Keilriemen für Traktor, Lkw und Baumaschine kaufen

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Keilriemen für Traktor, Lkw und Baumaschine kaufen

Was ist ein Keilriemen?

Ein Keilriemen ist ein sehr stabiler Ring aus einen flexiblen Material. Er ist außen einige Zentimeter breit, nach innen läuft er aber spitz zu. Er ist ein Verschleißteil an einem Otto- oder Dieselmotor. Man verwechselt ihn gerne mit dem Zahnriemen oder dem Zahnrippenriemen. Konstruktiv haben alle Riemen ähnliche Aufgaben. Manche dieser Aufgaben können, je nach Hersteller des Motors, mal von Zahnriemen, mal von Keilriemen übernommen werden. Ein Keilriemen ist sehr standfest, muss aber auch ab und zu gewechselt werden. Meistens kündigt er seine Fälligkeit mit lautem Quietschen an. Wenn er aber sehr alt und porös ist, kann er aber auch schlagartig durchreißen. Bei älteren Maschinen, die nicht mehr nach Wartungsplan instand gehalten werden, sollte man deshalb immer einen Ersatzriemen in der Nähe haben.

Was ist der Vorteil von Keilriemen?

Keilriemen sind eine sehr sichere, wartungsfreundliche und preisgünstige Art, um ein unkritisches Drehmoment übertragen zu können. Durch den trapezförmigen Querschnitt und das hohe Höhen/Breitenverhältnis haben Keilriemen selbstsichernde Eigenschaften. Ihre im Vergleich um Flachriemen höhere Dicke erlaubt ihnen einen verstärkten inneren Aufbau durch ein Stahl- oder Glasfasergewebe. Dennoch können sie sehr günstig hergestellt und sehr schnell gewechselt werden. Flachriemen übernehmen ähnliche bis gleiche Aufgaben wie Keilriemen, haben aber verschiedene Nachteile. Zum einem sind sie durch ihren wesentlich dünneren Querschnitt anfälliger für Risse. Ihre Auflagefläche und damit ihr Reibschluss ist geringer und die aufnehmenden Drehscheiben müssen wesentlich breiter gefertigt werden als bei den Riemenscheiben für Keilriemen. Das begrenzt die Fähigkeit von Flachriemen, Drehzahlen und Drehmomente übersetzen zu können. Besonders dicke und breite Drehscheiben würden das gesamte Leistungsgewicht des Fahrzeugs erhöhen, was wiederum einen erhöhten Kraftstoffverbrauch und eine höhere Wartungsanfälligkeit aller beteiligten Wellen und Lager nach sich zieht. Eine Kombination aus Keilriemen und Flachriemen ist der Keilrippenriemen. Ein Keilrippenriemen hat ein breites Trägerband und mehrere, keilförmig zulaufende Rippen, die längs zur Laufrichtung angeordnet sind. Keilrippenriemen sind günstige und sichere Riemen zur Momentenübertragung. Andere Systeme zur Übertragung von Drehmomenten können sein: Wellen-, Zahnrad oder Kettenantrieb. Diese Lösungen sind zwar im Vergleich zum Zahnriemen langlebiger. Sie erfordern aber auch einen höheren konstruktiven Aufwand, sind schwerer und damit wesentlich teurer in Konstruktion, Fertigung, Betrieb und Wartung.

Wozu braucht man einen Keilriemen?

Ein Keilriemen überträgt ein Drehmoment von einer Riemenscheibe auf eine andere. Riemenscheiben sind passend zum Keilriemen geformte, runde Scheiben, die sowohl bei der Welle des Drehmoment gebenden, wie auch bei der Welle des Drehmoment nehmenden Bauteils der Maschine angebracht ist. Durch eine Variation der Durchmesser der Riemenscheiben, kann die übertragene Drehzahl variiert werden. Keilriemen kommen nur dann zum Einsatz, wenn wirklich ausschließlich ein Bauteil angetrieben werden muss, dem keine weiteren Aufgaben zugewiesen sind. Übertragungen von Steuerzeiten oder anderen kritischen Werten sind mit einem Keilriemen nicht möglich. Die üblichen Aufgaben eines Bauteils, welches durch einen Keilriemen angetrieben wird, ist die Wasser- und die Stromversorgung. Dementsprechend sind Lichtmaschinen und Wasserpumpe die häufigsten Bauteile, die über einen Keilriemen angetrieben werden. Sehr selten wird mit einem Keilriemen auch eine Motoröl- oder Kraftstoffpumpe angetrieben. Sie werden aber auch für den Antrieb des Servomotors oder eine Hydraulikpumpe für externe Aggregate verwendet. In der Landmaschinentechnik war der Riemenantrieb früher die standardmäßige Kraftübertragung. Dreschmaschinen, Kartoffelernter und andere Landmaschinen wurden mit langen Treibriemen betrieben, die von einer mobilen Dampfmaschine ihr Drehmoment bekamen. Bei einem Riss verwandelt sich ein Treibriemen in eine unkontrollierte Peitsche, die schlimmste Verletzungen bei den Umstehenden nach sich ziehen kann. Außerdem besteht bei einem offenen Riemenantrieb immer eine hohe Quetsch- und Schergefahr, wenn jemand in den laufenden Riemen greifen sollte. Riemengetriebene Aggregate sind heute außerhalb des geschützten Motorraums nicht mehr zulässig. Dennoch kann auch heute noch ein reißender Keilriemen in einem Motor gewisse Schäden an den Schläuchen oder der Verkabelung verursachen.

Woraus besteht ein Keilriemen und welche Arten von Keilriemen gibt es?

Moderne Keilriemen bestehen aus einem Gewebe aus Glasfasern, welches mit einem sehr widerstandsfähigen Gummi ummantelt ist. Er ist auf jahrelange Beanspruchung ausgelegt, weswegen höchste Anforderungen an die Materialien gestellt werden. Um das Drehmoment auch sicher übertragen zu können wird ein Keilriemen unter einer hohen Spannung eingebaut. Es gibt Keilriemen in verschiedenen Größen und Ausführungen. Man unterscheidet grundsätzlich drei Arten: Der klassische Keilriemen ist ein gewebeummantelter Gummiriemen mit Stahl- oder Glasfasereinlage mit trapezförmigen Querschnitt. Es gibt sie von 5 bis 40 Millimetern Breite. Sie sind besonders betriebssicher, laufen aber in der Entwicklung langsam aus. Flankenoffene Keilriemen haben keine spezielle Ummantelung aus Gewebe. Das verbessert ihren Reibschluss bei den Riemenscheiben und verbessert sein Verhalten bei Betrieb und Verschleiß. Formgezahnte Keilriemen: Diese flankenoffenen Keilriemen sind sie mit einem Zahnprofil ausgestattet. Das macht sie wesentlich biegefreudiger als die klassischen Keilriemen. Aber Vorsicht: Bei einem flankenoffenen Keilriemen handelt es sich nicht um einen Zahnriemen. Auch wenn ein flankenoffener Keilriemen mit Zähnen ausgestattet ist, darf er nicht mit einem Zahnriemen verwechselt werden. Die Zähne des flankenoffenen Keilriemens dienen nur zur Steigerung seiner Biegefähigkeit. Sie werden nicht zum Antrieb eines entsprechend gezahnten Bauteils verwendet. Formgezahnte Keilriemen eignen sich durch ihre Eignung für enge Radien für die hohe Übersetzung von Rotationsgeschwindigkeiten. Bei Lichtmaschinen und bei Wasserpumpen ist es sehr wichtig, dass auch eine niedrige Drehzahl des Motors eine ausreichend hohe Drehzahl bei diesen Aggregaten erzeugt. So kann auch bei Leerlauf eine ausreichende Kühlung und eine ebenso ausreichende Betriebsspannung aufrechterhalten werden. Bei eBay sind alle Variationen von Keilriemen verfügbar.

Wie werden Keilriemen gewechselt?

Der Keilriemen verschleißt auf zwei Arten: Zum einem längt sich der Keilriemen allmählich. Das führt zum verstärkten Durchrutschen an den angetriebenen oder antreibenden Riemenscheiben. Das Durchrutschen führt wiederum zu einem verstärkten Abfräsen der obersten Schichten des Keilriemens. Man erkennt deshalb einen verschlissenen Keilriemen an seiner glänzend schwarzen Kontaktfläche. Der Wechsel eines Keilriemens gehört zu den leichtesten Aufgaben bei der Wartung eines Fahrzeugs. Die Führung eines Keilriemens besteht aus mehreren Riemenscheiben. Eine dieser Scheiben ist an einem Aggregat befestigt, welches eine Spannvorrichtung hat. Bei einem PKW ist dies meistens die Lichtmaschine. Es gibt aber auch Konstruktionen, bei denen eine separate Spannrolle für die notwendige Spannung im Riemenantrieb sorgt. Das spannungsgebende Bauteil erkennt man daran, dass eine seiner Schrauben durch ein Langloch geführt ist. Hier löst man beide Schrauben soweit, dass sich das Spannung gebende Bauteil hin- und her bewegen lässt. An diesem Punkt kann man die Spannung vom Riementrieb so weit lösen, dass man den Keilriemen abheben kann. Man zieht den neuen Keilriemen einfach wieder auf, spannt ihn gemäß den Angaben der Hersteller und schraubt das spannungsgebende Bauteil wieder fest. Aber Achtung: Viel hilft nicht viel. Ein zu stark gespannter Keilriemen erhöht den Verschleiß an den Lagern und Wellen der angetrieben und antreibenden Aggregate dramatisch. Ein zu schwach gespannter Keilriemen verschleißt dagegen selbst sehr schnell und neigt zum Durchrutschen. Sofern keine Herstellerangaben vorliegen, kann man als Faustregel eine Spannung wählen, bei der sich der Riemen noch bei Druck mit dem Daumen um ca. 3 cm bewegen lässt. Moderne Motoren verfügen hingegen über selbst spannende Spannrollen. Auf Nummer sicher geht man aber mit einem speziellen Keilriemen-Spannungsprüfer. Auch diese sinnvollen und sehr nützlichen Spezialwerkzeuge sind bei eBay verfügbar.

Wie macht sich ein gerissener oder abgesprungener Keilriemen bemerkbar?

Ein gerissener Keilriemen macht sich im Betrieb meistens sehr schnell bemerkbar. Die Kühlmitteltemperatur steigt schlagartig an. Spätestens wenn der Kühler überkocht und weißer Dampf aus dem Motorraum quillt, sollte das Fahrzeug abgestellt und kontrolliert werden. Die Erklärung ist recht einfach: Das Kühlmittel, welches eigentlich im Motor zirkulieren sollte, steht still und kann so die vom Motor produzierte Wärme nicht mehr abführen. Das Wasser beginnt im Kühlsystem zu kochen, bis der heiße Wasserdampf über das Überdruckventil wieder austritt. Es hängt aber im Wesentlichen davon ab, welche Aggregate mit einem Keilriemen angetrieben werden. Ist beispielsweise die Lenkung plötzlich sehr schwergängig, kann die Servopumpe durch einen Keilriemenriss stehen geblieben sein. Oder aber die Batterie lädt sich einfach nicht mehr auf und das Auto bleibt mangels Zündstrom einfach stehen, weil die Lichtmaschine nicht angetrieben wird. In jedem Fall ist meistens der Schreck sehr groß, dafür ist die Erleichterung umso größer, wenn der Schaden mit dieser verhältnismäßig einfachen und kostengünstigen Reparatur wieder behoben werden kann.

Nützliche Tipps zur Wartung und Pflege

Ein Keilriemen ist ein aus Gummi und Glasfasern bestehendes Bauteil, welches unter einer permanenten Spannung gehalten wird. Er wird beim laufenden Betrieb permanent durchgewalkt, außerdem ist er hohen Temperaturwechseln ausgesetzt: Auch nach winterkalten Nächten muss er in kürzester Zeit mit einer Umgebungstemperatur von 80-100 °C zurechtkommen, ohne zu versagen. Mit ein wenig Pflege kann man die Lebensdauer eines Keilriemens verlängern. Man sollte dies aber nur und ausschließlich mit Spezialmitteln tun. Öl- oder seifenhaltige Mittel haben eine unerwünschte Schmierwirkung, was zum Durchrutschen der Riemenscheiben an den angetrieben Aggregaten führen kann. Aggressive Mittel, wie beispielsweise Bremsenreiniger, können die Gummimischung des Keilriemens angreifen. Das führt zur gesteigerten Porenbildung und damit zum vorzeitigen Riss des Keilriemens. Aus diesem Grund sollte man nur mit für die Keilriemenpflege zugelassenen Mitteln arbeiten. Man kann aber alle Riemenscheiben, in die der Keilriemen läuft, gründlich mit Bremsenreiniger oder Motorreiniger sauber machen. Gerade Reste von Öl und Abrieb wirken sich unvorteilhaft auf die Lauffähigkeit eines neuen Keilriemens aus. Reinigungsmittel für Motoren und Keilriemen lassen sich in großer Auswahl bei eBay finden.

Sonstige Variationen von Keilriemen

Weniger bekannte Variationen von Keilriemen sind Doppelkeilriemen und Kraftbänder. Doppelkeilriemen sind quasi zwei Keilriemen, die aufeinander geklebt wurden. Sie werden häufig von Rasenmähertraktoren verwendet. Dies verbessert ihre Fähigkeit, beidseitig Kraft und Drehmoment abnehmen lassen zu können. Kraftbänder sind mehrere Keilriemen, welche nebeneinander angeordnet und durch ein Gewebeband verbunden sind. Dies ermöglicht versetzte Riemenscheiben und hohe Übertragungsmomente.

Der ungleiche Bruder: Der Zahnriemen

Der Zahnriemen besteht wie sein Äquivalent ebenfalls aus einem hochfesten Gewebe, welches mit Gummi ummantelt ist. Zahnriemen sind aber bis heute noch ausschließlich Flachriemen. Auf diesem Flachriemen sind quer zu seiner Rotationsrichtung, Zähne in regelmäßigen Abständen aufgebracht. Bei Landmaschinen werden sie noch für Mähwerke verwendet. Im Motor hat ein Zahnriemen aber eine andere Aufgabe: Zahnriemen verbinden die Kurbelwelle mit der Nockenwelle. Sie sorgen für die präzise Einhaltung der Steuerzeiten. Gespannt werden sie mit einer separaten Spannrolle, die beim Wechsel des Zahnriemens grundsätzlich ebenfalls ausgetauscht werden sollte. Im Gegensatz zu einem Versagen des Keilriemens hat ein reißender oder überspringender Zahnriemen extrem dramatische Folgen: Sofern der Motor nicht als "Freiläufer" konstruiert wurde, zerschlägt ein aufsteigender Kolben ein offen stehendes Ventil. In der Regel führt dies zu irreparablen Schäden am Zylinderkopf und Kolben, was eine Instandsetzung des Motors unmöglich, bzw. unwirtschaftlich macht. Zahnriemen erfordern eine peinlich genaue Einhaltung der Wartungsintervalle, da sie ihr Versagen nicht ankündigen. Ein gerissener Zahnriemen ist eine der häufigsten Ursachen für eine vorzeitige Abschreibung und Verschrottung eines Fahrzeugs.

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