Kontrast, Helligkeit & Co: Darauf sollten Sie beim Kauf eines HD-Beamers achten

Aufrufe 2 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Kontrast, Helligkeit & Co: Darauf sollten Sie beim Kauf eines HD-Beamers achten

Flachbildfernseher erreichen immer weitere Displaydimensionen. Auf den Bildschirmen erkennen Sie selbst kleine Details. Doch Fernseher bleibt Fernseher – echtes Kinofeeling kommt damit nicht auf. Dafür bedarf es eines Beamers. Die Projektoren sind deutlich platzsparender als ein TV-Gerät und versprechen ein noch größeres Bild. In einem gut ausgestatteten Heimkino darf ein leistungsstarker HD-Beamer nicht fehlen. Ihre Lieblingsschauspieler oder die von Ihnen in den Games gesteuerten Spielfiguren erscheinen in Übergröße auf der Leinwand. Dazu sind Beamer aus der Lehr- und Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. Vorträge bei Meetings oder in Vorlesungen finden fast ausschließlich präsentationsgestützt statt. Die dazugehörigen Folien wirft ein Projektor an die Leinwand.

Der Kauf eines neuen Fernsehers ist nicht einfach. 3-D-Funktionen oder vielseitig einsetzbare Smart-TVs erschweren die Auswahl. Dasselbe gilt für den Kauf eines Beamers. Sie erhalten Projektoren mit unterschiedlicher Leistungsstärke und Ausstattung. Wichtige Kennzahlen sind insbesondere die Auflösung, die Helligkeit und der Kontrast. Dazu existieren bei der Bilderzeugung verschiedene Techniken. Jede Technik hat ihre Vor- und Nachteile, wodurch Rückschlüsse auf das geeignete Einsatzgebiet möglich sind.

HD-Beamer versprechen beste, hochauflösende Bildqualität auf der Leinwand

Legen Sie Wert auf beste Bildqualität, benötigen Sie einen HD-Beamer. Die entsprechenden Geräte liefern ein hochauflösendes Bild. Sie registrieren jedes noch so kleine Detail. Entscheidendes Kriterium für einen HD-Beamer ist dessen Auflösung. Ausgehend von der Anzahl an Bildpunkten differenzieren die Hersteller in HD-ready- und Full-HD-Geräte. Dieser Ratgeber bietet Ihnen Unterstützung bei Ihrer Kaufentscheidung. Sie erhalten zunächst Informationen zu HD ready und Full HD und Empfehlungen, in welcher Situation sich welche Auflösung empfiehlt. Anschließend folgen Erläuterungen zu wichtigen technischen Daten eines Beamers, vor allem hinsichtlich Kontrast und Helligkeit. Da die jeweiligen Werte abhängig von der verwendeten Projektionstechnologie sind, erhalten Sie Erklärungen zu Begriffen wie LCD, DLP, LED und LCoS.

Wichtige Unterscheidung bei HD-Beamern: HD ready versus Full HD

Im Handel finden Sie Beamer mit dem Zusatz "HD ready" sowie "Full HD" im Produktnamen oder der Beschreibung. Die Abkürzung HD steht für High Definition. Entsprechende Projektoren sind in der Lage, hochauflösende Signale nach dem neuen HDTV-Standard nativ wiederzugeben. HD ready bedeutet 1.280 x 720 Bildpunkte. Abzugrenzen ist die HD-ready-Auflösung von XGA. Hinter XGA verbergen sich in der Höhe 768 Bildzeilen. Das ist ausreichend für High Definition. Allerdings erreichen XGA-Projektoren in der Breite lediglich 1.024 Pixel – also zu wenig.

Full HD bringt nochmals eine Steigerung der Pixelanzahl mit sich. Mit einem Full-HD-Beamer erkennen Sie wirklich jedes noch so kleine Detail. Auf Sie wartet eine beeindruckende native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Um besagten Wert auszunutzen, benötigen Sie eine dazu passende hochauflösende Bildquelle. Diesbezüglich sind insbesondere Blu-Ray-Player sowie moderne Spielekonsolen anzuführen.

HD ready oder doch Full HD?

Vor diese Entscheidung stellt Sie der Kauf eines HD-Beamers. Mit Full HD sind sie zukunftssicher ausgerüstet. "1.080 p" ist der beste aktuelle Standard (Stand: September 2013). Sie erhalten ein hochqualitatives Bild. Die entsprechenden Beamer spielen Ihre Stärken auf einer großen Leinwand voll aus. Entscheidend ist, ob Sie die Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten nutzen. Schauen Sie bevorzugt DVDs oder empfangen kein TV-Programm in HD, ist HD ready ausreichend. Der Aufpreis für ein Full-HD-Gerät lohnt sich bei Blu-Rays und Konsolen wie PlayStation 3 und 4 beziehungsweise Xbox 360 sowie Xbox One.

