Konverter: Was sie können und wie Sie sie fachgerecht einsetzen

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Converter: Was sie können und wie Sie sie fachgerecht einsetzen

Ein Konverter findet in der Spiegelreflexfotografie Anwendung. Es handelt sich dabei um einen Adapter, der die Objektivbrennweite vergrößert oder verkleinert. Telekonverter verlängern die Brennweite und verkleinern den Bildausschnitt, Weitwinkelkonverter dagegen verkürzen die Brennweite und ermöglichen größere Blickwinkel. Der Einsatz eines Konverters hat Einfluss auf die Bildqualität. Um weiterhin hochwertige Aufnahmen zu erzeugen, müssen Sie beim Kauf eines Konverters verschiedene Dinge beachten.

  

Mit einem Telekonverter holen Sie Ihr Objekt näher vor die Linse

Der Konverter fügt sich zwischen Kamera und Wechselobjektiv. Alle relevanten Informationen zum Autofokus, zur Steuerung der Blende etc. werden, abhängig vom Konverter, entweder elektronisch oder manuell übertragen. Jeder Konverter vergrößert oder verkleinert die Brennweite um einen bestimmten Faktor.

Telekonverter dienen zur Verlängerung der Brennweite. In der Spiegelreflexfotografie gibt es Telekonverter mit Faktoren zwischen 1,4 und 3,0. Multiplizieren Sie diesen Faktor mit der Brennweite des Wechselobjektivs, um Auskunft über die mögliche Gesamtbrennweite zu erhalten. Verwenden Sie beispielsweise ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 mm und einen Telekonverter-Vorsatz mit dem Faktor 2, so erhalten Sie eine neue Brennweite von 100 mm.

Zoom-Objektive haben größere Brennweitenbereiche von zum Beispiel 18-55 mm. Auch hier werden minimaler und maximaler Brennweitenwert mit dem jeweiligen Faktor multipliziert, um Auskunft über den Brennweitenbereich mit Konverter zu erhalten. Um noch größere Konverter-Faktoren zu erreichen, haben Mondfotografen in der Vergangenheit mehrere Konverter aneinandergefügt und respektable Aufnahmen erzeugt.

  

Mit einem Weitwinkelkonverter erzeugen Sie noch größere Blickwinkel

Weitwinkelkonverter verkürzen die Brennweite des angefügten Wechselobjektivs und größere Blickwinkel entstehen. Solche Konverter werden wesentlich seltener eingesetzt als Telekonverter. Auch hier multiplizieren Sie den Faktor des Konverters mit der Brennweite des Objektivs, um Auskunft über die neue Brennweite zu erhalten. Weitwinkelkonverter sind mit Faktoren zwischen 0,3 und 0,8 erhältlich. Wenn Sie also ein Objektiv mit einer Brennweite von 28 mm und einen Konvertervorsatz mit dem Faktor 0,5 verwenden, so erhalten Sie eine Brennweite von 14 mm.

  

Beim Kauf eines Konverters müssen Sie einiges beachten

Konverter sind klein, leicht und preisgünstig und stellen deshalb eine praktische Alternative zu einem weiteren Wechselobjektiv dar. Um qualitativ hochwertige Aufnahmen zu erzeugen, sollten Sie bei Kauf eines Konverters einiges beachten.

  • Lichtstärke: Beim Einsatz eines Konverters vermindert sich die Lichtstärke. Konverter sollten deshalb nur in Verbindung mit lichtstarken Objektiven verwendet werden.
  • Brennweite: Telekonverter sind nur zusammen mit Wechselobjektiven mit Brennweiten zwischen 50 mm und 300 mm sinnvoll einsetzbar. Bei größeren Brennweiten leidet die Qualität der Aufnahmen zu stark.
  • Kompatibilität: Nicht jeder Konverter ist für sämtliche Objektive geeignet. Manche Hersteller bieten Konverter für einzelne Objektive oder Objektivfamilien an. Diese Konverter erzeugen meist hochwertigere Ergebnisse als universale Konverter. Einige Konverter sind schlichtweg nicht kompatibel mit bestimmten Objektiven und können diese beim Einsatz beschädigen. Beachten Sie deshalb in jedem Fall die Herstellerhinweise.
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