wenn Sie einen LED-Bildschirm kaufen, handelt es also von der Technik her um ein LCD-Display, wobei die Hintergrundbeleuchtung dieses LCD-Displays aus Leuchtdioden besteht.

Grundsätzlich gibt es bei LED-Displays zwei Verfahren. Die einen Geräte arbeiten mit reinweißen LEDs, durch die die Hintergrundbeleuchtung erzeugt wird. In anderen sind drei verschiedene Leuchtdioden verbaut. Sie sind in den Farben Rot, Grün und Blau – aus diesen wird der Weißpunkt zusammengemischt. Fast alle LED-Bildschirme, die Sie erwerben können, arbeiten mit den weißen LED. Diese sind wesentlich günstiger. Das Verfahren, bei denen die RGB-Farben gemischt werden, ist wesentlich aufwendiger und daher auch teurer. Letztendlich liefert es aber einen besseren Farbumfang.

Flach, flacher, LED-Monitore

Leuchtstoffröhren brauchen ihren Platz. LEDs sind wesentlich kleiner und platzsparender. Daher ist die Bauweise von LED-Monitoren kompakter, und die Geräte haben eine geringere Tiefe. Auch arbeiten LEDs zuverlässiger und sind langlebiger. Laut Experten sollen sie sogar bis zu 150 Jahre halten – so lange wird Ihr Monitor höchstwahrscheinlich nicht überleben.

Bessere Kontraste durch LEDs

Die Leuchtdioden haben einen weiteren Vorteil: Schwarze Stellen des Hintergrundes werden einfach nicht beleuchtet, da die Dioden dynamisch und individuell ansteuerbar sind. So werden bessere Schwarzwerte erzielt als bei anderen Geräten. Im Laufe der Nutzung der LEDs verändert sich das Farbspektrum nur wenig.

Edge-LED und Direct-LED

Fast scheint es so, als müssten Sie beim Displaykauf ein Fremdwörterlexikon in der Tasche haben. Wir erklären in diesem Ratgeber Begriffe, auf die Sie stoßen könnten. Auf dem Markt werden Edge-LED-Geräte oder Varianten mit Direct-LED angeboten. Edge-LED bedeutet, dass die LEDs im Rahmen platziert sind, wodurch die Bildschirme besonders flach sein können. Bei der Direct-LED-Technik sind die Dioden vollflächig hinter den LCD-Zellen angebracht. Auf diese Weise möchten die Hersteller höhere Kontrastwerte erreichen. Der Preis dieser Produkte ist meist höher als die der Edge-LED-Geräte.

„Echte“ LED-Fernseher

Seit einiger Zeit sind „echte“ LED-Bildschirme auf dem Markt, die allein durch ihren sehr hohen Preis auffallen. Bei diesen Geräten wird jeder Pixel von drei anorganischen oder organischen Leuchtdioden (OLEDs) gebildet. Auch die Hersteller von Smartphones setzen auf OLEDs. Das Material hat besondere Eigenschaften, weshalb eine Verwendung für biegsame Bildschirme möglich wäre.

Und was sind Plasma-Bildschirme?

Auch Plasma-Bildschirme sind Flachbildschirme. Bei den Produkten entsteht das Bild unter Verwendung von Gas. Pro Pixel gibt es eine mit Gas gefüllte Zelle. Wenn eine bestimmte Zelle ein Bildsignal erhält, wird diese gezündet. Wie LED-Bildschirme haben auch Plasma-Bildschirme den Vorteil, dass Zellen nicht gezündet bzw. die Dioden nicht angesteuert werden, wenn Schwarz dargestellt werden soll. So überzeugen auch diese Produkte durch ihre sehr guten Schwarzwerte und Kontraste.

Vorteile und Nachteile von Plasma-Bildschirmen

Insgesamt wirken die Farben bei Plasma-Bildschirmen natürlicher, und besonders Hauttöne sehen realistisch aus. Auch der Betrachtungswinkel bleibt bei den Produkten stabil. Das heißt, wenn Sie von der Seite aus auf den Bildschirm blicken, wird das Bild gut dargestellt. Bei LCDs wirkt es häufig verschleiert. Plasma-Bildschirme gibt es ab 40 Zoll. Die Geräte sind meistens teurer als andere Bildschirme.

Plasma-Bildschirme sind für Videospiele oder zum Anzeigen von Standbildern ungeeignet. Wenn Bilder wie Videostände lange Zeit angezeigt werden und sich nicht verändern, können diese Schattenbilder hinterlassen. In einigen Fällen verschwinden diese Bilder nach einer gewissen Zeit wieder. In Extremfällen bleiben sie und gehen nicht mehr weg.