HD-Beamer: Abgrenzung zwischen nativer und maximaler Auflösung

HD ready oder Full HD sind erst erfüllt, wenn ein Beamer die genannten Auflösungen nativ wiedergibt. In den technischen Datenblättern der Geräte finden Sie Angaben zu Nativ- und Maximalauflösung. Lassen Sie sich von Letzterer nicht in die Irre führen. Ausschließlich bei der nativen Auflösung erreicht ein Projektor die beste Bildqualität. Darüber hinaus ist die Wiedergabe höher auflösender Signale bis zur Maximalauflösung möglich. Dabei rechnet das Gerät die fehlenden Pixel hinzu. Das mindert die Qualität des gezeigten Bildes. Orientieren Sie sich aus diesem Grund beim Kauf an der nativen Auflösung des HD-Beamers.

LCD, DLP & Co: verschiedene Bilderzeugungstechnologien bei HD-Beamern

Hinsichtlich der Bilderzeugung etablierten sich in der Beamerbranche unterschiedliche Technologien. Sie haben die Wahl zwischen LCD, LED, DLP und LCoS. Alle genannten Anzeigeverfahren ermöglichen HD-ready- oder Full-HD-Auflösungen. Jede Variante hat ihre Stärken sowie ihre Schwächen. Welche Technologie für Sie infrage kommt, hängt vom angedachten Einsatzzweck ab.

DLP-Beamer besitzen zahlreiche kleine Spiegel. Durch einen elektrischen Impuls lassen sich diese kippen. Gezieltes Ansteuern einzelner Spiegel erzeugt das Bild des Projektors. Für die Farbe des Bildes ist ein rotierendes Rad verantwortlich. Die Anzahl der Farbsegmente ist abhängig von der Bauart. Mindestausstattung sind die drei Grundfarben, neuere Geräte enthalten mitunter weitere Farben. Pluspunkte der DLP-Technologie sind kein Nachleuchten sowie Einbrennen des Lichtes und ein hoher Kontrast. Größter Vorteil ist die hohe Helligkeit der DLP-Projektoren. Bei zu geringer Umdrehungsgeschwindigkeit des Farbrades droht allerdings der sogenannte Regenbogeneffekt mit unerwünschten Farbverläufen.

Beamer mit LCD besitzen kleine LCD-Bildschirme. Das Bild der Displays leitet eine Lampe durch diverse Filter. Von dort gelangt das Bild letztendlich auf die Leinwand. Hinsichtlich der Funktionsweise ähnelt die LCD-Technologie einem Diaprojektor. Die preisgünstige Anschaffung der kleinen Bildschirme macht sich im vergleichsweise niedrigen Endpreis des Gerätes bemerkbar. Nachteil von LCD-Beamern ist eine – mehr oder weniger stark sichtbare – Pixelstruktur im Bild. Dazu halten die entsprechenden Projektoren gegenüber DLP bezüglich der Helligkeit einem Leistungsvergleich nicht stand. In hellen Räumen stoßen LCD-Beamer schnell an ihre Grenzen. Sofern Sie den Projektor in einem abgedunkelten Zimmer einsetzen, können Sie bedenkenlos zur LCD-Technik greifen.

LCoS-Beamer basieren auf mit Flüssigkristallen beschichteten Siliziumfolien. Letztere reflektieren das Licht einer Lampe. Ein LCoS-Gerät besitzt für jede Grundfarbe (Rot, Blau und Grün) einen eigenen Chip. Bezüglich der Leuchtkraft muss sich die LCoS-Technologie ebenfalls DLP geschlagen geben. Sonst überzeugt die Technik auf der ganzen Linie. Sie verspricht eine ausgezeichnete Bildqualität, sehr gute Kontrastwerte und sehr hohe Auflösungen. Regenbogeneffekt und sichtbare Gitterlinien im Bild bleiben aus.

Als Technik der Zukunft gilt das Projektionsverfahren mit LEDs

Die entsprechenden Beamer kommen – im Gegensatz zu DLP, LCD und LCoS – ohne teure Lampe aus. Stattdessen sind preiswerte Leuchtdioden für die Bilderzeugung verantwortlich. Die LEDs übertreffen die Lebenserwartung herkömmlicher Lampen deutlich. Sie zeichnen sich zudem durch einen sehr geringen Energiebedarf aus. LED-Beamer liefern qualitativ hochwertige Bilder und satte, klare Farben. Entscheidender Nachteil ist derzeit die beschränkte Leuchtkraft. Akzeptable Lichtstärken sind ausschließlich in Kombination mit einer weiteren Lichtquelle (wie einem Laser) möglich.

