Kino-Erlebnis in Ihrem Heim: Was Sie bei dem Kauf von Dolby Surround Systemen beachten sollten

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Kino-Erlebnis in Ihrem Heim: Was Sie bei dem Kauf von Dolby Surround Systemen beachten sollten

Blu-Ray, HD-TV und Filmen in 3D – das Heimkino hat in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt. Wer ein wenig investiert, dessen Heimkino steht den großen Lichtspielhäusern in beinahe nichts mehr nach. Zu einem hochwertigen Fernseher, der das gestochen scharfe Bild liefert, kommen noch andere Faktoren hinzu, die das Kino-Gefühl in die eigenen vier Wände bringen. Der satte Surround Sound spielt dabei eine zentrale Rolle.

Durch strategisch platzierte Klangquellen hat der Zuschauer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sitzen und unmittelbar an der Filmhandlung teilzunehmen. Wilde Verfolgungsjagden, rasante Flugszenen oder ruhige Episoden wirken so einfach noch realer – die oft zitierte vierte Wand des Bildschirms wird immer mehr aufgeweicht.

Der Surround Sound aus dem Kino erobert die Wohnzimmer

Was lange dem Kino vorbehalten war, ist schon seit den achtziger Jahren für private Wohnzimmer erhältlich. Doch erst mit dem Aufkommen von großen Flachbildschirmen hat sich der Surround Sound für das Heimkino flächendeckend durchgesetzt. Namhafte Hersteller bieten mittlerweile qualitativ hochwertige Systeme zu vernünftigen Preisen an, sodass Surround-Systeme längst nicht mehr Hi-Fi-Fans vorbehalten sind. Doch worauf sollte man beim Kauf eines Surround-Systems achten? Welche Komponenten sollte es enthalten und welches Zubehör wird benötigt? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten bei Surround-Systemen. So sind Sie bestens darüber informiert, worauf Sie beim Kauf eines Surround-Systems achten sollten.

Diese Elemente machen den Surround-Sound in den eigenen vier Wänden perfekt

Um den Kino-Sound auch privat genießen zu können, ist ein wenig Vorbereitung wichtig. Zunächst gilt es, den Raum, in dem das Heimkino aufgebaut werden soll, zu analysieren. Ist er groß oder eher klein, gerade geschnitten oder verwinkelt – alle diese Aspekte haben einen großen Einfluss auf den Klang der Maschine. Beachten Sie auch, dass eine Heimkino-Anlage viel Platz einnehmen kann, je nachdem, für welches System Sie sich entscheiden.

Zunächst ein Überblick über die Elemente, die bei einer Surround Sound Anlage dazugehören. Benötigt werden:

Im Folgenden wird auf die einzelnen Komponenten eingegangen. Zuvor jedoch gibt es einen kleinen Exkurs über die verschiedenen Surround Systeme.

Digital oder analog - beide Systeme bergen Vor- und Nachteile

Was als Dolby Surround in den achtziger Jahren begann, wurde mit der Zeit zunehmend von Dolby Digital und anderen digitalen Surround-Systemen, wie DTS, ersetzt. Durch die vermehrte Einführung digitaler Medien wie DVDs und Blu-Rays konnte sich das analoge Dolby Surround nicht mehr gegen seine digitale Konkurrenz behaupten.

Dolby Surround ist jedoch unter Hi-Fi-Experten weiterhin ein beliebtes Format. Es kommt vor allem bei Audio-CDs zum Einsatz. Für den Heimkinobereich ist Dolby Digital, das auch im Fernsehen eingesetzt wird, mittlerweile das etablierte System. Im Folgenden werden Ihnen die Unterschiede und die Vor- und Nachteile beider Systeme vorgestellt.

Dolby Surround – der dreidimensionale Klang revolutionierte den Heimkinobereich

In den achtziger Jahren entwickelte die Firma Dolby ein analoges Mehrtonsystem, das im Heimbereich für mehr Raumklang und ein realistisches Sound-Erlebnis sorgt. Das analoge Dolby Surround System besteht aus vier diskreten, also voneinander unabhängigen Tonspuren. Diese vier Tonspuren werden auf analogen Filmen zu zwei Tonspuren zusammengefasst. Der Grund für die Zusammenfassung der Spuren liegt darin, dass auf einem 35-mm-Film nur Platz für zwei Stereo-Tonspuren ist.

