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Klassik auf CD: Tipps für den Kauf von Opern- und Operettenaufnahmen

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Klassik auf CD: Tipps für den Kauf von Opern- und Operettenaufnahmen

Opern und Operetten tragen bereits seit einigen Jahrhunderten zur Unterhaltung der Bevölkerung bei. Als eine besondere Form der Mischung zwischen Schauspiel und musikalischer Darbietung unterlagen beide im Laufe der Zeit steten Veränderungen. Aufgeführt werden Opern und Operetten oft in Opernhäusern, die speziell für diesen Zweck im 17. Jahrhundert geschaffen wurden. Welche Klassiker der Operngeschichte auf Compact Disc Sie finden können und welche modernen Werke man als Opernfreund kennen sollte, zeigt Ihnen dieser Ratgeber.

Über die Entstehung der Oper und der Operetten in der Renaissance

Bis zur Renaissance, die im 15. Jahrhundert begann, war die musikalische Unterhaltung im Allgemeinen der Oberschicht vorbehalten. Veranstaltungen fanden im kleinen Rahmen oder bei Hofe statt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickelte sich die Musik jedoch zu einem Massenmedium. Gleichzeitig entstand in Venedig eine neue Form der Darbietung, die klassische Elemente des Dramas mit der modernen Emanzipation der Instrumente verband. Charakteristisch für diese Epoche ist der Einsatz von vielen Instrumenten, während bis zur Renaissance vor allem die Vokalmusik vorherrschte. Diese Mischung von schauspielerischen Handlungen, gepaart mit Gesangs- und Musikeinlagen, bezeichnete man als Oper. Als Erfinder der Oper gilt der Italiener Jacopo Peri, der im Jahre 1597 mit „La Dafne" das erste Stück schrieb, welches man als Oper kategorisierte. Ausgehend von Italien wurden auch große Bühnen gebaut, die man als Opernhäuser bezeichnete. Im Gegensatz zu den Vorstellungen bis dahin, die im kleinen Rahmen oder in Kirchen stattfanden, boten diese Gebäude mehreren Tausend Zuschauern Platz. So beispielsweise im ersten Opernhaus Deutschlands, welches 1678 in Hamburg errichtet wurde. In der Oper am Gänsemarkt konnten bis zu 2.000 Gäste die Vorführungen besuchen.

Klassische und moderne Operetten auf CD – die kurzen Varianten der Opern

Im Kern handelt es sich bei Oper und Operette um die gleiche Art der musikalischen Aufführung. Das Wort stammt aus dem Italienischen und bedeutet nichts anderes als „kleine Oper". Die Bedeutung klein im Vergleich zu einer Oper kann dabei vielfältig interpretiert werden. So bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass eine Operette eine kürzere Spieldauer hat als eine Oper. Auch die Handlung, die teilnehmenden Musiker oder Schauspieler können simpler beziehungsweise kleiner an der Zahl sein und so die Ableitung zu einer kleinen Oper herleiten. Sie erhalten zahlreiche Operetten auf CD, darunter sowohl aktuelle als auch klassische Aufführungen.

Die großen Opern aus der Epoche des Barocks im 17. und 18. Jahrhundert

Besonders in der Barockzeit ab dem 17. Jahrhundert entstanden zahlreiche Opern, die auch heute noch auf vielen Bühnen gespielt werden. So haben Sie die Möglichkeit, Klassiker von Antonio Vivaldi und anderen Komponisten jener Zeit auf CD zu erhalten. 1607 veröffentlichte Claudio Monteverdi anlässlich des Geburtstages von Francesco IV. Gonzaga die Oper „L'Orfeo", welche die älteste erhaltene Partitur einer Oper ist. Wie viele der frühen Opern beschäftigt sich diese mit der griechischen Mythologie. Typisch für die Opern jener Zeit ist auch der Einsatz vieler Instrumente aus unterschiedlichen Familien und Tonarten, was jedoch richtungsweisend für Opern im Allgemeinen werden sollte. Mit dem Werk „L'incoronazione di Poppea", welches von Monteverdi im Jahre 1643 vollendet wurde, setzte er weitere Grundsätze der Opernkultur, die sich lange Zeit durch die Geschichte ziehen. So beispielsweise die Verbindung von Charakterzügen durch stilistisch passende Musik. Kaiser Nero wird mit virtuoser Musik unterlegt, um seinen brutalen Charakter zu unterstreichen. Dem Berater Neros, Seneca, wird eine Bassstimme gegeben und weiche Klänge umspielen die Einlagen von Ottone. 

