Konto-Hijacking - So schützen Sie sich vor Betrügern

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Konto-Hijacking bei eBay

Der Alptraum eines jeden eBayers: Betrügern auf den Leim zu gehen. Da diese Leute meistens keine Milchtüten, sondern extrem teure Geräte verkaufen, ist ein Betrug in der Regel besonders ärgerlich. Sie denken sich jetzt wahrscheinlich: Kein Problem, wenn mir jemand das ersteigerte High-End-Notebook für 1500EUR nicht liefert, schalte ich einfach einen Anwalt ein. Dieser wird über eBay die Identität des Betrügers feststellen, und ich erhalte mein Geld zurück - falsch gedacht, denn diese Betrüger sind raffinierter Sie denken: Sie hijacken (entführen) Konten unbescholtener eBay-Nutzer, und das funktioniert folgendermaßen: Sie gelangen irgendwie (meist über so genannte Phishing-Mails) an den eBay-Namen und das Passwort eines ehrlichen eBay-Benutzers, loggen sich unter diesem Namen ein, ändern die e-Mail-Adresse des Kontos, und stellen reihenweise extrem teure Geräte bei eBay ein - Spiegelreflexkameras, Notebooks, Handys, LCD-Fernseher, usw, die sie natürlich garnicht besitzen (Fake-Auktionen). - Alles unter dem Namen eines unbescholtenen eBay-Benutzers. Als Konto, das zur Überweisung genutzt wird, geben sie das einer Scheinfirma an, von dem sie das Geld anschließend auf ihr eigenes Konto überweisen, nachdem sie den Absender druch Geldwäschemaßnahmen (Ankauf von Dollars, Schweizer Nummernkonto, etc.) unkenntlich gemacht haben. Bleibt noch zu erwähnen, dass die eingestellten Artikel natürlich nie verschickt werden, weil der Betrüger sie garnicht besitzt. Erst am Ende des Monats fallen dem Besitzer des entführten Kontos die Augen aus dem Kopf, wenn von seinem Konto die eBay-Gebühren abgebucht werden - Und nach und nach die Gerichtsvollzieher bei ihm antanzen, die das ergaunerte Geld eintreiben wollen.- Doch das ist längst unauffindbar und zusammen mit den Betrügern über alle Berge.

So schützen Sie sich vor Konto-Hijacking

Damit die Gerichtsvollzieher nicht eines Tages auf Ihrer Matte stehen, gebe ich Ihnen folgende Tipps, mit denen Sie sich vor Konto-Hijacking schützen können:

  1. Der beste Schutz gegen Konto-Hijacking ist natürlich ständige Kontrolle. Wenn Sie nur einmal wöchentlich einen Blick auf Ihr eBay-Konto werfen, merken Sie schnell, dass viele teure Artikel über Ihr Konto eingestellt wurden. Dies ist jedoch recht schwierig, da man im Fall eines Urlaubs, etc. nicht immer die Möglichkeit dazu hat. Außerdem ist es unzumutbar, sein Konto ständig überwachen zu müssen, um sich vor Betrügern zu schützen... Darüberhinaus haben die Hijacker wahrscheinlich das Passwort Ihres Kontos geändert, sodass eine Anmeldung unmöglich wird.
  2. Die häufigste Methode, mit denen Hijacker Konten entführen, sind so genannte Phishing-Mails: Sie schicken Ihnen eine e-Mail, die scheinbar von eBay stammt. In dieser nennen Sie Ihnen einen Link auf ihre Homepage, die so aussieht, wie der Login-Bildschirm von eBay, wo Sie Ihren eBay-Namen und Ihr Passwort eingeben sollen. Diese Daten speichern die Hijacker - Und haben fortan Zugriff zu Ihrem Konto. Sehen Sie sich daher die Adresse der Login-Seite immer genau an, wenn Sie Ihr Passwort und Ihren eBay-Namen eingeben. Ist es wirklich eine Adresse, die zur eBay-Homepage gehört? e-Mails von eBay erkennen Sie außerdem daran, dass Sie immer mit Ihrem richtigen Namen angesprochen werden - Doch auch den können sich die Betrüger angeeignet haben, z.B., indem Sie Ihnen Artikel verkaufen, oder Artikel von Ihnen kaufen.

