Kochgeschirr für jeden Herd: Ratgeber für den Kauf von Koch- & Suppentöpfen

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Kochgeschirr für jeden Herd: Ratgeber für den Kauf von Koch- & Suppentöpfen

Eine Küche besteht aus einer Vielzahl von Geräten und Utensilien. Neben einem Ofen gibt es einen Herd, neben der Mikrowelle den Geschirrschrank. In diesem wiederum befinden sich Messer, Tassen, Töpfe und Teller. Bei einer Küchenneueinrichtung gilt es, eine umfangreiche Liste mit Neuerwerbungen anzulegen. Fühlen Sie sich mit dem vorliegenden Ratgeber an zwei Utensilien erinnert, die Sie in keinem Fall vergessen sollten. Es handelt sich dabei um den Kochtopf und den Suppentopf. Sie erfahren alles Wichtige über die Dinge, die Sie bei der Auswahl und bei der Nutzung beachten sollten. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei den verschiedenen Materialien zu.

Der Kochtopf – unverzichtbar in jeder Küche

Kochtöpfe gehören den Küchenutensilien an, die in den meisten Geschirrschränken zu finden sind. Man nutzt sie, um Speisen verschiedener Struktur und Größe zu garen. Dies kann man je nach Ausführung und Material des Topfs im Backofen oder auf dem Herd tun. Hochwertige Töpfe sind für beide Nutzungsmöglichkeiten ausgelegt.

Bei der Herstellung von Kochtöpfen hat sich eine kleine Gruppe von Ausgangsmaterialien als besonders geeignet herauskristallisiert. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Gusseisen, Edelstahl, Aluminium, Messing oder Kupfer. Die Güte jedes dieser Stoffe bemisst man an ihrer Fähigkeit, Wärme aufzunehmen, zu speichern und abzugeben. Das unterschiedliche Ausmaß, in dem Gusseisen-, Edelstahl- und Aluminiumtöpfe hierzu fähig sind, betont ihre Eignung für die Zubereitung bestimmter Speisen.

Neben metallischen Töpfen gibt es Ausführungen aus Ton. Ein seit langer Zeit verbreiteter Typ dieses Geschirrs ist der Römertopf. Seine offenporige Struktur nimmt Wasser gut auf und gibt es gleichmäßig an das Fleisch ab. So wird es zart und saftig.

So wählen Sie den richtigen Kochtopf aus

Sind Sie auf der Suche nach einem Kochtopf, begegnen Sie häufiger den Begriffen Gartopf und Bräter. Hierbei handelt es sich um annähernd synonym gebrauchte Begriffe. Der Eindeutigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass es sich beim Kochen um einen Untertyp des Garens handelt. Dabei laugen die Zutaten in 100°C heißem Wasser aus. Weitere Arten des Garens sind das Dämpfen und das Dünsten.

Töpfe haben eine ovale, runde oder rechteckige Form. An den Breitseiten befinden sich Griffe, an denen man den Topf in den Ofen und wieder hinaus befördern kann. Wie alle anderen Geräte mit einfachem Aufbau kommen Bräter in vielen verschiedenen Varianten vor. Bei der Auswahl müssen Sie sich entsprechend genau über die Nutzungsbereiche informieren, für die sie infrage kommen.

Die folgenden Abschnitte umfassen Aspekte, die bei der Auswahl relevant sind. Nutzen Sie sie, um die Eignung verschiedener Töpfe für Ihren Bedarf festzustellen.

Der Preis des Kochtopfs

Noch ehe Sie sich an die konkrete Auswahl machen, legen Sie Ihr Budget fest. Die Auswahl der Bräter ist groß. Nicht minder weitläufig ist die Preisspanne etablierter Sortimente. Einfache Ausführungen sind für 20 Euro erhältlich, hochwertigere für dreistellige Beträge. Bedenken Sie hierbei, dass höhere Preise in der Regel mit einem erhöhten Funktionsumfang und einer robusteren Verarbeitung einhergehen. Mit einem stabilen Kochtopf erwerben Sie ein Gebrauchsgut fürs Leben. Verschleißerscheinungen und Neukäufe bleiben aus, wodurch sich die Kosten schnell wieder amortisieren. Hierzu trägt nicht zuletzt der Umstand bei, dass teurere Kochtöpfe Wärme besser halten. Der Garvorgang läuft energiesparender ab.

Wie wichtig ist die Form des Kochtopfs?

In Zusammenhang mit diesem Kriterium erhalten Sie eine Antwort auf die Frage, wie viele Bräter Sie brauchen. Überschlagen Sie für sich selbst, welche Speisen Sie in welchem Ausmaß zubereiten. Essen Sie oft Fisch, empfiehlt sich ein Kochtopf mit ovalem Zuschnitt. An Gargut wie Schweine-, Enten- und Rindfleisch sind runde bis eckige Töpfe besser angepasst. Je nach Größe Ihres Haushalts sollten Sie den Kauf mindestens eines Gartopfs pro Typ einplanen. Um mehrere Personen zu bekochen, erweitern Sie Ihre Küchenausstattung um zusätzliche Töpfe.

Ein weiterer Aspekt, der bei der Formgebung zu beachten ist, betrifft den Energieverbrauch. Wie bereits kurz angedeutet, gart man mit manchen Töpfen auf dem Herd. Ovale Modelle erhitzen sich hierbei nur im mittleren Bereich. Die Enden stehen über und werden nur unzureichend mit Wärme versorgt. Bei einem runden Topf mit gleichem Durchmesser wie die Herdplatte besteht dieses Problem nicht. Jeder Bereich erhitzt sich gleichmäßig. Keine Energie geht verloren.

Der wichtigste Punkt bei der Topfwahl – das Material

Kochtöpfe fertigt man aus ähnlichen Materialien wie Pfannen. Häufig kommen Gusseisen, Edelstahl und Aluminium zum Einsatz. Beachten Sie, dass jedes Material seine spezifischen Vor- und Nachteile hat. Um sich bei der Auswahl leichter orientieren zu können, finden Sie die wichtigsten davon in den folgenden Abschnitten aufgeführt.

Ein Wort vorab: Auch wenn es die Werbung suggeriert, sind nicht alle Materialvorteile absolut. Sie entfalten sich erst im Rahmen des subjektiven Geschmacks, des Gerichts und der eigenen Kochgewohnheiten. Aspekte, die dem einen Koch wichtig sind, können dem anderen nachrangig sein. Wichtig ist allein die Frage, wie man selbst damit zurechtkommt. Andere Aspekte sind uneingeschränkt wichtig. Der Erste davon ist die Verarbeitung. Griffe und Topf müssen stabil miteinander verbunden sein. Griffe mit Spiel schließen Sie auf Anhieb aus. Gusseisen und Eisenemaille sind diesbezüglich vorteilhafter. Griff und Topfwand entspringen einem Guss.

Eisenemaille und Edelstahl – handlich und pflegeleicht

In puncto Handhabbarkeit sind Eisenemaille und Edelstahl besonders vorteilhaft. Sie wiegen wenig und lassen sich leicht auf der Garfläche positionieren. Ein weiterer vorteilhafter Aspekt ist ihr geringer Energieverbrauch. Sie nehmen die Wärme besonders schnell auf und leiten Sie gut an das Fleisch weiter. Der Vorteil hat allerdings eine Schattenseite. Die Wärmeenergie wird nur kurze Zeit gehalten und schnell wieder an die Umgebung abgegeben.

Auf Edelstahlkochtöpfe greifen Sie dann zurück, wenn Sie Braten- und Schmorgerichte zubereiten. In diesem Fall sollten Sie sich für einen Topf mit Deckelboden entscheiden. Man verwendet ihn als Anrichtepfanne. Der Deckel sollte aus einem ebenso stabilen Material sein wie der Rest des Topfs. Modelle aus Glas sind zwar sehr ansehnlich, brechen aber bei stärkerer Beanspruchung.

Gusseisenbräter – für ansehnliche Bratenkrusten

Töpfe aus Gusseisen erfreuen sich seit längerer Zeit großer Beliebtheit unter Köchen. Grund hierfür ist ihre hohe Belastbarkeit. Viele Hersteller bieten ihre Modelle zusammen mit einer lebenslangen Garantie aus.

