Kriterien für die Ausstattung des Golf 5 GTI mit Tieferlegungsfedern

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Wichtige Kriterien für die Ausstattung des Golf 5 GTI mit Tieferlegungsfedern

Deutschland gleich Autoland, die Aussage ist weder unbekannt noch allzu weit hergeholt. Kein Wunder, setzen doch Millionen Bundesbürger jeden Tag auf das Auto als Fortbewegungsmittel, was auf dem Land sicherlich mehr gilt als in der Großstadt mit einem breiten Angebot an Nahverkehr.

Obendrein kommen viele der großen Autobauer aus Deutschland. Beispiele wie Volkswagen, Porsche, Audi, BMW oder Mercedes sind nur allzu gut bekannt. Dass die Deutschen beim Autokauf daher vor allem auf einheimische Marken und Modelle setzen, dürfte ebenfalls kaum überraschen. So manches der hiesigen Modelle gilt sogar weltweit als großer Renner. Den VW Käfer als Legende zu bezeichnen, ist wohl kaum übertrieben.

Das Gleiche gilt auch für einen seiner indirekten Nachfolger, den VW Golf. Der stellt seit 1974 das Kompaktmodell in der Wolfsburger VW-Familie und gab sogar seiner eigenen Klasse einen Beinamen, der Golfklasse. Seit 2012 rollt der Golf in siebter Generation vom Band, trotzdem sind auch die Vorgänger wie etwa der Golf 5 beziehungsweise Golf V nach wie vor beliebt. Wie Sie dem „Fünfer" etwas mehr Pepp verleihen können, verrät Ihnen der folgende Ratgeber „Wichtige Kriterien für die Ausstattung des Golf 5 GTI mit Tieferlegungsfedern".

Eins bis sieben: die Geschichte des VW Golf

Der VW Golf wird entweder geliebt oder gehasst, etwas dazwischen gibt es nicht. Fans schwören auf den Kompakten, während Kritiker den Wolfsburger nur allzu gern zerreißen und sprichwörtlich madig machen. Doch irgendetwas muss am Golf dran sein, denn sieben Generationen erleben nur wenige Autos. Die Geschichte des VW Golf ist daher ein Stück automobile Geschichte und selbst für die Gegenseite interessant.

Der erste VW Golf rollte 1974 ins Autohaus, alles danach ist quasi Historie zum Anfassen. Der in der Tunergemeinde beliebte Golf V tauchte 2003 auf und wurde 2008 vom Golf VI abgelöst, 2012 schließlich vom Golf VII. Bereits 1993 brachte Volkswagen auf Basis des Golf III die Kombiversion Golf Variant auf den Markt, die seither durchgängig gebaut wird. 2005 folgte mit dem Golf Plus ein Kompaktvan, parallel wird der Kompakte seit 1979 - mit Pause - als offenes Cabriolet vermarktet.

Von 1978 bis 2009 produzierte das Unternehmen in Südafrika außerdem den VW Citi Golf. Der basierte auf der ersten Golf-Generation und wurde über Jahrzehnte weiter gebaut, wenn auch später mit neuer Technik aus Golf III und Polo III sowie optischen Anleihen vom Golf II. Apropos Optik: Vom Design her behielt der Golf über die Generationen seine ursprüngliche Linienführung bis heute bei. Zwar wurde das Design immer wieder aufgefrischt, moderner und weicher. Der Ur-Golf aber ist wohl bis heute deutlich zu erkennen.

Stand 2012 liegt der VW Golf übrigens unter den meistverkauften Autos der Welt auf Platz drei, womit Volkswagen wohl einiges richtig gemacht haben muss. 2002 war der Golf sogar noch die Nummer eins und das mit mehr als 21,5 Millionen gebauten Modellen. Zu den guten Zahlen dürfte insbesondere der Golf GTI beigetragen haben.