So schützen Sie sich vor Fake-Auktionen

Auch ich bin vor ca. anderthalb Jahren, als ich noch jung und unerfahren war ;-), auf so einen Betrüger reingefallen. Dabei war das Angebot, das ich wahrgenommen habe, nahezu mustergültig für einen Betrug - Und sollte von jedem eBayer 100 Meilen gegen den Wind auch als solcher erkannt werden. Ich habe ein Handy zu einem unschlagbar günstigen Preis gekauft, wobei mich auch damals schon einige Dinge stutzig gemacht haben, daher nun die "Symptome", an denen Sie Auktionen solcher Hijacker erkennen. Falls Sie eine solche Auktion entdecken, sollten Sie diese zum Wohle aller eBay-Benutzer an eBay melden.

  1. Die Auktionen haben in der Regel kein Original-Bild, sondern bestenfalls ein Beispielbild, das von der Homepage des Herstellers stammt. Trauen Sie also niemals Auktionen ohne Originalbild und fragen Sie den Anbieter ggf., ob er Bilder vom angebotenen Artikel besitzt.
  2. Fragen Sie, ob auch Selbstabholung möglich ist. Hijacker drucksen in diesem Fall nur rum, und sagen Ihnen, dass sie selten zu Hause sind, usw. Um diesem Problem von vornherein aus dem Weg zu gehen, liefern Hijacker häufig auch versandkostenfrei.
  3. Sehen Sie sich den Verkäufer und seine anderen Angebote gut an. War der Verkäufer in der letzten Zeit bei eBay aktiv? Was hat er bis jetzt schon verkauft? Und bietet er momentan noch weitere teure Artikel an? Ein privater Verkäufer, der bis jetzt nur ein paar alte Bücher verkauft hat - und obendrein seit einem Monat nicht mehr bei eBay aktiv war - und nun 50 neue High-End-Notebooks, Handys und teure Uhren im Angebot hat, sollte auf jeden Fall Ihr Misstrauen wecken.
  4. Da die gesamten Transaktionen schnell über die Bühne gehen müssen, dauern diese Fake-Auktionen meist nur einen oder drei Tage.
  5. Häufig stammen Hijacker aus dem Ausland und sprechen nur gebrochen Deutsch. Wenn Ihnen ein Hans-Werner Meier aus Hamburg in Deutschland schreibt "Bitte überweisen Betrag auf folgenden Konto", sollten Sie der Sache mit Vorsicht begegnen. Dieses gebrochene Deutsch können Sie auch häufig schon in der Artikelbeschreibung finden.
  6. Hijacker bieten häufig auch so genannte Off-Auction-Käufe an, d.h., Sie fordern Sie dazu auf, ihnen eine e-Mail zu schreiben und den Artikel dann für einen sehr günstigen Preis "außerhalb der Auktion" zu kaufen.
  7. Häufig werden auch Handy-Nummern in den Auktionen angegeben. Diese stammen dann von einer Prepaid-Karte, die irgendwann auf einem Flohmarkt, oder vor langer Zeit hier bei eBay gekauft wurde, und deren momentaner Besitzer somit nicht nachzuvollziehen ist.
  8. Wenn Sie eine vermeintliche Fake-Auktion gewonnen haben, lassen Sie sich mit der Zahlung etwas Zeit. Wenn der Verkäufer Sie schon nach wenigen Tagen anmahnt, könnte was faul sein. Setzen Sie sich mit anderen Käufern in Verbindung und bezahlen Sie erst, wenn einer von diesen seinen Artikel erhalten hat. Dank der Unkenntlichmachung der Bieternamen ist eine Kontaktaufnahme zu diesen inzwischen nicht mehr so leicht, daher sollten Sie am besten auf die erste positive Bewertung warten, die der Verkäufer für einen der Artikel erhalten hat. Lässt die länger auf sich warten, tun Sie es ihr nach. Meist löst sich das Problem dann ganz von selbst, da der Schwindel schließlich schon nach wenigen Wochen auffliegt.
So, das war´s erstmal. Wenn mir noch weitere Punkte ein- oder auffallen, werde ich sie natürlich ergänzen. Wenn Sie noch weitere Möglichkeiten zum Schutz vor solchen Betrügern kennen oder selbst von Hijackern übers Ohr gehauen wurden, mailen Sie mir doch einfach.

Nützliche Links

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