Gusseisentöpfe werden in erster Linie zum Schmoren und Braten von Fleischgerichten verwendet. Man nutzt sie sowohl im Herd als auch im Ofen. Hervorhebenswert ist, dass bei beiden Methoden eine schöne Bratenkruste entsteht. Ein Vorteil, der mit der hohen Wärmekapazität von Gusseisentöpfen einhergeht, ist der niedrige Verbrauch. Die Wärme wird lange im Topf gespeichert und auf das Fleisch übertragen. Ofen und Herd werden entlastet. Achten Sie beim Kauf von Gusseisentöpfen darauf, dass ein schwerer Deckel enthalten ist. Er verhindert, dass der Dampf während des Kochens austritt. So wird das Fleisch von allen Seiten gleichmäßig und langsam erhitzt. Währenddessen schmort es im eigenen Saft.

Mögen Sie es besonders saftig, greifen Sie zum Doufeu-Bräter. In der Mitte seines Unterbodens befindet sich eine kleine Vertiefung, die mit Wasser gefüllt wird. Während des Garvorgangs verdunstet das Wasser und tropft auf das Fleisch herab. Dadurch bekommt es eine besonders saftige Qualität.

Zart und saftig mit Ton- und Steinbrätern

Ton- und Steinbräter nutzt man, um Fleisch langsam schmoren und köcheln zu lassen. Wenn Sie ein Modell dieses Typs nutzen wollen, vergessen Sie vor dem Kochen nicht, den Topf zu wässern. Hierbei tauchen Sie ihn in ein Wasserbad, bis sich alle seine Poren mit Flüssigkeit angereichert haben. Erst im Anschluss geben Sie ihn mit dem Gargut in den Ofen. Während der Erhitzung verdampft das Wasser und hält den Braten permanent feucht.

Die Suppentöpfe – eine große Vielfalt

Der Suppentopf ist ein weiteres Utensil, das in den meisten Küchen anzutreffen ist. Es wird in unterschiedlichen Größen mit unterschiedlichem Volumen angeboten. Gängige Größen bieten Platz für 10 bis 20 Liter Suppe. Sondermodelle für den großen Bedarf fassen bis zu 130 Liter. Wie die Kochtöpfe werden sie längst nicht mehr nur aus einem Material hergestellt. Es gibt Ausführungen aus den verschiedensten Stoffen. 

Suppentöpfe aus verschiedenen Materialien

Das häufigste zum Einsatz kommende Material ist Edelstahl. Es zeichnet sich durch verschiedene Vorteile wie eine glänzende Oberfläche und einen geringen Reinigungsaufwand aus. Da Suppe zu substanziellen Anteilen Wasser enthält, muss der Edelstahltopf gegen Rost geschützt sein. Ein Nachteil, den der Edelstahltopf mit sich bringt, ist eine von Haus aus geringe Wärmeleitfähigkeit. Böden aus Kupfer oder Aluminium wirken diesem Umstand allerdings entgegen. Ein weiterer Aspekt, der zu berücksichtigen ist, betrifft das im Edelstahl enthaltene Nickel. Es kann sich in kleinen Mengen auf das Essen übertragen, was für Allergiker problematisch ist. Ein bekannter Hersteller von Suppentöpfen aus diesem Material ist WMF.

Das zweite wichtige Material ist Kupfer. Bei ihm dominiert der optische Aspekt. Kupfersuppentöpfe setzen in jedem Fall Akzente. Die meisten von ihnen sind innen mit Edelstahl ausgekleidet. Dadurch wird verhindert, dass die Speise und das Kupfer chemisch miteinander reagieren. Bedenken Sie beim Kauf, dass Kupfer ein teurer Werkstoff ist. So Sie die Wahl haben, entscheiden Sie sich für ein Modell, dass nur damit verkleidet ist.

Eine dritte Klasse von Suppentöpfen wird aus Aluminiumguss hergestellt. Das Material senkt die Gefahr, die Suppe anzubrennen, messbar. Selbst bei komplettem Verkochen des Wassers wären Fleisch und Gemüse sicher im Topf. Legen Sie bei der Auswahl Wert darauf, dass der Aluminiumtopf mit einer soliden Antihaftbeschichtung ausgestattet ist.

Das vierte wichtige Material ist Gusseisen. Man verwendet es bereits seit Hunderten von Jahren als Geschirr. Bei der Nutzung beachten Sie, dass Gusseisen nicht im Geschirrspüler gereinigt werden darf.

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