LED-Beamer für unterwegs: Die kompakte Variante liefert annehmbare Bilder zum kleinen Preis

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LED-Beamer für unterwegs: Die kompakte Variante liefert annehmbare Bilder zum kleinen Preis

Der Traum vom eigenen Heimkino schlummert in vielen Menschen. Was gibt es Schöneres, als gemeinsam mit Freunden oder Verwandten einen Film anzusehen oder gemeinsam bei einem Fußballspiel mitzufiebern? Moderne Flachbildfernseher sind dabei für viele Anwender die erste Wahl, wenn es darum geht, ein eindrucksvolles Bilderlebnis ins heimische Wohnzimmer zu holen. Doch auch Projektoren erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Die Geräte benötigen nicht viel Platz, um aufgestellt werden zu können, und sind damit eine gute Alternative zum klassischen Fernseher.

Auch im geschäftlichen Bereich sind Beamer verstärkt vertreten. Hier werden die Geräte dazu genutzt, den Zuhörern Präsentationen zu zeigen, Geschäftsmodelle vorzustellen oder die Unternehmensstruktur zu illustrieren. An Beamer, die auch mobil einsetzbar sind, werden natürlich besondere Anforderungen gestellt. Solche Geräte sollten möglichst klein und handlich sein, wenig Strom verbrauchen und eine qualitativ gute Projektion liefern. All das trifft auf LED-Beamer zu. Die Geräte kommen ohne stromfressende Hochdruckgaslampe aus und fallen daher meist sehr kompakt aus. Zudem verbraucht die integrierte LED wenig Strom, was den LED-Beamer besonders interessant macht.

Falls Sie über die Anschaffung eines LED-Beamers nachdenken, informiert Sie dieser Ratgeber darüber, welche Vor- und Nachteile ein LED-Beamer aufweist und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Zudem erfahren Sie, welche Beamer-Techniken heute besonders weit verbreitet sind.

Diese Beamer-Techniken sind besonders verbreitet

Lesen Sie nun, welche Technologien in Beamern häufig zum Einsatz kommen.

Der LCD-Beamer

Falls Sie bereits einen klassischen Dia-Projektor besitzen, sind Sie mit der Funktionsweise eines LCD-Beamers schon fast vertraut. Beim LCD-Beamer kommt jedoch anstelle des Dias ein kleines LC-Display zum Einsatz, welches sich im Strahlengang der Optik befindet. In diesem Display sind Flüssigkeitskristalle vorhanden. Diese reagieren auf die vom Beamer angelegte Spannung und lassen das auftretende Licht entweder durch oder sperren dieses.

Besonders hochwertige LCD-Beamer sind nicht nur mit einem, sondern gleich mit drei LC-Displays ausgestattet. Für jede Grundfarbe ist ein Display zuständig. Über ein integriertes Prisma werden die drei einzelnen Bilder anschließend zusammengesetzt und anschließend auf die Projektionsfläche projiziert.

Der DLP-Beamer

Die Abkürzung „DLP" steht für „Digital Lightning Processor" und gibt bereits Aufschluss über die Funktionsweise eines DLP-Beamers. Im Gerät befinden sich viele kleine Spiegel, welche beweglich aufgehängt sind. Über elektrische Felder können diese Spiegel schnell gekippt werden. So entstehen unterschiedliche Neigungen der Spiegel, welche das Licht entweder direkt auf die Leinwand werfen oder auf einen Absorber leiten. Im Prinzip gibt es bei einem DLP-Beamer also nur Licht oder kein Licht und keinen Zustand dazwischen. Hier liegt auch der Vorteile dieser Gerätegattung, denn ein DLP-Beamer erreicht im Vergleich zu allen anderen Beamer-Technologien die höchsten Kontrastunterschiede.

Der LED-Beamer

LED-Beamer erfreuen sich vor allem deswegen einer solch großen Beliebtheit, weil sie sehr kompakt sind und damit auch für den mobilen Einsatz infrage kommen.

Als Lichtquelle kommt bei einem LED-Beamer keine Hochdruckgaslampe zum Einsatz, sondern eine kleine Halbleiterdiode, die sogenannte LED. Diese arbeitet sehr stromsparend und wird zudem nicht heiß. Aus diesem Grund fallen LED-Beamer sehr kompakt aus, da die Kühlung der verbauten Komponenten kein großes Problem darstellt und die LED ohnehin sehr klein ist.

