Kombigeräte: Kaufratgeber für CD-Recorder mit Wechsler

eBay
Von Veröffentlicht von
. Aufrufe . Kommentare
Kombigeräte: CD-Recorder mit Wechsler

Die CD ist im Audiobereich noch immer up to date

Die CD ist heute immer noch ein viel genutztes Medium. Auch wenn mittlerweile MP3-Downloads und digitale Streaming-Dienste im Internet unsere Hörgewohnheiten prägen, hat die CD noch wie vor ihren Platz. Zwar wird sie als Speichermedium für allgemeine Computerdaten nur noch selten verwendet, aber gerade im Audiobereich kann sie sich behaupten.

Schon kurz nach der Einführung der CD als Nachfolgerin der Audiokassette hielt der CD-Player Einzug in viele Lebensbereiche und besonders auch in andere Geräte. Seine Entwicklung vom einfachen Hi-Fi-Anlagen-Baustein zum mobilen CD-Walkman verlief innerhalb nur weniger Jahre. Die CD konnte dabei auch deswegen so erfolgreich sein, weil sie ein entscheidendes Merkmal ihres Kassetten-Vorgängers geerbt hatte: Man konnte sie kopieren, das Aufnehmen hieß nun: brennen.

Private CD-Sammlungen wurden so immer umfangreicher. Übersteigt die Sammlung dabei eine gewisse Anzahl von Datenträgern, kann es schnell unübersichtlich werden – besonders, wenn kein adäquates Ordnungssystem vorhanden ist. CD-Wechsler lösen dieses Problem, indem sie eine gewisse Anzahl von CDs aufnehmen und dadurch katalogisieren können.

Die Kombination dieser Gerätetypen miteinander war ein nächster logischer Schritt. Das Kopieren und Brennen von Audiotiteln aus einem großen Fundus von CDs besitzt einigen Reiz. Und natürlich ist der Betrieb eines CD-Wechslers auch von Vorteil was den eigenen Komfort anbelangt: Endlich kein lästiges Wechseln der CDs mehr, denn alle Funktionen können bequem per Fernbedienung vom Sofa aus gesteuert werden.

Dieser Ratgeber wird Ihnen einige Grundinformationen über CD-Recorder mit Wechslerfunktion vermitteln. Dazu wirft er einen kurzen Blick zurück in die Geschichte, widmet sich den technischen Verfahrensweisen und dem Funktionsumfang eines solchen Gerätes. Darüber hinaus gibt er Hinweise, worauf beim Kauf zu achten ist. 

Die Entwicklung der CD ist eine Erfolgsgeschichte

Wer sich von Ihnen noch an den ersten CD-Player erinnern kann, weiß, wie faszinierend das Klangerlebnis beim ersten Hören war. Im Gegensatz zur Audio-Kassette, die lange Zeit der Datenträger Nummer 1 gewesen war, besitzt die CD eine hervorragende Klangqualität ohne Störgeräusche wie Hintergrundrauschen usw. Dass die CD überhaupt das Licht der Welt erblicken konnte, ist verschiedenen Elektronikfirmen zu verdanken, die bereits in den siebziger Jahren an diesem neuen Medium zu forschen begannen.

Neben Philips ist hier besonders Sony zu nennen. Der japanische Konzern trieb die Forschung an dem neuen optischen Speichermedium maßgeblich voran und definierte seine Form. So ist etwa die normale Spieldauer einer CD (74 Minuten) den Beethoven-Vorlieben des Sony-Vorsitzenden Norio Oga zu verdanken. Dieser gab vor, das die CD mindestens Beethovens 9. Sinfonie fassen müsse. Die längste bis dahin gespielte Version war genau 74 Minuten lang.

Die CD eroberte sich in den achtziger Jahren – 1981 wurde sie erstmals vorgestellt – langsam aber sicher die Wohnzimmer der Konsumenten. 1988 wurden in etwa 100 Millionen „Compact-Discs“ produziert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren jedoch nur CD-Spieler zur Wiedergabe verfügbar. Das änderte sich ein Jahr später. Ab 1989 wurden Geräte produziert, mit denen CDs gebrannt werden konnten. Dies verhalf der CD endgültig zum Durchbruch.

