Kreativ-Tipp: Mosaik

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eBay-Tipp: Mosaik

Allgemeines zum Mosaik

Mosaik ist eine Technik, die bereits seit der Antike zur Verschönerung von Häusern, Villen und Palästen zum Einsatz kommt. Wurden die kleinen Steine früher noch von Hand gefertigt, so ist heute die industrielle Produktion auf Netz oder Papier an der Tagesordnung. Das trifft besonders dann zu, wenn es um Mosaike für die Gestaltung von Boden- oder Wandflächen geht. Mosaik gilt als rutschhemmend, trittsicher und als idealer Bodenbelag für ältere Menschen und Familien mit Kindern. Im Kunsthandwerk werden die Steine nach wie vor einzeln von Hand verlegt, man gestaltet ganze Wandflächen mit Symbolen, die von Tieren über chinesische Zeichen bis hin zu Blumen, Sonnen und vielem mehr reichen können.

Im Bastelbedarf finden sich denn auch ganz unterschiedliche Mosaiksteine, meist aus Glas, Keramik, Ton oder Marmor in vielen unterschiedlichen Farben oder mit "Sonderausstattung", d. h. Sie können Mosaiksteine in Herz- oder Sternform kaufen oder solche, die mit Perlen verziert sind. Auch bei den Größen gibt es Unterschiede. Je nach eigener Vorliebe können mit den schönen Steinen Wände, Spiegel, Gläser und andere Gefäße, aber auch ganze Tische oder Steinplatten gestaltet werden. Anleitungen finden sich in verschiedenen Bastelbüchern zum Thema Mosaik. Farbige Mosaikbänder lassen sich auch gut mit größeren Steinplatten kombinieren, um die gewünschten Bilder zu erzielen. Durch die kleine Form und die Möglichkeit, die Steine leicht zu bearbeiten, können auch komplizierte Kunstwerke mit Mosaik umgesetzt werden. Ministeck kann man zudem auch als Variante der Mosaikkunst betrachten.

Verschiedene Arten von Mosaik

Man unterscheidet grundsätzlich verschiedene Arten von Mosaik auf Grundlage des jeweiligen Materials.

Das Keramikmosaik

Keramikmosaike sind im Endeffekt Keramikfliesen in Miniaturform. Je nach Ausführung sind diese mit einer matten, glatten oder gehämmerten Glasur überzogen. Sie können in vielen unterschiedlichen Formen erworben werden, die je nach Geschmack miteinander kombiniert werden. Der Begriff Keramik lässt sich vom griechischen Wort für Ton „Keramos“ ableiten. Es handelt sich um einen nichtmetallischen, anorganischen Werkstoff, der überwiegend Ton oder Kaolin enthält und mit verschiedenen Zusätzen versehen ist.

Keramik gilt als absolut umweltfreundlich und ist geruchs- und geschmacksneutral. Ein Ausdünsten oder die Aufnahme potenziell schädlicher Stoffe aus der Umwelt ist nicht zu erwarten.

Keramikmosaike als Bodenbelag gelten als sehr pflegeleicht und können ohne Chemie gereinigt werden. Sollten Haushaltschemikalien nötig werden, reagiert das Material sehr widerstandsfähig. Allerdings müssen bei der Reinigung die Herstellerangaben beachtet werden. Grundsätzlich gilt Keramikmosaik als nahezu unverwüstlich und bleicht auch bei Sonneneinstrahlung oder Hitze nicht aus. Die gute Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffs macht ihn zu einem idealen Bodenbelag bei Fußbodenheizungen. Um die Strapazierfähigkeit noch zu erhöhen, empfehlen sich eine keramische Versiegelung oder eine Imprägnierung.

Das Glasmosaik

Glasmosaike sind bereits seit langer Zeit sehr populär und werden vor allem durch ihre Transparenz und die dadurch entstehenden Farbeffekte sehr geschätzt. Mittlerweile werden althergebrachte, klassische Techniken teilweise durch Computertechnik ersetzt, die ganz andere Formen und Farbnuancen ermöglicht. Daneben werden auch zahlreiche unterschiedliche Oberflächenstrukturen, Steingrößen und -stärken angeboten. Glasmosaike mit Kupferreflexen werden noch oft von Hand hergestellt. Dazu verschmilzt man das Glas mit einem künstlichen Halbedelstein, was dem Glasmosaik einen ganz besonderen Effekt verleiht.

