Kreative Wandgestaltung mit Fototapete: Holen Sie sich Ihr Urlaubsmotiv ins Wohnzimmer!

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Kreative Wandgestaltung mit Fototapete: Holen Sie sich Ihr Urlaubsmotiv ins Wohnzimmer!

Bei der Gestaltung der Inneneinrichtung einer neuen Wohnung spielt die Auswahl der richtigen Tapete eine besondere Rolle. Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Farben und Materialien, die die Auswahl vor einem Umzug oder einer Renovierung schwer machen. Nicht leichter wird die Entscheidung zwischen zahlreicher werdenden Alternativen zur klassischen Raufasertapete. Um Ihnen dabei zu helfen, soll im vorliegenden Ratgeber eine Tapetenart besonders im Zentrum stehen, die Fototapete.

Das gibt es alles über Wandtapeten zu wissen

Unter einer Tapete versteht man eine Papier-, Glasgewebe- oder Kunststofffläche, die man zur Verkleidung von Wänden benutzt. Zur Befestigung der Tapete nutzt man einen speziellen Kleber.

Anstatt der heute üblichen Tapeten verwendete man in der Vergangenheit verschiedene flächige Gewebe, um eine Wand zu dekorieren. Neben Gobelins gab es Pergamenttapeten, Stoffvorhänge, Goldbezüge und Lederverkleidungen. Die Tapete in ihrer heute üblichen Form wird seit dem Ende des 18. Jahrhunderts maschinell bedruckt. Früher geschah dies noch von Hand.

Die Tapete gehört in vielen westlichen Industrienationen zur Grundausstattung von Zimmern. In Deutschland ist besonders die Raufasertapete beliebt. Alternativ verwendet man in anderen Ländern bestrichenen Gipskarton. Ihre Hauptfunktion besteht in der Vermittlung von Atmosphäre und Gemütlichkeit. Tapeten im farblichen Spektrum um Gelb und Orange sind hierfür besonders geeignet. Tapeten in Türkis und Blau strahlen Kühle aus.

So werden Tapeten hergestellt

Es gibt zwei verschiedene Verfahren, das Siebdruck- und das Tiefdruckverfahren. Sie basieren grundsätzlich auf demselben Prinzip. Grundelement ist ein Druckträger. Auf ihm wird die Beschichtung aufgetragen. Seit den Anfängen der maschinellen Herstellung hat man als Druckträger fast ausschließlich Papier verwendet. Aufgrund der besseren Abziehbarkeit werden nun über 50% der Tapeten aus Vlies hergestellt. Da diese die Wand aufgrund ihrer stabileren Zusammensetzung stärker beschädigen, nutzt man Kleisterzusätze, mit denen die Tapete später besser entfernt werden kann.

Beim Tiefdruckverfahren bedruckt man eine Papierfläche mit einem Muster. Anschließend prägen Stahlwalzen eine körperliche Struktur aus dem Papier heraus. Eine zusätzlich aufgeprägte Papierbahn sorgt für Stabilität.

Siebdrucktapeten druckt man zu großen Teilen auf Vlies. Zur Färbung nutzt man Plastiosole auf Wasser- oder PVC-Basis. Sie unterscheiden sich in ihrem Druckverhalten. Manche schäumen bei Druckeinwirkung auf, andere behalten ihre Struktur. Man kann damit ohne Zusätze beständige dreidimensionale Strukturen herstellen. Unterschiede verschiedener Materialien drücken sich weiterhin im Glanz und in der Griffqualität aus.

Verschiedene Arten von Tapeten

Sind die Ausgangsmaterialien und Fertigungstechniken auch überschaubar, gibt es doch eine Vielzahl unterschiedlicher Typen. Anbei erhalten Sie einen kurzen Überblick:

