Kohlepapier, Blaupapier, Durchschreibepapier

Aufrufe 24 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Durchschreibepapier, auch Blaupapier oder Kohlepapier genannt, wird verwendet, um von Schriftstücken wie Briefen oder Formularen gleichzeitig einen Durchschlag anzufertigen. Dazu benutzte man früher Kohlepapier, das zwischen das Original und ein weiteres (meist dünneres) Blatt (den Durchschlag) gelegt wurde. Auch mehrere Durchschläge waren möglich, wobei vor jeden weiteren Durchschlag wiederum ein Kohlepapier gelegt werden musste. Korrekturen waren sehr aufwendig, da sie auf jedem Blatt einzeln auszuführen waren. Es musste daher weit mehr auf Sorgfalt für korrektes Schreiben (meist auf der Schreibmaschine) geachtet werden. Heute sind kohlefreie Durchschreibepapiere meist an die Formulare angeheftet. Diese Papiere enthalten auf ihrer Oberfläche z. B. eine Schicht mit einer festen Säure und darüber eine zweite Schicht mit kleinen Kapseln, die in einem Bindemittel eingelagert sind. Diese Kapseln mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern enthalten z. B. farbloses Kristallviolettlacton, das, nach dem Aufplatzen der Kapseln durch den Druck des Schreibgeräts, auf die darunter liegende Schicht fließt. Es bildet sich der blauviolette Triphenylmethanfarbstoff und somit kommt die Schrift auf das Durchschlagpapier. Von dem englischen Ausdruck für Kohlepapier, Carbon Copy, kommt die heute auch im E-Mail-Verkehr übliche Abkürzung CC. Wer das Kohlepapier erfunden hat ist nicht bekannt. Im Jahr 1806 wurde ein Patent an den Engländer Ralph Wedgwood für einen Apparat zur Verdoppelung von Schriftstücken vergeben, mit dem das Kohlepapier gemeint war. Die Produktion begann er einige Jahre später. Quelle: wikipedia.org
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden