Küchenmöbel: Tipps zur Auswahl passender Unterschränke für Einbauküchen

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Küchenmöbel kaufen: hilfreiche Tipps zur Auswahl passender Unterschränke für Ihre Einbauküche

Unterschränke sind die wahren Multitalente in einer Einbauküche. Sie bieten Stauraum, dienen als Umbau verschiedener Küchengeräte und tragen die Arbeitsplatten. Ziel der Einbauküche ist es, den vorhandenen Raum bestmöglich auszunutzen und die Unterschränke dementsprechend anzuordnen. So unterschiedlich die Räume ausfallen, so verschieden können auch die passenden Unterschränke aussehen.

Dabei spielt neben der Optik der Schränke auch die innere Aufteilung oder die Verwendung von technischen Extras eine wichtige Rolle. Über den Stauraum hinaus übernehmen die Unterschränke noch eine andere wichtige Aufgabe. Auf ihnen lagert die Arbeitsfläche in angenehmer Höhe, um Speisen optimal zubereiten oder anrichten zu können. Diese Arbeitshöhe ist genormt, sodass sich alle Unterschränke an diesen Werten orientieren. Verstellbare Füße sorgen dafür, die Arbeitsfläche noch individuell an die eigene Körpergröße anzugleichen. Für eine angemessene und einheitliche Optik verdeckt eine Sockelleiste die Füße der Unterschränke.

In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die verschiedenen Unterschränke für Einbauküchen vor. Dabei soll weniger auf das Design oder die Türgriffe eingegangen werden. Im Vordergrund stehen Stauraum und die Integration verschiedener Elemente in den Unterschränken.

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Unterschränke müssen sich in der Höhe verstellen lassen

In jeder Einbauküche lagern die Unterschränke auf verstellbaren Füßen. Diese lassen sich beispielsweise per Drehmechanismus in der Höhe variieren und passen sich somit der Körpergröße des Nutzers an. Ein anderer wichtiger Aspekt sind die Fußböden in der Küche. Kaum ein Fußboden ist vollkommen eben, vor allem nicht in Altbauten. Integrieren Sie eine Einbauküche in den Raum, so sollte diese eben stehen und darf nicht wackeln. Anhand der verstellbaren Füße gleichen Sie die Unterschränke dem Fußboden an und bringen deren obere Kanten alle auf eine Höhe.

Entscheiden Sie sich für die Montage in Eigenregie, hilft eine Leiter an der Wand beim Aufstellen der Unterschränke. Sie ersparen sich somit das mühsame Ausrichten jeden Unterschranks mit der Wasserwaage. Zu berücksichtigen ist bei dieser Aufgabe die eigene Körpergröße und Wunschhöhe der Küche. Während die Breiten der Unterschränke genormt und festgelegt sind, erhalten Sie in der Höhe mehr Flexibilität. Sind die Unterschränke zu niedrig eingestellt, bedeutet dies ein ständiges Bücken für größere Menschen. 

Standard und Normen: die Breiten der Unterschränke

Im Gegensatz zur Höhe der Unterschränke sind Tiefe und Breite nicht variabel. Die Standard-Schränke sind vorgefertigt und lassen sich in den verschiedenen Breiten miteinander kombinieren. Während in älteren Küchen eine Tiefe von ca. 50 cm umgesetzt wurde, messen Unterschränke heute eine Tiefe von ca. 60 Zentimetern. Das hängt mit der Bauweise von Kühlschränken, Backöfen und Kochfeldern zusammen. Diese Tiefe wird benötigt, um einen Backofen in einem Umbauschrank zu integrieren. Auch Kühlschränke, Mikrowellen und andere Geräte verschwinden in einer Einbauküche hinter einem Schrank. In Bezug auf die Breiten haben sich folgende Standards etabliert:

Natürlich variieren diese Breiten je nach Hersteller und nach Sonderlösung. Für ein einheitliches Bild in der Einbauküche sollten die unterschiedlichen Breiten nicht zu stark miteinander kombiniert werden. Weinregale oder ähnliche Zusätze sind meist etwas kleiner gehalten, beispielsweise bei 20 cm. Umbauschränke für verschiedene Elektrogeräte weisen eine Standard-Breite von 60 Zentimetern auf. Der Unterschrank für das Spülbecken richtet sich nach der ausgewählten Spüle. Bei kleineren Spülen genügen 50 cm, wobei auch hier der Standard bei 60 cm liegt.

