LCD Fernseher 32 Zoll versus LCD Fernseher 42 Zoll: Was bringt mir ein größerer Bildschirm?

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LCD Fernseher 32 Zoll versus LCD Fernseher 42 Zoll: Was bringt mir ein größerer Bildschirm?

Fernseher mit einer riesigen Bildschirmdiagonale sind heute keine Seltenheit mehr. Eine Bildschirmdiagonale von 75 Zoll, also etwa 1,90 Metern, prangt heute in so manchem Wohnzimmer. Angesichts der stetig sinkenden Preise vermag dies nicht besonders zu überraschen. Doch viele Verbraucher, die einen neuen Fernseher kaufen möchten, sind sich unsicher. Braucht man wirklich unbedingt 42 Zoll oder mehr Bildschirmdiagonale oder reicht nicht doch das kleinere Format mit 32 Zoll. Im Endeffekt strahlen sie ja doch alle LCD-Fernseher dasselbe Fernsehprogramm aus. Tatsächlich gibt es durchaus nennenswerte Unterschiede – abgesehen von der Optik im Wohnzimmer.

Die optimale Bildschirmdiagonale für die vorhandenen Raumverhältnisse

Welche Bildschirmdiagonale für Ihr Wohnzimmer am besten geeignet ist, hängt davon ab, wie viel Platz dort vorhanden ist. Genauer gesagt spielt die Entfernung Ihrer Couch oder Ihres Sessels zum Fernseher eine entscheidende Rolle. Von ihr hängt es nämlich primär ab, wie groß das Gerät sein sollte, um ein adäquates Bild liefern zu können. Sie können den optimalen Abstand zum TV-Gerät anhand einer Faustformel ermitteln. Hierfür stehen Ihnen zwei Formeln zur Verfügung, je nachdem ob Sie mit der Höhe oder der Bildschirmdiagonale des Fernsehers rechnen möchten:

  • Bildschirmdiagonale in cm x 2,5 = Abstand zum Fernseher
  • Bildschirmdiagonale in Zoll x 2,54 x 2,5 = Abstand zum Fernseher
  • Bildschirmhöhe x 6 = Abstand zum Fernseher

Angenommen, Sie streben eine Bildschirmdiagonale von 42 Zoll an, so ergäbe sich nach dieser Faustformel ein optimaler Sitzabstand von 2,7 Metern:

  • 42 Zoll x 2,54 cm x 2,5 = 266,7 cm ~ 2,7 m

Der Einfluss der Auflösung auf die optimale Bildschirmgröße

Die optimale Bildschirmgröße bzw. der Sitzabstand sind allerdings auch davon abhängig, welche Auflösung der Fernseher anzeigen kann. Sitzt man beispielsweise zwei Meter von einem 42 Zoll LCD Fernseher entfernt, so kann das menschliche Auge gerade einmal eine Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten wahrnehmen, wie sie beispielsweise von Fernsehern mit "HD-ready" geboten wird. Würde man für eine derartige Entfernung einen 42 Zoll Fernseher mit einer höheren Auflösung kaufen, beispielsweise einen Full-HD-Fernseher mit einer Auflösung von 1920 x 1080, wären dies verschwendete Ausgaben, da das Auge den Unterschied zwischen den zwei Auflösungen überhaupt nicht erkennen kann. Soll es unbedingt die Full-HD-Auflösung sein, sollte entweder der Fernseher größer gewählt oder der Sitzabstand vergrößert werden. Nur dann kann die Auflösung voll ausgenutzt werden.

Bietet ein Fernseher die Full-HD-Auflösung, spielt die Entfernung vom Fernseher nahezu keine Rolle. Sie könnten einen halben Meter von einem 50 Zoll LCD Fernseher entfernt sitzen und würden immer noch alles in gestochen scharfer Bildqualität erleben. Je größer der Fernseher ist, desto atemberaubender ist im Endeffekt auch das Fernseherlebnis. Sie werden von der Handlung des Filmes direkt ins Geschehen gesogen.

Wie die Inhalte die Fernsehergröße beeinflussen

Wenn Sie das perfekte Fernseherlebnis anstreben, sollten Sie Ihren Sitzabstand auch an die gesehenen Inhalte anpassen. Sehen Sie beispielsweise sehr viele 3-D-Filme, kann der Abstand überhaupt nicht klein genug sein. Bei sehr großen Fernsehern und einem kurzen Sitzabstand kann nahezu das komplette Sichtfeld des Zuschauers abgedeckt werden. Dadurch wirken die 3-D-Animationen noch realistischer und aufregender. Auch wenn Sie regelmäßig hochauflösende HD-Inhalte genießen, ist ein kurzer Abstand zum Flachbildfernseher bzw. eine große Bildschirmdiagonale empfehlenswert. Nur so können Sie alle Details, Konturen und Kontraste, die das Bild liefert, erkennen und schätzen.

