Kauftipps für Geflügelfleisch: frisches Geflügel für Ihre Rezeptideen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Kauftipps für Geflügelfleisch: frisches Geflügel für Ihre Rezeptideen

Fleisch gilt als ein Grundnahrungsmittel mit langer Tradition

Schon seit Urzeiten zählt Fleisch zu den Grundnahrungsmitteln der Menschen. Das hat auch seine Gründe. Schließlich gilt Fleisch als hervorragende Proteinquelle und weist darüber hinaus noch weitere wichtige Stoffe wie Eisen, Selen, Zink und B-Vitamine. Vor mehreren Tausend Jahren waren die Menschen sogar auf Fleisch als Nahrungsmittel angewiesen. Felder mit diversen Getreidesorten wurden erst viel später von den Menschen kultiviert. Darüber hinaus gab es damals auch noch keine Nutztiere, die geschlachtet und verzehrt werden konnten. Um an das Fleisch zu kommen, müssten die Menschen die Tiere in der freien Wildbahn unter dem Einfluss der ständig lauernden Gefahren selbst jagen. Die Jagd wurde erst mit dem Beginn der Sesshaftigkeit der Menschen etwas in den Hintergrund gerückt. Im Rahmen der Sesshaftigkeit wurde damit begonnen, Obst, Gemüse und Getreide anzubauen. Zudem wurden viele Tiere gezielt zu Nutz- und Heimtieren umgezüchtet, was auch als Domestizierung bezeichnet wird. Unter den domestizierten Tierarten gibt es sowohl Raubtiere als auch Pflanzenfresser. Da es heutzutage aus ernährungstechnischer Sicht keine Notwendigkeit mehr darstellt, Wildtiere zu jagen, dient die Jagd inzwischen überwiegend als Freizeitgestaltung und um die immer noch andauernde Nachfrage nach Wildfleisch zu stillen. Zu den Fleischsorten, die von den Menschen im großen Stil verzehrt werden, zählen Rind- und Schweinefleisch, Lamm sowie Geflügel. Eine grobe Einteilung der Fleischsorten kann in rotes Fleisch und in weißes Fleisch erfolgen. Aus Fleisch werden in der Zwischenzeit die verschiedensten Fleischerzeugnisse hergestellt. Zu den bekanntesten Produkten aus Fleisch zählen neben dem Frischfleisch und dem Tiefkühlfleisch Wurstwaren, Schinken, Räucherfleisch und Pökelfleisch.