  • Mustertapete: Diese zu großen Teilen aus Zellulose bestehende Tapete ist in der Regel 53 cm breit und 10,5m lang. Man bezeichnet sie aufgrund der Bahnform als 'Tapete mit Ansatz'. Beim Aufkleben ist darauf zu achten, dass der Anschluss alle 53 cm sauber und nahtlos erfolgt.
  • Raufaser: Dieser Wandbelag ist der am weitesten Verbreitete. Man stellt ihn aus Altpapier, Holzspänen und Zellstoff her. Der Vorteil dieser Tapete besteht in der Überstreichbarkeit.
  • Glasfasertapete: Verkleidungen dieses Typs sind sehr strapazierfähig. Es handelt sich um Strukturtapeten, die überstrichen werden können. Man nutzt sie in Gebäuden mit besonderen Anforderungen wie Kindergärten oder Krankenhäusern.
  • Vliestapete: Vlies ist besonders atmungsaktiv. Weitere Vorteile bestehen in einer hohen Widerstandsfähigkeit und einem starken Schutz gegen Entflammen. Unebenheiten und Risse können damit ausgeglichen werden.
  • Tapetenbordüre: Hierbei handelt es sich um einen schmalen Streifen, der über die Länge der Wand geklebt wird. Er dient der optischen Akzentuierung und der Raumgliederung.

Die Besonderheiten der Fototapete

Wie die neutralen Formen bestehen auch Fototapeten aus Vlies oder Papier. Sie sind mit verschiedenen Motiven bedruckt und tragen auf diese Weise besonders zur individuellen Gestaltung der Wände bei. Legt es der Name auch nahe, sind sie doch nicht allein mit Fotografien bedruckt. Viele Tapetenoberflächen sind mit besonders markanten Designs oder Zeichnungen versehen. Das Bild verteilt sich häufig über mehrere Bahnen. In den meisten Fällen bestehen Fototapeten aus 8-16 Teilen. Anders als die normale Tapete ist sie häufig nicht für den kompletten Raum ausgelegt. Fototapeten bringt man in der Regel ausschließlich an einer Wand an.

Sie setzen an dieser Stelle einen starken optischen Akzent innerhalb eines Raums. Je nach Motiv erzeugen sie eine zielgruppenorientierte Wirkung. Bei Kindern sind Tapeten mit Zeichentrickfiguren beliebt. Das stilvolle Ambiente einer lichten Wohnung wird eher durch Bilder von Wäldern, Säulen und Seen bereichert.

Ihre optimale Wirkung entfalten Fototapeten erst bei dem richtigen Betrachtungsabstand. Berücksichtigen Sie dies bei der Aufstellung der Möbel. Idealerweise ist der Sitzbereich eines Wohnzimmers der Wand mit der Tapete ausreichend vorgelagert. Auf diese Weise kann jeder Besucher das Bild gut sehen.

Fototapeten gibt es in einer Vielzahl an verschiedenenen Motiven wie zum Beispiel:

Worauf müssen Sie beim Tapezieren achten?

Ehe Sie mit dem Auftragen der Tapete beginnen, sorgen Sie für die fachgerechte Vorbehandlung der Wand. Prüfen Sie, ob der Untergrund trocken, sauber, fest und gleichmäßig ist. Nur so ist gewährleistet, dass die Tapete später gut haften kann. Im Falle von Unebenheiten muss nachgebessert werden.

So bereiten Sie die Wand vor dem Tapezieren richtig vor

Für Tapeten ist Feinputz ideal geeignet. Sie haften darauf besonders gut. Achten Sie bei Neubauten darauf, dass die Wände vorher ausreichend Zeit zum Trocknen hatten. In Häusern, die seit Längerem genutzt werden, spielt die gewissenhafte Entfernung der vorherigen Tapete eine wichtige Rolle. Besondere Berücksichtigung sollten Reste von Papier und Vlies, Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche, alte Anstriche und beschädigter Putz finden. Das Entfernen alter Anstriche ist uneingeschränkt notwendig. Schimmel und Wasserflecken dürfen ebenfalls nicht einfach überklebt werden. Sie dringen durch die Tapete und stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Über Schritte, die es in diesem Fall zu unternehmen gilt, unterhalten Sie sich zunächst mit Ihrem Vermieter.

