Kreative Bastelideen: Gestalten mit Embossing-Schablonen in unterschiedlichen Motivdesigns

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Kreative Bastelideen: Gestalten mit Embossing-Schablonen in unterschiedlichen Motivdesigns

Embossing ist eine tolle Technik, mit deren Hilfe man die schönsten Designs zaubern kann. Diese Form der Papiergestaltung eignet sich hervorragend für Scrapbook-Designs, Grußkarten, Einladungskarten oder auch professionell gestaltete Menükarten für ein Café oder Restaurant. Die Technik ist einfach, das Ergebnis ist individuell, und es sieht trotzdem aus wie vom Profi. Das macht Embossing unter Hobby-Bastlern auch hierzulande immer beliebter. Immer dann, wenn man ein individuelles Design und ein hoch professionelles Endergebnis benötigt, ist Embossing die richtige Technik.

In diesem Ratgeber soll es um die Technik des Embossings gehen. Wir zeigen Ihnen, wie die Technik funktioniert, woher sie kommt und welche Möglichkeiten es gibt. Im Anschluss daran möchten wir Ihnen einige kreative Bastelideen mit auf den Weg geben, die Sie mit Embossing-Stempeln, -Stiften und Embossing-Schablonen umsetzen können. Hier gibt es die unterschiedlichsten Motivdesigns, die zu jedem Anlass die richtige Darstellung liefern.

Grundlagen: Was bedeutet Embossing eigentlich?

Embossing ist ein Begriff aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Prägung". Und in der Tat sieht das Endergebnis mit seiner leichten Erhabenheit aus, als wäre das Papier von hinten geprägt worden. Dennoch ist der Begriff etwas missverständlich: Denn nicht alle Formen des Embossings arbeiten tatsächlich mit Prägungen. Es gibt Varianten des Embossings, bei denen lediglich eine Schicht auf das Papier aufgetragen wird. Diese wirkt dann so reliefartig wie eine Hochprägung, obwohl sie eigentlich keine ist.

Eine andere Variante des Embossings ist die tatsächliche Prägung. Dabei wird ein Motiv direkt in das Papier eingedrückt, entweder mit einem sogenannten Prägefolder oder mit einer Schablone und einem Prägestift. Embossing im allgemeinen beschreibt also eine Technik, in der erhabene, fast schon 3D-Muster, erstellt werden.

Mit Embossing Karten und Seiten verschönern – so funktioniert's

Das Prinzip des Embossing ist recht einfach: Es geht darum, eine strukturierte und dreidimensionale Oberfläche auf dem Papier zu schaffen. Dafür gibt es zwei Varianten. Die erste funktioniert mit Embossingfarbe und Embossing-Puder. Die zweite funktioniert mit einer tatsächlichen Prägung. 

Mit Embossing-Pulver bunte Prägungen erstellen

Mit einem Embossing-Stempel, einem speziellen Embossing-Stift oder einer Schablone wird eine Embossingfarbe in dem gewünschten Motiv auf das Papier, die Karte oder Ähnliches aufgetragen. Dies ist bereits einer der wichtigsten Schritte, weswegen wir auf die verschiedenen Techniken im nächsten Punkt genauer eingehen möchten. Bei Embossing-Stempelfarbe handelt es sich um eine sehr langsam trocknende, klebende Farbe. Es gibt hier ganz verschiedene Farben, von schwarz bis transparent ist alles vertreten. Bei der Wahl der Stempelfarbe sollten Sie beachten, dass diese meist nicht zu sehen sein wird, da darüber das Embossing-Pulver aufgetragen wird. Wählen Sie jedoch ein helles, nicht unbedingt deckendes Pigment, so kann es sein, dass die Farbe etwas durchscheint. Um dies zu vermeiden, können Sie transparente Stempelfarbe verwenden.

Nachdem die Embossing-Stempelfarbe aufgetragen wurde, wird das Embossing-Pulver direkt aus dem Behältnis auf die Stempelfarbe gestreut. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Farbpigmenten auf Kunstharzbasis, die bei Erhitzung miteinander verschmilzt. Seien Sie nicht zu sparsam, da das überschüssige Pulver ohnehin nicht haften bleibt. Danach wird das überschüssige Pulver vorsichtig abgeschüttelt, Reste in den Zwischenräumen können vorsichtig mit einem weichen Pinsel entfernt werden. Das nicht haftende Pulver können Sie auf einem geknickten Blatt Papier auffangen und so leicht wieder in das Behältnis transportieren. So hält sich der Materialverbrauch in Grenzen.