Geflügelfleisch ist schmackhaft und gilt zudem als gesund

Geflügelfleisch zählt zu den weißen Fleischsorten. Fleisch vom Geflügel kann wiederum in normales Geflügel und Wildgeflügel eingeteilt werden. Zu den normalen Geflügelsorten zählen Entenfleisch, Truthahnfleisch, Putenfleisch, Gänsefleisch und Hühnerfleisch. Zum Wildgeflügel zählen zum Beispiel das Fleisch von Tauben, Wachteln, Wildenten, Fasanen, Rebhühnern oder Perlhühnern. Geflügel und insbesondere Wildgeflügel galten schon immer als besonders schmackhaftes Fleisch, das oftmals zu besonderen Gelegenheiten serviert wurde. So ist zum Beispiel die gebratene Gans oder Ente ein Gericht, das bevorzugt an den Weihnachtsfeiertagen zubereitet wird. In den USA ist hingegen der Truthahnbraten eine Speise, die traditionell an Thanksgiving, eine Art Erntedankfest, gereicht wird. Zu früheren Zeiten galten vor allem seltene Wildsorten wie Reb- und Perlhühner zu den Geflügelarten für besondere Anlässe. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Ägypter zu erwähnen. Diese ehrten die Perlhühner sogar in ihren opulenten Reliefs. Auch heute noch sind viele Geflügel- und Wildgeflügelarten bei Feinschmeckern sehr beliebt.
Geflügel schmeckt jedoch nicht nur besonders gut, sondern gilt darüber hinaus auch noch als gesunde Fleischsorte. Grund dafür ist vor allem der hohe Gehalt an Eiweiß in Kombination mit dem relativ geringen Fettanteil und dem niedrigen Cholesteringehalt der meisten Geflügelsorten. Enten und Gänse sind jedoch ein wenig fettreicher als die anderen Geflügelarten. Aus diesem Grund sollten diese Tiere im Rahmen einer gesundheitsbewussten Ernährung nur zu besonderen Gelegenheiten und in Maßen verzehrt werden. Ein großer Teil des Fetts steckt bei Gänsen und Enten in der Hautschicht. Wird auf die Haut beim Essen verzichtet, so können auch diese Geflügelarten ohne Reue genossen werden. Darüber hinaus sollte aus gesundheitstechnischer Sicht die Zubereitungsart bei Geflügelfleisch generell beachtet werden. In dieser Hinsicht gart oder dünstet man das Fleisch am besten in der Pfanne mit wenig Fett. Die Zubereitung von paniertem Hühnerfleisch in der Fritteuse gilt als weniger gesund. Bei Hühnerfleisch gibt es obendrein erhebliche Qualitätsunterschiede. Aus diesem Grund macht es sehr viel Sinn, wenn Sie sich vor dem Kauf ein wenig mit den verschiedenen Geflügelsorten, mit den einzelnen Fleischteilstücken sowie mit der Aufzucht der Tiere beschäftigen.

Frisches Hühnerfleisch hat einen milden Geschmack und eignet sich für viele Gerichte

Hühnerfleisch hat einen hohen Eiweißgehalt sowie wenig Fett und eignet sich zum Braten, Schmoren oder Dünsten. Da der Geschmack von Hühnerfleisch im Vergleich zu anderen Geflügelsorten weniger kräftig ist, kann Hühnerfleisch mit sehr vielen anderen Lebensmitteln kombiniert und zu leckeren Gerichten verarbeitet werden. Je nach Rasse wiegt ein Huhn zwischen 1,2 bis 5 Kilogramm.

Truthühner und Puten haben besonders mageres Fleisch

Das Fleisch von Truthühnern und Puten gilt als besonders mager und ist besonders eiweißreich. Aus diesem Grund kann Putenfleisch auch im Rahmen einer Diät verzehrt werden. Eine häufige Zubereitungsart ist gedünstetes Putenfleisch mit leichten Salaten. Besonders beliebt sind die Bruststücke, da diese besonders wenig Fett haben und aufgrund ihrer Größe zu ansprechenden Steaks verarbeitet werden können. Truthühner und Puten gelten als sehr große Tiere, die ein Gewicht zwischen 12 und 15 Kilogramm erreichen. Das männliche Tier wird Puter beziehungsweise Truthahn genannt. Puten und Truthühner bilden eine Geflügelart, da die Pute eine domestizierte Form des Truthuhns ist.

Gänse eignen sich zu besonderen Anlässen und Gelegenheiten

Ein geschmorter Gänsebraten eignet sich hervorragend zu besonderen Anlässen und Gelegenheiten. Besonders in den Wintermonaten gilt diese Delikatesse mit Rotkohl und Kartoffelklößen als absoluter Klassiker. Gänse werden in der Regel als ganzes Tier ohne Innereien im Ofen geschmort. Auf diese Weise kann das Fett langsam aus der Hautschicht austreten. So wird die Haut schön knusprig und kann mitgegessen werden. Gänse zählen zu den Entenvögeln, die nahezu auf der ganzen Welt zu finden sind. Eine typische Hausgans hat ein Schlachtgewicht zwischen 4 und 6 Kilogramm. Ein großer Teil der Gänse auf dem deutschen Geflügelmarkt stammen aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern. Männliche Vertreter dieser Geflügelart werden auch Ganter, Ganterich, Gänserich oder Ganser genannt.