Anders sieht es hingegen aus, wenn Sie das normale Fernsehprogramm ohne HD-Option oder 3-D-Effekt ansehen. Herkömmliche SD-Bilder in der normalen TV-Sendequalität können auf einem sehr großen Fernseher oder bei einem kleinen Abstand zum Gerät "pixelig" und unscharf wirken. Für normales Fernsehen sollten Sie daher den durch die Faustformel empfohlenen Abstand tendenziell sogar eher noch über- als unterschreiten. Nur so können Sie vermeiden, dass das Bild unscharf wirkt.

Als erste Orientierung erhalten Sie hier eine Einschätzung der optimalen Sitzentfernung bei verschiedenen Bilddiagonalen und Auflösungen:

Bilddiagonale

Abstand nach Faustformel | Abstand bei Full-HD | Abstand bei SD-Qualität

  • 32 Zoll: 2 m - 1,4 m - 2,2 m
  • 37 Zoll: 2,3 m - 1,6 m - 2,5 m
  • 42 Zoll: 2,7 m - 1,8 m - 2,9 m
  • 47 Zoll: 3 m - 2 m - 3,2 m
  • 52 Zoll: 3,3 m - 2,3 m - 3,5 m
  • 60 Zoll - 3,8 m - - 2,6 m - 4 m

Die richtige Größe für das Wohnzimmer

Die Größe des Flachbildschirm-Fernsehers spielt nicht nur hinsichtlich der Auflösung und des scharfen Bildes eine Rolle. Auch die Optik des Gerätes sollte stimmen. Zunächst sollten Sie abmessen, wie groß der Fernseher maximal sein darf, um noch im Wohnzimmerschrank Platz zu haben – nichts ist ärgerlicher, als einen Fernseher wegen ein paar Zentimetern Überstand zurückbringen zu müssen. Im Optimalfall sollte ein LCD-Flachbildfernseher jedoch aus Gründen der optischen Wirkung aufgehängt werden, statt ihn auf einem Standfuß in den Wohnzimmerschrank zu stellen.

Die Größe sollte allerdings nicht nur zu den Möbeln passen, sondern auch in einem Verhältnis zum Raum stehen. In einem sehr kleinen Wohnzimmer kann ein 50 oder 60 Zoll-Fernseher leicht überdimensioniert wirken und nicht voll zur Geltung kommen. Ein adäquates Verhältnis zwischen der Raumgröße und der Bildschirmgröße sollte selbstverständlich sein.

Immer mehr Hersteller von LCD-Fernsehern bieten heute die Möglichkeit, das Aussehen eines bestimmten Fernsehermodells im eigenen Wohnzimmer zu überprüfen, ohne dass Sie das entsprechende Modell kaufen müssen. Hierzu benötigen Sie lediglich eine App. Zur Auswahl stehen hier beispielsweise folgende Apps:

  • Philipps: Buying Guide App
  • Samsung: Smart TV AR Simulator
  • Panasonic: Viera AR-App.

Um den gewünschten Fernseher live ansehen zu können, installieren Sie zunächst auf Ihrem Smartphone oder Tablet PC die entsprechende App und rufen sie auf. Gewöhnlich benötigt die App einen Orientierungspunkt, den Sie einfach ausdrucken und an der Stelle des Fernsehers platzieren können. Nun müssen Sie nur noch das gewünschte Modell und die Größe auswählen und mit der Kamera auf die markierte Stelle zuhalten. Schon können Sie sich in Echtzeit Ihr Wohnzimmer mit dem "neuen" Fernseher darin als Vorschau ansehen. Für viele Verbraucher ist dies eine sehr gute Hilfe, um sich die Größe des Fernsehers richtig vorstellen zu können. Da beim Elektronikhändler gewöhnlich sehr viele unterschiedlich große Fernsehgeräte nebeneinander stehen, fällt es dem Kunden bereits nach wenigen Minuten schwer, sich die Größe in seinem Wohnzimmer richtig vorzustellen. Auch die Beleuchtungstechnik im Ladengeschäft erschwert die Vorstellung zusätzlich. Die Apps der Fernseher-Hersteller sind hier eine gute Lösung für die Voraborientierung.