Buntes Glasmosaik an sich entsteht durch die Mischung von Farbpigmenten und Quarzsand. Beide Werkstoffe werden dann bei 1000 Grad Celsius verschmolzen. Die leicht porige Oberfläche ergibt sich beim Erkalten des Mosaiks. In weiteren Veredlungsprozessen kann das Mosaik dann noch weiter verfeinert werden. Grundsätzlich kann es bei der Herstellung von Glasmosaiken zu Farbabweichungen kommen.

Glasmosaik sorgt für ein interessantes Farbenspiel, auch unter Wasser. Entsprechend wird es gerne in öffentlichen und privaten Bädern, in Saunen und Wellness-Bereichen, aber auch in Unternehmen oder zur Stadtverschönerung eingesetzt. Grundsätzlich eignet es sich auch gut zur Restauration alter Mosaike. Allerdings ist bei der Verlegung des Mosaiks besonders in Nassbereichen einiges zu beachten. So sind in Nass- und Unterwasserbereichen spezielle Reaktionsharzmörtel zur Verklebung nötig. Eine vorderseitige Papierverklebung, die nach dem Verlegen abgezogen wird, macht den Verzicht auf Trägernetze möglich. Letztere können bei Dauernässe faulen oder Pilzbefall fördern.

Das Natursteinmosaik

Natursteinmosaike bestehen, wie der Name schon sagt, aus Naturstein, wobei es hier durchaus verschiedene Arten gibt. Mit am bekanntesten sind Marmor und Granit, aber auch Mosaike aus Schiefer, Quarzit, Basalt oder Travertin sind möglich. Die Steine für diese Mosaike stammen aus den Steinbrüchen weltweit und sind in ganz unterschiedlichen Farben erhältlich. Da es sich um Naturprodukte handelt und nicht um industriell hergestellte Erzeugnisse, sind Abweichungen in Struktur, Farbe und Zeichnungen möglich. In manchen Natursteinmosaiken finden sich auch Adern, Trübungen oder Einsprengung. Somit ist jedes Mosaik einzigartig, was ihm seinen ganz besonderen Charme verleiht.

Natursteinmosaik besitzt eine eher antike Optik und kann im kompletten Innenbereich eingesetzt werden. Beliebte Einsatzgebiete sind Böden, Wände und Kamin, die Mosaike können jedoch auch in Nassbereichen verlegt werden, wenn eine vorherige dauerhafte Imprägnierung erfolgt ist. Je nach verwendetem Stein können Natursteinmosaike auch für den Außenbereich geeignet sein. Neben festen Formen kann Natursteinmosaik darüber hinaus auch perfekt als Bruchmosaik für Böden, Einleger oder Wände gesetzt werden. Darüber hinaus werden Natursteinmosaik und Chrystal-Mosaik oft kombiniert, was den Steinen noch einmal ein ganz anderes Aussehen verleiht.

Das Chrystal-Mosaik

Um Chrystal-Mosaik herzustellen, wird Quarzsand verschmolzen und in die entsprechende Form und Stärke gegossen. Nach dem Erkalten der Rückseite folgt die Farbgebung, die dann doppelt bei hoher Temperatur in das Mosaik eingebrannt wird. So entsteht ein Mosaik im Flair der 70er Jahre, bei dem die Farbe durch den klaren Glasstein schimmert. Die entstandene Transparenz verleiht den Mosaiken eine räumliche Erscheinung, also mehr oder weniger einen 3D-Effekt. Diese Mosaikart ist in ganz unterschiedlichen Größen und Stärken erhältlich und kann in zahlreichen Farben gekauft werden. Für Nassbereiche eignet sich ausschließlich Mosaik mit vorderseitiger Papierverklebung, um spätere Probleme durch ein Trägernetz zu vermeiden.

Das Kieselmosaik

Flusskiesel sind rund, glatt und durch die Natur geschliffen. Diese Faktoren machen auch den Reiz des Kieselmosaiks aus Naturstein oder Keramik aus. Die Steine können dabei in verschiedenen Größen eingesetzt werden. Grundsätzlich können Flusskiesel an Wänden und Böden als Blickfang genutzt und auch mit anderen Mosaiken oder Natursteinfliesen kombiniert werden. Sie sorgen für eine gewisse Unebenheit, die der Wand eine Struktur verleiht. Flusskiesel können in vielen verschiedenen Farben oder auch in Natur erworben werden. Neben dem Kieselmosaik aus echten Kieseln wird diese Art Mosaik auch immer mehr aus Keramik nachempfunden. Zum Einsatz kommen häufig Naturtöne, wie Braun oder Beige, aber auch Knallfarben, wie zum Beispiel ein leuchtendes Rot. Kieselmosaike gelten als die ersten wirklichen Mosaike und werden auf die Zeit des antiken Griechenlands zurückdatiert.

