Keltis: So beschreiten Sie die Steinpfade sinnvoll, um Pluspunkte zu sammeln

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Keltis: So beschreiten Sie die Steinpfade sinnvoll, um Pluspunkte zu sammeln

Das Brettspiel „Keltis" aus dem Kosmos Verlag für Spiele wurde 2008 zum Spiel des Jahres gewählt. Da der Spielverlauf meist recht kurz ist, eignet sich „Keltis" für Gelegenheitsspieler und als Gesellschaftsspiel für die gesamte Familie. Der bekannte Spiele-Autor Rainer Knizia, der auch für Erfolgsspiele wie „Einfach genial", „Die drei ???", „Herr der Ringe" und „Der Hobbit" verantwortlich ist, hat „Keltis" erdacht und entwickelt. Das Knizia studierter Mathematiker ist, merkt man dem Spiel an, denn Zahlen und Reihungen spielen hier eine große Rolle.

Wie der Name schon andeutet, erinnert das Design des Spieles an die irischen Kelten. So müssen Sie als Spieler Steinpfade beschreiten, Wunschsteine sammeln und in den ebenfalls bei eBay erhältlichen Erweiterungen gibt es auch ein Orakel zu befragen. Vom Aufbau her werden Fans von Strategiespielen bei „Keltis" aber eher an den Kosmos-Klassiker „Lost Cities" erinnert werden. „Keltis" ist ein Spiel, das Sie mit klar strukturierten Regeln recht schnell ins Spielgeschehen eintauchen lässt. Es ist für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahren geeignet. Das Original „Keltis - Der Weg der Steine" mit der „Keltis" Erweiterung finden Sie ebenso wie die Variante „Keltis - Das Orakel" bei eBay.

Punkte sammeln auf den Steinpfaden - so werden Sie „Keltis"-Sieger

Wenn Sie bei „Keltis" gewinnen wollen, müssen Sie mit möglichst vielen Ihrer Spielfiguren über die Steinpfade aus der Startzone heraus in die Zielebene ziehen, in der Sie Punkte sammeln können. Zugleich gibt es Wunschsteine einzusammeln und Sie müssen Ihre Karten richtig ausspielen, um selbst ziehen zu können - und um zu vermeiden, dass ein Mitspieler sich auf Ihre Kosten einen Vorteil verschafft. Die Punkte, die Sie am Ende des Spieles erhalten, erwerben Sie auf zwei verschiedene Arten: zum einen zählen die Punktzahlen der Felder, die Sie mit Ihren Spielfiguren erreicht haben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen können diese auf den Spielfeldern am Anfang auch negative Beträge sein. Erst in der Mittelzone und im Endbereich der Pfade zählen die Punkte positiv. Außerdem müssen Sie auf dem Weg noch eine bestimmte Anzahl von Wegekärtchen mit sogenannten Wunschsteinen aufsammeln, die je nach Anzahl ebenfalls Punkte einbringen. Haben Sie nicht genug davon bis Spielende, droht ebenfalls der Abzug von Punkten. Deswegen ist Planung und etwas Glück von Nöten, damit Sie zum richtigen Zeitpunkt Ihre Figuren an die richtige Stelle setzen können. Verschiedene Besonderheiten des Spieles gibt es dabei zu beachten.

Steinpfade, Kartenreihen, Wunschsteine und Wegekärtchen - mit diesen Elementen spielen Sie „Keltis"

In Ihrer Packung mit „Keltis - Der Weg der Steine" finden Sie als Zubehör den Spielplan, 110 Zahlenkarten, 20 Spielfiguren, vier Kleeblattfiguren und insgesamt 25 Wegekärtchen, wovon neun Wunschsteine darstellen, neun Kleeblätter und jeweils sieben Punktekärtchen. Der Spielplan hat zwei Seiten, eine Originalversion des Spieles und für fortgeschrittene Spieler eine Erweiterung auf der Rückseite mit verschlungeneren Pfaden. In der Originalvariante des Spiels sollen Spieler auf den insgesamt fünf Steinpfaden von der Startzone aus mit ihren fünf Spielfiguren losziehen. Jedem Spieler ist eine Figurenfarbe zugeordnet, in der er jeweils eine große und vier kleine Figuren erhält. Die 5 Steinpfade haben ebenfalls je unterschiedliche Farben, die sich von den Spielerfarben unterscheiden (nur Braun gibt es sowohl bei den Spielfiguren als auch auf den Steinpfaden, doch dies lässt sich leicht auseinanderhalten). Um die Figuren vorwärts zu bewegen, benutzen Sie keinen Würfel, sondern jeder Spieler erhält bei Spielbeginn eine bestimmte Anzahl von Karten, die Sie ablegen müssen um mit Ihrer Figur voran zu ziehen. Auf den Karten befinden sich die Zahlen von 0 bis 10 in den Farben der fünf Steinpfade (Blau, Grün, Gelb, Pink und Braun), und zwar sind alle Zahlen-Farb-Kombinationen jeweils zweimal vorhanden. Welche Karte Sie zum Vorwärtskommen nutzen, hängt von strategischen Überlegungen ab.