Um die zwei Kanäle wieder in die ursprünglichen vier Tonkanäle aufzuteilen, benötigt man einen Dolby Surround Receiver. Dieser entschlüsselt das Signal und verstärkt es gleichzeitig.

Die vier Kanäle werden also von dem Verstärker an die unterschiedlichen Schallquellen weitergeleitet. Diese vier Kanäle setzen sich aus zwei Stereo-Kanälen, einem Center und einem Surround-Kanal zusammen. Neben zwei Stereo-Lautsprechern, wie sie von der Hi-Fi-Anlage bekannt sind, benötigt man für den Surround Sound einen Center-Lautsprecher und zwei kleinere Lautsprecher für den Surround-Kanal. Die beiden Surround-Lautsprecher geben bei Dolby Surround jedoch das gleiche Signal wieder, sind also nicht stereo, wie die beiden Frontlautsprecher.

Die einzelnen Kanäle und Lautsprecher sind dabei für unterschiedliche klangliche Aufgaben zuständig. Die Frontlautsprecher links und rechts geben Umgebungsgeräusche wieder und sind für die Filmmusik zuständig. Der Mittelkanal oder Center ist für die Dialoge zuständig. Er wird möglichst nahe unter oder oberhalb des Fernsehers positioniert, um die Einheit von Bild und Ton möglichst realistisch zu halten. Der Surround- oder Rückkanal wird von zwei Lautsprechern wiedergegeben. Diese werden seitlich vom Zuhörer positioniert und sind für die Wiedergabe von Hintergrundgeräuschen und Sound-Effekten zuständig.

Dolby Digital – die digitale Weiterentwicklung macht den Raumklang noch realistischer

Dolby Digital wurde in den neunziger Jahren entwickelt und hat seither mit der Etablierung digitaler Medien immer mehr an Bedeutung gewonnen. Anders als bei Dolby Surround werden hier nicht nur vier, sondern bis zu 10 Kanäle unterstützt.

Den Beginn machte das berühmte Dolby 5.1-System, das aus sechs Kanälen bestand. Das Dolby Surround System wurde dabei um zwei zusätzliche Kanäle ergänzt. Dafür wurde ein zweiter Surround Kanal hinzugefügt. Durch zwei Surround-Kanäle lassen sich Geräusche vom Zuhörer genau orten. Der Raumklang wird dadurch noch realistischer.

Der zweite Soundkanal ist ein besonders tiefer Subwoofer-Kanal, LFE genannt. LFE steht dabei für „Low Frequency Effect“. Diese tiefen Frequenzen verleihen dem Surround Sound eine besonders große Dynamik. Da der Subwoofer nur ca. zehn Prozent des Frequenzumfangs abdeckt, wird der Kanal nicht als sechstes Element im Namen aufgeführt, sondern durch die Erweiterung „.1“ dargestellt.

Für noch ausgefeiltere Surround Sounds werden mittlerweile 6.1, 7.1 oder gar 9.1 Systeme angeboten. Diese haben dann noch mehr Surround und Rück-Kanäle, sodass der Klang wirklich aus allen Richtungen kommt. Bei diesen Systemen ist jedoch der steigende Platzbedarf für die einzelnen Lautsprecherkomponenten zu beachten.

Im nächsten Teil des Ratgebers werden Ihnen die einzelnen Elemente der Surround-Anlage näher vorgestellt. Außerdem wird erklärt, auf welche Faktoren Sie beim Kauf achten müssen.

Im Zentrum des Geschehens: Darauf sollten Sie bei einem Verstärker achten

Der Verstärker oder AV-Receiver bildet das Zentrum Ihres Surround Systems. Der Verstärker ist die Schaltzentrale, an der alle elektronischen Signale zusammenlaufen und an die Lautsprecher weitergeleitet werden. Aufgrund dieser wichtigen Aufgabe sollte beim Verstärker auf Qualität geachtet werden. Ist die Signalqualität des Verstärkers nicht gut, können auch hochauflösende Fernseher und hochwertige Lautsprecher-Systeme nicht ihr volles Potenzial entfalten.

Wichtig bei der Kaufentscheidung ist die Vielseitigkeit des Verstärkers. Ein guter Verstärker sollte die gängigen Surround-Codierungen verarbeiten können. Dazu gehören Formate wie Dolby Digital oder Dolby Pro Logic in den Versionen I bis IIX. Wer viele Filme über Blu-Ray schaut, sollte darauf achten, dass der Verstärker Dolby True HD oder DTS-HD unterstützt. Nur so können Sie das volle Klangpotenzial der Blu-Rays ausnutzen.