Mozarts Opern prägten die Kulturlandschaft

Der 1756 in Salzburg geborene Wolfgang Amadeus Mozart sollte nicht nur ein begnadeter Musiker werden, er prägte mit seinen Opern auch die Kulturlandschaft des 18. Jahrhunderts. „Bastien und Bastienne" war 1768 sein erstes Werk, welches er im Alter von nur zwölf Jahren fertigstellte. Es wurde im selben Jahr in der Nähe von Wien uraufgeführt. Zu seinen bekanntesten Werken zählt „Die Zauberflöte", welche 1791 geschrieben und aufgeführt wurde. 

Deutschsprachige Opern und Operetten aus dem 19. und 20. Jahrhundert

Nachdem die Oper in den vorgegangen Jahrhunderten vornehmlich italienisch geprägt waren, setzte ab dem 19. Jahrhundert auch eine aktive deutschsprachige Opernszene ein. Einer der ersten Opernkomponisten war der 1797 in Wien geborene Franz Schubert. Bereits 1815 fertigte er seine erste Operette, „Der vierjährige Posten", an. Diese besteht aus nur einem Akt, während Opern in den meisten Fällen aus drei oder mehr Akten bestehen. Themen sind der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich und die Liebesbeziehung zwischen einem französischen Soldaten und einer deutschen Bauerntochter. Franz Schubert schrieb in den darauffolgenden Jahren zahlreiche Opern und Operetten, von denen jedoch viele erst zum Ende des 19. Jahrhunderts erstmals auf Bühnen aufgeführt wurden.

Richard Wagner und der Ring der Nibelungen

Die deutschen Opern aus dem 19. Jahrhundert sind vor allem mit einem Namen verknüpft – Richard Wagner. Eines seiner bekanntesten Werke entstand zwischen 1851 und 1874 und wird auch heute noch vielfach aufgeführt. So haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Versionen von der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen" auf Compact Disc zu erwerben. Der Zyklus besteht aus vier Abschnitten, die von Wagner in unterschiedlichen Phasen in seinem Leben geschrieben wurden. 1876 wurde das komplette Werk erstmals unter Leitung von Richard Wagner selbst in Bayreuth uraufgeführt. Heutzutage gilt „Der Ring des Nibelungen" als einer der Klassiker der Opernwelt und wurde bereits in der Metropolitan Opera in New York oder im Gran Teatre del Liceau zu Barcelona gespielt. Auch von diesen Vorführungen erhalten Sie Aufnahmen auf CD. Jedoch war „Der Ring des Nibelungen" nicht das erste Werk von Richard Wagner. Seine erste Oper, die er vollständig schrieb und die auch aufgeführt wurde, war „Die Feen" aus dem Jahre 1834. Zu Lebzeiten Wagners wurde diese Oper jedoch nicht gespielt, die Uraufführung fand erst am 29. Juni 1888 in München statt.

Wie Sie moderne Opern in Ihren eigenen vier Wänden erleben können

Die Opern des 20. Jahrhunderts bieten vielfach eine andere Sichtweise auf die Menschheit und wählen dazu auch andersartige Stilmittel als die Werke der vorangegangenen Jahrhunderte. Während als Themen früher oftmals mythische und realitätsferne Handlungen gewählt wurden oder auch Liebesgeschichten, bestimmten nun vermehrt soziale Probleme und Gesellschaftskritik die Opern. Dies liegt auch am Wandel des Publikums. Die Opern waren zunächst Unterhaltsmittel der Oberschicht, welche in erster Linie Vergnügen suchte und sich nicht mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen wollte. Im 20. Jahrhundert wurden Opernhäuser und die vorgeführten Werke mehr und mehr zur Massenunterhaltung und auch die Mittelschicht und normale Arbeiter fanden gefallen an Opern und Operetten.

Bertolt Brecht und Kurt Weill: Die Dreigroschenoper

In der „Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill beispielsweise spiegelt sich diese Veränderung gut wieder. Thema ist der Konkurrenzkampf zwischen Bettlern und Kriminellen im London des 18. Jahrhunderts. Der 1898 geborene Lyriker Bertold Brecht übte bereits früh Kritik an der Opernlandschaft und widmete sich einer anderen Form der Darstellung. Besonders durch die Zusammenarbeit mit Kurt Weill, welcher nicht nur für die „Dreigroschenoper" die Musik komponierte, wurden seine Werke zu Klassikern der Operngeschichte. Die 1928 uraufgeführte „Dreigroschenoper" wurde so auch vielfach auf anderen Bühnen gespielt und ist auch im 21. Jahrhundert noch im Repertoire vieler Opernhäuser. 

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand man diese neuen Elemente auch in Opernstücken aus anderen Ländern. Die 1900 von Giacomo Puccini und Giuseppe Giacosa komponierte und geschriebene Oper „Tosca" beispielsweise liegt nahe am Verismo, bringt aber auch neue Elemente ein. Als Verismo bezeichnet man die Phase der italienischen Opern zwischen 1890 und 1920, die sich stilistisch mit alltäglichen und gesellschaftlichen Themen beschäftigen. Mythische und komische Themen, wie sie vorher vielfach thematisiert wurden, verschwanden nach und nach. Diese Opern sind, im Gegensatz zum Großteil ihren Vorgänger, auch heute noch beliebte Stücke an vielen Schauspielhäusern. So finden Sie auch viele Versionen von „Tosca" und anderen Opern, die zu dieser Zeit entstanden, auf CD.

Richard Strauss: Beginn der Literaturoper

Ein Komponist, welcher die Opernlandschaft des 20. Jahrhunderts maßgeblich beeinflusste, war Richard Strauss. Seine erste Oper, die ihn bekannt machte, entstand im Jahre 1901 und hört auf den Titel „Feuersnot". Die 1905 uraufgeführte Oper „Salome" basierte auf dem gleichnamigen Roman von Oscar Wilde und zählt damit zu den ersten Literaturopern in der Geschichte. Sie finden von „Salome" viele unterschiedliche Versionen auf CD, da diese Oper im Laufe der Zeit in zahlreichen Opernhäusern aufgeführt wurde. Bis 1940 komponierte und schrieb Richard Strass weit über zehn Opernstücke, darunter auch „Der Rosenkavalier", welcher vielfach verfilmt wurde.

Erleben und hören Sie zuhause berühmte Opernsänger und -sängerinnen

Die Oper und die Operette leben vor allem von ihren Sängern. Mitte des 20. Jahrhunderts eroberte zum Beispiel die Griechin Maria Callas die Bühnen der Welt. Sie ließ zwischen 1952 und 1965, als sie ihren Abschied von den Opern gab, zahlreiche ihrer Auftritte auf Schallplatten aufnehmen und veröffentlichen. So finden Sie auch heute noch viele der Opern, an denen Maria Callas mitwirkte, auf CD bei eBay. Sie war im Laufe ihrer Karriere an 34 Opern beteiligt, darunter an Klassikern wie „Parsifal" von Richard Wagner oder „Nabucco" von Giuseppe Verdi. Am 5. Juli 1965 wurde die letzte dieser Aufnahmen bei der Aufführung von „Tosca" angefertigt. In den weiteren Rollen sind Giuseppe Di Stefano und Tito Gobbi an ihrer Seite zu hören. Die von Victor de Sabata dirigierte Oper, die im Januar des Jahres 1900 uraufgeführt wurde, gilt bis heute als eine der besten Interpretationen des Werkes von Giacomo Puccini.

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