GTI: die Sportskanone auf Golf-Basis

Das Kürzel GTI lässt wohl jedem Golf-Fan das Herz schneller schlagen. Kein Wunder, stellt der Golf GTI doch das besonders sportliche Modell der Familie und damit die Speerspitze der Baureihe. Erstmals angeboten wurde der Golf GTI anno 1976. Unter der Haube grollte eine 1,6-Liter-Maschine, die immerhin 81 kW beziehungsweise 110 PS lieferte. Nach heutigen Maßstäben mag das nicht viel sein, damals allerdings waren 110 PS eine Menge. Dank seinem Leichtgewicht von lediglich 810 Kilogramm konnte der erste GTI - steht für „Grand Tourisme Injection" - sogar mit so manchen Sportwagen konkurrieren. Der Sprint von null auf Tempo 100 gelang dem ersten Golf GTI in recht flotten 9,2 Sekunden, die Spitze lag bei 182 km/h.

Die Daten der späteren GTI-Modelle wurden natürlich um einiges nach unten beziehungsweise oben verbessert. Jedenfalls stellt der GTI seit jeher das stärkste Modell der Baureihe, wobei die erste Version eigentlich nur als Sondermodell mit einer Auflage von gerade mal 5.000 Einheiten gedacht war. Die Nachfrage war jedoch enorm, allein 1977 - ein Jahr nach Markteinführung des Golf GTI - wurden in Deutschland knapp 22.000 Fahrzeuge verkauft.

Kurzum: Der VW Golf GTI mutierte zum Liebling der Nation oder vielmehr der hiesigen PS-Gemeinde. Mit jeder neuen Golf-Generation stellte Volkswagen daher einen neuen GTI als Spitzenmodell auf die Räder, der später sogar ein Diesel-Pendant zur Seite bekam. Mit dem Golf GTD mutierte der GTI 1982 quasi zum „Power-Zwilling", nur eben mit Selbstzünder unter der Haube. Beide Modelle zeigen neben der stärksten Leistung einige optische Retuschen wie neue Schürzen oder Seitenschweller. 2006 feierte der VW Golf GTI übrigens sein 30jähriges, selbstredend mit einem Sondermodell, der „GTI Edition 30".

Härter, tiefer, schnell: VW Golf 5 GTI tunen

Obwohl gerade der GTI bereits ab Werk recht sportlich ausgestattet ist, finden Tuningfans immer noch zahlreiche Ideen zum Nachschärfen ihres VW Golf 5 GTI. Der fünfte GTI kam 2004 in den Handel und zeigt beispielsweise einen neuen Kühlergrill im Wabendesign und roten Rand, schwarz lackierte Seitenschweller oder Hohlkammerfelgen in 17 oder 18 Zoll vom Felgenprofi BBS. Zusätzlich ist die fünfte GTI-Version mit karierten Sitzen, Aluminiumeinlagen oder neuem Tacho ausgestattet. Unter der Haube sorgt ein Turbobenziner mit vier Zylindern und zwei Litern für Antrieb, was in 200 PS oder 147 kW gipfelt.

Trotzdem dürfte der VW Golf 5 GTI so manchen Golf- und Tuningfreund optisch wie technisch zu brav sein. Eine der beliebtesten Ideen für den Golf V GTI war und ist sicherlich die Tieferlegung, die gar nicht mal so schwer ist. Tatsächlich reicht hierzu bereits ein Satz sogenannter Tieferlegungsfedern. Solche Federn sind schnell zu finden, das eigentliche Tuning des heiß und innig geliebten Golf 5 GTI dauert dann aber doch etwas länger.

Neben der typischen Tieferlegung bieten sich Ihnen noch einige weitere Ideen zum Tunen Ihres GTI an, beispielsweise Felgen und Räder, Sportfahrwerk oder sogar Gewindefahrwerk. Wer sich weniger Arbeit machen möchte, finden obendrein passende Tuningpakete, die sowohl für Exterieur wie Interieur angeboten werden, ergo für die äußerliche Optik oder eben die innere. Vom Sportlenkrad samt Lederbezug, Sportsitzen, Alu-Pedalerie oder neuen Aero- und Anbauteilen ist quasi alles zu haben, zumindest solange Ihr Geldbeutel mitspielt. Tuning ist bekanntlich alles andere als billig und so mancher PS-Freak gibt für das Tuning seines VW Golf 5 GTI fünfstellige Summen aus.