Die Ebenheit des Untergrunds ist wichtig, damit sich der Leim möglichst gleichmäßig ausbreiten kann und keine Hohlräume entstehen. Zur Reparatur von Löchern in der Wand nutzen Sie verschiedene Füllstoffe wie Mörtel, Mörtelpaste, Gips oder Zellulose. Ist die Oberfläche der Wand sandig, kann der Kleber ebenfalls nicht optimal haften. Stärken Sie sie in diesem Fall mit einem Tiefgrundanstrich. Unebenheiten der Wand können Sie weiterhin durch eine Streichmakulatur ausgleichen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus altem Papier und Kleister, die dem Untergrund seine Saugfähigkeit nimmt. Man trägt sie auf und lässt sie anschließend trocknen.

Wie viel Tapete benötigen Sie für den gesamten Raum?

Messen Sie zuerst den Raum aus, den Sie tapezieren möchten. Wichtig sind die Breite und die Länge. Mit diesen Werten errechnen Sie den Umfang des Raumes. Er ergibt sich aus der Addition der doppelten Länge mit der doppelten Breite. Teilen Sie diese Zahl anschließend durch die Breite der Tapete. Sie beträgt in den meisten Fällen 0,53 m. Der Quotient ist die Anzahl der Bahnen, die Sie aufkleben müssen. Wenn kein ganzzahliger Wert herauskommt, runden Sie das Ergebnis in jedem Fall auf. Überschüssige Tapete können Sie dann einfach mit einem Messer entfernen.

Als Nächstes stellen Sie fest, wie lang die Bahnen jeweils sein müssen. Messen Sie hierzu die Höhe des Raums aus und geben Sie etwa 10 cm hinzu. Die Bahn einer Rolle hat in der Regel eine Länge von 10,05 m. Dividieren Sie diesen Wert durch den gemessenen Wert. Sie erhalten so die Anzahl der Bahnen, die Sie aus einer Rolle gewinnen können. Handelt es sich hierbei nicht um einen ganzzahligen Wert, muss er abgerundet werden.

Im letzten Schritt errechnen Sie die Gesamtzahl der Rollen, die Sie benötigen. Sie müssen hierzu nur noch die Anzahl der benötigten Bahnen durch die Bahnzahl pro Rolle teilen. Das abschließende Ergebnis wird immer aufgerundet.

Im Fall der Fototapete ergibt sich eine Besonderheit. Sie müssen meistens nur eine Wand bekleben. Eine umfangreichere Tapezierung kann allerdings notwendig werden, wenn Sie eine Mustertapete mit zusätzlichem Bild verwenden. Ist das Muster groß, benötigen Sie mehr Tapete. Dies hängt damit zusammen, dass die Bahnen genau aufeinander abgestimmt werden müssen. Überstehende Enden werden als Verschnitt in den Müll geworfen. Beachten Sie bei reinen Fototapeten, dass ein geringfügiger Verschnitt im Notfall möglich ist. Es muss nur dafür Sorge getragen werden, dass das Motiv noch im gewünschten Umfang erkennbar bleibt.

Wie tapezieren Sie richtig?

Decken Sie zunächst alle Möbel und Teppiche mit Plastikfolie ab. Anschließend rühren Sie den Kleister mit lauwarmem Wasser an. Hatte er einige Minuten Zeit zu quellen, rühren Sie ihn ein. Kleistern Sie die Bahnen nach dem Messen auf dem Tapeziertisch ein. Tragen Sie den Leim hierbei längs auf und verteilen Sie ihn über die gesamte Fläche. Die Ränder dürfen nicht vergessen werden. Im Anschluss daran lassen Sie den Kleister auf die Tapete einwirken. Hierzu legen Sie die Innenseiten der Tapeten passgenau zusammen und legen Sie beiseite. Danach fahren Sie mit der nächsten Bahn fort. Ist das Einweichen abgeschlossen, markieren Sie eine senkrechte Linie an der Wand. Dort kleben Sie die erste Bahn auf. Nutzen Sie zur richtigen Positionierung eine Wasserwaage. Drücken Sie das obere Ende der Wand an und ziehen Sie die zusammengedrückten Innenseiten nach unten wieder auseinander. Die Überstände schneiden Sie im nächsten Arbeitsschnitt ab. Auf diese Weise verfahren Sie Bahn für Bahn.

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