Einrichtung der Unterschränke – Einlegeböden, Schubladen oder Körbe?

Unterschränke gibt es in verschiedenen Konstruktionen. Das einfachste Modell verfügt dabei über eine Tür und einen Einlegeboden. Ein Doppelschrank ist mit zwei Türen versehen und bietet im Inneren einen größeren Stauraum auf einem durchgehenden Einlegeboden. Wählen Sie die Inneneinrichtung der Schränke grundsätzlich nach den Dingen, die hier verstaut werden sollen. Schwere Gegenstände lagern am besten auf einem Einlegeboden. Schüsseln, Dosen oder Kleingeräte bringen Sie problemlos in Schubfächern unter. Diese sind einfach ausziehbar und schonen den Rücken. Ebenso ein Vorteil: Komfortauszüge bieten mehr Übersichtlichkeit mit dem Blick von oben in die Schublade hinein. Variable Trennsysteme halten den Inhalt in Ordnung, sodass er stets griffbereit ist.

Schublade für Besteckkästen

Bedenken Sie dabei in jeder Einbauküche eine Schublade für das Besteck vorzusehen. Hier gibt es bestimmte Einsätze, um Gabeln, Messer und Löffel voneinander zu trennen. Eine besonders große Schublade erhalten Sie an 80 cm breiten Unterschränken mit Auszug oder Doppeltür. Für Vorräte oder ähnliche Dinge eignen sich Körbe in den Unterschränken. Diese lassen sich in der Art eines Schubfachs einfach mit ausziehen. An der Front gleichen Sie einem normalen Unterschrank mit Einlegeboden und sind nicht zusätzlich unterteilt. Sie entscheiden selbst, mit wie vielen Schubladen, Körben, Auszügen oder Einlegeböden der Schrank versehen sein soll. Bestenfalls steht schon bei der Planung fest, was später in diesem Schrank lagert.

Gute Lösung für die Nutzung von Ecken

Daneben gibt es Sonderlösungen für Eckschränke. Die Ecken müssen in der Küche nicht ungenutzt bleiben und bieten optimalen Stauraum. Stellt sich nur die Frage, wie man diesen Stauraum optimal nutzt. Die Lösung bieten so genannte Eckrondelle oder Halbrondelle. Da die Ecken nur schwer zugänglich sind, sollten die Böden ausfahrbar sein. Somit blicken sie bequem von oben auf den Inhalt herab. Eckrondelle bieten sich beispielsweise neben dem Kochfeld an, um Töpfe und Pfannen unterzustellen. Achten Sie bei den Lösungen jedoch auf das maximale Gewicht. Nicht alle ausziehbaren Böden sind für schwere Lasten vorgesehen.

Spezielle Unterschränke für Spülen mit Mülltrennung

Für Spülen gibt es viele verschiedene Unterschränke, die sich gleichzeitig zur Mülltrennung verwenden lassen. Das Besondere an diesen Schränken: Sie besitzen keine vollständige Rückwand. Der Abfluss der Spüle, Anschluss für den Geschirrspüler und andere Rohrleitungen müssen sich bequem hinter der Einbauküche verstecken lassen. Mit der geöffneten Rückwand stellt das kein Problem mehr dar. Der Schrank behält seine Stabilität und sämtliche Zuleitungen reichen in den Schrank hinein.

Je nach Platzangebot im Schrank selbst integrieren Sie hier zusätzlich die Mülltrennung. Kaum eine Einbauküche verlangt von ihrem Besitzer, den Mülleimer separat in der Komplettküche aufzustellen. Nicht sofort sichtbar und vor allem geruchsarm scheint die Integration in einen Unterschrank als beste Lösung. Spülenschränke bieten sich an, da die Spüle nicht das komplette Innere des Schranks einnimmt. Für den Einbau der Mülleimer gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste Lösung bietet ein Mülleimer, der einfach in den Schrank gestellt wird. Allerdings gibt es für größere Unterschränke speziell konfektionierte Mülltrennungssysteme. Bei einem Unterschrank mit Tür müssen Sie den Mülleimer händisch ausziehen. Noch praktischer ist eine Verbindung mit der Tür, sodass sich der Mülleimer sofort mit öffnet.