So reinigen Sie Ihren Bildschirm richtig

Ob LED-, LCD- oder doch Plasmabildschirm – bei allen Gerätetypen können Sie im Prinzip bei der Reinigung ähnlich vorgehen. Als Erstes sollten Sie sich Gedanken machen, ob Ihr Bildschirm eine Frontscheibe aus Glas oder Kunststoff hat. Die alten Röhrenmonitore waren meist mit Glasscheiben ausgestattet, die auch lösungsmittelhaltige Reiniger vertragen. Viele neue Modelle sind dagegen mit Kunststoff beschichtet. Alkohol und lösungsmittelhaltige Reiniger können das Material angreifen. Verwenden Sie daher lösungsmittelfreie Flüssigkeiten oder spezielle Bildschirm-Reiniger.

Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, nehmen Sie das Gerät vom Strom. Sie hantieren mit Flüssigkeiten, weshalb das Ausstecken sinnvoll ist. Wenn der Bildschirm kurz vorher benutzt wurde, kann er noch sehr warm sein. Warten Sie eine Weile, bis sich der Bildschirm abgekühlt hat, bevor Sie mit der Reinigung beginnen.

Die Wahl des Putztuches

Es klingt pingelig, doch mit einem falschen Putztuch können Sie Ihren Bildschirm noch weiter verschmutzen oder gar beschädigen. Das Tuch sollte möglichst neu und nicht benutzt sein. Denn wenn sich Schmutz in dem Putzlappen befindet, kann dieser die Frontscheibe des Geräts zerkratzen. Am besten eignen sich Mikrofasertücher, die fusselfrei und weich sind.

Dann feuchten Sie das Tuch an. Es sollte niemals nass sein, da die Flüssigkeit in das Gerät gelangen kann. Besonders problematische Stellen sind dort, wo Rahmen und Scheibe aufeinandertreffen. In den Ecken kann sich leicht Flüssigkeit ansammeln. Geben Sie das Reinigungsmittel immer auf das Tuch und sprühen Sie es nie direkt auf den Monitor oder Fernseher. Als Reinigungsmittel eignet sich destilliertes Wasser oder Glasreiniger, der keinen Alkohol oder Ammoniak enthält. Natürlich können Sie spezielle Bildschirm-Reiniger verwenden. Reiben Sie vorsichtig über den Bildschirm. Ist der Schmutz entfernt, gehen Sie noch einmal mit einem trockenen Tuch über die Scheibe.

Antistatische Reinigungsmittel

Einige Reinigungsmittel wirken anti-statisch. Das heißt, Staub kann sich nach dem Reinigen nicht auf der Oberfläche festsetzen. Viele Tücher werden in einem Set zusammen mit anti-statischem Spray angeboten.

Schaumreiniger für LCD-, LED- und Plasma-Bildschirme

In diesem Ratgeber wurden Sie bereits darauf hingewiesen, dass zu viel Reinigungsmittel für Ihre Gerät schädlich sein kann. Sobald Flüssigkeit in einen Bildschirm eindringt, kann diese einen Defekt auslösen. Um dies zu vermeiden, gibt es speziellen Schaumreiniger. Er wird auf den Bildschirm aufgetragen und haftet am Schmutz. Durch seine Konsistenz verläuft er nicht und gelangt somit auch nicht in Ihr Gerät.

Was tun bei hartnäckigen Verschmutzungen

Flecken, Spritzer und anderer Schmutz ist manchmal sehr hartnäckig. Trotzdem sollten Sie nur mit wenig Druck arbeiten und nicht mit Kraft auf den Bildschirm drücken. Stützen Sie das Gerät beim Reinigen immer mit einer Hand von hinten ab. Bei hartnäckigen Verschmutzungen sollten Sie den Reinigungsvorgang mehrfach wiederholen. Wenn Sie so nicht den gewünschten Effekt erzielen können, greifen Sie auf Spezialreiniger für Bildschirme zurück.

Pinsel und Druckluftdosen

Bildschirme haben einige Ecken und Kanten, in denen sich Staub leicht absetzen kann. Um die Anschlüsse für diverse Stecker oder Einbuchtungen im Gehäuse reinigen zu können, eignen sich Druckluftdosen. Ein starker Luftstrahl tritt aus dem Sprühschlauch aus und reinigt zuverlässig schwer zugängliche Stellen. Mit einem Pinsel können Sie diese Bereiche ebenfalls reinigen. Die Borsten sollten weich und circa drei Zentimeter lang sein.

Lautsprechergitter sind pflegeleicht

Die Lautsprechergitter von Bildschirmen lassen sich einfach reinigen. Sie sind pflegeleicht und müssen nur zwei- bis dreimal im Jahr gesäubert werden. Mit einem Staubsauger können Sie die Gitter vorsichtig absaugen.

Warum das Entstauben wichtig ist

Wenn der Bildschirm immer dunkler wird, merken wir schnell, dass er abgewischt werden muss. Doch auch die Rückseite von Plasma-, LED- oder LCD-Modellen sollte ab und zu gereinigt werden. Auf dem Gehäuse sammelt sich Staub, der sich auch vor den Lüftungsschlitzen sammelt. Mit einem Staubsauger sollten diese Schlitze abgesaugt werden. Denn wenn die Lüftung blockiert ist, kann Ihr Gerät überhitzen. Es genügt aber, wenn Sie sich diese Arbeit nach rund drei bis vier Monaten machen.

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