Was sind die Vor- und Nachteile eines LED-Beamers?

LED-Beamer haben den Vorteil, dass sie deutlich kleiner sind als klassische Beamer. Damit können Sie einen LED-Beamer auch dann installieren, wenn Sie eigentlich gar keinen Platz für einen Beamer haben. Aufgrund ihrer kompakten Größe sind LED-Beamer auch bestens für den mobilen Einsatz geeignet. So verwenden viele Geschäftsleute einen LED-Beamer, um ihren Präsentationen und Konzepten besonderen Ausdruck zu verleihen.

Zudem sind LED-Beamer sehr langlebig. Durch die verwendete Technologie muss die integrierte Lampe meist erst nach einer sehr langen Zeit gewechselt werden. Viele Leuchtdioden, die in LED-Beamern verbaut wurden, erreichen bis zu 10.000 Betriebsstunden und können im Anschluss auf einer niedrigeren Leuchtkraft sogar noch weiter betrieben werden. Besonders ausdauernde Modelle kommen auf eine Betriebszeit von bis zu 20.000 Stunden, die teilweise sogar von den Herstellern garantiert wird. Im Vergleich zu einem klassischen Halogen-Beamer, bei dem ein Lampenwechsel im Schnitt schon nach 4.000 Stunden fällig wird, ist der LED-Beamer hier also im Vorteil.

Der LED-Beamer hat jedoch im Vergleich zum Halogen-Beamer einen entscheidenden Nachteil, denn die Lichtstärke fällt häufig sehr gering aus. Ein handelsüblicher Halogen-Beamer erreicht eine Lichtstärke von durchschnittlich 2.000 Lumen, wobei viele LED-Beamer hier nicht mithalten können. Das hat zur Folge, dass der Raum, in welchem ein LED-Beamer eingesetzt werden soll, stark abgedunkelt werden muss, damit das Bild auf der Projektionsfläche gut abzulesen ist. Für den Einsatz in großen Büros oder in Räumen, die nicht gut abgedunkelt werden können, ist der LED-Beamer also nicht die erste Wahl. Allerdings ist ein solcher Beamer ein toller Kauf, wenn Sie ein mobiles Gerät suchen, welches Präsentationen auf kurzer Distanz gut darstellen kann.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines LED-Beamers achten

Im Folgenden erfahren Sie, auf welche Produktmerkmale Sie beim Kauf eines LED-Beamers achten sollten, um das für Sie passende Gerät zu finden.

Kompaktheit bringt Flexibilität – die Größe des Gerätes

Ein wesentlicher Vorteil eines LED-Beamers ist, wie erwähnt, seine kompakte Bauform. Viele Anwender greifen zu einem LED-Beamer, weil Sie auf der Suche nach einem Gerät sind, das auch für den mobilen Einsatz geeignet ist. Daher sollten Sie beim Kauf eines LED-Beamers Wert auf die Größe legen. Einige Geräte sind kaum größer als zwei Zigarettenschachteln und können damit problemlos in jeder Akten- oder Notebooktasche transportiert werden.

Hängt vom Einsatzbereich ab – die Leuchtstärke

Die Leuchtstärke ist eines der wesentlichen Kaufkriterien beim Kauf eines Beamers. Je höher die Leuchtstärke, desto kräftiger kann der Beamer sein Bild auf die Leinwand projizieren. Welche Leuchtstärke Ihr Beamer benötigt, hängt vor allem vom Einsatzgebiet ab, in welchem Sie das Gerät betreiben möchten. Soll der Beamer in besonders hellen Räumlichkeiten zum Einsatz kommen, müssen Sie zu einem LED-Beamer mit einer entsprechend hohen Leuchtstärke greifen. 2.000 ANSI-Lumen sind ein guter Wert, mit dem Sie den Beamer in fast jedem Einsatzgebiet verwenden können. Soll der Beamer ohnehin in einem besonders dunklen Raum aufgestellt werden, so können Sie auch zu einem etwas leuchtschwächeren Gerät greifen. Bedenken Sie dabei: Beamer, die mit einer sehr leuchtstarken Lampe ausgestattet sind, benötigen eine entsprechend gute Kühlung. Daher sind solche Geräte im Betrieb meist etwas lauter als Geräte mit einer geringen Leuchtstärke.

Je mehr, desto besser – die Auflösung

Die Auflösung gibt Ihnen darüber Aufschluss, wie scharf der Beamer das Bild auf der Projektionsfläche darstellen kann. Die Angabe erfolgt dabei in Pixeln. Besonders preiswerte Geräte verfügen häufig nur über eine VGA-Auflösung wie beispielsweise 320 x 240 Pixel. Bei Geräten mit einer solch niedrigen Auflösung müssen Sie damit rechnen, dass Sie einzelne Bildpunkte erkennen können. Legen Sie Wert auf ein besonders scharfes und feines Bild, so sollten Sie besser zu einem HD-LED-Beamer greifen. Diese Geräte arbeiten mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten und sorgen für eine entsprechend scharfe Darstellung des Bildes. Eine besonders hohe Bildqualität erreichen Full-HD-LED-Beamer. Mit einer Auflösung von 1.080 p entsprechen diese dem Full-HD-Standard und projizieren damit ein knackig scharfes Bild. Ein solches Gerät ist vor allem dann von Vorteil, wenn Sie häufig Texte präsentieren möchten. Mit einem Full-HD-LED-Beamer werden diese ohne Unschärfen an den Buchstabenrändern dargestellt.

Wie hoch die Auflösung Ihres Beamers sein soll, hängt also vor allem von Ihren Ansprüchen und den Inhalten ab, die Sie darstellen möchten. Bedenken Sie beim Kauf: Die Auflösung eines Beamers kann nicht verändert werden. Wenn die Auflösung der Signalquelle von der des Beamers abweicht, muss der Beamer das Bild umskalieren. Dies hat einen negativen Einfluss auf die Bildqualität. Hochwertige Beamer sind allerdings in der Lage, das Bild so umzuskalieren, dass Sie anschließend kaum einen großen Qualitätsverlust sehen werden.

Bei LED-Beamern kaum ein Problem – die Geräuschentwicklung

In LED-Beamern steckt eine kleine LED, die als Lichtquelle dient. Diese LED wird während des Betriebes kaum warm, daher kommen LED-Beamer häufig ohne Lüfter aus. Einige Geräte sind jedoch dennoch mit einem Lüfter ausgestattet. Bedenken Sie hierbei, dass Sie den Lüfter während des Betriebes unter Umständen hören können. Das ist besonders ärgerlich, wenn Sie in Ruhe etwas präsentieren möchten, im Hintergrund aber der Lüfter knattert. Ein LED-Beamer ohne Kühler ist also zu bevorzugen. Wenn es für Sie doch ein Gerät mit Lüfter sein soll, sollten Sie sich die Geräuschemissionen genauer ansehen. Diese sind in der Regel in der Produktbeschreibung oder dem Datenblatt zu finden, die Angabe erfolgt in Dezibel. Ist ein Beamer lauter als 30 Dezibel, ist er meist während des Betriebes zu hören.

Mehr kann nicht schaden – die Anschlüsse

Jeder Beamer benötigt einen Anschluss, um mit einer Signalquelle verbunden werden zu können. Prüfen Sie also zunächst, welchen Anschluss Ihre Signalquelle, beispielsweise Ihr Notebook, zur Verfügung stellt. Einige Beamer sind lediglich mit einem VGA-Anschluss ausgestattet, andere Geräte verfügen bereits über einen DVI-Anschluss. Der VGA-Anschluss ist zwar an besonders vielen PCs und Notebooks zu finden, allerdings bietet der DVI-Anschluss die deutlich bessere Qualität. Legen Sie also Wert auf eine möglichst gute Bilddarstellung, so ist der Kauf eines Beamers, der mit einem DVI-Anschluss ausgestattet ist, Pflicht.

LED-Beamer: klein und fein 

Insgesamt sind LED-Beamer eine kompakte Alternative zum klassischen LCD- oder DLP-Beamer. Gerade dann, wenn Sie auf der Suche nach einem Gerät sind, das gut transportiert werden kann und damit auch für den mobilen Einsatz geeignet ist, kommen Sie an einem LED-Beamer kaum vorbei. Zwar können die Geräte im Heimkino-Bereich teilweise nicht mit klassischen Beamer-Modellen mithalten, liefern aber dennoch annehmbare Bilder und sind damit immer einen Kauf wert.

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