Kochen und genießen: Gartöpfe & Bräter für Ihre Lieblingsrezepte

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Kochen und genießen: Gartöpfe & Bräter für Ihre Lieblingsrezepte

Ein Koch ist nichts ohne die richtige Ausrüstung. Die größte Erfahrung verblasst, wenn das Küchengerät von minderer Qualität ist. So einfach diese Aussage ist, so oft vergisst man sie und achtet beim Kauf von Küchenhelfern auf niedrige Preise. Dass dies nicht immer der richtige Weg ist, erfahren Sie im vorliegenden Ratgeber anhand eines weitverbreiteten Küchenbestandteils, des Bräters.

Die viele verschiedene Formen umfassende Topfart ist nicht von Haus aus mit guten Gareigenschaften ausgestattet. Erst das richtige Material unterstreicht die Eignung für dieses oder jenes Gericht. Erst mit der richtigen Auswahl von Edelstahl- und Gusseisenmodellen gelingen Fisch und Braten gleichermaßen.

Worauf es dabei ankommt, sehen Sie im Rahmen der folgenden Absätze. Die Vorzüge der einzelnen Materialien finden dabei ebenso Beachtung wie die spezifischen Erfordernisse der Pflege. Eine kurze Einführung in das Thema Beschichtung schließt den Ratgeber ab.

Der Bräter – so garen Sie im Backofen

Als Bräter oder Reine bezeichnet man Gefäße mit zwei Henkeln und einem Deckel, die man zum Garen von Gänse- und Schweinebraten im Backofen nutzt. Häufig weisen sie eine rechteckige, ovale oder runde Form auf. Die am häufigsten zur Herstellung genutzten Materialien sind Edelstahl, Gusseisen, Kupfer, Eisen und Aluminium. Damit Speisereste sich nicht einbrennen, sind viele moderne Bräter mit einer Antihaftbeschichtung versehen.

Beachten Sie bei der Suche nach einem Bräter, dass es regional unterschiedliche Bezeichnungen dafür gibt. So bezeichnet man ihn im süddeutschen Raum als Reindl. Er besteht dort in den meisten Fällen aus Metall und hat zwei Griffe. Die am häufigsten darin zubereiteten Speisen sind Huhn, Gans, Ente und Schwein. Teilweise erwärmt man darin auch Rohrnudeln und Apfelstrudel. Bräter aus Ton bezeichnet man als Römertopf.

Bei der Auswahl eines Bräters ist einiges zu beachten

Küchengeräte mit einfachem Grundaufbau weisen nicht selten eine ausgeprägte Formenvielfalt auf. Für den Bräter gilt dies nicht weniger als für alle anderen Arten von Töpfen, Pfannen, Teller und Schalen. Bei der Auswahl ist es entsprechend wichtig, begründete Ansprüche zu stellen, die eine Eingrenzung auf eine kleine Anzahl verschiedener Modelle zulässt. Der erste Aspekt ist der Preis. Bedenken Sie hierbei, dass ein guter Bräter durchaus im dreistelligen Preissegment angesiedelt sein kann. Inwieweit dieser für Sie gerechtfertig ist, hängt vom Umfang Ihrer Kochaktivitäten ab. Probieren Sie sich regelmäßig in der Küche aus, ist ein Bräter eine Anschaffung fürs Leben. Für eine höhere Haltbarkeit lohnt sich dann in jedem Fall ein höherer Preis.

Welche Form soll der Bräter haben?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, welche Gerichte Sie regelmäßig zubereiten. Sind Sie ein Freund von Fischen und Gänsen, empfiehlt sich eine längliche, ovale Form. Für alle anderen Speisen ist ein runder Bräter geeignet. Er ist universell einsetzbar und lässt sich gut auf den meisten Herden unterbringen. Die mittlere Größe ist für den normalen Bedarf vollkommen ausreichend. Da keine Enden überstehen, spart man auf den runden Herdplatten außerdem Energie.

Die schwierige Frage nach dem richtigen Material

Bräter werden wie viele andere Topf- und Pfannentypen aus verschiedenen Materialien gefertigt. Auch wenn es einige Hersteller suggerieren, kann nicht pauschal gesagt werden, welches davon für Sie am besten geeignet ist. Es gilt, verschiedene Varianten auszutesten. Die subjektive Komponente spielt eine wichtige Rolle.

Einige übergreifende Qualitätsmerkmale gibt es trotz allem. Hierzu zählt in erster Linie die Verarbeitung. Schauen Sie sich die Griffe genau an. Sie müssen fest am Bräter sitzen und dürfen nicht im Geringsten wackeln. Bei Ausführungen aus Gusseisen und Eisenemaille sind Topf und Griff direkt miteinander verbunden. Hier ist lediglich darauf zu achten, dass Sie zum Anfassen einen Topflappen verwenden.

Bräter aus Edelstahl und Eisenemaille – pflegeleicht und handlich

Gegenüber den Brätern aus Gusseisen zeichnen sich Ausführungen aus Edelstahl und Eisenemaille durch ihre gute Handhabbarkeit aus. Aufgrund ihres leichten Gewichts sind sie gut positionierbar. Darüber hinaus ist nur wenig Energie notwendig, um sie zu erwärmen. Ein Aspekt, der unter diesem Gesichtspunkt nachteilig wirkt, ist die Wärmeleitfähigkeit. Die Hitze wird nur über einen geringen Zeitraum gehalten und schnell wieder abgegeben.

Bräter dieses Typs nutzt man überwiegend zum Garen von Schmor- und Bratengerichten. Steht die Edelstahlausführung in ihrer engeren Auswahl, wählen Sie einen Deckel mit Boden. Er kann als Anrichtepfanne benutzt werden. Auf Glasdeckel sollten Sie hierbei verzichten. Sie sehen zwar gut aus, brechen allerdings leicht.

Bräter aus Gusseisen – damit gelingt die Bratenkruste

Gusseisenbräter haben sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr beliebten Küchenutensil entwickelt. Gründe hierfür sind ihre lang anhaltende Belastbarkeit. Um diese positive Eigenschaft zu unterstreichen, bieten viele Hersteller eine lebenslange Garantie auf ihre Bräter an.

Die Hauptanwendungsbereiche von Gusseisenbrätern sind das Schmoren und Braten von Fleisch. Man verwendet sie sowohl auf dem Herd als auch im Ofen. Hervorzuheben ist hierbei, dass bei beiden Methoden eine ansprechende Bratenkruste entsteht. Ein positiver Nebeneffekt der hohen Wärmekapazität des Bräters ist der energiesparende Gebrauch. Da die Wärme lang im Innern der Eisenwände gehalten wird, kann man bei niedriger Temperatur braten. Zur schonenden Zubereitung trägt auch der schwere Eisendeckel bei. Er verhindert, dass Dampf austritt. Dadurch erwärmt sich der Braten von allen Seiten gleichmäßig und schonend, während er im eigenen Saft schmort.

Eine Besonderheit sind Doufeu-Bräter. In der Mitte ihres Unterbodens ist eine Vertiefung eingebracht. Man füllt sie vor dem Braten mit Wasser oder Eis. Während des Garvorgangs verursacht es eine Ansammlung von Kondenswasser an der Unterseite des Deckels. Dieses tropft auf das Fleisch herunter und macht es noch saftiger.

Die richtige Pflege von Gusseisenbrätern

Die Vorzüge eines Gusseisenbräters sind mit einem höheren Preis und einem größeren Pflegeaufwand zu bezahlen. Nur mit der richtigen Oberflächenbehandlung verrichtet er lange Zeit seinen Dienst. Nutzen Sie zur Reinigung ausschließlich heißes Wasser. Von der Spülmittelverwendung ist eindringlich abzuraten. Sie greift die natürliche Fettschicht an, die die Innenseiten des Bräters bekleiden. Setzt sich dieser Vorgang zu lang fort, ist das Eisen ungeschützt und wird über kurz oder lang rosten.

Im Anschluss an die Heißwasserreinigung trocknen Sie den Bräter sorgfältig. Eine Einölung bildet den Abschluss. Eine leichtere Reinigung versprechen Gusseisentöpfe mit einer Emaillebeschichtung. Sie ist säurebeständig und kann bei vorhandener Herstellerempfehlung in der Spülmaschine gereinigt werden.

Bräter aus Ton und Stein

Neben den Metallbrätern sind Töpfe aus Ton und Stein beliebt. Dies liegt in ihrer besonderen Eignung für langsames Schmoren und Köcheln begründet. Beachten Sie, dass ein Tontopf vor dem Gebrauch gewässert werden muss. Das bedeutet, dass Sie ihn ins Wasser tauchen, bis sich seine Poren mit Flüssigkeit vollgesaugt haben. Man tut dies, um das Fleisch möglichst saftig zuzubereiten. Im Innern des Ofens verdampft das Wasser und hält die Speisen permanent angefeuchtet. Beachten Sie, dass Tonbräter nicht auf Herdplatten erhitzt werden.

Specksteinbräter sind eher selten in Küchen anzutreffen. Diejenigen, die es tun, heben ihre Fähigkeit hervor, Hitze lange Zeit speichern zu können. Dadurch ist ein gleichmäßiges Garen bei niedrigen Temperaturen möglich. Vermeiden Sie es, Ihren Specksteinbräter zu großen Temperaturdifferenzen auszusetzen. Das könnte zur Rissbildung führen.

Eine eigene Klasse – der Kupferbräter

Kupferbräter sind wesentlich teurer als die anderen vorgestellten Typen. Sie liegen mit dem drei- bis vierfachen Preis gängiger Eisenpfannen außerhalb des Budgets der meisten Haushalte. Dafür sind sie aber auch wesentlich hochwertiger. Ein Kupferbräter kann Hitze bis zu 30mal besser leiten als ein Edelstahlmodell. Auf Änderungen der Wärmezufuhr reagiert er unmittelbar mit einer gleichmäßigen Verteilung der Temperaturströme um das Gargut und an den Wänden. Mit länglichen Kupferbrätern lassen sich schwierige Gerichte wie Fisch ideal zubereiten.

Wichtige Hersteller von Brätern

Es gibt eine Reihe von Firmen, die Bräter aus den eben aufgeführten Materialien herstellt. Ein repräsentatives Beispiel ist der Ton-Bräter der Römertopf Keramik GmbH. Die im Zentrum der gesamten Produktion bestehende Marke wird bereits seit 1967 hergestellt. Ein weiterer bekannter Hersteller von Töpfen und Brätern sind die Silit Werke GmbH & Co. KG, sie seit 1920 produziert. Die in Riedlingen ansässige Firma gilt als Edelhersteller von Küchenbedarf. Ein wichtiger Hersteller im Online-Bereich ist die Norbert Woll GmbH. Sie ist bekannt für ihr Geschirr und ihre frischen Ideen im Bereich Küchenzubehör.

Ein weiterer Hersteller, dessen Bräter in vielen Küchen zu finden sind, ist WMF. Zum Portfolio der Firma zählen Töpfe aus Gusseisen und Edelstahl. Le Creuset ist ein weiterer Anbieter in diesem Marktsegment. Über Bräter hinaus bietet die Firma Schmorgeräte und Pfannen an. Das Sortiment umfasst alle gängigen Formen. Viereckige Modelle gibt es ebenso wie rechteckige, ovale wie runde.

Garen auf dem Herd – so wichtig ist die Beschichtung

Wie bereits erwähnt verwendet man Edelstahlbräter auf dem Herd. Hierbei spielt die Beschichtung eine große Rolle. Sie verhindert, dass sich Speisereste auf dem Boden ablagern. Wärme, Kälte und Chemikalien widersteht sie dauerhaft. Ein Stoff, der bei der Fertigung von Topfbeschichtungen häufig zum Einsatz kommt, ist PTFE (Polytetrafluorethylen). In vielen Fällen wird der Stoff durch Beimengung weiterer Zusätze verbessert. Keramik erhöht die Härte und Bronze die Wärmeleitfähigkeit.

Bei der Nutzung von Töpfen mit PTFE-Beschichtung ist darauf zu achten, dass sie keiner zu hohen Temperatur ausgesetzt werden. Ab 230°C besteht die Gefahr, dass die Beschichtung beginnt, ihre Farbe zu verändern und abzublättern. Überhitzungsprobleme sind bereits ab 3 Minuten wahrscheinlich. Legen Sie im Sinne Ihrer eigenen Sicherheit großen Wert darauf, dass Sie den Topf nicht ohne Inhalt und nicht auf Induktionsherden erhitzen. Bereits nach einer Minute kann dies dazu führen, dass sich das Material auf über 360°C erhitzt und giftige Dämpfe abgibt.

Ein weiterer bedeutsamer Aspekt ist die Kratzfestigkeit. Metallische Bestecke sollten nach Möglichkeit nicht in die Nähe der PTFE-Beschichtung kommen. Sie würden das weiche Material zerkratzen und seine Antihaft-Eigenschaften beeinträchtigen. Keramikbeschichtungen wie Ceradur (WMF) oder Cerabase (Berndes) sind widerstandsfähiger.

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