Die richtige Ausstattung: Auf diese Features sollten Sie bei der Fernseherwahl achten

Natürlich ist das wichtigste Ausstattungsmerkmal eines Fernsehers die Möglichkeit, Fernsehprogramme abzuspielen. Doch bieten Ihnen moderne LCD-Fernsehgeräte eine Vielzahl von zusätzlichen Features, Anschlüssen und Schnittstellen, die ihnen einen Zusatznutzen verleihen. Folgende Optionen sollten Sie kennen:

  • HDMI-Anschlüsse: HDMI-Anschlüsse sind der moderne Standard hinsichtlich der Verbindung von Endgeräten wie Sat-Receivern, Festplattenrecordern, Spielekonsolen oder Streaming-Mediaplayern wie dem Google Chromecast mit dem Fernseher. Moderne Fernseher sollten mindestens mit vier HDMI-Anschlüssen ausgerüstet sein.
  • Scart-Anschlüsse: Ältere Video- oder DVD-Recorder nutzen den Scartanschluss. Da aber auch modernere Geräte häufig noch immer diesen Anschluss nutzen, sollten wenigstens ein, besser zwei Scart-Anschlüsse vorhanden sein.
  • Audioausgänge: Sollten Sie vorhaben, die im Fernseher integrierten Boxen durch ein Dolby Surround-System oder zusätzliche Boxen zu ergänzen, sollten Sie darauf achten, dass entsprechende Audioausgänge vorhanden sind.
  • TV-Empfangsmöglichkeiten: Die meisten modernen Fernsehgeräte besitzen integrierte DBV-T-Antennen sowie einen DBV-C-Empfänger für analoges und digitales Kabel. Auch integrierte Satelliten-Tuner, die einen gesonderten Sat-Receiver entbehrlich machen, verbreiten sich immer stärker. Wenn Sie Pay-TV (z. B. Sky, HD+) oder grundverschlüsseltes Kabelfernsehen empfangen möchten, sollte eine CI- oder CI+-Schnittstelle vorhanden sein.
  • USB-Anschluss/Kartenslot: Über einen USB-Anschluss bzw. einen Kartenslot können USB-Speichermedien wie USB-Sticks oder externe Festplatten angeschlossen und Speicherkarten eingesteckt werden. So greifen Sie über den Fernseher auf gespeicherte Daten wie Videos, Musik oder Fotos zu. Die Fernseher verfügen hierfür gewöhnlich über einen integrierten Mediaplayer. Tipp: Achten Sie bei der Auswahl darauf, welche Medienformate abgespielt werden können.
  • WLAN-Anschluss: Durch eine Anbindung an das Heimnetzwerk können Sie auf Daten zugreifen, die auf Ihrem Computer, Notebook oder auf einem Heimserver gespeichert sind.
  • Internetanbindung: Eine Internetanbindung kann entweder über ein WLAN-Modul oder einen Netzwerkanschluss realisiert werden. Dadurch können Sie beispielsweise Video-on-Demand-Angebote in Anspruch nehmen, Youtube-Videos ansehen, über einen Browser im Internet surfen oder herstellerspezifische Angebote wie Smart TV nutzen.

Die verschiedenen Arten der LCD-Fernseher: die wichtigsten Vor- und Nachteile

Die LCD-Technik ist auf dem Markt der Fernseher längst zum wichtigsten Standard geworden. Im Laufe der Jahre wurde sie immer weiterentwickelt, sodass es inzwischen unterschiedliche Versionen der LCD-Technik gibt. Folgende LCD-Fernseher sollten Sie unterscheiden können:

  • LCD-Technik mit Kaltkathodenröhren: Bei dieser Technik leuchtet die Hintergrundbeleuchtung dauerhaft. Dadurch werden ständig alle Pixel bestrahlt und selbst durch schwarz gefärbte Pixel dringt stets ein wenig Licht. In der Folge werden Schwarztöne nicht tiefschwarz dargestellt und das Kontrastverhältnis lässt zu wünschen übrig. Allerdings ist die Technologie sehr günstig in der Herstellung und konnte sich daher schnell etablieren.
  • LCD-Technik mit LED-Backlight: Das LCD-Display wird mit LED-Leuchtdioden hinterleuchtet, sodass die Kontraste verbessert werden und wesentlich bessere Schwarzwerte erreicht werden können. Zudem handelt es sich dabei um eine Technologie, mit der Strom gespart werden kann.
  • LCD-Technik mit vier Subpixeln: Statt nur drei Farbpixel in den Farben Rot, Grün und Blau gibt es hier ein viertes Subpixel in Gelb, mit dem ein zusätzlicher Farbraum möglich wird. Alle vertretenen Farben wirken dadurch wesentlich satter und farbenfroher. Besonders Hauttöne können mit dieser Technik besonders nuancenreich dargestellt werden.
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