Im Anschluss daran wird das Papier erhitzt. Hierfür eignen sich alle Hitzequellen, die ohne Luftstrom auskommen. Ein Haartrockner beispielsweise ist nicht geeignet, da er die Farbpigmente verwehen könnte. Die beste Alternative sind Heißluftgeräte, die zielgerichtet das Pulver erhitzen können. Wer diese Anschaffung scheut, kann alternativ mit einem Toaster oder einer Herdplatte arbeiten. Dabei wird das Papier von unten erhitzt, bis das Pulver miteinander verschmilzt. Nach einer kurzen Trockenzeit ist das Ergebnis fertig. Entstanden ist eine leicht erhabene, gleichmäßige Fläche.

Echte Prägungen mit Schablonen und Prägestift

Außerdem ist es möglich, das Papier oder den Karton einer Karte tatsächlich mit verschiedenen Mustern zu prägen. Diese Art der Prägung ist dezent und eher zurückhaltend und gefällt gerade Puristen meist besser. Neben einem eher starken Papier benötigt man dafür einen kleinen Lichttisch, einen Prägestift und natürlich die passenden Schablonen.

Zunächst legt man die Schablone auf den Leuchttisch und platziert das Papier so darauf, dass das Motiv an der richtigen Stelle sitzt. Schalten Sie den Lichttisch an, sodass sie die Umrisse der Schablone deutlich erkennen können. Nun beginnt man vorsichtig, die Linien der Schablone nachzufahren. Dabei sollten Sie nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Druck ausüben und vor allem gleichmäßig arbeiten. Achten Sie darauf, die runde Spitze des Prägestiftes nicht zu groß zu wählen, sodass Sie alle Linien und Winkel akkurat nachzeichnen können.

Eine weitere Variante des Embossings ist die Nutzung von Prägefoldern. Hierbei handelt es sich um großflächigere Motive, die erhaben auf einem Träger aufgebracht sind. Die Folder sind wie eine Mappe geformt und haben eine geprägte und eine glatte Seite. Das Papier wird in den Folder eingeklemmt und die Prägung erfolgt, in dem Druck auf die „Mappe" bzw. den Prägefolder ausgeübt wird.

Im Anschluss daran können die geprägten Motive mit Farbe eingefärbt werden, sodass das Relief noch deutlicher hervortritt.

Verschiedene Methoden zum Basteln mit der Embossing-Technik: Schablonen, Stifte und Stempel

Wie bereits erwähnt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Embossing-Stempelfarbe auf das Papier zu bringen oder das Papier mit Stiften oder Schablonen zu prägen. Die einfachste und von Anfängern bevorzugte Variante ist das Stempeln. Dabei wird ein besonders weicher Bastelstempel mit der Farbe betupft und im Anschluss daran auf die gewünschte Stelle aufgedrückt. Der Vorteil des Stempelns ist die einfache Anwendung und das immer einheitliche Ergebnis. Stempeln eignet sich daher besonders dann, wenn Sie mehrere Karten in größerer Stückzahl herstellen möchten. Der Nachteil: Sie sind auf die vorgefertigten Motive festgelegt und haben dabei keinen Gestaltungsspielraum.

Wer eine ruhige Hand und eine schöne Handschrift besitzt, kann auch sogenannte Embossing-Stifte verwenden. Hierbei wird die Stempelfarbe freihändig über einen Stift aufgetragen. Der Vorteil: Sie haben bei der Gestaltung den vollen Freiraum für Ihre Ideen und Gestaltungen. Der Embossing-Stift kann auch in Verbindung mit Schablonen verwendet werden. Auch hier haben Sie den Vorteil eines einheitlichen Bildes, haben jedoch gleichzeitig eine große Motivauswahl. Sogar das Alphabet ist als Schablone in den verschiedensten Schriftarten zu haben, sodass Sie ganze Wörter oder Sätze individuell zusammenstellen können. Das gleiche gilt natürlich für das geprägte Embossing ebenfalls. Hier haben Sie die Wahl zwischen fertigen Motiven in Prägefoldern und einzelnen Schablonen, aus denen Sie sich ihre Wunschmotive auswählen können.

Kreative Bastelideen – so setzen sie die Embossing-Schablonen zu jedem Anlass ein

Embossing ist eine schöne Technik der Papierverarbeitung, die sich vor allem bei der Erstellung von individuellen Karten durchgesetzt hat. Doch auch beim Scrapbooking ist die Technik ein beliebtes Mittel, die individuell gestalteten Seiten mit einem neuen Element zu verzieren. Nachdem Sie nun erfahren haben, welche verschiedenen Arten des Embossings es gibt, möchten wir Ihnen einige Gestaltungsideen geben. Das Beste an der Technik des Embossings ist, dass Sie die verschiedenen Varianten wunderbar untereinander kombinieren können. So können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Stilvolle Hochzeitsdesigns für Platzkarten, Einladungen und Grußkarten

Für eine Hochzeit gibt es viele Gelegenheiten, kreative Papierdesigns einzusetzen. Das beginnt schon bei der Hochzeitseinladung. Wer hier Wert auf Individualität legt und etwas Zeit investieren möchte, sollte sich nicht mit Lösungen von der Stange zufriedengeben. Embossing-Techniken bieten gerade für den Anlass einer Hochzeit viele Gestaltungsmöglichkeiten – auch für Anfänger. Denn gerade Hochzeitsmotive, Sprüche und Einladungsüberschriften sind als Embossing-Stempel weit verbreitet. Von klassischen Liebestauben, Ringabbildungen, Einladungsmotiven bis hin zu romantischen Herzen ist alles zu haben. Die Auswahl ist dabei so groß, dass Sie bei der Wahl der Motive darauf achten sollten, einen einheitlichen Stil beizubehalten. Einheitliche Embossing-Sets sind hier eine optimale Lösung, da hier die Schriftarten optimal zueinanderpassen und beliebig untereinander kombiniert werden können.

Bei einer Hochzeit kommt es auf die Details an: So sollten auch die Tischkarten und das Hochzeitsmenü in einem einheitlichen Design daherkommen. Mit individuell gestalteten Platzkarten können Sie Ihre Gäste nicht nur willkommen heißen, sondern ihnen gleichzeitig ein schönes und vor allem persönliches Give-Away bieten. Auch die Menükarte für das Fest lässt sich auf diese Weise einzigartig gestalten. Hier können Sie entweder kirchliche Motive wählen oder andere Motive, die zum Motto Ihrer Feier passen.

Stimmungsvolle Weihnachtsgrüße mit festlichen Motiven und Schriftzügen

Auch für die festliche Jahreszeit bietet Embossing tolle Motive und Gestaltungsmöglichkeiten. Besonders beliebt sind hier metallische Embossing-Pulver in den Farben Silber oder Gold, die den edlen Touch des Anlasses unterstreichen. Ob schlichte Wintergrüße oder Grußkarten mit Weihnachtsmännern, Weihnachtsbäumen oder Schneeflocken – all das ist mit verschiedenen Embossing-Techniken möglich. Sie können sich außerdem entscheiden, ob Sie rein geprägte, einfarbige Karten mit wenigen Farbakzenten verwenden möchten, oder prunkvolle Gestaltungsmittel wählen.

Der besondere Anlass: Grußkarten für Konfirmation, Taufe oder Kommunion

Neben opulenten Weihnachtskarten und eleganten Hochzeitseinladungen gibt es auch feierliche Anlässe, die einen formelleren Rahmen erfordern. Schlichte und stilvolle Einladungen oder Glückwunschkarten zu Taufe, Kommunion oder Konfirmation lassen sich ebenfalls mit der Embossing-Prägetechnik erstellen. Ein simples Kreuz mit dem Schriftzug „Herzlichen Glückwunsch!" ist eine schöne Geste, die durch die selbst gemachte Karte noch mehr unterstrichen wird. Mit Alphabetschablonen können Sie die Karten individualisieren.

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