So wird die CD gelesen

War der technische Vorgang beim Abspielen eines Audiodatenträgers zum Teil bei einem Plattenspieler noch von außen sichtbar, verlagerte sich dieser beim CD-Player/Recorder in das Geräteinnere. Das Funktionsprinzip blieb jedoch dem des Plattenspielers sehr ähnlich. Auch beim CD-Spieler nimmt ein „Tonabnehmer“ die Informationen von einer rotierenden Datenplatte auf.

Genau wie die Schallplatte besitzt auch die CD eine spiralförmige Datenspur. Diese Spur wird allerdings von innen nach außen „gelesen“: Ein Laser fährt sie ab. Die Spur enthält kleine Erhebungen und Vertiefungen, die das Licht des Lasers unterschiedlich hell reflektieren. Beim Wechsel von Erhebungen und Vertiefungen entsteht so ein Rhythmus von Helligkeitsschwankungen.

Dieser bildet den binären digitalen Code von 0 und 1. Der Reflexionsrhythmus wird von Fotodioden registriert und weitergegeben, später in elektrischen Strom gewandelt und zur Endstufe geschickt. Hier wird das Signal verstärkt und an die Lautsprecherboxen weitergeleitet, die es wiederum in Schallwellen wandeln.

Die CD macht mobil

Der CD-Spieler ist in vielen Geräten und Anwendungsbereichen wiederzufinden. Besonders hervorzuheben sind hier seine Weiterentwicklungen im mobilen Bereich. Auf der einen Seite findet man ihn nicht selten als Bestandteil eines Auto-Hi-Fi-Systems. Hier findet man auch öfter CD-Wechsler-Systeme. Der eigentliche CD-Wechsler befindet sich dabei zumeist im Kofferraum, während die Wiedergabe vom Armaturenbrett aus gesteuert wird.

Der bekannteste mobile CD-Spieler ist wohl jedoch der CD-Walkman oder auch „Discman“. Dieser löste den allseits beliebten Kassetten-Walkman ab. Darüber hinaus ist der CD-Spieler auch Bestandteil von tragbaren Radiorekordern und Gettoblastern, die gleich mehrere Audio-Medien abspielen können.

CD-Recorder mit und ohne Wechsler als Teil der Hi-Fi-Anlage

Die weitaus größte Verbreitung dürfte der Audio-CD-Spieler jedoch als Abspielgerät innerhalb von Stereo- bzw. Hi-Fi-Anlagen haben. Hier ist er zum einen als Bestandteil innerhalb von platzsparenden Kompaktanlagen vertreten. Zum anderen existiert er als Baustein für Hi-Fi-Anlagen-Türme. Diesen Formfaktor besitzen auch die CD-Recorder mit Wechslerfunktion.

CD-Recorder mit Wechsler sind mit einem Magazin zur Speicherung von CDs ausgestattet. Diese Magazine erlauben jedoch nur die Aufnahme einer begrenzte Anzahl von CDs. Auch die Wechslerbauweise kann durchaus unterschiedlich sein. Ein klassisches Verfahren nutzt zum Wechseln der CDs eine Drehscheibentechnik.

Bauweise des Wechslers: Drehscheibenprinzip, Magazin oder Karussell

Besonders die älteren Geräte, die bereits in den achtziger Jahren eingeführt wurden, nutzen das Drehscheibenprinzip. Die Drehscheibe enthält mehrere Vertiefungen, in die man die CDs einlegen kann. Dabei lässt ein Motor die Drehscheibe rotieren und transportiert so die gewählte CD zum Abspiellaufwerk.

Eine weitere Variante des CD-Wechslers arbeitet mit der „Magazin“-Bauweise. Die Aufnahmekapazität dieser Kunststoffmagazine liegt zwischen fünf und zehn CDs. Diese werden horizontal übereinander in das Magazin eingelegt. Es wird als Ganzes in den CD-Recorder eingeführt.

Daneben existieren weitere Formfaktoren von CD-Wechslern, die jedoch nur selten bis gar nicht mit einer Record-Funktionalität ausgestattet sind. Zum einen sind dies CD-Wechsler in Karussell-Bauweise. Diese können zwischen 50 und 400 CDs problemlos aufnehmen. Die CDs sind hier vertikal im Rundmagazin angeordnet und können wesentlich schneller angespielt werden.