Ein ähnliches System bietet ein großer Auszug unter der Spüle. Stellen Sie hier die Mülleimer bequem hinein und Sie blicken nach jedem Auszug von oben auf den Mülleimer. Als besonders vorteilhaft erweisen sich Druckschalter. Diese funktionieren sowohl bei Türen als auch bei Auszügen. Drücken Sie einfach mit dem Bein oder Knie gegen die Tür und schon öffnet sich der Mülleimer automatisch. So entsorgen Sie Ihren Müll, ohne die Tür etwa noch zu berühren.

Umbauschränke für Backöfen, Kühlschränke und Geschirrspüler

Natürlich müssen auch die Elektrogeräte in der Einbauküche integriert werden. Für Backöfen, Geschirrspüler und Kühlschränke gibt es deshalb spezielle Umbauschränke. Sie sind direkt für den Einbau der Geräte vorgesehen und lassen sich an die Hersteller anpassen. Bei einem Unterschrank für den Backofen sitzt das Gerät fest auf stärkeren Schienen. Der Vorteil: Unter dem Backofen erhalten Sie geringen Stauraum durch eine kleine Schublade. Backbleche und andere Zubehörteile finden hier ihren Platz.

Kühlschränke kombiniert man auf ähnliche Weise mit einem Unterschrank. Allerdings greifen Sie in einem solchen Fall nur auf einen kleinen Kühlschrank zurück. Die Tür des Schranks wird fest mit der Kühlschranktür verbunden. Komplett integriert ist der Kühlschrank auf Anhieb nicht sichtbar. Der Schrank muss jedoch so konzipiert sein, dass sich der Kühlschrank angemessen belüftet.

Der Geschirrspüler selbst benötigt keinen extra Umbauschrank. Er steht auf verstellbaren Füßen und lässt sich an die Höhe der Arbeitsfläche anpassen. Für eine einheitliche Optik kombiniert man meist die Front des Geschirrspülers mit der Optik einer Schranktür. Moderne Kochfelder sind meist so flach, dass Sie über keinem besonderen Unterschrank liegen müssen. Selbst Schubladen lassen sich direkt unter dem Kochfeld integrieren. Ist das bei einer Bauart nicht möglich, so verlieren Sie die oberste Schublade des Schranks.

Sonderlösungen im Unterschrank – mehr Stauraum mit einheitlicher Optik

Unterschränke dienen nicht nur einem bestimmten Zweck, sondern sollten optisch eine Einheit in der Einbauküche bilden. Um dieses Bild zu bewahren und dennoch optimale Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kleinteile zu bieten, gibt es Innenschubladen. Hierbei handelt es sich um flache Schubladen, die von der Front des Schranks überdeckt sind. Öffnen Sie die Tür oder ziehen eine große Schublade heraus, kommt das Fach zum Vorschein. Hier gibt es keinen gesonderten Griff, damit die Tür ordnungsgemäß schließt. Sie bringen hier problemlos Kleinteile unter, ohne dabei das Frontbild der Küche zu stören. Selbst bei Unterschränken für Spülen gibt es diese Möglichkeit, um Schwämme, Putzlappen und andere Utensilien zu verstauen.

Eine weitere Besonderheit in Küchen sind Sockelschubladen. Diese befinden sich direkt unter dem jeweiligen Unterschrank und sind an dessen Größe angepasst. Mit diesen Schubladen erhalten Sie unerwartet großen Stauraum für Dinge, die nicht täglich in Gebrauch sind. Diese Möglichkeit entfällt, wenn Sie sich für die schwebenden Unterschränke entscheiden. Sie erzeugen einen offenen und lockeren Eindruck in der Küche und lassen die Fassade nicht so streng wirken. Außerdem wird Ihnen die Bodenreinigung erleichtert. In einer gelungenen Kombination mit klassischen und schwebenden Unterschränken ist auch schnell eine neue Sitzgelegenheit in der Küche geschaffen.

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