Kennen Sie die Top 10 der klassischen Damendüfte?

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Kennen Sie die Top 10 der klassischen Damendüfte?

Klassiker sind auch bei Damendüften immer modern

Viele Frauen kennen das Problem. Das Parfum, das man zuletzt zum Geburtstag oder als Valentinstag Geschenk bekommen hat, ist leer und man sucht etwas Neues, etwas Interessantes. Einen eigenen Signaturduft, der der Umwelt im Gedächtnis bleibt und immer mit der gleichen Person assoziiert wird. Die Auswahl ist mittlerweile riesig, jedes Jahr kommen neue Düfte auf den Markt. Da ist es verständlicherweise schwer, den Überblick zu behalten und ein qualitativ hochwertiges Parfum zu ergattern, welches man gerne und oft tragen würde. Haltbarkeit, Duftnoten und Sillage, also die Stärke der Wahrnehmbarkeit für Mitmenschen, variieren stark von Parfum zu Parfum. Es gibt jedoch Düfte, die jegliche Modeschwankungen überstanden haben und bis heute noch ein Maßstab für Qualität und Parfumeurskunst sind. Mit diesen stilsicheren Klassikern sollte man sich auf jeden Fall beschäftigen.

Der Beginn einer neuen Parfum-Ära mit "Jicky" von Guerlain (1889)

"Klassiker" ist im Allgemeinen schwer zu definieren, in diesem Fall jedoch nicht. "Jicky" ist eine sehr frühe Kreation des Pariser Edelparfumhauses Guerlain, das schon bei seiner Veröffentlichung 1889 für Verwunderung und Faszination gleichermaßen sorgte. In einer Zeit, in der Frauen zarte Blumendüfte und Herren leichte Rasierwasser benutzten, kreierte Aimé Guerlain, der Sohn des Unternehmensgründers und damaliger Chefparfumeur, einen Duft, der wegweisend für das neue Parfumzeitalter werden sollte. Zum ersten Mal wurde versucht, keinen Duft aus der Natur, beispielsweise eine Blume, zu imitieren, sondern ein in sich stimmiges Kunstwerk zu schaffen. Dieser Duft, der erstmals in die heute bekannte Duftpyramide mit Kopf-, Herz- und Basisnote unterteilte, beginnt mit einer Zitrusnote, etwas grün mit Mandarine, Bergamotte und Zitrone, geht in eine Würzigkeit von Jasmin, Lavendel, Rose und Vetiver über und endet schließlich mit Vanille und Tonkabohne zart und weich auf der Haut, ohne die Würzigkeit komplett zu verlieren, die gegen Ende Zibet, Weihrauch und Rosenholz übernehmen. Einen romantischen Hintergrund hat dieser Klassiker auch: Aimé Guerlain soll "Jicky" nach einer Frau benannt haben, die er in England kannte.

Der weltbekannte Klassiker "No. 5" von Chanel (1921)

Im Jahr 1921 kreierte Ernest Beaux im Auftrag von Coco Chanel eines der bis heute berühmtesten Parfums der Welt: "No. 5". Der Legende nach inspirierte sie ihr russischer Liebhaber Großherzog Dimitri zur Veröffentlichung eines ersten Designerduftes ihres Modelabels. Beaux erstellte eine Serie von Versuchen, von denen die "No. 5" ausgewählt wurde. Anfangs auf 100 Flakons limitiert, als Weihnachtsgeschenk für ihre besten Kundinnen, entschied Coco Chanel sich dafür, den Duft, der bis heute noch das Aushängeschild der kompletten Parfumkollektion Chanels ist, in Serie zu produzieren. In prominenten Kreisen erlangte das Parfum spätestens seit Marylin Monroes berühmten Satz "Zum Schlafen trage ich nur einige Tropfen No. 5" Berühmtheit und Kultstatus. Ende 2012 wurde mit Brad Pitt erstmals ein Mann das Gesicht der Kampagne um diesen Klassiker. "No. 5", der auf einem sehr bekannten und damals revolutionären Aldehyd-Komplex basiert, startet pudrig-frisch, unter anderem mit Bergamotte und Zitrone, wobei die Pudrigkeit ganz klar dominiert und während der gesamten Duftentwicklung erhalten bleibt. Die Herznote bildet eine Auswahl von Blumen wie Maiglöcken, Jasmin und Rose die nach einiger Zeit in eine warme, weiche Pudrigkeit mit Vanille, Sandelholz und Vetiver übergehen. Heutzutage ist das Parfum sowohl als reines Parfum als auch als zarteres Eau de Parfum und ein leichteres Eau de Toilette bei eBay verfügbar.

Viel Vanille birgt der orientale "Shalimar" von Guerlain (1925)

36 Jahre nach "Jicky" erschuf Jacques Guerlain, der Neffe von Aimé Guerlain und neuer Chefparfumeur, einen sehr weiblichen, süßen Duft, der den Weg in die Badschränke vieler Damen mit Geschmack und Stil fand, nämlich "Shalimar". Der Name ist persisch und lässt sich am besten mit "Die reinste aller Freuden" übersetzen. Das Parfum gilt bis heute als Ikone und Vorreiter auf dem Gebiet der "orientalischen Parfums" und ist dementsprechend als süß, dominant und würzig zu beschreiben. "Shalimar" zeichnet sich dadurch aus, dass die Süße der Vanille mit anderen Noten sehr schön verwoben wurde. Angefangen mit vielen Zitrusnoten geht es langsam in die süße Würzigkeit mit Blumen und abschließenden orientalischen Inhaltsstoffen wie Weihrauch über. Durch seine komplexe Schwere ist "Shalimar" sicher kein Alltagsparfum, sondern eher zu besonderen Anlässen, wie Bälle, Hochzeiten und besonderen Jahrestagen zu empfehlen.

Der blumige Maiglöckchenduft "Diorissimo" von Dior (1956)

Maiglöckchen war bekanntermaßen die Lieblingsblume des Modeschöpfers Christian Dior. Er soll sie so sehr gemocht haben, dass er in den Saum seiner Modellkleider jeweils ein Maiglöckchen einnähen ließ. Umso weniger verwunderlich ist es, dass er sich für sein Wunschparfum, "Diorissimo", viele reine Maiglöckchen erwartete. Das gestaltete sich jedoch nicht einfach, da der klassische Maiglöckchen-Duft bis heute nicht extrahierbar ist, allenfalls kopierbar. 1956 gelang dem Parfumeur Edmond Roudnitska eben dieses Kunststück, ein Maiglöckchen so perfekt zu kopieren, wie es vorher noch niemandem gelungen war. Die Folge war "Diorissimo", ein sehr blumiges, zum Frühling passendes Parfum, mit dem sich sowohl junge Frauen als auch Damen jünger und frischer fühlen. Von Anfang bis Ende durchzieht diesen Duft viele verschiedene Arten von Blumen, allesamt mit dem Hauptthema Maiglöckchen. Das bei eBay erhältliche Parfum ist eher für zartere, elegantere Damen geeignet und lässt sich besonders gut im Frühling und Frühsommer tragen.

"L'Interdit" von Givenchy (1957) wurde einst für Audrey Hepburn kreiert

Nur ein Jahr nach "Diorissimo" widmete Hubert Givenchy seiner engen und langjährigen Freundin Audrey Hepburn ein Parfum, das vorerst nur ihr vorbehalten war. Als Givenchy den von Fabien Baron komponierten Duft auf den Markt bringen wollte, soll Hepburn gerufen haben "C'est l'interdit! C'est mon parfum!" (französisch für "Das ist verboten! Das ist mein Parfum!"), worauf der Name des Parfums, "das Verbotene" zurückgehen soll. Das Parfum ist ein sehr blumig-süßliches Parfum, das aber nicht schwer oder aufdringlich wirkt, sondern angenehm und saftig, mit etwas grünlich herben Noten. Durch seine elegant-blumige Aura, mit bulgarischer Rose, Jasmin und Tonkabohne, können ihn Frauen jeglichen Alters tragen. Auch der schlichte und griffige Flakon, der schon als puristisch einzuordnen ist, stellt einen kleinen Blickfang in einer Vitrine oder auch im Badezimmer dar und ist bei eBay verfügbar.

"Calèche" von Hermès (1961) bietet eine komplexe Duftentwicklung

Als Hermès den Duft "Calèche", zu deutsch "Kalesche", ein von Pferden gezogener Reisewagen, lancierte, wollte man dem Namen möglichst treu bleiben. Eine Reise für die Nase durch unterschiedliche, edle Duftstoffe. Der von Guy Robert erschaffene Duft beginnt mit sehr sommerlichen Noten wie Zypresse, Orangenblüte und Neroli, die eine zitrusartige Holzigkeit ausstrahlen. Die Holzigkeit bleibt, geht jedoch langsam in eine blumig-grüne Holzigkeit über, die in einem behaglich-eleganten Süßholz endet, mit Zeder und Sandelholz. Diese starke Duftentwicklung machen dieses bei eBay erhältliche Parfum bis heute noch zu einem Klassiker, da es weniger einem einzigen Duft gleicht, sondern eher einer Reise durch verschiedene, in sich stimmige Düfte.

"Opium" von Yves Saint-Laurent (1977) gilt als die Droge unter den Duftklassikern

Das vielleicht bekannteste Parfum von Yves Saint-Laurent ist ohne Zweifel "Opium". 1977 bekam das von Jean-Louis Sieuzac und Raymond Chaillan kreierte Parfum den provokanten Namen, der zu weltweiten Protesten und Verboten führte. Das Verbot in den USA wurde gar erst aufgehoben, als eine Studie beweisen konnte, dass sich weder drogenartige Substanzen im Parfum befanden noch es zum Drogenkonsum anregte. "Opium" gilt als Wegbereiter der blumig-orientalischen, kurz florientalen, Düfte. Dieses besonders gut im Winter tragbare Parfum, lässt sich mit schwer, würzig, fruchtig und süß charakterisieren. Den Beginn machen unter anderem Pflaume, Lorbeer, Gewürznelke und Koriander, was in der Herznote mit Patchouli, Pfirsich und Zimt nur verstärkt wird. Zum Schlussakkord gehören Kokos, Moschus, Myrrhe, Vanille und Weihrauch, die den Duft nochmal sehr opulent und raumfüllend wirken lassen. Durch die gute Haltbarkeit und Sillage sollte der Duft sparsam dosiert werden, bereits wenige Spritzer entfalten ihre Wirkung.

Der Sommerklassiker "Sun" von Jil Sander (1989)

Pierre Bourdon, auch Parfumeur von "Cool Water", hat mit "Sun" von Jil Sander ein sehr sommertaugliches Parfum kreiert. Der unveränderte Flakon, der eher an Retro-Sonnencreme als an ein Parfum erinnert, ist mittlerweile sehr bekannt und mit diesem Duft verknüpft. Das ganze Thema des Parfums ist eine blumige Vanille, die mit Früchten, Blumen und Gewürzen ausgeschmückt wurde. Im Hochsommer, wo "Sun" bevorzugt getragen wird, reichen aufgrund seiner Sillage ein bis zwei Sprühstöße, um angenehm wahrgenommen zu werden. Das Parfum ist seit seiner Erscheinung 1989 ein oft kopierter Klassiker der Damen-Sommerdüfte und ist auch bei eBay erhältlich.

Blumige Süße mit "Trésor" von Lancôme (1990)

Der von Sophia Grojsman komponierte Duft "Trésor", zu deutsch "Schatz", von Lancôme ist ein sehr weibliches Parfum mit Wiedererkennungswert, welches immer bei eBay verfügbar ist. Die Weiblichkeit wird unterstrichen von Duftstoffen wie Rosenblatt, Aprikosenblüte, Vanille, Sandelholz und Heliotrop. "Trésor" lässt sich mit den Attributen blumig, fruchtig und süß sehr gut beschreiben, zusätzlich zeichnet es sich durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aus. Der Duft lässt sich zu jeder Jahreszeit tragen, sowohl abends beim Ausgehen als auch tagsüber in der Freizeit oder auch dezent dosiert in der Arbeit. "Trésor" sollte vor allem für junge und junggebliebene Damen interessant sein.

"Angel" von Thierry Mugler (1992) erinnert an Süßigkeiten

Eine Liste von klassischen Damendüften wäre ohne "Angel" von Thierry Mugler unvollständig. Inzwischen hat sich das mittlerweile über 20-Jährige Parfum zu einem echten Klassiker entwickelt. Trotz vieler Abwandlungen, sowohl für Frauen als auch Männer, ist das Original noch immer sehr beliebt. Der futuristische Flakon in Sternform, den Thierry Mugler persönlich entworfen hat, verpackt das von Olivier Cresp kreierte Parfum sehr schick und außergewöhnlich. Bei seiner Veröffentlichung war "Angel" wegweisend für so genannte Gourmand-Parfums, also Düfte, die man mit Essbarem wie Kokosnuss, Beeren, Vanille und Honig verbindet. Genau diese Inhaltsstoffe finden sich auch in dem Parfum neben Mandarine, Pflaume, Pfirsich, Schokolade, aber auch Exotischem wie Zuckerwatte. Thierry Mugler ist hier ein einzigartiges, sehr bekanntes Parfum gelungen, das in jeder Altersklasse Anklang und Verehrer findet. "Angel" wird vor allem im Winter getragen, ist aber zu keiner Jahreszeit und in keinem Alter unpassend. Ein echter Allrounder unter den Klassikern.

Den Duft mit Bedacht wählen

Dem einen "steht" ein Parfum, dem anderen nicht, weil jedes Parfum mit jeder Haut anders reagiert. Auch wenn man mit einem dieser zehn Klassiker nie falsch liegt, sollte man sich Zeit nehmen, um seinen Favoriten auszuwählen. Dann steht einem langen und unbeschwerten Genuss nichts mehr im Weg.

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