Auswahl: Die richtigen Tieferlegungsfedern für den Golf 5 GTI finden

Ganz so teuer ist ein Satz Tieferlegungsfedern für den VW Golf V GTI aber nicht. Tatsächlich ist solch ein Federnsatz schon für deutlich unter hundert Euro zu erwerben, wobei gerade das Internet mit interessanten weil günstigen Angeboten lockt. Schwer dürfte die Suche nach solchen Federn somit kaum sein. Wie aber finden Sie die richtigen Tieferlegungsfedern für Ihren VW Golf 5 GTI? Die Frage ist selbstverständlich berechtigt und gar nicht mal schwer zu beantworten.

Die passenden Federn bekommen Sie anhand einiger weniger Daten, nämlich Hersteller und Fahrzeugtyp. Noch sicherer, weil quasi hundertprozentig, ist die Auswahl der Federn über die Schlüssel- oder KBA-Nummern. Diese Nummern finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein ganz oben. Mit diesen Nummern können Sie im Grunde nichts falsch machen, wobei gerade für den VW Golf 5 GTI passende Tieferlegungsfedern regelrecht zuhauf angeboten werden, weil das Modell unter Tuningfans halt extrem beliebt ist.

Greifen Sie trotzdem nicht zum erstbesten Angebot, auch nicht zum billigsten. Es gilt nämlich einiges zu beachten. Bereits ab Werk ist der VW Golf V GTI um 15 Millimeter tiefer gelegt. Die Radkästen stellen hier die Grenze, denn wenn Sie Ihren GTI noch mal um 30 Millimeter absenken, dürften zumindest die vorderen Räder keinen Platz mehr in den Radkästen haben. Wenn Sie weitere Umbauarbeiten nicht scheuen, ist das natürlich kein Problem. Dann aber müssten Sie neben dem Einbau der Federn weitere Änderungen an Ihrem Golf 5 GTI vornehmen. Eventuell reichen schon angepasste Felgen und Reifen.

Achten Sie also darauf, wie weit Sie die Federn Ihren GTI tieferlegen. Mit technischen Know-how und entsprechenden Werkzeug können allerdings auch Sie die Grenzen des Möglichen diktieren.

Selfmade: Tieferlegungsfedern selber in VW Golf 5 GTI einbauen

Um den Umbau des VW Golf 5 GTI in bester Selfmade-Manier zu übernehmen, brauchen Sie einiges an Wissen. An Werkzeug ist mit Sicherheit ein sogenannter Federspanner nötig, möglicherweise außerdem spezielle Schlüssel. Obacht gilt übrigens insbesondere bei der Arbeit mit dem gerade erwähnten Federspanner, durch welchen schon so mancher Hobbyschrauber einen oder sogar mehrere Finger verloren hat. Seien Sie daher besonders vorsichtig und holen sich unter Umständen professionelle Hilfe.

Wegen der mitunter doch etwas gefährlichen Arbeit soll Ihnen hier auch keine Anleitung zum Austausch der Federn verraten werden. Mit Wissen und Werkzeug - vor allem mit Ersterem - ist das Tuning des VW Golf 5 GTI selbstredend in Eigenregie machbar, Amateure nehmen hiervon aber vielleicht doch besser Abstand.

Ansonsten bedenken Sie die Folgen eines Umbaus. Enthalten Ihre neuen Tieferlegungsfedern keine Allgemeine Betriebserlaubnis, kurz ABE, müssen Sie dem TÜV einen Besuch abstatten und Ihren Umbau offiziell abnehmen lassen. Damit wäre zum Tieferlegen Ihres VW Golf V GTI eigentlich alles gesagt. Die Kosten für dieses Tuning sind jedenfalls alles andere als teuer. Der Austausch der Federn kann allerdings gefährlich werden. Wer unsicher ist, lässt die Finger vom Umbau in Eigenregie - und behält seine Finger dafür. Die sind wohl mehr wert als ein paar Euro.

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