Kindle: Der Ebook-Reader von Amazon

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Der Kindle Paperwhite entwickelt sich zum Star unter den Ebook-Readern. Mit seinem Display und dem breiten Amazon-Angebot schlägt er die Konkurrenz in vielen Bereichen. Doch der praktische Reader hat auch einen gravierenden Nachteil.

 

Kindle: Der Ebook-Reader von AmazonT-Online: Der Kindle Paperwhite besticht durch gute Leistung und zahlreiche sinnvolle Features. (Copyright: Amazon)

 

 

Die Technik des Kindle

Der Kindle ist ein Ebook-Reader mit E-Paper-Technik. Dadurch ist das Lesen sehr angenehm, auch bei hellem Sonnenlicht treten keine Spiegeleffekte auf. Die Auflösung beträgt 167 ppi beim älteren Kindle, 212 ppi beim Kindle Paperwhite. Das Gerät ist sehr leicht (je nach Modell 170 bis 215 Gramm) und lässt sich damit bequem einhändig halten. Dank einer integrierten Beleuchtung bleibt der Kindle auch im Dunkeln voll einsatzfähig, die Helligkeit lässt sich je nach Lichtverhältnissen anpassen. Der Speicherplatz des Geräts reicht für mehr als 1.000 Bücher. Wenn Sie die Hülle des Paperwhite aufklappen, aktiviert sich das Gerät automatisch und geht zurück in den Ruhemodus, wenn Sie sie schließen.

 

 

Besseres Display und mehr Leistung

T-Online: Im direkten Vergleich mit einem LCD-Gerät brilliert der Kindle mit starker Optik, selbst bei Sonnenschein. (Copyright: Amazon) Das 6-Zoll-Display des Kindle zeigt eine Auflösung von 1024 x 758 Pixel – mehr als viele andere Reader. Der Kindle Paperwhite bietet sehr gute Kontraste und damit einen scharfen, klaren Text. So können auch elegante Schriftarten wie Baskerville und Palatino eingesetzt werden. Für noch bessere Lesbarkeit stehen acht Schriftgrößen zur Auswahl. Der Prozessor des Kindle Paperwhite ist um 25 % schneller als beim Vorgängermodell. Somit öffnen sich die Bücher schneller und das Umblättern läuft flüssiger.

 

Mit der PageFlip-Funktion können Sie von Seite zu Seite blättern oder von Kapitel zu Kapitel springen. Auch der Touchscreen wurde verbessert. Er erkennt die Fingerposition nun noch genauer – wichtig zum Beispiel bei Fußnoten. Die verbesserte Prozessorleistung schlägt sich allerdings auf die Akkulaufzeit nieder: Sie reicht nur für rund 45.000 Seiten – das ist aber immer noch mehr als bei manch anderen Readern.

 

 

Lexikon, Wörterbuch und Notizfunktion

T-Online: Dank "Smart-Lookup" lassen sich Wörter schnell und einfach nachschlagen. (Copyright: Amazon) Per "Smart-Lookup" können Sie mit dem Paperwhite auf Wikipedia Begriffe nachschlagen – das bedeutet zusätzliche Infos zu Figuren, Schauplätzen und Gebäuden. Die Informationen erscheinen als Pop-Up – Sie brauchen also die gerade gelesene Seite nicht zu verlassen. Sie können zusätzlich im Buch Randbemerkungen hinzufügen, die sich sogar auf den Computer exportieren lassen.

 

Nutzen Sie Facebook und Twitter, können Sie markierte Textpassagen und Zitate dort posten und sich umgekehrt von anderen markierte Passagen anzeigen lassen. Mit der X-Ray-(Röntgen-)Funktion durchforschen Sie ein ganzes Buch, zum Beispiel indem Sie sich alle Textpassagen mit bestimmten Figuren anzeigen lassen. Halten Sie den Namen einer Figur gedrückt, bekommen Sie deren Biografie angezeigt. Der Kindle beherrscht auch mehrere Sprachen, in die Sie Textstellen übersetzen können – unter anderem Englisch, Spanisch und Japanisch.

 

 

Viele Extras für den Lesekomfort

Die Funktion "Time to Read" misst Ihre Lesegeschwindigkeit und kann Ihnen auf Nachfrage mitteilen, wie lange Sie noch für ein Kapitel oder das ganze Buch brauchen. Die "Whispersync"-Funktion speichert Ihre letzte Lesestelle sowie Lesezeichen und Anmerkungen – so können Sie beim nächsten Mal an derselben Stelle weiterlesen.

 

 

Preisspanne zwischen 49 und 129 Euro

Amazon hat zurzeit drei Reader im Angebot: den klassischen Kindle für 49 Euro, den Kindle Paperwhite für 109 Euro und den Kindle Paperwhite 3G für 169 Euro.

 

Der Onlineversandhändler bietet eine riesige Auswahl an Büchern. Mit dem Kindle gelangen Sie direkt in den Store, können stöbern und den Wunschtitel sofort herunterladen. Der Kindle Paperwhite hat eine WLAN-Funktion, das "3G"-Modell kann sich sogar per Mobilfunk verbinden. Das kostet Sie keine Gebühren – die übernimmt Amazon.

 

 

Keine Wahlfreiheit beim Onlineshop

Die starke Anbindung des Kindle an den Amazon-Shop ist der wichtigste, für manchen Käufer der entscheidende Nachteil. Amazon verwendet für seine Ebooks das hauseigene AZW-Format. Das ansonsten für Ebook-Reader übliche "ePub"-Format kann er nicht lesen. Damit soll ein Kauf in anderen Onlineshops ausgeschlossen werden – eine Bevormundung, die nicht jedem Käufer schmeckt.

 

 

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