Kompakt-Stereoanlage vs. CD-Player

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Kompakt-Stereoanlage vs. CD-Player

Kompakt-Stereoanlage vs. CD-Player

Die CD gilt immer noch als das am meisten verbreitete Musikmedium der Welt. Ungeachtet der Renaissance der Schallplatte und des Siegeszuges digitaler Speichermedien hat die CD immer noch einen festen Platz in den Regalen vieler Musikliebhaber. Diese haben die Wahl zwischen portablen Abspielgeräten und kompakten Stereoanlagen. Auf deren Vor- und Nachteile, sowie die grundsätzlichen Unterschiede soll in folgender Übersicht eingegangen werden.

Die klassische Stereoanlage – immer noch die erste Wahl für Musikgenießer

Als Stereosystem versteht man im traditionellen Sinne die Kombination eines Verstärkers mit zwei Lautsprechern. Wenngleich neuere Surround-Varianten in den letzten Jahren verstärkt Einzug in die heimischen Wohnzimmer gehalten haben, erfreuen sich Stereoanlagen wieder gestiegener Beliebtheit, gerade unter Musikliebhabern. Zu den Herstellern gehören hierbei:


 

  • Kenwood
  • Onkyo
  • Marantz
  • Denon
  • Yamaha
  • Sony
  • Philips

Die meisten neueren Modelle sind dabei auch auf moderne Klang- und Technikansprüche angepasst. Sie bieten HDMI-Ausgänge, optionale Anschlüsse für 5.1.-Systeme, können auch modernen 3D-Sound wiedergeben oder besitzen einen Anschluss für mp3-Player oder USB-Flashspeicher.

Die Stereoanlage kann dabei unterschiedlich zusammengesetzt sein. Bei der klassischen Kompaktanlage sind alle Geräte in einem Gehäuse mit einheitlicher Bedienoberfläche vereint. Die Boxen werden extern angeschlossen, die Anzahl variiert nach eigenem Ermessen. Als gängigeres Modell hat sich in den letzten Jahren der sogenannte Hi-Fi-Turm erwiesen. Hierbei werden die einzelnen Elemente übereinander gebaut, der Plattenspieler belegt dabei den obersten Slot. Diese Variante ist platzaufwendiger, bietet aber die Möglichkeit, die einzelnen Geräte individuell anzuordnen. Eine dritte, noch vergleichsweise junge Variante bieten sogenannte digitale Minimalanlagen. Hier dient ein Computer oder ein Streaming Client als Quelle, optional werden entweder aktive Lautsprecher oder D/A-Wandler angeschlossen.

Stereo oder Surround – heimische Anlagen bieten nach wie vor den besten Klang

Sollten Sie sich für eine heimische Stereoanlage entscheiden, prüfen Sie vorher, wo Ihre Vorlieben in puncto Klang liegen. Soll es nur eine klassische Stereoanlage mit einem Verstärker und zwei Boxen sein oder gleich ein komplexes Surround-Soundsystem mit bis zu fünf Lautsprechern und einem Subwoofer? Klassischen Stereosound – wie ihn immer noch fast alle Musikspeichermedien bieten – erzeugen jeweils beide Systeme, sodass beide Varianten bestens für den Audiokonsum geeignet sind. Die Surroundvariante könnte von Vorteil sein, sobald Sie die Anlage auch über den reinen Musikgenuss hinaus nutzen möchten.

Das 5.1.-Surround-System besitzt zwei Stereo- und zwei Monitorlautsprecher sowie eine Center-Box und einen Subwoofer. Der angeschlossene AV-Receiver koordiniert die Boxen und wandelt die vorhandenen Audiocodierungen um. Ein integrierter Mehrkanalton-Decoder kann darüber hinaus den normalen Stereoton in ein 5.1. Signal umwandeln, in dem er die sechs Audioausgänge gleichmäßig ansteuert. Dieses Verfahren nennt sich Dolby ProLogicII. Dieser Klang erreicht natürlich nicht die exakte Qualität eines Surroundsystems, wertet ihn aber in jedem Fall auf. Hier empfiehlt sich wirklich ein Test mittels Audio-CD. Viele von ihnen bieten nämlich, entgegengesetzt ihrer Ausschreibung auf der Hülle, durchaus Surround-Klang, da sie für sie für diesen abgemischt wurden.

