Koifutter: Tipps für die Koifütterung im Jahresverlauf

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Dies ist einer von mehreren Ratgebern zum Thema Koifutter.
Diese Ratgeber beruhen überwiegend auf eigenen Erfahrungen des Koifuttershop und sind als grobe Anleitung gedacht.
Wir übernehemen keine Gewähr für Korrektheit oder Fehlerfreiheit.

Viel Spass beim Lesen und Anwenden!

Im Wechsel der Jahreszeiten

Als wechselwarme Tiere passt sich bei unseren Koi die Körpertemperatur der Wassertemperatur an, die damit einen entscheidenden Einfluss auf den Stoffwechsel hat.


Angepasst an die Verdaulichkeit (= Verfügbarkeit der Nährstoffe) bei den unterschiedlichen Wassertemperaturen können verschiedene Futtersorten ausgewählt werden.
Es gibt heute auch einige Futter, die für einen universelleren Einsatz empfohlen werden. Dabei ist jedoch sorgfältig zu prüfen, ob die entsprechenden Futter auch die für niedrigere Wassertemperaturen notwendige, besonders hohe Nährstoffqualität bieten können.
Sicherer und vielseitiger ist und bleibt der Einsatz angepasster Futter, bevorzugt auch in Mischungen.
Der Fütterungsbeginn nach dem fast immer nur sehr knappen Nahrungsangebot während der Wintermonate ergibt sich dann zunächst aus dem Verhalten der Koi. Sobald diese beginnen, sichtbar nach Futter zu suchen, kann mit den entsprechenden, leichtverdaulichen Futtersorten - sparsam - gefüttert werden. Die Wassertemperaturen bewegen sich dann meist um ca. 6-7°.
Zentrale Bedeutung hat jetzt eine schnelle Mobilisierung und Auffüllung vorhandener Nährstoffdepots, sowie die wirksame Unterstützung des geschwächten Immunsystems.

Empfohlen wird dazu der Einsatz von wirkstoffreichen Futtersorten mit besonderen Zusätzen für die Immunstimulanz.
Zusätzlich können Futter zur Erhöhung der schnell und leicht verfügbaren Nähr- und Wirkstoffe über die industriellen Möglichkeiten hinaus selbst weiter aufgewertet werden.
Ergänzungen dazu auch noch weiter unten.


Nachdem sich die Wassertemperaturen mit fortschreitendem Frühling zum Sommer hin (hoffentlich) weiter stabilisiert haben, kann dann nach und nach zu guten, ausgewogenen Standartfuttersorten übergegangen werden. Optimal verwertet werden viele Zusätze zur Farbintensivierung erst ab ca. 17/18° Wassertemperatur. Gleiches gilt für nur durchschnittliche Nährstoffqualitäten.
Die Auswahl der Futtersorten kann den vorhandenen Teichverhältnissen angepasst werden.
Je weniger natürliche Nahrung ein Teich bieten kann, umso höher und verfügbarer müssen die Nähr- und Wirkstoffgehalte der Ersatznahrung sein. Und umso mehr Sinn macht die Ergänzung der Ernährung mit natürlichen Beifuttern.
Dazu eignet sich naturgemäß immer aus dem Lebensraum Wasser stammende Zukost am allerbesten.
Wenn man will, dürfen aber auch in Maßen Würmer, Kleinschnecken & Co. gegeben werden; auch gelegentlich Grünzeug, weniger jedoch z.B. faserreiche Früchte.
Die bei uns nur sehr kurze Zeit mit für Koi optimal warmen Wassertemperaturen müssen genutzt werden, die Tiere in einen guten Ernährungszustand zu versetzen.
Bei der Verfütterung der dazu empfohlenen Futtersorten mit sehr hoher Nährstoffdichte sind beste Sauerstoffverhältnisse und gute Filterung des Teichwassers unumgänglich.
 
Je höher die Nährstoffdichte eines Futters ist, desto hochwertiger (für Koi verdaulicher) muss es sein. Damit möglichst viel verwertet werden kann und nicht unvollständig abgebaut im Teichwasser landet. Gleichzeitig erfordern derartige Futter zum weitestgehenden Umbau in Körpersubstanz angepasst hohe Wirkstoffgehalte und Zusätze mit Sonderwirkungen.
Bei Stressituationen aller Art (z.B. Neuzugänge, Medikamenteneinsatz, Teichreinigungen, Fangaktionen, starke Temperaturschwankungen usw.) empfehlen sich Futterstoffe die das Immunsystem stimulieren. Dazu gehört z.B. Glucane, die nach heutigen Erkenntnissen wohl stärkste, biotische Immunstimulanz mit direktem Einfluss auf die so genannten Fresszellen im Blut.
Ebenfalls in diese Richtung wirkt der Inhaltsstoff Phycocyanin der Blaualge Spirulina.
Spirulina enthält in dichter Konzentration weitere, wirkungsvolle Inhaltsstoffe zur Unterstützung der Tiergesundheit. Auch viele Carotinoide haben ähnliche Wirkungen.
 
Aus zugeführter Linolsäure (Omega-3) kann der Stoffwechsel der Fische Verbindungen zum besonderen Schutz der Zellwände gegen niedrigere Wassertemperaturen bilden und in die Zellwände einbauen. Weiteren Zellschutz bieten die Phospholipide des Lecithins.
Alle Futterzusätze zur Erleichterung der Verdauungsvorgänge unterstützen ebenfalls erheblich die Tiergesundheit. Dazu gehören z.B. bestimmte Probiotika oder auch Tonmineralien.


Mit fallenden und stark schwankenden Wassertemperaturen zum Herbst hin empfiehlt sich wieder der Übergang zu diätetischen, leichtverdaulichen Futtersorten. Am besten in entsprechenden Mischungen mit den Vorsorten.
Die besprochenen Möglichkeiten zur Ausbildung einer guten Immunität sind auszunutzen.
Reichliche Zufuhr artgerecht mehrfach ungesättigter Fettsäuren in ausgewogenem Verhältnis zum Eiweiß ist die Voraussetzung zur Bildung von Nährstoffdepots, die für eine rechtzeitige, lebensnotwendige Mobilisierung im Frühjahr zur Verfügung stehen.
Im Winter wird dann die Fütterung meist weitgehend reduziert oder ganz eingestellt.
Bei Wassertemperaturen unter ca. 6-7° sind die Koi sehr träge, suchen nur noch verhalten und nicht mehr ständig nach Futter.
Solange die Koi Nahrung aufnehmen, kann auch noch mit sehr hochverdaulichen, nähr- und wirkstoffreichen Futterstoffen in höchster, artgerechter Qualität sparsam angepasst und mit viel Fingerspitzengefühl weitergefüttert werden. Vorzugsweise werden hierbei geeignete Sinkfutter eingesetzt.
Nach bisherigen Erfahrungen ist die Fütterung dann bei Wassertemperaturen unterhalb von ca. 4 -5° erstmal - evtl. vorübergehend - ganz einzustellen.


 

 

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