Keine Angst vorm Zoll, die 10 einfachen Import-Gebote

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Keine Angst vor dem Zoll, die 10 einfachen Import-Gebote

Viele Käufer lassen sich vom Kauf von Artikeln aus dem Ausland abschrecken. (Zum Teil mit Recht, aber über „schwarze Schafe“ rede ich an anderer Stelle) Ein Haupthindernis ist das Thema Zoll. Was schade ist, nicht nur weil ausgerechnet wir teilweise aus China versenden, sondern weil es überall im Ausland interessante Dinge zu ersteigern gibt, und weil das mit dem Zoll gar nicht so schwer ist. Hier also ein paar Grundregeln (für private Käufer in Deutschland):

1. der Empfänger ist Importeur und verantwortlicher Ansprechpartner für die Zollbehörde

2. man muss nix tun, der Zoll meldet sich wenn er muss, und erklärt was zu tun ist – ganz easy! Meistens kommt gar nix, ansonsten gibt es eine Karte in den Briefkasten auf der alles steht.

3. alles was legal ist, ist auch problemlos

4. man sollte drauf achten, dass keine Postfächer oder Paketstationen als Adresse angegeben werden, das erlaubt der Zoll nicht. Außerdem idealerweise die eigene Telefonnummer auf die Sendung schreiben lassen.

5. theoretisch müssen Zollwerte durch Belege nachgewiesen werden, wobei die Versandkosten eingerechnet werden können. Wichtig: wie man in den Wald schreit, so schallt es heraus – Zollbeamte sind Menschen und meistens nett und hilfsbereit

6. Artikel auf die sogenannte Verbrauchssteuern kommen, möglichst gar nicht erst im Ausland kaufen. Das gilt z. B. für Zigaretten/Tabak, Alkohol, Parfum, Kaffee etc.

7. Viele Dinge sind zollfrei, vor allem bei richtiger Benennung, es lohnt sich also vorher zu recherchieren. Das gilt z. B. Für Bücher oder Bilder, Ziergegenstände aus Holz oder Nichtedelmetall. Z.B. kommt Zoll auf eine Kunststoffstatue, nicht unbedingt jedoch wenn es sich um einen glaubensbekennenden Gegenstand handelt.

8. Was theoretisch immer drauf kommt, ist die Einfuhrmehrwertsteuer von derzeit 19% in Deutschland, bzw. 7% z.B. für Bücher, die aber nicht erhoben werden, wenn der zu zahlende Betrag 5 Euro unterschreiten würde.

9. Neben Reisefreimengen gibt es beim Versand  Grenzwerte, unter denen keine Abgaben erhoben werden: Geschenke bis 45 Euro, andere Sendungen bis 22 Euro, und, siehe oben: Beträge unter 5 Euro werden nicht erhoben, das heißt es bei ansonsten zollfreien Waren bis 26 Euro (bei 19%) bzw. bis 71 Euro (bei 7%) keine Einfuhrmehrwertsteuer gezahlt werden muss.

10. weitere Informationen beim Zoll: www.zoll.de, da gibt’s auch ne Rufnummer. Im Übrigen gelten für Gewerbetriebende Käufer z.T. etwas andere oder zusätzliche Regeln. Wenn man sicher gehen will, hält man sich an die oben aufgeführten Grenzen, aber auch darüber hinaus gibt es selten Probleme, solange man sie nicht heraufbeschwört.Das war das wichtigste in Kürze, also keine Angst vor Käufen im Ausland und im Zweifel auch einfach mal den Verkäufer fragen. Die ausführliche Version kommt in einen extra Bericht.

Viel Spass beim internationalen Shopping, SKAI

Nachtrag: Noch der Hinweis, dass ich hier ein paar Erfahrungen wiedergebe, jedoch nicht verantwortlich dafür bin, was andere draus machen.
Und: siehe auch meinen Ratgeber: Beim Import ganz legal Zölle und Steuern sparen
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