Inzwischen besitzen viele Klangsysteme auch sogenannten virtuellen Surround-Sound, der den gleichen Klangeffekt bei weniger Geräteaufwand generieren soll. In diesem Fall sind es ein bis zwei zentral platzierte Lautsprecher, welche mithilfe psychoakustischer Effekte, einen räumlichen Klangeffekt imitieren, mittels gezielter Reflexion von Schallwellen.

Mehr als nur ein Discman – portable CD-Player sind heutzutage Alleskönner

Wenngleich es unumstritten ist, dass mp3-Player dem traditionellen CD-Spieler im Sektor der portablen Abspielmedien inzwischen den Rang abgelaufen haben, so haben diese immer noch eine Daseinsberichtigung, zumal moderne Geräte sich auch mit allerhand Annehmlichkeiten schmücken. Mit dem traditionellen Verständnis des Discman hat dies nicht mehr viel zu tun. Wie schon beim Walkman stand der Name auch primär für das entsprechende Eigenprodukt der Marke Sony, welche lange Zeit Marktführer in dem Sektor war. Viele unterschiedliche Marken haben sich damals, wie heute auf mobile CD-Abspielgeräte spezialisiert.

Reine CDs genügen modernen Geräten nicht mehr. Das Abspielen von mp3-CDs ist heutzutage Grundvoraussetzung. Die mp3s benötigen nur etwa ein Zehntel des üblichen Speicherplatzes, je nach Komprimierungsgrad und Qualität passen somit fast zehn Stunden Musik auf eine CD. Die mp3-CD muss allerdings vorher via Computer zusammengestellt und umgewandelt werden, was ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Auch gibt es bereits Geräte mit integriertem Flash-Speicher zur direkten Absicherung digitaler Quellen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Player im Falle der mp3-Tauglichkeit auch ein kleines Display besitzen, welches die Titel anzeigt. So wird garantiert, dass Sie bei Hunderten digitaler Dateien die Übersicht nicht verlieren.

Die modernen CD-Spieler sind Allroundtalente, die teilweise Eigenschaften unterschiedlicher Medien verknüpfen. Nachteilig wird sich gegenüber dem digitalen Player dauerhaft ihre Größe auswirken. Hier haben sie das Nachsehen gegenüber den kleineren Konkurrenten, allerdings bietet Musik von CDs einen insgesamt besseren Klang, wenngleich die Kopfhörer hier eine nicht zu unterschätzende Komponente ausmachen. So eignen sich die Geräte gut für den Fall, dass Sie flexibel und ohne digitale Umwege - mittels Datentransfer via PC – Musik unterwegs abspielen wollen.

Der klassische Discman sollte allerdings nicht außen vor gelassen werden. Auch ohne mp3-Funktion oder Display bieten diese klassischen Modelle guten Klang und flexible Handhabung. Auch sind sie inzwischen aufgrund der Popularität neuerer Modelle in der Anschaffung sehr preiswert.

Die Wahl der Kopfhörer als entscheidende Klangkomponente für flexibles Hören

Viel wichtiger als die einzelnen Funktionen scheint für das Klangerlebnis bei mobilen CD-Playern die Wahl der Kopfhörer zu sein. Je nach Gewichtung Ihrer Präferenzen können Sie hier zwischen den unterschiedlichsten Systemen wählen.  Am ehesten unterscheidet man daher zwischen Ohrstöpseln und Muschelkopfhörern. Erstere sind weit verbreitet und bieten durch ihre geringe Größe ein Maximum an Flexibilität. Die immer beliebteren In-Ear-Stecker bieten dabei eine bessere Schallabdeckung und geringeren Außeneinfluss, was zu einem satteren Klang, gerade bei den niedrigen Frequenzen führt.

Die größeren Muschelkopfhörer bieten aber allgemein einen besseren Klang, man unterscheidet hier zwischen folgenden Kategorien:

  • Geschlossenes System. Die Muschel ist größtenteils luftundurchlässig, es kann kein Schalldruck entweichen und der Sound wird am deutlichsten wiedergegeben.
  • Offenes System. Hier kommt es zu einer mehr oder weniger starken Entweichung des Schalldrucks, wenngleich der Tragekomfort wesentlich besser ist, und die Ohren etwas mehr Raum zum „atmen“ besitzen.
  • Halb offenes System. Hierbei handelt es sich um eine gute Zwischenlösung zwischen den ersten beiden Modellen, bei welcher guter Sound mit gutem Tragekomfort vereint wird.