Lautsprecher für den Surround Effekt:  Stereos, Subwoofer und Surroundlautsprecher in bester Qualität

Um eine Surround-Anlage zusammenzustellen, werden einige Lautsprecher benötigt. Beim Kauf der Elemente sollten Sie vor allem die Größe des Raumes berücksichtigen, in dem Sie das Surround-System aufbauen möchten. Die Größe der Lautsprecher hat nur bedingt Einfluss auf die Lautstärke, sodass auch mit kleinen Mikro-Boxen tolle Sound-Erlebnisse zustande kommen können.

Bei Lautsprechern wird oft mit hohen Watt-Zahlen geworben. Diese sollen besonders hohe Lautstärken gewährleisten. Faktisch ist die Watt-Angabe jedoch nicht sehr aussagekräftig wenn es um die wirklich erreichte Tonqualität der Lautsprecher geht. Der Wirkungsgrad ist die Größe, an der man sich hier orientieren sollte. Ein hoher Wirkungsgrad besagt, dass der Lautsprecher einen besonders großen Anteil des eingespeisten Signals als Schallwelle weitergeben kann. Je höher der Wirkungsgrad ist, desto weniger Watt werden benötigt. Im Heimbereich erzielen Lautsprecher mit einem guten Wirkungsgrad bei einer Leistung von unter einem Watt sehr gute Ergebnisse.

Bei den einzelnen Lautsprecher-Komponenten sind unterschiedliche Randbedingungen zu beachten. Da die Surround-Lautsprecher für hohe Frequenzen zuständig sind, können diese relativ klein gewählt werden. Beim Kauf eines Subwoofers ist hingegen darauf zu achten, dass er Frequenzen ab etwa 30 Hertz wiedergeben kann. So sind klare Töne auch bei niedrigen Frequenzen gewährleistet und Ihr Heimkinoerlebnis gewinnt an Tiefe.

Aufstellung: Mit diesen Ständern integrieren Sie die Lautsprecher perfekt in Ihr Wohnumfeld

Bei der Aufstellung der Lautsprecher einer Surround-Anlage gibt es einige Vorgaben, an die man sich je nach räumlicher Begebenheit nahe halten sollte. Nur durch die richtige Anordnung der einzelnen Klangelemente kann das Gefühl, mitten im Filmgeschehen zu sitzen, auch realisiert werden. Bei den Frontlautsprechern gelten die gleichen Regeln, wie bei Stereo-Lautsprechern. Der Hörer und die beiden Lautsprecher sollten für den optimalen Sound ein gleichseitiges Dreieck bilden. Auch für die Höhe der Lautsprecher gibt es klare Regeln. Um den optimalen Klang zu gewährleisten, sollten die Lautsprecher zwischen 40 Zentimetern und 1,20 Metern aufgestellt werden.

Praktische, höhenverstellbare Ständer sind hier eine optimale Lösung, um die Lautsprecher in der richtigen Position anzubringen. Viele Lautsprecherständer bieten die Möglichkeit, die Lautsprecherkabel zu organisieren und verschwinden zu lassen. So bieten sie auch eine optische Verbesserung und integrieren die Lautsprecher als eigenständiges Möbelstück in Ihr Wohnzimmer.

Surround-Lautsprecher, die keine Direktstrahler sind, sollten seitlich neben dem Zuschauer angebracht werden. Um den optimalen Surround-Klang zu erreichen, wird empfohlen, die Lautsprecher in einer Höhe von 1,40 bis 2,10 Metern zu befestigen. Hierfür eignen sich Wandhalterungen besonders, da Ständer in dieser Höhe leicht instabil werden können.

Fazit: Der Gesamteindruck zählt. Die einzelnen Teile der Surround-Anlage müssen zusammenpassen

Um in den Genuss eines Surround-Systems zu kommen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Wenn Sie bereits einige Bestandteile im Haus haben, können sie diese mit den passenden Komponenten ergänzen. Das Gleiche gilt auch für diejenigen, die sich in der Materie gut auskennen und bestimmte Vorlieben, sei es in der Bauart der Boxen oder der Firma des Verstärkers, haben. Für Neulinge im Heimkinobereich bieten sich praktische Sets der einzelnen Anbieter an. Hier können Sie sichergehen, dass die einzelnen Komponenten aufeinander aufbauen und optimal abgestimmt sind.

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