Keyboardkauf - Möglichkeiten, Keyboardmodelle und Tips

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Ich möchte hier für Anfänger im Bereich elektronische Tasteninstrumente einen kleinen Überblick geben. Worauf muss man beim Kauf achten? Welche Modelle gibt es? Was bedeutet dieses Fachwort? Ich hoffe ich kann Ihnen mit diesem Bericht weiterhelfen.

Keyboardmodelle:

Es gibt nicht d a s Keyboard sondern ein vielzahl von verschiedenen Geräten die unter dem Begriff Keyboard im Allgemeinen gemeint sind.

  • Das Masterkeyboard: Dieses Keyboad besitzt keine integrierte Tonerzeugung, sondern dient entweder dazu, an einen extern Tonerzeuger (z.B. Expander oder ein anderes Keyboard) oder z.B. an einen Computer (zum Einspielen von Noten etc.) Spielinformationen zu senden. Die meisten Masterkeyboards nutzen  Midi, ( musical instrument digital interface ) um diese Informationen an das gewünschte Gerät zu senden; USB-Schnittstellen sind nicht gebräuchlich, man erhält allerdings auch Masterkeyboards die über USB verfügen, das meist nur zum Anschluss an den PC genutzt wird. Die meisten Unternehmen setzen bei neueren Modellen immer mehr auf neuere Schnittstellen z.B. USB oder Fire-Wire. Midi überträgt keine Töne sondern nur Daten, z.B. eine bestimmte Note wird unter einer bestimmten Anschlagsstärke gespielt. Zudem kann man über Midi Informationen, z.B. zum Umschalten des Instruments am Klangerzeuger senden. Natürlich gibt es auch bei Masterkeyboards Unterschiede: Ein billiges Masterkeyboard mit 24 Tasten ohne Anschlagdynamik (je stärker man eine Taste drückt, desto lauter wird der Ton) oder ein teures Mastereyboard mit 88 Tasten, Hammermechanik, um möglichst genau ein Klavier zu simulieren. Bekannte Hersteller sind z.B. Doepfer oder Fatar.

 

  • Portable Keyboard werden meistens auch als Keyboard bezeichnet und stellen das dar, was jeder als Keyboard kennt. Die meisten besitzen ein Tastatur mit 61 Tasten, die jedoch nicht sehr überragend ist, d.h. die Tasten besitzen keine Hammermechanik, sind nicht gewichtet; portable Keyboards haben eine interne Klangerzeugung, eingebaute Lautsprecher. Die Klänge des Keyboards, seien es die Styles (Rhythmen) oder Sounds (Instrumente), klingen meist nicht sehr hervorragend, zudem gibt es kaum Möglichkeiten diese am Keyboard zu bearbeiten. Bekannte Hersteller von portable Keyboards sind Yamaha, Casio, Technics. Die Preise bewegen sich zwischen 100 und 500 Euro

 

  • Entertainer Keyboard werden bessere portable Keyboards genannt. Diese besitzen meistens eine größere Tastatur z.B. 76-88 Tasten, teils gewichtet; eine bessere Möglichkeit zum editieren der Sounds; bessere und mehr Sounds und Styles; größere Displays; aus Gewichtsgründen keine internen Lautsprecher (da sie meist von Alleinunterhaltern eingesetzt werden, die sowieso noch eine eigene Anlage mitbringen); Möglichkeiten z.B. CDs zu lesen; mehr Eingänge und Ausgänge z.B. für Mikrofon etc; Pitch-und Modulationsräder (Räder zur Änderung der Tonhöhe oder Änderung der Klangcharakteristik); Möglichkeiten Midi und Karaokefiles abzuspielen. Bekannte Hersteller sind: Yamaha, Korg, Roland Generalmusic. Die Preise bewegen sich zwischen 1500 und 4000 Euro.

 

  • E-Pianos Unterscheiden muss man zwischen Homepianos und Stagepianos. Homepianos sind massiver in der Bauweise (z.B. einem echten Klavier nachempfunden, mit Holzgehäuse etc.) und besitzen meist mehrere interne Lautsprecher,um einen ansprechenden Klang zu liefern. Homepianos sind meis schwer, sodass sie nicht zum dauerhaften Transport geeignet sind.Stagepianos sind für die Bühne, sie sind leicht zu transportieren und besitzen meist keine interne Lausprecher. Bei E-Pianos wird mehr Wert auf einen gute Tastatur, weniger aber dafür auf viele Sounds, dafür auf ein paar gute Sounds gelegt. Die Tastaturen sind 88 Tasten (Klaviergröße), haben Hammermechaniken oder individuelle Herstellermechaniken zum simulieren eines Klaviers. Es gibt durchaus auch digitale Flügel, Stutzflügel. Natürlich gibt es eine große Modellvielfalt, z.B. mit Begleitautomatiken etc., sodass in der Beschreibung ein Kompromiss eingegangen wurde. Bekannte Hersteller sind: Casio, Generalmusic, Roland und Yamaha. Die Preise bewegen sich zwischen 500 und 10000 Euro.

 

  • Synthesizer sind Geräte die eine bessere editierung des Klangs erlauben oder mit denen man den Klang erst herstellen kann. Da es sehr viele verschiedene Modelle gibt, die alle auf unterschiedliche Klangerzeugung basieren möchte ich darauf nicht weiter eingehen.

Bitte beachten Sie, dass ich bei diesem Bericht bewusst Fachwörter vermieden habe und möglichst einfach beschrieben habe, um einen leicht verständlichen Bericht zu formulieren

 

Auf was muss ich beim Kaufen achten?

Da die meisten Anfänger sich sowieso ein Keyboard in unteren Preiskategorien kaufen, machen sie den Fehler, nicht auf Qualität zu achten bzw. nicht zu vergleichen. Leider geht bei einem ungeeigneten Keyboard schnell die Freude daran verloren und auch dann die Freude am musizieren. Man sollte sich zuerst nicht von irgendwelchen Fachwörtern beeinflussen lassen. Gute Keyboards für Anfänger kosten auch schon um die 300 Euro, darunter ist nicht viel zu empfehlen. Wichtig ist:

  • Das Keyboard sollte mindestens 61 Tasten haben (ein Klavier hat 88)
  • Es sollte über Touch-Response (Anschlagsdynamik) verfügen
  • Beim Kauf von einem bekannten Hersteller kann man sicher sein, dass es auch einigermaßen gut klingt (den perfekten Klang kann man in dieser Preisklasse nicht erwarten)
  • Man darf sich nicht durch die Angabe scheinbar vieler Styles (Rythmen) und Sounds (Klänge) täuschen lassen
  • Keyboards mit Leuchttasten sind nicht zu empfehlen, da sie nicht den Unterricht ersetzen können und der Keyboarder sich eine falsche Spielweise angewöhnt
  • Man sollte darauf achten, dass das Netzteil etc. dabei ist

Zubehör

Als Zubehör ist ein Keyboardständer zu empfehlen, sowie ein Keyboardstuhl. Keyboardstühle haben keine Lehne. Beim Keyboardständer ist darauf zu achten, dass er stabil ist, damit das Keyboard nicht beim Spielen wackelt.

 

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