Kartenreihen bilden oder Karten abwerfen - so kommen Sie auf den Steinpfaden voran

Die Regeln von „Keltis" sehen vor, dass Sie, um einen Zug mit einer Ihrer Spielfiguren machen zu können, eine Ihrer Karten offen vor sich ablegen müssen. Dabei bestimmen Sie mit der Kartenfarbe, auf welchen Pfad die Figur ziehen wird. Mit jeder abgelegten Karte können Sie Ihre Figur nur um ein Feld auf dem Pfad weiter bewegen. Die Zahlenwerte hingegen werden für die Kartenreihen benutzt. Denn Sie legen nicht einfach wahllos Karten mit verschiedenen Farben vor sich auf einen Stapel, sondern bilden pro Farbe eine Kartenreihe, deren Zahlenwerte entweder alle in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge aufeinander folgen müssen. Daher empfiehlt es sich, entweder mit dem höchsten oder niedrigsten Wert einer bestimmten Farbe, den Sie zu Spielbeginn in der Hand halten, zu beginnen, damit alle nachgezogenen Karten möglichst in der gleichen Reihenfolge sind und Sie die Möglichkeit haben, Ihre Kartenreihe fortzusetzen.

Gut zu wissen

Dabei ist es übrigens egal, ob Sie bestimmte Zahlenwerte auslassen. Die Reihe 0, 3, 4, 6 wäre damit erlaubt. Eine weitere Besonderheit von "Keltis" ist auch, dass jede Zahl einer bestimmten Farbe je zweimal vorhanden ist. Das bedeutet, dass Sie sich am Anfang einer neuen Reihe noch nicht sofort entscheiden müssen, in welche Richtung Sie ablegen. Haben Sie z.B. nur zwei Karten mit dem Wert 3 in Pink, können Sie beide hintereinander ablegen und ziehen vielleicht bei dem nächsten Zug eine pinkfarbene 0 und danach eine 2. Damit entscheiden Sie, dass Sie die Reihe in absteigender Reihenfolge fortsetzen möchten und legen die 2 ab. Zu diesem Zeitpunkt wäre es aber auch noch möglich, mit einer 4 eine aufsteigende Zahlenreihe zu bilden. Sie hätten auch sofort Ihre 0 ablegen können, aber so wäre die Reihe bereits beendet und Ihr Spielstein nur um drei Felder auf dem pinkfarbenen Steinpfad vorgerückt. Damit stünde er sogar noch im Minusbereich - diese Variante ist also nicht zu empfehlen. Mit den doppelten Karten können Sie außerdem auch in der Mitte längere Kartenreihen bilden, um damit Ihre Spielsteine weiter voran bringen. Neben dem „Keltis"-Orakel gibt es auch ein „Keltis"-Würfelspiel, bei dem Sie die Spielfiguren durch Würfeln voranbringen. Doch das Original sieht dafür nur die Kartenreihen vor.

Sollte einmal gar keine Ihrer Zahlenkarten passend sein, besteht für „Keltis"-Spieler die Möglichkeit, Karten auf einem offenen Stapel abzulegen. Diese Stapel sind nach Farben sortiert und vom Nachziehstapel separat. Und das ist wichtig: Ihre Mitspieler können sich jeweils die oberste Karte des Abwurfstapels - also die, die Sie gerade abgelegt haben - statt einer verdeckten Karte vom Nachziehstapel ziehen. Vielleicht bringt Ihnen die pinkfarbene 2 nichts, aber dem nächsten Spieler ermöglicht sie vielleicht, seine Reihe weiterzuführen und auch noch schnell die 7 und die 9 abzulegen, um in die Zielzone zu gelangen. Den Nutzen für sich selbst und den Nutzen für die konkurrierenden Mitspieler sollte also jeder „Keltis"-Spieler beim Abwerfen von Karten abwägen.

