Klassische Musik für das Klavier – welche Werke unbedingt ins Repertoire gehören

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Klassische Musik für das Klavier – welche Werke unbedingt ins Repertoire gehören

Musik ist eine Gabe, die dem Menschen jeden Tag aufs Neue viel Freude und Abwechslung bieten kann. Ohne Musik wäre das Leben sicherlich um einiges trister. Hinzu kommt, dass nicht nur das Hören von Musik für die meisten Menschen ein wahrer Genuss ist, sondern vor allem die Möglichkeit, selbst zu musizieren. Eines der ältesten und beliebtesten Instrumente in diesem Bereich ist ohne Zweifel das Klavier. Auf diesem Instrument komponierten die größten Komponisten aller Zeiten viele der einflussreichsten und wichtigsten Werke der Musikgeschichte. Dass Sie als passionierter oder beruflicher Musiker diese Werke heute überhaupt originalgetreu nachspielen können, verdanken Sie dem im Laufe der vergangenen Jahrhunderte zur Perfektion gereiften Notensystem, mit dem die großen Komponisten ihre Werke für die Nachwelt festhalten konnten. Dieser Ratgeber wird Ihnen einige dieser Kompositionen als unverzichtbares Liedgut für Ihr Repertoire vorstellen.

Das Klavier war schon zu Zeiten der großen Komponisten das wichtigste Instrument

Heute gehört das Klavier noch immer zu den bedeutendsten Instrumenten, obwohl es inzwischen schon eine Vielzahl neuer Entwicklungen gibt, die sich insbesondere im technologischen Bereich in einem schier unendlichen Umfang ausgebreitet haben. Mithilfe diverser Software-Instrumente ist es sogar möglich, ein ganzes Orchester zusammenzustellen oder sich eine Kollektion aus nahezu allen erdenklichen Instrumenten zu verschaffen, die es auf der Welt gibt. Doch den wahren musikalischen Charakter, das Spielgefühl und den typischen Klang eines echten Klaviers ziehen die meisten Musiker einem virtuellen Instrument in jedem Fall vor. Denn allein das mechanische Spielgefühl im Verbund mit den aus den Klavierkorpus tönenden Klängen und Vibrationen kann keine Technologie ersetzen. Falls Sie auch dieses Gefühl erleben möchten, können Sie bei eBay problemlos günstige Pianos erwerben.

Zuerst war der Flügel, dann kam das Klavier

Das Klavier kann auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Es entsprang im Wesentlichen dem Klavier-Flügel, der auch heute noch als erweiterte Form des Klaviers weit verbreitet ist. Das heute bekannte und hauptsächlich verwendete aufrecht stehende Klavier ist das sogenannte Pianino. Es wurde um das Jahr 1800 herum in Wien entwickelt. Der hauptsächliche Gedanke war, den Konzertflügel in eine Form zu bringen, die auch privaten Musikern die Möglichkeit bietet, in den eigenen vier Wänden auf einem Klavier zu musizieren. Es war also nicht der Flügel, der sich aus dem Klavier entwickelte. Das Klavier ist vielmehr die für Privatzwecke angepasste Variante eines Flügels.

Vorläufer des Flügels war das Cembalo

Der Flügel entstand wiederum nach dem Vorbild des Cembalos beziehungsweise des Spinetts. Dass diese Instrumente die Vorläufer des Flügels sind, dokumentiert schon seine charakteristische Form eines Vogelflügels, die er vom Cembalo respektive vom Spinett übernommen hat. Der Unterschied zu jenen Instrumenten liegt neben dem typischen Klavierklang in der Klaviatur. Der Flügel und das Klavier sind in der Lage, dem Musiker dynamische Klänge zu bieten. Das heißt, Sie können die Taste stark oder sanft anschlagen. Entsprechend dynamisch erklingt dann der Ton, den Sie mithilfe der Pedale noch zusätzlich dämpfen oder nachhallen lassen können. Die Töne des Cembalo sind dagegen stets in derselben Intensität, ohne durch die variierende Kraft des Anschlags beeinflusst werden zu können. Diese Eigenschaften verleihen den Kompositionen viel mehr Lebendigkeit.