Bei Kopfhörern gibt es unterschiedliche Größen, zu fast jedem der oben genannten Varianten gibt es, neben der professionellen Bauweise auch ein handlicheres Modell, speziell für tragbare Musikplayer. Auch Funk-Kopfhörer, die Sie mittels Bluetooth anwenden können, sind längst keine Seltenheit mehr. Allerdings sind bisher wenige portable CD-Player mit einem Bluetooth-Signal ausgestattet. Je größer die Kopfhörer, desto besseren Klang können Sie in der Regel erwarten – allerdings sinkt in diesem Fall auch die Flexibilität.

Exkurs: Wie „High End“ muss mein Sound sein, um den Ansprüchen zu genügen?

Der Begriff „High End“ versteht sich dabei als höchster Entwicklungszustand der Audio-Technologie. Immer öfters taucht er in den letzten Jahren bei Diskussionen mit audiophilen Techniknutzern auf, wenn es darum geht, einen möglichst optimalen Sound aus der eigenen Anlage herauszubekommen. Es geht um eine möglichst verlustfreie Wiedergabe dessen, was im Studio von Künstler und Tontechniker aufgenommen wurden. Wenngleich sich aber immer mehr Stereoanlagen, Lautsprechersysteme oder auch Kopfhörer damit rühmen, diesem „High End“-Anspruch gerecht zu werden, so ist es wichtig, zu wissen, dass es eindeutige Messwerte und allgemeingültige Bestimmungen hierfür nicht wirklich gibt.

Diverse wissenschaftliche Studien haben sich bereits mit dem Hörverhalten der High-End-Nutzer auseinandergesetzt, ohne zu einem einheitlichen Ergebnis zu kommen. Audiophile Musikhörer sprechen sich häufig für analoge Techniken, wie Röhrenverstärker und Schallplatten, aus, denen sie den Vorzug gegenüber den neueren Varianten von CD und Transistorverstärkern geben. In der Tat hat die Wissenschaft hier Grenzwerte festgestellt, ab denen Musik ein individuell anderes Empfinden auslöst und qualitativ hochwertiger wahrgenommen wird. Dennoch bleibt das Grundproblem bestehen, dass es eine subjektive und kaum messbare Komponente oberhalb dieses Grenzwertes gibt.

Was auch immer der „perfekte“ Klang ist, er ist stets abhängig vom menschlichen Gehör, psychoakustischen Effekten und einer höchst subjektiven Wahrnehmung von auditiven Eigenschaften. Sollten Sie bei der Wahl ihrer Kompaktanlage oder eines hochwertigen Kopfhörers auf die „High End“-Komponente setzen, sollten Sie Ihr höchst eigenes Verständnis von Klang in diese Überlegungen einfließen lassen.

Fazit: Stereoanlage vs. CD-Player – beide besitzen Nutzenvorteil durch ihre speziellen Anwendungsbereiche

Einen eindeutigen Sieger im „Duell“ zwischen Kompaktanlage und tragbarem CD-Player kann es natürlich nicht geben. Zu unterschiedlich sind ihre Anwendungsbereiche, sowie ihre spezielle Ausrichtung. In jedem Fall sollten Sie sich vorher Gedanken darüber machen, welche Variante für Sie die passendere ist. Legen sie eher Wert auf satten Klangenuss in den heimischen vier Wänden oder bevorzugen sie flexiblen Hörgenuss für unterwegs? In beiden Fällen müssen sie Abstriche in Kauf nehmen.

Stereoanlagen sind kaum flexibel, „zwingen“ Sie zum Hörgenuss in den eigenen vier Wänden. Hier sind optimierte Raumnutzung und Ausrichtung der Lautsprecher ein entscheidender Punkt. Auch sollten Sie darauf achten, dass die einzelnen Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind und bei welchen Gerätschaften Sie idealerweise etwas tiefer in die Tasche greifen.

Portable CD-Player haben selbstverständlich in puncto Sound das Nachsehen gegenüber den vollwertigen Anlagen. Hier kann die Wahl des Kopfhörers allerdings einen entscheidenden Faktor bilden. Dafür punkten die Geräte mit Flexibilität und einfacher Handhabung, sowie diversen Zusatzfunktionen bei den neueren Modellen. Sie nehmen zwar mehr Platz ein, als die inzwischen gängigeren mp3-Player, kosten aber auch weniger. Sollten Sie allerdings prinzipiell mehr Interesse haben, digitale Musikdateien abzuspielen, wäre es hier durchaus ratsamer, über die Investition in die modernere Technologie nachzudenken.

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