Krakauer Überdrucke Polen 1919

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Die 1919er Krakauer Aufdruckausgaben auf österreichischen Marken wurden schon gefälscht, als die Originale noch gedruckt wurden. Die Problematik ist, dass teilweise Originalaufdruckformen für die Fälschungen benutzt wurden. Die Fälschungen wurden gezielt hergestellt um Sammlerinteressen zu befriedigen. Dabei wurde auch versucht, seltenere Aufdruckfehler durch Manipulationen nachzuahmen.

Prof. Mikstein hat diese Ausgabe aber schon 1933 analysiert und ausführlich beschrieben. Er hat dabei die Merkmale der echten und falschen Marken im Detail dargestellt. Mehr zu dieser Ausgabe finden sie auf den Seiten der Bundesarbeitsgemeinschaft Polen ARGE-POLEN.DE/KRAKAU

Einige Grundaussagen zum Kauf solcher Marken sind hier kurz zusammengefasst:

  • echte Stücke, insbesondere die besseren Werte, sind fast immer geprüft
  • bei echten Marken mit Aufdruck im Buchdruck (mit dem Rombus im Aufdruck) hat der Prüfer in der Regel die Position der Marke im Bogen bestimmt, da dies ein wichtiges Kriterium beim Prüfen der Marke ist.
  • bei irgendwelchen Stempeln auf der Rückseite, die nicht bekannte Prüferstempel sind, handelt es sich meist um Besitzerzeichen, gefälschte Prüferstempel oder Phantasiestempel
  • bei Auflagen - je nach Marke - zwischen 15, einigen Hundert/Tausend bis max. 100.000, aber wesentlich höheren gefälschten Auflagen, ist die Wahrscheinlichkeit eine ungeprüfte, echte, seltene Marke zu erwischen gegen Null. Selbst wenn sie mit Glück mal ein echtes Stück erwischen sollten, rechtfertigt das nicht die 99 Fehlversuche. Selbst 1 Euro für solche 'Lückenfüller' ist verbranntes Geld.
  • der Laie ist nicht in der Lage die Echtheit einer Krakauer Aufdruckmarke zu erkennen, fragen Sie nach einer Prüfgarantie. Ohne Prüfgarantie kein Kauf!
    Hier finden Sie Informationen zu Polen-Prüfern: ARGE-Polen.de/index.asp?start=p_pruefer
  • angesichts der Masse an angebotenen Fälschungen ist bei ungeprüften Marken grundsätzlich von Fälschungen auszugehen.
  • Auch Angebote mit höheren Preisen, die Echtheit vortäuschen sollen, sind ohne Prüfung als falsch einzustufen.
  • schauen Sie die Auktionen der Verkäufer an. Wer behauptet, keine Ahnung zu haben, aber reihenweise solches Material verkauft, weiß, warum er billig anfängt.
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