Kühlen Kopf bewahren: Das passende Kühlsystem für Prozessoren finden

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PC-Prozessoren liefern nicht nur ordentlich Rechenleistung. Sie produzieren auch reichlich Abwärme, die möglichst schnell aus der unmittelbaren Nähe der hitzeempfindlichen CPUs abtransportiert werden muss. Eine zuverlässige Lüfterlösung ist also Pflicht.

 

Kühlen Kopf bewahren: Das passende Kühlsystem für Prozessoren findenEin Ventilator leitet die Wärme über dem Prozessor ab. (Copyright: iStock/ Thinkstock)

 

 

Mehr Leistung, mehr Abwärme

Noch bis zu den Systemen mit 80486er CPU war die Wärmeentwicklung von Prozessoren kein Grund, sich große Gedanke um eine Kühlung zu machen. Denn bei Taktfrequenzen von maximal 66 MHz erreichten die Prozessoren höchstens eine Temperatur, die man noch mit einem Fieberthermometer messen konnte.

 

Die weiteren Prozessor-Generationen mit ihren stetig steigenden Transistorenzahlen kamen zunächst mit passiven Kühlkörpern aus - also Metallaufsätzen, die direkt auf der CPU platziert wurden und für eine größere Oberfläche stark verrippt konstruiert waren.

 

Im Zuge der Weiterentwicklung wurden dann später aktive Kühllösungen nötig, wie wir sie heute kennen: Auf dem Prozessor thront ein Metallkörper zur Wärmeableitung und darauf ein mehr oder minder großer Ventilator, der die Abwärme aus dem Gehäuse transportieren soll. Besonders leistungsfähige Systeme greifen sogar auf Flüssigkeitskühlung zurück, die zwar recht aufwändig und kostspielig ist, dafür aber den ansonsten durch Ventilatoren erzeugten Geräuschpegel auf Null absenkt.

 

 

Komplettpakete liefern Kühler gleich mit

Die großen Prozessorhersteller bieten Box-Versionen von Prozessor und Kühlventilator an. (Copyright: AMD) Wer heute einen Computer von der Stange kauft, muss sich kaum Gedanken um die Kühlung machen. Denn in den meisten der Standard-PC ist ein Prozessor verbaut, der bereits vom Hersteller - also Intel oder AMD - mit einem Kühler versehen wurde. Auch Bastler, die einen Prozessor als eine der von ihnen benötigten Komponenten kaufen, können auf diese Angebotskombination aus Prozessor und Kühlventilator zurückgreifen - diese wird von den Herstellern "Box"- oder "Boxed"-Version genannt.

 

 

Leistungsstark und leise: Separate Kühlsysteme haben einige Vorteile

Mehrfach preisgekrönter Österreicher: Der Prozessorkühler Noctua NH-D14 SE2011 gehört zur Spitzenklasse in Sachen Hochleistungskühler. (Copyright: Noctua) Soll der Prozessor ohne Standardkühler erworben werden, muss man nach "Tray"-Versionen Ausschau halten. Diese Vorgehensweise, also Prozessor und Lüfter einzeln zu kaufen, ist zwar etwas umständlicher und teurer, kann sich aber als durchaus sinnvoll erweisen - etwa dann, wenn ein besonders leistungsfähiges, eventuell sogar übertaktetes Aggregat entstehen soll oder viel Wert auf eine möglichst geringe Geräuschentwicklung gelegt wird. Denn das, was die Hersteller in einer Boxed-Version an Ventilator auf den Prozessor packen, ist in der Herstellung meist 'kostenoptimiert'. Sprich, der Lüfter ist möglichst günstig produziert, klein, muss entsprechend schnell drehen und wird dadurch nicht nur laut, sondern er hat auch kaum Leistungsreserven.

 

 

Spezialkühler brauchen viel Platz

Kühler für den Prozessor und leiser für den Anwender wird es mit einer Lösung der Kühler-Spezialisten, die unter anderem auf so schöne Namen wie CoolerMaster, Be Quit! oder auch Alpenföhn hören. Diese Lüfter bringen zusätzliche Masse in Form eines voluminöseren Kühlkörpers und eines größeren und dadurch langsamer drehenden Ventilators ins PC-Gehäuse, was vor dem Kauf bedacht werden sollte. Denn oft bieten kleinere Gehäuse nicht ausreichend Platz. Ebenfalls wichtig ist es, vor einem Kauf zu eruieren, ob der neue Lüfter auch für den Sockel des Prozessors geeignet ist. Sind beide Fragen positiv beantwortet, steht einem besser belüfteten System kaum mehr etwas im Wege, denn die Montage ist fast immer recht einfach.

 

 

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