Das Knopfmosaik

Knopf- oder Rundmosaike werden schon sehr lange zur Verschönerung von Gebäuden verwendet. Man findet sie häufig in Schwimmbädern oder in Wellness-Bereichen auf Liegen und Sitzbänken. Darüber hinaus lassen sie sich auch gut mit anderen Steinen kombinieren. Knopfmosaike sind, wie auch die anderen Mosaikarten in zahlreichen unterschiedlichen Farben erhältlich.

Das Goldmosaik

Goldmosaike nehmen in der Geschichte des Mosaiks eine besondere Stellung ein. Schließlich kommt hier echte 24-karätige Goldfolie zum Einsatz, die zwischen zwei Schichten Glas gelegt wird. Die Geschichte dieser Mosaikart geht bis ins 4. Jahrhundert nach Christus zurück, als sich die goldenen Steine von Spanien und Griechenland über den ganzen Mittelmeerraum ausbreiteten. Goldmosaik galt lange als der Inbegriff des Mosaiks. Bei der Herstellung eines Goldmosaiks wird Blattgold zwischen ein kristallenes Basisglas und ein hauchdünnes Deckglas gelegt und in einem Hämmerungs- und Brennprozess schließlich zu einem einzigen Block, ohne Risse und Spalten, zusammengefügt. Das Deckglas kann transparent oder auch gefärbt sein.

Abriebklassen für Mosaike

Bei Mosaiken gelten grundsätzlich die gleichen Abriebklassen, wie für glasierte Fliesen. Entsprechend werden die Miniatursteine nach ihrer Strapazierfähigkeit und den jeweiligen Verwendungsmöglichkeiten in fünf unterschiedliche Klassen eingeteilt. Die Klasse 1 gilt für Räume mit leichter Beanspruchung, wozu zum Beispiel Wandbeläge oder Barfuß- und Hausschuhbereiche gehören. Schlaf- und Badezimmer können beispielsweise zum ersten Bereich zählen. Zur zweiten Klasse gehören alle Räume mit mittlerer Beanspruchung, wie etwa der allgemeine Wohnbereich. Flure, Terrassen und Balkone werden in der Regel in Klasse 3 eingeordnet, während Hauseingänge, Küchen und Arbeitsräume schon zu den Bereichen mit hoher Beanspruchung und folglich Klasse 4 gehören. Die fünfte und letzte Klasse gilt schließlich für alle Flächen, die extrem belastet werden, wie etwa Garagen.

Grundsätzliche Hinweise zur Anbringung

Die Verlegung von Mosaikfliesen unterscheidet sich grundsätzlich nicht allzu sehr vom Platzieren normalgroßer Fliesen. Wichtig ist ein Fliesenkleber, der für den Einsatzbereich und Mosaike geeignet ist. Der Untergrund sollte trocken und staubfrei sein, damit der Kleber richtig haften kann. Zuerst wird auf eine kleine Fläche eine Schicht Fliesenkleber gleichmäßig aufgetragen und dann die Mosaikmatte aus dem Karton aufgedrückt. Am besten verwendet man hier Matten aus verschiedenen Kartons, damit man ein unregelmäßiges Muster erhält. Mit einem Gummibrett wird das Mosaik dann fest an die Wand oder auf den Boden gedrückt, wobei die einzelnen Steine geebnet werden. Zum Schluss werden die Mosaikmatten mit einem Fugbrett und geeigneter Fugenmasse verfugt und die Oberfläche zweifach nass und trocken gereinigt.

Reinigung und Pflege von Mosaiken

Die Reinigung und Pflege von Mosaiken sollte immer passend zum jeweiligen Material erfolgen. Ungeeignete Reiniger können das Mosaik stumpf werden lassen oder für unschöne Verfärbungen sorgen. Am besten erfolgt die Wahl des passenden Reinigungs- und Pflegemittels nach Beratung durch den Fachhändler. Ist das Mittel der Wahl gefunden, kann dies auch ohne Weiteres online erworben werden.

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