Konfetti, Rosenregen und Streuteile für die Hochzeitsdekoration

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Konfetti als Hochzeitsdekoration: Rosenregen und Streuteile für die Trauung

Endlich ist der große Tag da, an dem alles perfekt werden soll: die eigene Hochzeit. Minutiös geplant, damit auch wirklich jedes Detail klappt, ist eine Hochzeit immer eine Herausforderung. Nur, wer bereits den Bund fürs Leben geschlossen bzw. eine Hochzeit mitorganisiert hat, weiß, dass die Vorbereitungen nicht immer reibungslos klappen und es die ein oder andere Meinungsverschiedenheit geben kann. Die Mühen lohnen sich aber sehr in den meisten Fällen: Die Braut strahlt, der Bräutigam ist glücklich und auch die Gäste fühlen sich wohl.

Um dies zu erreichen, bedarf es neben der ansprechenden Dekoration und einem guten Essen auch ein kleines Highlight: der Rosenregen oder auch wahlweise das Werfen von Streuteilen nach der Trauung. Auf dieses Element der Hochzeit wollen wir unser Augenmerk im folgenden Ratgeber legen. Erfahren Sie, wie Sie diesen Teil der Hochzeit richtig machen, was die beliebtesten Materialien sind und worauf zu achten ist.

Die Hochzeitsdekoration muss passend, schlicht und elegant sein

Dieser Abschnitt ist dazu gedacht, Sie vorab über die Hochzeitsdekoration im Allgemeinen zu informieren. An was ist zu denken, was sollte man eher vermeiden? Dekoration spricht vor allem das Auge, aber auch das Wohlbefinden an. Ein karger Raum, der zwar mit netten Menschen und guten Speisen gefühlt ist, wirkt trostlos und kann eine noch so schöne Hochzeit nicht wirklich wirken lassen.

Das gewählte Lokal muss ansprechend sein

Der Rahmen für die Dekoration beginnt eigentlich bereits in der Kirche. Viele Brautleute wählen ein bestimmtes Motto für den großen Tag, andere setzen auf eine oder zwei bestimmte Farben, die immer wieder auftreten. So kann sich das in dem Blumenschmuck der Kirche niederschlagen als auch im Brautstrauß. Passende Bänder und Schleifen sind hierbei nicht zu vergessen. Sie erzeugen erst den romantischen Look, den der Anlass gebietet.

Die Farbe oder das Thema wird danach in der entsprechenden Lokalität weitergeführt. Auch die Tische, an welchen die Gäste, aber auch das Brautpaar sitzen werden, sollten angepasst werden. Auch die kleinen Gastgeschenke, die es traditionell für die Eingeladenen gibt, sind damit verbunden. Der Tisch ist ein besonderes Highlight, was die Dekoration betrifft: Hier können sich Detailverliebte austoben. Von Blumen, über Glasperlen, Vasen und passenden Servietten bis hin zu Granulatsteinen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Jedoch sollten Sie genau darauf achten, dass der Tisch dabei nicht überladen wird. Gezielt eingesetzte Elemente wirken besser, getreu dem Motto: Weniger ist mehr.

Die „Dekoration" in der Kleidung der Gäste

Haben Sie ein Motto für Ihre Hochzeit gewählt? Erwähnen Sie dieses explizit in der Einladungskarte. So können sich die Gäste einige Zeit darüber Gedanken machen. Sollen alle in einer bestimmten Farbe erscheinen oder nur kleine Accessoires in dieser Nuance tragen? Dies gibt ein schönes Bild bei der anschließenden Feier ab.

Konfetti ist nicht nur für Kindergeburtstage eine schöne Sache

Die kleinen Papierschnipsel, meist rund und in vielen Farben erhältlich, können als Dekoelement eingesetzt werden, aber auch geworfen ergeben sie ein schönes Bild. Das Wort selbst kommt aus dem Italienischen und heißt übersetzt schlicht „Konfekt". Ursprünglich waren damit Süßigkeiten gemeint, mit welchen sich Teilnehmer bei einer Karnevalsparade gerne bewarfen. Zur Fastnacht wurden gebrannte Mandeln und ähnliche Leckereien 1887 in Venedig verteilt. Da sich diese aber nicht jedermann leisten konnte, stellen man Papiernachbildungen her, mit welchen man seine Freude ausdrückte. Der deutsche Buchbindermeister Paul Demuth beansprucht die Erfindung der Papierstückchen für sich, was aber abschließend nicht belegt werden kann.

Konfetti wird zumeist in die Luft oder auf Personen geworfen. Für bestimmte Anlässe, wie in unserem Fall die Hochzeit, kann Konfetti ausschließlich aus roten und weißen Herzen bestehen und auf die Brautleute beim Auszug aus der Kirche geworfen werden. Ein schönes Bild gibt das ab und bleibt auch materiell bei dem Brautpaar und einigen Gästen hängen: Konfetti findet sich, bedingt durch die kleine und leichte Form, oftmals noch nach Jahren in der Kleidung wieder.

Weitere Streuteile, die gerne auf einer Hochzeit geworfen werden

Wenn das Brautpaar die Kirche oder die Kapelle verlässt, ist es erst seit kurzer Zeit vermählt. Um sie gebührend in ihrem neuen Leben zu empfangen, können sich die Gäste um Konfetti oder Rosenblätter bemühen, die sie auf die Frischvermählten werfen. Dies erzeugt einerseits bei den Fotografen ein schönes Bild für die Ewigkeit, zum anderen zeigen so die Eingeladenen, dass sie sich mit der Braut und dem Bräutigam freuen und diesen Tag beschwingt und glücklich weiterführen möchten. Neben dem bereits genannten Konfetti in unterschiedlichen Formen und Farben, gibt es auch noch weitere Elemente, die auf das Brautpaar hinabrieseln können.

Der Klassiker: Ungekochte Reiskörner fallen herab

Seit jeher wird Reis auf das Brautpaar geworfen, sobald es frisch verheiratet ist. Dahinter steckt nicht nur die Absicht, die beiden zu beglückwünschen, sondern noch viel mehr. Reis ist ein Symbol für Fruchtbarkeit. Durch den Regen, der in Form von Reis auf die Brautleute hinuntergeht, soll eine nachwuchsreiche Ehe folgen. Ebenso werden dadurch Glück und Wohlstand ausgedrückt. Da diese Glückwünsche kulturübergreifend sind und auch Menschen jeder Konfession betreffen sollen, ist Reis ein Klassiker unter den Streuteilen bei einer Hochzeit.

Bei Reis gilt es einiges zu beachten:

  • Erkundigen Sie sich vorab, ob Reis an einer bestimmten Lokalität geworfen werden darf. Oft befindet sich eine Kirche in einem Wald oder einem Naturschutzgebiet.
  • Kehren Sie die Körner nach der Überraschung wieder zusammen. Selbstverständlich will man bei einer Hochzeit schnell und lange mit dem Brautpaar feiern, doch das Werfen von Reis verpflichtet zu einer Reinigung. Oft wird sogar eine Reinigungsgebühr fällig. Diese, wenig romantisch klingenden Hürden der Bürokratie, sind in jedem Fall zu beachten, damit es hierbei zu keinen Schwierigkeiten kommt.
  • Informieren Sie die übrigen Hochzeitsgäste, welche Aktion Sie geplant haben. So können sich alle darauf einstellen und keiner wird übergangen. Vor allem sollte Verschwiegenheit gegenüber den Brautleuten herrschen: Wenn die Tore des Gotteshauses aufgehen, sollten beide Vermählten nicht damit rechnen.
  • Reis ist nicht jedermanns Sache. Erkundigen Sie sich, ob es Gäste gibt, die allergisch auf Reis reagieren. Noch schlimmer wäre, wenn dies der Fall bei Braut oder Bräutigam ist.
  • Reis ist, im Vergleich zu anderen Streuteilen, sehr hart. Deswegen kommen auch viele Gäste von der Idee ab, dies auf die Vermählten zu werfen. Bei Unachtsamkeit können die Körner im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen.
  • Vergrämen Sie keinen Hochzeitsgast. Es gibt viele Teile der Erde, in welchem Reis ein Grundnahrungsmittel darstellt. Gibt es Eingeladene aus diesen Regionen, verzichten Sie auf den Reiswurf. Dies gilt ansonsten als Verschwendung.

Es gibt schöne Streuteile, die garantiert niemanden stören

Selbstverständlich muss der Platz gereinigt werden, egal, was man gestreut hat. Es gibt jedoch eine Ausnahme, die nicht geworfen wird, aber ganz von selbst fliegt. Wollen Sie also aus anderen Gründen keinen Reis, wie wäre es dann mit Seifenblasen? Diese sind günstig in kleinen Fläschchen erhältlich, können im Voraus an die Gäste verteilt werden und erzeugen ein schönes Bild. Wollen Sie diese auf den Anlass der Hochzeit zuschneiden, verwenden Sie Herzformen oder Ähnliches. Dies ist eine außergewöhnliche Art, das Brautpaar zu feiern und sorgt für so gut wie keinen Müll auf dem Boden. Lediglich die kleinen Seifenschaum-Flaschen sollten die Gäste entweder mit nach Hause nehmen oder entsorgen.

Wieder eine Dekoration, die für gute Laune sorgt: Luftschlangen

Wollen Sie zwar etwas werfen, aber sich nicht mit kleinen Stückchen abplagen? Dann setzen Sie auf Luftschlangen. Diese können entweder geblasen werden oder bereits vorab abgerollt sein. Dem Anlass entsprechend sind hier die Farben Rot und Weiß zu wählen. Herzen in allen Formen dürfen dabei gerne ein Hingucker sein. Aber auch Tauben oder verkleinerte, aufgedruckte Brautleute sind ein Detail, das Aufmerksamkeit erregt.

Metallic-Plättchen sorgen für einen schönen Farbeffekt

Dass es nicht immer nur die klassischen Farben der Hochzeit sein müssen, beweisen kleine Plättchen in Metallic-Optik. Diese schimmern schön und aufsehenerregend. Wenn dazu noch Glimmereffekte gesetzt werden, ist ein farbenfrohes Geschehen vorprogrammiert. Hierbei können ebenso die unterschiedlichsten Formen gewählt werden, die allerdings auf das Thema Liebe und Heirat eingehen sollten. Tauben, Ringe, stilisierte Brautleute oder auch Rosen sind nie fehl am Platz.

Der Rosenregen darf nahezu nicht fehlen

Wer es allerdings klassisch mag und keine Fehler machen möchte, setzt auf Rosenblätter oder Köpfe der filigranen Pflanze. Diese sollten vorzugsweise in Rot gehalten sein. Wem es allerdings zu mühsam ist, Blätter zu zupfen oder unzählige Köpfe abzuschneiden, kann diese bereits so erwerben. Viele Gärtnereien bieten diesen Service an.

Alternativen gibt es hierzu selbstverständlich auch:

  • Eine sogenannte Rosenkanone: Diese kleinen, länglichen Rohre ersetzen eine mühevolle Kleinarbeit. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Rosenblätter hierbei aus Stoff oder Seide bestehen. Das kann unter Umständen den Effekt von echten Pflanzen etwas nehmen. Bis zu 400 Blätter sind in der Kanone enthalten. Sie werden mittels Druckluft herausgeschossen. Achten Sie darauf, genügend Abstand zum Brautpaar zu haben. Bis zu acht Meter weit fliegen die nachgeahmten Rosenblätter. Der Vorteil dabei liegt auf der Hand: Sie können, im Vergleich zu echten Blüten, wiederverwendet werden. Als Dekostreugut oder zu ähnlichen Anlässen sind Rosenblätter gern gesehen.
  • Ebenso wie diese künstlichen Blätter gibt es auch die Köpfe als unechte Nachbildungen. Sie können, im Gegensatz zu ihren echten Vorbildern, auch Tautropfen oder unwirkliche Farben tragen, was einen zusätzlichen Effekt für den schönsten Tag des Lebens liefert.
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