Aus den Stärken der jeweiligen Projektionsalternativen ergeben sich folgende Empfehlungen:

  • DLP-Projektoren spielen ihre Stärke in heller Umgebung aus. Die erste Wahl für Büroräume. DLP-Beamer sind im Übrigen ideal für die 3-D-Projektion geeignet.
  • LCD-Beamer sind preiswert und für Filmabende im Heimkino durchaus geeignet.
  • Legen Sie Wert auf beste Bildqualität, ist Ihnen ein LCoS-Gerät zu empfehlen. Die Geräte zeichnen sich durch eine kompakte Bauweise und niedrige Betriebsgeräusche aus. Sie erhalten gestochen scharfe Bilder.
  • LED-Beamer sind dank ihrer energiesparenden Funktionsweise für den mobilen Einsatz geeignet. Im Heimkinobereich erreichen Sie zufriedenstellende Lichtstärken lediglich in Verbindung mit einer Laserquelle.

Erforderliche Leuchtstärke des HD-Beamers ist vom Einsatzort abhängig

Umgebungslicht ist der Feind eines jeden Beamers. Leistungsstarke Geräte liefern trotz Tageslicht ein klares, gut erkennbares Bild. Andere Modelle scheitern an dieser Herausforderung und sind deshalb lediglich für dunkle Räume geeignet. Deshalb kommt der Leuchtstärke eines Projektors bei Ihrer Kaufentscheidung eine große Bedeutung zu. Für die Helligkeit eines HD-Beamers ist nicht ausschließlich dessen verwendete Technologie ausschlaggebend. Innerhalb der jeweiligen Projektionsverfahren existieren ebenfalls Schwankungen in der Lichtstärke. Informieren Sie sich in den technischen Daten über die Helligkeit eines Modells. Den entsprechenden Wert finden Sie in der Einheit "ANSI-Lumen" angegeben.

Überlegen Sie vor dem Kauf, an welchem Ort Sie den HD-Beamer einsetzen. Ist der angedachte Raum hell, benötigen Sie ein besonders leuchtstarkes Gerät. Mindestempfehlung sind 2.000 ANSI-Lumen. Noch mehr ist grundsätzlich immer besser. Dadurch steigt jedoch in der Regel der Preis. Das Heimkino ist eher abends in Betrieb. Zudem besteht normalerweise die Möglichkeit, den Ort abzudunkeln. Dadurch sinken die Anforderungen an die Leuchtkraft. Als Untergrenze gelten 1.000 ANSI-Lumen. Beabsichtigen Sie, an hellen Tagen ebenfalls einen Blu-Ray-Player oder eine Spielekonsole zu nutzen, gelten die genannten 2.000 ANSI-Lumen.

Hoher Kontrastwert bei einem HD-Beamer für das Heimkino erforderlich

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei HD-Beamern ist das Kontrastverhältnis. Der dazugehörige Wert beschreibt den Helligkeitsunterschied zwischen schwarzen und weißen Bereichen des gezeigten Bildes. Je höher der Kontrast, desto klarer erscheint Ihnen die Anzeige. Die Angabe des Kontrastwertes erfolgt in einem Verhältnis von zwei Zahlen. Diese geben an, um wie viel heller der hellste gegenüber dem dunkelsten Punkt des Bildes ist. Insbesondere im Heimkinobereich in abgedunkelten Räumen spielt das Kontrastverhältnis eine bedeutende Rolle. Vor allem für Videospiele und Spielfilme ist ein hoher Kontrastwert von Bedeutung. Ihr HD-Projektor sollte mindestens einen Kontrastwert von 5.000:1 besitzen. Mitunter finden Sie Beamer mit deutlich höherem Kontrast zu erschwinglichen Konditionen. Bei Präsentationen in hellen Räumen spielt der Kontrast eine untergeordnete Rolle. Das Tageslicht sorgt dort für eine verbesserte Wahrnehmung weißer und schwarzer Passagen.

Die passende Leinwand verbessert das Bild Ihres HD-Beamers

Ein HD-Beamer liefert Ihnen eine hochauflösende Anzeige. Auf schlechtem Untergrund verliert der Projektor seine Schärfe. Um das volle Potenzial des Gerätes zu nutzen, benötigen Sie eine gute Leinwand. Der Gain-Faktor gibt an, wie stark eine Leinwand das Licht zurück zum Zuschauer reflektiert. Bei einem niedrigen Gain-Faktor absorbiert die Wand verhältnismäßig viel Licht. Im Umkehrschluss zeichnet sich eine Leinwand mit hohem Gain-Faktor durch eine starke Reflexion aus. Das erhöht die wahrgenommene Leuchtkraft. Sie haben deshalb die Möglichkeit, das Bild eines leuchtschwachen Beamers mit einer Leinwand mit hohem Gain-Faktor (ab Faktor zwei) zu optimieren. Sind Sie in Besitz eines HD-Projektors mit hohem ANSI-Lumen-Wert, ist eine Leinwand mit einem Gain-Faktor zwischen eins und 1,2 ausreichend.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden