Keilrahmen

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Der Keilrahmen besteht aus 4 Fichtenholzleisten , die an beiden Enden auf Gehrung mit doppelter Verzapfung ausgestattet sind. 4 solcher Leisten werden zu einem Rahmen zusammengesteckt und mit dem Winkel ausgerichtet. Die Leinwand muß so geschnitten werden, daß sie über alle Ränder wenigstens 4 cm hinausragt. Danach wird die Leinwand in der Mitte der Leistenteile provisorisch mit einem Reißnagel befestigt, wobei der Faden des Gewebes rechtwinklig zum Rahmen verlaufen muß. Die Gewebestruktur muß sich jeweils waagrecht, senkrecht und nicht etwa schief in der Bildebene befinden.
Nun wird das Gewebe von jeweils der Mitte der Leisten mit einer Spannzange gespannt und mit Spannägeln, die mit einem Hammer in die Holzleisten eingeschlagen werden oder mit einer Klammer, die mit einem Tacker geheftet wird, faltenfrei befestigt. Rohes Leinen wird vor dem Aufspannen einmal grundiert. Da sich die Leinwand beim Bearbeiten streckt, muß der Keilrahmen der Spannung des Gewebes angepaßt werden. Das erfolgt mittels Keilen, die in die Gehrungen eingepaßt und auf das Spannmaß eingeschlagen werden.
Zu jedem Keilrahmen gehören 4 Leisten und 8 Keile. Das Gewebe kann durch Einschlagen der Keile immer wieder nachgespannt werden.
Keilrahmenleisten gibt es in vollen cm-Längen von 18 cm bis 100 cm (18-100, 100-200, alle 5 cm); darüber hinaus ist jedes Maß als Sonderanfertigung lieferbar.
Die Berechnung erfolgt nach lfd. mtr. Leiste (Ein Rahmen 70x100 cm = 2x70 + 2x100 = 340 mtr. Die Kosten für das Aufspannen der Leinwand werden separat berechnet.
Keilrahmen, die in einer Länge das Maß von 100 cm überschreiten, müssen mit einer Mittelleiste ausgesteift werden. Gehen 2 Längen über 100 cm hinaus, müssen 2 Verstärkungsleisten eingebracht werden, d.h. mit einem Kreuz ausgesteift werden. Je nach Dimension kann auch ein Doppelkreuz erforderlich werden.
Die 4,5 cm-Leiste ist nur für Rahmen bis zu einer Länge von 300 cm geeignet. Für Übergrößen müssen die Keilrahmenleisten größer dimensioniert und sondergefertigt werden.
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