Kinderzimmer-Tipp: mit Bastel-Zeitschriften zur kreativen Raumgestaltung

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Kinderzimmer-Tipp: mit Bastel-Zeitschriften zur kreativen Raumgestaltung

Kinderzimmer sind mit Sicherheit die Räume in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus, die am häufigsten umgestaltet werden. Die Gründe liegen auf der Hand: Das Kind wächst, und die Ansprüche an die Ausstattung ändern sich entsprechend. Genau genommen ist es ein ständiger Spagat zwischen einem liebenswürdig überschaubaren Chaos und praktischen Ansprüchen – nicht immer eine leichte Angelegenheit. Zu den Anforderungen in diesem Zusammenhang zählen der Bedarf an Stauraum, auch muss das Baby-Bett irgendwann ausgetauscht werden, und zu guter Letzt wird das Kind mit Sicherheit einen eigenen Geschmack entwickeln, was zum Beispiel die Farbgebung betrifft.

Viele praktische Tipps erhalten Eltern über Fachliteratur und Bastel-Zeitschriften, zumeist mit tollen Ideen, die sich mit einem halbwegs überschaubaren Aufwand realisieren lassen – von Deko-Vorschlägen bis hin zu speziellen Möbelstücken, die sich für eine kreative Raumgestaltung besonders gut eignen. Mit diesen Themen beschäftigt sich der nachfolgende Ratgeber, um Ihnen einige Tipps und Anregungen an die Hand zu geben, wenn es wieder einmal darum geht, im Kinderzimmer neue Ideen zu verwirklichen.

Ist das gewählte Zimmer das richtige Kinderzimmer?

Die Wohnung oder das Haus sind vorhanden – ob gekauft, zur Miete oder geerbt: Möchte man keine großen Veränderungen am Grundriss selbst vornehmen und zum Beispiel Wände einreißen, sollte man sich die Frage stellen, ob das zu diesem Zwecke auserkorene Zimmer tatsächlich das geeignete Kinderzimmer ist – gerade hinsichtlich der zukünftigen Anforderungen an die Größe oder auch Helligkeit. Manchmal etwa hilft ein einfacher Tausch, wie zum Beispiel das elterliche Schlafzimmer in das zukünftige Kinderzimmer zu verwandeln und umgekehrt. Je nach Schwerpunktthema können Zeitschriften aus dem Bereich Wohnen & Einrichten wertvolle Ideen liefern.

Klar ist: Was für ein Baby passend ist, sieht bei einem Kleinkind schon wieder ganz anders aus, da sich die Bedürfnisse in dieser frühen Lebensphase – ein wenig überspitzt formuliert – schon fast täglich ändern. Die gute Nachricht jedoch ist, dass Sie als Eltern das Kinderzimmer nicht immer komplett umbauen oder umgestalten müssen – oft sind es die kleinen Änderungen, die viel Wirkung zeigen, wie einige der nachfolgenden Beispiele verdeutlichen werden.

Selbst noch mal Kind sein

Ein psychologischer Effekt: Die schönste Begleiterscheinung bei der Umgestaltung der Räumlichkeiten ist, selbst noch einmal zum Kind zu werden. Bevorzugen Sie im Wohnzimmer vielleicht ein eher dezent kühles Ambiente, kann der Nachwuchs ganz andere Wünsche haben und sich an einem knallbunten Zimmer Tag für Tag aufs Neue erfreuen. Herausforderung und Vergnügen zugleich kann das für Sie als Eltern bedeuten, wenn Sie spüren, wie sich der eigene Blickwinkel verändert und Sie plötzlich alles selbst wieder wie mit fröhlichen Kinderaugen sehen. Mit Sicherheit hilft die Erkenntnis, das Kinderzimmer als eine Art Wohnung in der Wohnung zu betrachten.

Die Raumaufteilung macht es

Je nachdem, in welchem Alter Ihr Nachwuchs ist, muss ein Kinderzimmer mehrere Funktionen übernehmen: Es gibt etwa eine Spielecke, eine Lernecke und eine Schlafecke. Manchmal findet sich eine einfache Lösung durch das geschickte Umstellen verschiedener Möbel, manchmal können zusätzliche Einrichtungsgegenstände sehr hilfreich sein. Mit Fantasie lassen sich hier auf jeden Fall auch unkonventionelle Lösungen finden – es müssen nicht immer teure Systemmöbel sein.

Die Schlafecke etwa lässt sich zum Abend hin durch einen Vorhang oder eine Gardine sehr schön vom restlichen Raum abtrennen, verbunden mit dem eindeutigen Signal für das Kind, dass es Zeit zum Schlafen gehen ist. Tagsüber wird der Vorhang einfach wieder aufgezogen, und das komplette Raumgefühl ist wieder hergestellt. Selbst enge Räume lassen sich optimal nutzen: Ein Hochbett mit integriertem Schreibtisch unter der Schlaffläche spart viel Platz, der anderweitig genutzt werden kann.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, die mit etwas mehr Aufwand in Eigenregie umgesetzt werden können. Zumeist kommt es sehr gut beim Nachwuchs an, wenn die einzelnen Bereiche im Kinderzimmer durch Podeste voneinander getrennt werden – ob eine oder mehrere Ebenen, hängt von der Größe des Raums ab. Je nachdem, wie Sie planen, lässt sich die Fläche unter den Podesten durch passende Rollcontainer als zusätzlicher Stauraum verwenden, denn Platz im Kinderzimmer ist eines der ewigen Themen. Eleganter kann man kaum zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – probieren Sie es aus.

Geht es darum, eine Spielwiese im Kinderzimmer einzurichten, lassen sich mit Spielteppichen klare Akzente setzen – unübersehbar markieren sie den entsprechenden Bereich. Der Teppich übernimmt zudem eine doppelt schützende Wirkung, sollten Sie Parkett oder Laminat verlegt haben: Der Belag wird geschont – ebenso wie die Knie und Gelenke der Kids, wenn sie voller Elan und Spaß herumtoben.

Aus alltäglichen Dingen Kindermöbel machen

Klassiker, die viele Eltern noch kennen werden, sind zum Beispiel Weinkisten aus Holz. Mit einer farbigen Lackschicht überzogen, werden diese zum Stauraum für allerlei Spielzeug, das sonst eher durch die Gegend verstreut herumliegen würde. Alte Sitzbänke verwandeln sich durch die Auswahl passender Sitzkissen ohne nennenswerten Aufwand in einen gemütlichen Ruheplatz. Sehr schön lassen sich auch aus Holzpaletten die verschiedensten Einrichtungsgegenstände basteln. Mit Rollen darunter verwandeln sich diese schnell in schöne Tische in einer für Kinder optimalen Höhe. Eine nicht mehr benötigte Staffelei eignet sich sehr gut, um eine Kreidetafel anzubringen, auf der sich die Kinder kreativ austoben können.

Deko-Ideen für das Kinderzimmer zum Selbermachen

Ein Kinderzimmer besteht nicht nur aus Einrichtungsgegenständen, sondern lebt besonders auch von lustigen und lebendigen Deko-Ideen. Mit Geduld und den notwendigen Kenntnissen über die Bastel-Materialien lassen sich individuelle Ideen realisieren, die perfekt ins vorhandene Ambiente passen.

Fensterflächen zum Beispiel können langweilig oder lustig sein: Mit der sogenannten Windows-Color-Technik lassen sich zauberhafte Motive auf Fensterscheiben anbringen und jederzeit wieder auswechseln. Alles, was Sie dazu benötigen, sind passende Motive und die speziellen Windows-Color-Farben, die Sie bequem bei eBay finden und bestellen können. Die Technik ist recht einfach erklärt, der Rest ist Übung: Zunächst das gewünschte Motiv auswählen oder selbst entwerfen und ausdrucken. Im zweiten Schritt die Konturen nachzeichnen und trocknen lassen, das Finishing besteht daraus, die Zwischenräume auszufüllen. Sind sämtliche Farben getrocknet, ziehen Sie das Motiv vorsichtig ab und bringen es am Fenster an – fertig. Auf diesem Weg lassen sich tolle Ideen auch für spezielle Anlässe wie Weihnachten oder Ostern realisieren.

Kindermöbel aufarbeiten oder neu erstehen

Haben Sie mehrere Kinder, können Möbel der "Größeren" sozusagen familienintern weitergereicht werden. Manchmal – erfahrene Eltern kennen dieses Spiel – wird das nicht allzu viel Gegenliebe oder gar Begeisterung hervorrufen. Oft hilft es in diesem Fall, das Kindermöbel mit etwas handwerklichem Geschick und Geduld aufzuarbeiten und diesem so ein ganz anderes Aussehen zu verleihen. Ob Schrank, Bett oder Regal: Ein frischer Anstrich lässt alles in einem neuen Glanz erstrahlen. Neben der Art der Lackierung sowie der möglichen Farbe lassen sich auch kreative Elemente wie zum Beispiel Herzchen, Gesichter oder Ähnliches in die Lackierung integrieren. Die Entscheidungen können Sie gemeinsam mit dem Kind treffen oder bei der nächsten Gelegenheit als Überraschung präsentieren.

Was Sie beim Lackieren von Möbeln beachten sollten

Beim Aufmöbeln mit Farben gilt es einige Aspekte zu berücksichtigen. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Farben und Lacke nicht gänzlich ohne Schadstoffe auskommen, dazu zählen Lösungsmittel, Weichmacher oder Konservierungsmittel. Das wichtigste Grundprinzip lautet daher: Möbel niemals im Kinderzimmer selbst lackieren. Im Sommer etwa eignet sich die Terrasse, vielleicht steht Ihnen ja auch eine Garage oder sogar eine eigene Hobby-Werkstatt zur Verfügung. Vier Schritte sind letztlich notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen:

  • Oberfläche gründlich reinigen
  • Oberfläche anrauen
  • Grundierung aufbringen
  • Ein- oder mehrfach lackieren

Fehlt die Erfahrung, helfen Bastel-Zeitschriften oder Fachliteratur weiter, oft werden die einzelnen Arbeitsschritte leicht verständlich mit Text und Bildern erklärt. Ist das eigene Werk fertig, sollten Sie es unbedingt noch einige Tage auslüften lassen, da sich in dieser Zeit leicht lösliche Stoffe wie die Lösungsmittel recht schnell verflüchtigen. Eine andere Alternative: Sie durchstöbern das große Angebot an verschiedenen Kindermöbeln auf eBay – von Einzelstücken bis hin zu Komplettlösungen finden Sie hier zahlreiche Alternativen.

Wenn die Wände einen neuen Anstrich bekommen

Ein neuer Anstrich im Kinderzimmer kann wahre Wunder bewirken und dem Raum einen völlig neuen Charakter verleihen, ohne dass Sie darüber hinaus viel verändern müssten. Je nach Alter des Kindes sollte man es auf jeden Fall mit in den Auswahl- und Entscheidungsprozess mit einbeziehen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die jeweilige Lebensphase: Kommt der Nachwuchs in das schulpflichtige Alter, verändern sich auch die Anforderungen, aus dem Spielzimmer wird nach und nach ein Lernzimmer – ein Umstand, dem man bei der Farbwahl Tribut zollen sollte.

Eine sehr einfache und zugleich schöne Möglichkeit, Wände ohne großen Aufwand zu verändern, bieten sogenannte Wandtattoos mit Motiven speziell für das Kinderzimmer. Ein bunter Baum etwa neben dem Bett hat eine sehr beruhigende Wirkung und schafft eine vertrauliche Atmosphäre. Mit fluoreszierenden Sternen kann ein leuchtender Nachthimmel an die Zimmerdecke gezaubert werden, mit Tiermotiven sorgt ein kleiner Zoo für viel Spaß. Der große Vorteil bei dieser Art Wanddekoration: Sie lässt sich problemlos entfernen und ebenso problemlos durch neue Motive ersetzen – die Wände im Kinderzimmer gehen sozusagen mit der Zeit mit.

Anregungen aus Bastel-Zeitungen

Hin und wieder hat man als Eltern das Gefühl, dass die eine oder andere Veränderung dem Kinderzimmer gut tun könnte, ohne jedoch zunächst genau zu wissen, was man umbauen oder verändern möchte. Bei einer Tasse Kaffee oder einem frisch aufgebrühten Tee macht es viel Spaß, in Bastel-Zeitungen nach Anregungen zu suchen, während draußen der Regen in dichten Tropfen vom Himmel fällt. Kinder sind zudem sehr stark visuell interessiert und werden sich sicher gerne mit dazu setzen, die Augen offen halten und das Gesehene mit viel Fantasie kommentieren. So gelingt der perfekte Einstieg für einen neuen Style im Kinderzimmer.

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