Bei CD-Wechsler-Systeme, die mit beweglichen CD-Laufwerk arbeiten sind die CDs in einer Reihe angeordnet. Das Laufwerk fährt mechanisch zu der ausgewählten CD und nimmt diese auf.

Vorteile von Kombigeräten

Die Kombigeräte vereinen zunächst die komfortablen Wiedergabefunktionen eines CD-Wechslers auf sich. Das Kompendium an CDs lässt sich dabei frei ansteuern. Alle Funktionen der Wiedergabe an einem „normalen“ Single-CD-Player stehen auch dem CD-Wechsler zur Verfügung. Darüber hinaus ist es mit vielen Geräten beispielsweise möglich, Musik einer besonderen Stilrichtung abzuspielen oder zufällige Titel aus der gesamten CD-Sammlung wiederzugeben.

Bei CD-Wechslern ist jedoch etwas Vorarbeit notwendig, um die bereist angesprochenen Funktionen zu nutzen. Die erste Ausrüstung des Wechslers wird mit der namentlichen Bezeichnung der CDs und (nur bei manchen Geräten) der Einordnung in Musikrichtungen einhergehen.

Was ist eigentlich High-Speed-Dubbing?

Der CD-Wechsler dient für den CD-Recorder als Zuspieler. Hiermit lassen sich CDs direkt eins zu eins kopieren. Es können aber auch individuelle CDs mit Titeln unterschiedlicher Herkunft gebrannt werden. Dabei bedient sich der Recorder aus dem CD-Repertoire seines Wechsler-Magazins. Wie bei fast allen Geräten mit zwei Laufwerken, profitieren CD-Recorder mit Wechsler vom sogenannten High-Speed-Dubbing. Damit ist das Kopieren von Datenträgern in mindestens doppelter Geschwindigkeit möglich.

Wissenswertes über CD-Rohlinge

Wenn Sie sich für einen CD-Spieler bzw. CD-Recorder interessieren, ist es wichtig, dass das Gerät verschiedene CD-Formate lesen und schreiben kann. Von beschreibbaren CD-Rohlingen existieren zwei Spielarten.

Die meisten auch älteren Geräte beherrschen zumeist den Umgang mit sogenannten CD-Rs. Das „R“ steht in diesem Fall für die Abkürzung des englischen „recordable“. CD-Rs lassen sich ein einziges Mal bespielen. Sie sind nicht wiederbeschreibbar. Handelsübliche CD-Rs gibt es mit unterschiedlichen Spiellängen. 74 Minuten und 80 Minuten sind hier gängig.

CD-RWs sind im Gegensatz zu CD-R wiederbeschreibbar. Daher rührt auch ihre Bezeichnung „RW“ für „rewritable“. Laut Herstellerangaben lassen sich CD-RWs bis zu 100.000-mal löschen und wiederbeschreiben. Wenn Sie die Verwendung solcher Rohlinge wünschen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr CD-Recorder dieses CD-Format unterstützt.

Kompatibilität mit MP3?

Auf die Vorzüge der MP3 müssen Sie auch mit Ihrem CD-Recorder nicht verzichten. Einige Geräte erkennen das beliebte Dateiformat und beherrschen die Wiedergabe von MP3-CDs. Das MP3-Format nutzt dabei ein besonderes psychoakustisches Verfahren. Hierbei werden unhörbare Frequenzen aus dem Titel herausgelöscht. Damit lässt sich die Größe der Datei um einiges reduzieren. Die Folge: Auf eine CD passen sehr viele Musiktitel.

Fazit

Das Angebot von CD-Recordern mit Wechslerfunktion ist relativ überschaubar. Das liegt besonders daran, dass die Geräte in dieser Form nicht mehr hergestellt werden. Es wird Ihnen also zumeist ein bereits gebrauchtes Gerät angeboten. 

Besonders für diejenigen, die Ihre Musik noch immer gerne von CD hören und die gleichzeitig nicht auf das Brennen von CDs verzichten wollen, sind Kombigeräte interessant. Die Wechslerfunktion macht dabei das Hörerlebnis noch komfortabler – Sie müssen endlich nicht mehr vom Sofa aufstehen, um eine andere CD einzulegen.

 
Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü