Keine Chance für lästige Insekten in Haus & Garten: Insektenschutzfenster, Rollos, Sprays und Köder

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Keine Chance für lästige Insekten in Haus und Garten: Insektenschutzfenster, Rollos, Sprays und Köder

Sie kennen das sicher auch: An einem lauen Sommerabend sitzt man noch gemütlich im Garten und nippt an einem guten Glas Rotwein. Man lauscht den Grillen und schließt die Augen, bis ein schrilles Geräusch die Stille zerreißt. Das Surren wird immer lauter und ehe man sich versieht, spürt man ein kurzes Brennen und hört ein sich entfernendes, zufriedenes Sirren: Eine Mücke hat sich ihre Abendration geholt.      

Nicht nur Mücken sind überaus nervenaufreibende Zeitgenossen. Auch Spinnen, Ameisen, Käfer und weitere Insekten können die Laune auf der Terrasse oder im Garten trüben. Doch nicht nur dort: Durch offenstehende Freisitztüren und Fenster, die für Zugluft sorgen, sind viele von ihnen auch im Innenraum anzutreffen. Ein angenehmer Schlaf oder auch nur ein wohlverdientes Abendessen ist so kaum möglich.

Zu unterscheiden sind:

Lästlinge: Diese sind meist für den Menschen ungefährlich. Kreuzspinnen, Rasenameisen und Mistkäfer gehören zwar nicht in die eigenen vier Wände, sollten aber dennoch nicht getötet werden. Sie verrichten nützliche Dienste wie das Fressen von Blattläusen (die unter anderem nur den Pflanzen gefährlich werden können). Sie können eingefangen und zurück in den Garten gesetzt werden.

Vorrats- und Materialschädlinge: Die Dörrobstmotte beispielsweise, die zur Gattung der Schmetterlinge gehört, befindet sich hauptsächlich in Vorratskammern. Für den Menschen besteht hier die, auch unappetitliche, Gefahr, im Müsli oder der Haselnussschokolade Larven vorzufinden. Diese entwickeln sich dort schnell weiter. Solche Lebensmittel sollten in keinem Fall mehr gegessen werden und die betroffenen Stellen im Schrank oder im Regal werden am besten gründlich abgesucht. Anschließend wird der Raum gesäubert und getrocknet. Die Dörrobstmotte ist eine der häufigsten Schädlinge in Deutschland und darf bzw. sollte bekämpft werden.

Schädlinge für die Gesundheit: Die kleinen Taufliegen, die aus überreifem oder angefaultem Obst entweichen, sind Krankheitsüberträger. Sie legen ihre Eier, ebenso wie die Motte, in die Lebensmittel ab.

Es gibt viele Arten sich vor Insekten zu schützen

Beginnen wir mit den lästigen Tieren im Garten. Hier ist ihr eigentlicher Lebensraum. Doch er gehört ebenso dem Menschen. Will man es sich auf der Terrasse gemütlich machen, zieht der eigene Geruch, aber auch Licht die Insekten an. In diesem Fall gibt es mehrere, unterschiedliche Mittel:

Spezielle Duftkerzen versprechen, dass keine Mücken die Ruhe stören. Vor allem Zitronenparfum ist dazu geeignet. Andererseits ist der Geruch immer in Ihrer Nähe, was auf Dauer zu Kopfschmerzen und Unwohlsein führen kann. Ob sie wirklich helfen, ist nicht eindeutig nachgewiesen. Viele Personen schwören darauf, andere denken, dass es Humbug ist.

Surrende Gerätschaften, die an die Steckdose angebracht werden, sollen Insekten abhalten. Für den Menschen ist dieser Ton in der Regel nicht hörbar. Auch in diesem Fall fehlt eine fundierte Statistik zur Wirksamkeit.

Fliegen mögen keinen Lavendel- und Lorbeergeruch. Stellen Sie darum einige Gefäße davon auf. Das Aroma ist auch in Form von Öl erhältlich. Für den Menschen sehr angenehm, können Fliegen diesen Duft nicht ertragen. Haben Sie nur Brennnessel oder Basilikum zur Hand, ist das ein ebenso probates Mittel, Fliegen in die Flucht zu schlagen.

Kommen Sie mit diesen Tipps nicht mehr weiter, gibt es noch einige andere Arten, wie Sie sich vor Insekten schützen können.

Anti-Insekten-Sprays gibt es zuhauf. Diese werden entweder direkt auf die Haut gesprüht oder auf Stellen, an die die Schädlinge gerne kommen. Die Sprays sind getestet und somit unbedenklich für den Körper als auch für die Gegenstände. Achten Sie beim Kauf auf ein entsprechendes Sigel und testen Sie das Spray vorher an einer anderen Stelle.

Im Haus oder auch auf der Terrasse kann man Köder auslegen. Diese haben häufig einen Klebstreifen, der mit einem gewissen Lockstoff versetzt ist. Die Ungeziefer treten dadurch an die Stelle heran und verfangen sich darin.

Will man ein Eindringen in das eigene Haus oder die Wohnung von vornherein verhindern, gibt es Insektenschutzfenster auch als Rollos, die angebracht werden können. Diese sind in allen möglichen Größen erhältlich und können auch speziell angefertigt werden.

Wirksamer Schutz: Insektenschutzfenster

Die Insektenschutzfenster sind spezielle Vorrichtungen, die an den Fensterrahmen gesteckt werden. Ein Gitter verhindert, dass die Insekten nicht durch die geöffnete Scheibe in das Haus fliegen können. An warmen Tagen ist solch ein Insektenschutzfenster Gold wert. Man kann frische Luft in das Zimmer lassen und ist gleichzeitig vor störenden Tieren gefeit.

Die Montage ist sehr leicht:

  • Das Insektenschutzgitter wird in der gewählten Größe in den Aluminiumrahmen eingesetzt.
  • Der fertige Aluminiumrahmen inklusive dem Gitter werden von innen nach außen in das Fenster gesetzt und unten angeklipst. Dies geschieht durch Edelstahl-Einhängefedern, die dann die Einhängegriffe variabel festsetzen lassen. Die vier Eckverbinder passen das Gitter perfekt an das Fenster an. Der Vorteil ist, dass Sie weder bohren noch schrauben müssen. So schonen Sie das Material Ihres Rahmens als auch den Lack. Außerdem sind Insektenschutzfenster zwar fest gebaut, aber dennoch äußerst flach. So passen sie auch hinter jeden Rollladen. Das Gitter besteht häufig aus Fiberglas und ist deshalb sehr beständig und langlebig.  Im Unterschied zu den Fliegengittern ist die Konstruktion auch sehr fest und robust. So kann das Schutzfenster auch bei widrigen Temperaturen und starkem Wind in der Verankerung bleiben.
  • Die am häufigsten vorkommende Farbe ist schwarz, da man durch diese noch am besten durchsehen kann. Braun und Weiß sind auch erhältlich. Grau fällt zwar von außen weniger auf, ist aber auch geringer transparent, da hier das Licht stärker reflektiert wird.

Insektenrollos halten Insekten elegant ab

Das Rollo gegen Insekten ist die ansehnlichste Methode zum Schutz. Ein spezielles Einrollsystem wird an das Fenster geheftet.

  • Achten Sie auf die Maße Ihres Fenster. Die Bauteile werden normalerweise exakt für Ihren Rahmen angefertigt.
  • Der Aufrollkasten mit dem Gitter wird links und rechts mit den Seitenstangen mit den Führungsprofilen verbunden. Dies geschieht in der Regel durch ein einfaches Zusammenstecken.
  • Zuletzt wird der untere Rahmen angesetzt und fixiert.
  • Mithilfe einer Bohrmaschine werden die Stangen mittels kleiner Schrauben aneinandergeheftet.
  • In den restlichen Rahmen werden ebenfalls Löcher eingebohrt.
  • Das Rollo wird auf das Fenster gesetzt und mit der Wand verbohrt.
  • Um die Schrauben zu verdecken, werden einige Kappen darauf gesetzt.

Nun kann das Insektenrollo einfach bedient werden. Es kann bei geöffnetem oder geschlossenen Fenster in Betrieb sein. Das Gewebe ist wiederum aus Fiberglas gefertigt, was für Stabilität sorgt.

Der große Unterschied zu den Schutzfenstern ist, dass sie mit dem Rahmen des Fenster verbaut werden müssen.

Mit Sprays und Ködern geht es den Ungeziefern an den Kragen

  • Die beiden erstgenannten Methoden werden angewandt, um Insekten nur abzuhalten und sie nicht in die eigenen vier Wände zu lassen. Nun werden Varianten vorgestellt, die nicht nur abwehren, sondern die Insekten auch töten können.
  • Es gibt Raumsprays, die in der Luft verteilt werden und Körpersprays, die auf empfindliche, freiliegende Hautstellen kommen. Ebenso können Sie auf solche Mittel zurückgreifen, die direkt auf die Insekten gesprüht werden.
  • Die Inhaltsstoffe sind für die meisten Menschen unbedenklich. Allergiker sollten das Spray in der Armbeuge vortesten und abwarten, ob sich eine Reaktion einstellt. Wenn nicht, kann auch diese Risikogruppe das Spray benutzen.  
  • Raumsprays sollten nicht mit der Haut in Verbindung kommen, da diese sonst gereizt werden kann.
  • Der Duft ist bei vielen Sprays angenehm bis neutral und so nicht störend.

Die Vorteile sind, dass…

  • Sprays in jeglicher Form Ungeziefer am besten abhalten.
  • sie preiswert und langlebig sind.
  • die Anwendung einfach und verständlich ist.
  • sie überall angewendet werden können.

Die Insektenköder zielen darauf ab, die Tiere anzulocken und zu töten. Der Köder ist im Normalfall etwas vermeintlich Essbares.

  • Es gibt unterschiedliche Arten, die je nach „Plage“ eingesetzt werden. Ameisen bekämpft man mit kleinen Dosen. Diese drückt man an den markierten Stellen ein oder dreht sie auf, sodass  der Duft entweicht und die Ameisen dort hineinkrabbeln und den Köder essen können. Dadurch, dass das Gift erst verzögert wirkt, sterben die Ameisen erst außerhalb des Hauses. Der Köder wird zumeist mit einer Honigtau-Rezeptur benetzt.
  • Frucht- oder Eintagesfliegen können Sie am besten mit bestimmten Wirkstoffen, die auf einem Klebefilm angebracht werden, vermeiden. Dieser muss nicht unschön im Raum hängen, sondern können in Form einer Stickerblume oder ähnlichem auf das Fenster geklebt werden. Diese müssen je nach Bedarf gewechselt werden.
  • Die Schneckenfalle wird normalerweise nur im Garten, vor allen in den Beeten, eingesetzt. Der Lockstoff ist zumeist Bier oder ähnlich riechendes. Sie wird in den Boden gegraben, so dass die Tiere hineinfallen. Dort bleiben sie gefangen.

Die Köder als auch das Spray kann im Haus und im Garten eingesetzt werden. Achten Sie darauf, dass es für Kinder und auch Haustiere nicht zugänglich ist. Eine regelmäßige Reinigung sorgt für eine ästhetische und funktionale Methode, um sich vor den Plagegeistern im Sommer wie im Winter zu schützen.

 

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