Kleine VERSANDKOSTENLEHRE !!!

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Hallo liebe ebayer,

ich möchte kurz auf einige Punkte zur richtigen Sichtweise der auch hier tausendfach gescholtenen Versandkosten beitragen.

Ich bin bisher nur als Käufer bei ebay aktiv gewesen und habe mich am Anfang oft, über meiner Meinung nach völlig überzogenen Versandkosten geärgert, was mich aber von einem Kauf des betreffenden Artikels selten abhielt.  Mir ist jetzt klar, dass viele Verkäufer zukünftig immer höhere Versandkosten ansetzen werden, da (so wie ich) viele Käufer mit einem Gebot bzw. Kauf, wenn auch zähneknirschend, die hohen Versandkosten in der Vergangenheit einvernehmlich akzeptierten!

Ich ärgerte mich oft, über z.B. ein Versandkostenbetrag von 8,90 €, wenn nur für 3,80 € Porto klebte.

Heute verstehe ich den Begriff Versandkosten differenzierter: was kostet denn ein kompletter Versandvorgang ? ......... richtig, zunächst einmal Verpackungsmaterial u. evtl. Auftrags,- und oder Versandpapiere, deren Beschaffung nebst Erstellung und Verwaltung derselbigen. Zeitaufwand für das verpacken und Verbringung zu Post,- oder Paketdiensten, evtl. Zeitaufwand für Mailverkehr zum Versandstatus, und.....,und......,und.

Achja......., danach ist ja noch das eigentliche Porto (evtl. versichert), sprich Beförderungsentgeld fällig, was wiederum dem Kunden förmlich ins Auge springt und sogleich mit den bezahlten Versandkosten verglichen wird, um diese dann als überzogen oder gar als Wucher anzuprangern.

Sicher gibt es äußerst merkwürdige Kombinationen zwischen sehr niedrigen Warenwerten und extremen Versandkosten. Z.B. Artikel ab 1,99 € mit Versandkosten von z.B. 9,99 € . Dieses wird oft bewußt so von Verkäufern eingestellt, um gerade bei großen Stückzahlen niedrigpreisiger Artikel, Gebühren, Provisionen und Steuern zu sparen, denn der Versandkostenanteil ist nicht Gebührenpflichtig!  Dies wird aber vom erfahrenen Bieter bzw. Käufer eingepreist, sodaß meist weniger Bieter mitsteigern und wichtiger noch, entsprechend weniger geboten wird!

So kann ein Kauf trotz extremer Versandkosten sich als preiswert herausstellen, da  sich umgekehrt viele Bieter bewußt bei gleicher Ware aber "günstigeren" Versandkosten versammeln und den Warenwert entsprechend erhöhen!

Dass einpreisen von Versandkosten sollte für jeden ebayer eine selbstverständlichkeit sein, da diese ja in aller Regel klar ersichtlich sind. Wenn nicht, diese vor dem Gebot oder Kauf mit dem Verkäufer absprechen. Ist dass nicht möglich, sollte nicht auf den Artikel geboten werden.

Viele Käufer rufen (oft nach bewußten eigenen Käufen mit "hohen" Versandkosten) lautstark nach ebay, um den vermeintlichen Wucher einzudämmen, bzw. die Versandkosten zu regulieren zu lassen!  Dies ist mit verlaub gesagt Quatsch, denn die Preisgestaltung eines Artikels und die der Versandkosten obliegen einzig und richtig dem Verkäufer! Auch dem Verkäufer nach einen Kauf günstigere Versandkosten vorzurechnen, ihn anzugreifen, oder sogar negativ zu bewerten, ist im höhsten Maße unfair! (Außer der Verkäufer täuscht trickreich über die wahren Kosten, berechnet falsch, schlägt plötzlich Zusatzgebühren auf, etc.)

Es gibt nur ein einziges Mittel gegen "Versandkostenwucher", dort nicht bieten und nicht kaufen. Dann wird sich "dass Problem" langsam aber sicher von selbst regulieren.

PS: Für eine faire Bewertung wäre ich dankbar, gibt es doch die Motivation für weitere Ratgeber.

Danke für die Aufmerksamkeit und beste Grüße.    

fisfashion

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