Klärung: Versandkosten aus Käufer- und Verkäufersicht

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Hallo erst mal ....,

hier gebe ich ein ein häufiges Thema zum Besten aus der Sicht

"eBay-Käufer":

 

Meine Tipps mit Fallbeispielen:

(eigene Erfahrungen, da ich mich - noch - nicht als Verkäufer betätigt habe)

1.  Wem die Versandkosten zu hoch erscheinen, sollte sich zunächst grundsätzlich nach einer günstigen, tunlichst versicherten Versandart vor Auktionsende über den Link "Fragen an den Verkäufer, Unterthema: Fragen zum Versand" erkundigen, kostet nichts, bringt aber Klärung! 

Bsp.: manche Verkäufer/Innen bieten einen versicherten Versand nicht von vornherein an, weil dann ein oder mehrere gekaufte,  zusammengefasste Artikel "zu teuer" würde(n) ...., was aber, wenn eine Warensendung oder ein Päckchen ohne Inhalt bzw. beschädigt ankommt?? ... keiner ist haftbar dafür, weder der/ die Verkäufer/In, eBay- Käuferschutz noch der Versender, da es dann meistens heißt "bei Verlust und Beschädigung trägt der/die Käufer/In das Risiko"

- so weit, so gut: steht in den Beschreibungen bzw. AGB der Verkäufer, vorher gründlich lesen vermeidet Irrtümer! -

2. WICHTIG: kann man als Käufer mehrerer Auktionen eines/(r) Verkäufers/(-In) auf eine kombinierte Lieferung bestehen?

Bsp.: "Schauen Sie auch in meine andere Auktionen, das hilft Porto sparen", unter "Angaben zu Versand" steht das so oder ähnlich vom Verkäufer angegeben, in der Beschreibung lautet es dann "aus organisatorischen Gründen können wir Artikel nur einzeln verschicken" - Fazit: klare Bauernfängerei!!!

Bsp.: Hinweis, wie vor, unten steht aber 1. Artikel 4,50 Euro, 2. Artikel 4,50 Euro, 3. Artikel 4,50 Euro, ab dem 4. Artikel jeweils nur + 1,-- Euro.

Bsp.: manche Verkäufer/Innen geben ein Zeitlimit zum Sammeln von Auktionen vor, darum immer vorher nachfragen, wenn nicht darauf in der Artikelbeschreibung hingewiesen wird, weil es hinterher sonst leicht heißen kann: "Die Käufe werden nach xxx Std. oder xxx Tagen automatisch vom System zusammen gefasst".

Bsp.: unseriöse Verkäufer/Innen neigen dazu, an den Versandkosten zusätzlich zu verdienen, d.h., in der Kaufabwicklung wird unter "Verpackung und Versand" jeder Artikel extra berechnet, unter "Rabatte" lässt sich der Gesamtbetrag in der Kaufabwicklung aber nicht abändern. Spätere "Diskussionen" mit einem solchen Verkäufer führen nur unnötig zu Verzögerungen, es folgen Zahlungserinnerungen, schlimmstenfalls sogar Meldungen an eBay über nicht bezahlte Waren - ganz böse ist so etwas für Käufer, die schnell bezahlen möchten

- darum immer vorher klären und nicht hinterher auf Verkäufer schimpfen und gar vorschnell negativ bewerten!!!

3. Verkäufer/Innen geben unverhältnismäßig hohe Versandkosten an!

Bsp.: auf vorherige Rückfrage nach einer günstigeren Versandart, heißt es: "Kosten hierfür sind nicht verhandelbar" oder "Höher angesetzte Portokosten bringen den Ausgleich zum billigeren Kaufpreis"

- hier heißt es klar: Finger weg, wem die Versandkosten zu hoch sind!!! - im eBay als unlauterer Wettbewerb grundsätzlich nicht statthaft.

4. Fatalste Version: versicherter Versand wird bezahlt, stattdessen unversichert geliefert!

Bsp.: Ware kommt beschädigt an -  Verkäufer/In unbedingt darauf ansprechen, aber eBay-Käuferschutz greift erst bei Ware ab 25,-- Euro, darum Meldung zwecklos - ein Witz schlechthin, womit Verkäufer/Innen klaren Spekulationsspielraum gewinnen können!

- WICHTIG: das Risiko trägt hierbei IMMER der Verkäufer, da vom Käufer vorher höher bezahlt!!!

 

... und hier noch aus der Sicht

"eBay-Verkäufer":

(erfragt bei einem eBay-Verkaufsagenten)

Versandkosten beinhalten einiges mehr als das Porto:

 

1.) Transport- oder Portokosten (selbstverständlich!)

 

2.) Verpackung und dämpfendes Material soweit notwendig

(Kartonagen, Briefumschläge, Luftpolsterfolien und ähnliches, Klebeband und/ oder Paketschnur müssen vom Verkäufer selbst eingekauft werden, es gelten hier klare Vorschriften für das versicherte Versenden von Artikeln!) 

 

3.) Aufwand für das Einpacken und Adressieren (Arbeitszeit und Druckerkosten)

 

4.) Versicherung

(z.B. bei Händlern/Powersellern sind Artikel auch als Brief, sogar als angemeldete Warensendung versichert!)  

 

5.) Umlage Kostenanteil für mögliche Rücksendungen/Reklamationen/Bearbeitungskosten

 

6.)  Aufwand, um die Ware zum Versandunternehmen zu bringen oder abholen zu lassen

(kurz: Zeit ist Geld und Autos fahren auch nicht gerade umsonst - Kraftstoff + Verschleiß! - die Wenigsten haben das unverschämte Glück ein Versandunternehmen direkt neben der eigenen Haustüre zu haben ..., Abholung vom Versender muss je nach Aufwand + Menge beantragt bzw. berechnet werden)) 

 

Fazit: Haben Sie das schon einmal aus diesem Blickwinkel gesehen, wo spricht man dann noch von einem "Verdienst", außer es sieht bei völlig überhöhten Versandkosten nach einem Betrugsversuch aus ... dem ein Käufer aber zunächst erst durch eine Gebotsabgabe offenkundig zustimmen muss ...!

 

Mein persönlicher Tipp: Immer vorher gründlich überlegen, ob sich ein Artikel  noch als "Schnäppchen" rechnet, nicht "schimpfen", wenn es zu spät ist!

So hoffe ich darauf, dass einige LeserInnen dieses Ratgebers mir meine Mühe mit einer Ja-Stimme honorieren wollen!

Herzlich gegrüßt vom Niederrhein. 

 

 

 

Der Ratgeber sollte nichts anderes als eine Hilfe sein, denn bitte vergessen Sie nicht, dass es Ausnahmen sind, die ich hier als Hinweis für andere Käufer/Innen aufgeschrieben habe.

In den meisten Fällen schlagen die Anbieter Alternativen vor, sofern man vor Auktionsende danach fragt und falls nicht, entscheiden Sie einfach selbst, ob sich ein Angebot dann immer noch lohnt ...       

 

  

 

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