Heute bringt man den Flügel vor allem mit Live-Auftritten in Verbindung. Für ein klassisches Konzert ist ein normales Klavier eher nicht geeignet. Der Flügel bietet neben seinem beeindruckenden und imposanten Äußeren einen viel voluminöseren Klangkörper, was sich natürlich wesentlich auf die Intensität und die Qualität der einzelnen Töne auswirkt. Während professionelle Pianisten also auf der Bühne den Flügel bevorzugen, nutzen dieselben Profis zu Hause womöglich eher das Pianino, also das normale aufrecht an einer Wand stehende Klavier zum Üben. Das Klavier ist somit selbst heute noch die verkleinerte Form des Flügels zum Üben oder zum Genießen der Musik im privaten oder schulischen Bereich. Dass das Pianino kein Konzertflügel ist, hält Sie als Besitzer jedoch nicht davon ab, die großen Werke der namhaften Komponisten auf diesem altbewährten Instrument einzustudieren und das Spielen dieser Kompositionen zu genießen.

Noten und Tonträger

Glücklicherweise finden Sie eine Vielzahl an großartigen Dokumenten musikalischer Zeitgeschichten in Form von Musiknoten, die Ihre Notensammlung aufwerten können. Zudem können Sie natürlich unterstützend zu den Noten die entsprechende Musik auf nostalgischen oder modernen Tonträgern erwerben, um sich die Originale in Reinform anhören und sie somit leichter oder sogar synchron nach Noten abspielen zu können.

Eines der am meisten gespielten Klavierstücke überhaupt ist das Lied "Für Elise" von Ludwig van Beethoven

Es ist das bekannteste Werk von Ludwig van Beethoven in klassischen Klaviernoten, obwohl es gar nicht zu jenen gehört, die durch Veröffentlichungen zu seinen Lebzeiten sozusagen offiziell unter die Menschheit gebracht wurden. Vielmehr wurde es 55 Jahre nachdem der Komponist die Noten dieses Stückes niederschrieb sozusagen als Dachbodenfund durch einen Beethoven-Forscher entdeckt und 1867 veröffentlicht. Dieser Fund stellte eine ausführliche Dokumentierung des Liedes dar, während eine bereits 1808 von Beethoven kreierte Pastorale als Vorgänger dieses Werkes eher kleineren Ausmaßes war. Die als Titel dienende Widmung ist bis heute umstritten. Der Name Elise war zur Zeit Beethovens ein Modename und kam relativ häufig vor. Zum Titel existieren zahlreiche Thesen, die sich größtenteils widersprechen. Eine dieser Thesen behauptet sogar, der Name Elise sei falsch transkribiert worden und sollte eigentlich Therese heißen. Diese These wurde allerdings ebenfalls widerlegt.

Elise - Name und Motiv

Der Name Elise findet sich zum Teil im Anfangsmotiv von "Für Elise" wieder, das aus den Tonbuchstaben E, S respektive Es, das Beethoven enharmonisch vertauscht als Dis schrieb, und abermals E gebildet wurde. Noch heute gehört "Für Elise" zu den bedeutendsten Werken der klassischen Musik. Das bereits am Anfang des Liedes erklingende Hauptmuster ist so populär wie kaum ein anderes Musikstück. Doch so einfach diese bekannte Tonfolge auch anmutet, "Für Elise" ist kein einfach zu lernendes Musikstück der Klassik aus Beethovens Klavierkonzerten. Es handelt sich dabei um eine komplexe Komposition, für deren Einübung Sie viel Geduld und Disziplin benötigen. Selbst wenn Sie das Lied inzwischen spielen können, ist das Spielen an sich eine zusätzliche Kunst. Denn die Noten zu kennen und auf das Klavier übertragen zu können, haucht dem Lied noch lange kein Leben ein. Dies kommt erst durch das entsprechende Gefühl und den Vergleich mit anderen Musikern zustande. Beethoven LPs könnten Ihnen diesbezüglich als akustische Anschauung dienen.

Richard Claydermans "Ballade pour Adeline" ist eine sehr populäre Komposition der modernen zeitgenössischen Klassik