Extra-Punkte sammeln Sie bei „Keltis" mit den Wegekärtchen

Auf den Steinpfaden finden Sie in unregelmäßigen Abständen dunklere Felder, die für die Wegekärtchen vorgesehen sind. Wenn Sie eine dieser Karten erreichen, bringen sie entweder zusätzliche Punkte auf der Wertungsleiste oder erlauben Ihnen, einen beliebigen Stein um jeweils ein Feld voran zu ziehen. Die Wunschsteine hingegen, die Sie einsammeln, werden am Spielende mit den Punkten verrechnet. Auch bei den Wunschsteinen sollten Sie beachten, dass eine zu geringe Anzahl Minuspunkte bedeutet.

So erreichen Sie das Spielende bei „Keltis"

Das Spielende kann durch zweierlei Ereignisse ausgelöst werden: entweder ist der verdeckte Stapel an Nachziehkarten aufgebraucht oder die fünfte Figur insgesamt erreicht den Zielbereich der Steinpfade - dies sind jeweils die letzten drei Felder eines Pfades. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Figuren jeder einzelne Spieler in diesem Bereich hat und auf welchem Pfad die Figuren stehen. Mit diesem letzten Zug erreichte Wegekärtchen werden nicht mehr eingelöst.

Ist das Spielende erreicht, geht es an das Punkte zählen. Je nachdem, wo Ihre Spielfiguren stehen, können Sie anhand einer Tabelle die Punkteanzahl finden. Die ersten drei Felder eines jeden Pfades liegen dabei im Minusbereich. Die großen Figuren zählen doppelt (auch im Minusbereich). Ähnliches gilt für die Wunschsteine. Wie so häufig gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Diese Tricks sollten Sie beachten, um bei „Keltis" Punkte zu sammeln

Wenn Sie Ihr neu erworbenes „Keltis"-Spiel zum ersten Mal ausprobieren, werden Sie sich vielleicht erst noch ein wenig an die Regeln gewöhnen müssen. Damit Sie schon aus den ersten Spielrunden als Sieger hervorgehen können, gibt es ein paar Kniffe und Tricks, die Sie beachten sollten.

Zug um Zug planen

Wie schon erwähnt, sollten Sie Ihre Zahlenreihen entweder mit den Karten mit dem höchsten oder dem niedrigsten Zahlenwert beginnen. Das Abwerfen von Karten sollten Sie so selten wie möglich nutzen, um Ihren Mitspielern nicht unverhofft einen Vorteil zu verschaffen. Denn dadurch, dass schon die fünfte Figur im Zielbereich das Spielende herbeirufen kann, könnte dies recht plötzlich passieren. Achten Sie darauf, nicht auf zu vielen Pfaden gleichzeitig voranzuschreiten. Wer sich „verzettelt", bleibt womöglich im Anfangsbereich stecken und sammelt bei Spielende Minuspunkte. Die große Spielfigur sollten Sie möglichst schnell aus dem Minusbereich heraus und, wenn möglich, auch in den Zielbereich bringen, denn die damit erreichte Punktzahl zählt doppelt. Planen Sie in Ihre Spielzüge auch Felder mit Kleeblattkarten ein, denn mit denen können Sie auch jeweils noch um ein Feld voran ziehen. Dies lohnt sich auch für andere Spielfiguren. So können Sie zum Beispiel mit einer normalen Spielfigur auf einem Kleeblatt Ihre große Figur aus der Gefahrenzone oder sogar in den Zielbereich bringen, was sich am Ende positiv auf Ihre Punktebilanz auswirkt. Behalten Sie auf jeden Fall auch die Figuren Ihrer Mitspieler im Auge, und wägen Sie deren nächste Züge ab, um Prioritäten bei Ihren eigenen Zügen setzen zu können.

Testspieler von „Keltis" berichten, dass eine Spielrunde ungefähr 30 Minuten dauert. Vielspieler fühlen sich unter Umständen bald unterfordert und sind mit der Erweiterung auf der Rückseite oder einer der Varianten eventuell besser bedient. Aber gerade dann, wenn Sie ein Brettspiel für die Familie suchen oder Gelegenheitsspieler sind, lohnt es sich, nach „Keltis" zu Ausschau zu halten.

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