In der modernen Zeit wurde "Für Elise" sehr oft von bekannten Musikern adaptiert. Einer dieser Musiker ist der französische Pianist Richard Clayderman, der Ende der 1970er-Jahre zudem durch das 1976 von Paul de Senneville und Olivier Toussaint komponierte Klavierwerk "Ballade pour Adeline" bekannt wurde, das zu einem Millionen-Erfolg avancierte. Bis heute gehört dieses Lied zu den beliebtesten Klavierstücken der modernen zeitgenössischen Klassik und verbindet eine gewisse stilistische Ähnlichkeit mit dem Werk "Für Elise" von Beethoven. Die im Titel genannte Adeline ist die Tochter von Senneville, einem der beiden Komponisten. Richard Clayderman fungierte lediglich als Interpret, verschaffte dem Lied jedoch durch seine Interpretation die weltweite Berühmtheit. Genau das macht die bereits angesprochene Lebendigkeit aus, die einem Lied eingehaucht werden muss, um es so wiederzugeben, wie die Komponisten es sich bei der Niederschrift der Noten vorgestellt haben. Um sich für das Einstudieren von Werken wie "Für Elise" oder "Ballade pour Adeline" professionelle Unterstützung direkt nach Hause zu holen, empfiehlt es sich, dass Sie sich nach entsprechenden Schallplatten oder CDs von Richard Clayderman umsehen, der beide Stücke sehr ansprechend und mitreißend zum Besten gab. Mithilfe solcher Tonträger können Sie Ihr eigenes Spiel um ein Vielfaches verbessern und letztendlich perfektionieren.

Für romantische und melancholische Momente sorgt die "Mondscheinsonate" von Ludwig van Beethoven

Hinter dem kryptischen und wenig ansprechenden Namen "Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll" verbirgt sich die im Jahr 1810 vom deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven komponierte "Mondscheinsonate", die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie gehört wohl zu den melancholischsten Musikstücken, die jemals komponiert wurden. Dies unterstreicht ihre bis heute anhaltende Popularität. Ludwig van Beethoven selbst gab der Sonate den lateinischen Titel "Sonate quasi una Fantasia", was so viel bedeutet wie "Sonate ähnlich einer Fantasie".

Es lohnt sich, nicht nur den ersten Satz zu hören und zu spielen

Dass diese Sonate zu den bekanntesten musikalischen Werken überhaupt gehört, verdankt Sie vor allem ihrem ersten Satz, der durchweg ruhig und romantisch gespielt wird. Dies ist somit auch die "Mondscheinsonate", wie sie nahezu jeder kennt. Doch in Wirklichkeit ist die "Mondscheinsonate" viel mehr als das, denn ihr Umfang geht weit über diesen melancholischen ersten Satz hinaus und steigert sich von Satz zu Satz in ein immer schneller werdendes Tempo und gleichzeitig in eine fröhlicher anmutende Stimmung. Tatsächlich sind jene Sätze, die auf die eigentliche "Mondscheinsonate" folgen, teils um ein Vielfaches anspruchsvoller als der romantische Teil. Wenn Sie sich also auf das komplette Werk einlassen, werden Sie durch das intensive Einstudieren ein hoch professionelles Stück klassischer Musikkunst erlernen, das einer sehr hohen Fingerfertigkeit bedarf. Beethovens Klaviersonaten zeichnen sich allgemein durch die hohe kompositorische Versiertheit des Komponisten aus. Mit diesen Werken werden Sie Ihr Klavierspiel auf jeden Fall verbessern und verfeinern können. Als Ergebnis werden Sie beeindruckende klassische Musik für das Klavier beherrschen, die Ihr Publikum in Staunen versetzen kann. Gerade die "Mondscheinsonate" beweist, wie intensiv auf dem Klavier komponierte und gespielte Musik den menschlichen Geist beeinflussen und betören kann.

Fröhliche Musik spielen Sie auf dem Klavier mit der "Sonate facile" von Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte im Jahr 1788 in Wien die berühmte Sonate Nr. 16 C-Dur, die "Sonate facile", Köchelverzeichnis 545. Wie schon bei der "Mondscheinsonate" erlangte auch bei der "Sonate facile" vor allem der erste Satz eine große Popularität. Mozart selbst bezeichnete diese Sonate zunächst als kleine Klavier-Sonate für Anfänger, bevor er ihr den Namen "Sonate facile" gab. Zwar ist diese Sonate in der Tat für Anfänger gut geeignet, benötigt aber nichtsdestotrotz eine gute Fingerfertigkeit. Denn nicht alles, was sich recht einfach einüben lässt, kann grundsätzlich ansprechend wiedergegeben werden. Nach dem Einüben ist das gute Spiel des Klaviers eigentlich die wahre Kunst dieses Instruments und der darauf komponierten Werke.

Nahezu jedes berühmte Werk lässt sich finden, sowohl in Form von Noten als auch von namhaften Musikern auf Vinyl oder CD veröffentlicht, um es auf Ihrem Klavier einüben und nachspielen zu können - zum Beispiel mit einer Mozart-LP. Die akustische Unterstützung in Form von Tonträgern kann diesbezüglich tatsächlich enorm hilfreich sein, um das eigene Spiel mit dem von professionellen Musikern vergleichen und dadurch erheblich verbessern zu können.

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