Frisches Entenfleisch ist eine echte Delikatesse

Entenfleisch hat im Gegensatz zu anderen Geflügelarten einen etwas intensiveren Geschmack sowie eine kräftigere Farbe und Fleischstruktur. Richtig zubereitet sind Enten jedoch eine wahre Delikatessen. Besonders beliebt bei Feinschmeckern sind die Brustfilets, die entweder vorsichtig in der Pfanne gebraten oder im Ofen mit Rotwein geschmort werden. Eine weitere Zubereitungsart, die sich vor allem für Feinschmecker eignet, ist das Räuchern der frischen Entenbrust. Enten zählen wie die Gänse zu der Familie der Entenvögel und haben ein Schlachtgewicht zwischen 2 bis 4 Kilogramm.

Wildgeflügel zählt nach wie vor zu den besonderen Köstlichkeiten

Wildgeflügel kann vor allem in den herbstlichen Monaten ein echter Hochgenuss sein. In der Regel weist Wildgeflügel gegenüber normalem Geflügel einen etwas kräftigeren Geschmack auf. Aus diesem Grund eignen sich Kombinationen mit Soßen reduziertem trockenem Rotwein besonders gut. Wildgeflügel wird bevorzugt gebraten oder langsam im Ofen geschmort. Neben Perl- und Rebhühnern sind vor allem Wildenten aus geschmacklicher Sicht sehr intensiv. Tauben und Wachteln zählen ebenfalls zum Wildgeflügel. Sie haben ein sehr zartes Fleisch und lassen sich aufgrund ihrer Größe wunderschön anrichten. Bei der Zubereitung von Wildgeflügel sollten Sie generell darauf achten, dass das Fleisch im Rahmen des Garprozesses nicht an Saftigkeit verliert. Diverse Wildgeflügelsorten findet man unter anderem bei eBay.

Die verschiedenen Teilstücke von frischem Geflügel

Geflügel kann nicht nur als ganzes Tier, sondern auch als Teilstücke gekauft werden. Auf diese Weise können Sie sich nur diese Stücke vom Tier aussuchen, die Ihnen besonders munden oder die sich für Ihr Rezept besonders gut eignen. Dadurch entstehen obendrein weniger Fleischabfälle. Im Vergleich zu Rindern oder Schweinen sind Geflügel wie Hühner, Enten oder Gänse sehr kleine Tiere. Aus diesem Grund ist es oftmals ein Problem, große und zusammenhängende Fleischstücke ohne übermäßig viel Fett zu bekommen. Die Brust gilt bei Geflügel in der Regel als das größte Fleischstück mit dem geringsten Anteil an Fett. Sie macht je nach Tier zwischen 25 und 35 Prozent des Gesamtgewichts aus. Die Brust kann wiederum in das großvolumige Außenfilet sowie in das sehr zarte und kleine Innenfilet unterteilt werden. Brustfilet sollte aufgrund des geringen Fettanteils vorsichtig gegart werden, um die Saftigkeit beizubehalten. Neben dem Brustfilet ist auch die Keule ein sehr beliebtes Teilstück beim Geflügel. Die Oberkeule hat einen sehr hohen Muskelanteil und ist ähnlich wie das Brustfilet fettarm. Die untere Keulenregion ist hingegen stärker mit einer Fettmarmorierung durchzogen. Dieser Fettanteil intensiviert jedoch den Geschmack und sorgt dafür, dass die Keule bei den meisten Geflügelarten wesentlich aromatischer ist. Der Fettanteil trägt darüber hinaus dafür Sorge, dass das Teilstück während des Garvorgangs nicht so schnell austrocknet. Die Flügel und die Rückenpartie warten mit einem sehr geringen Fleischanteil auf. Die Fleisch- und Fettstruktur dieser Teilstücke ist ähnlich wie bei den Keulen. Bei eBay gibt es Fleischteilstücke von diversen Geflügelarten.

Indizien für eine gute Geflügelfleischqualität

Die Haltungsform des Geflügels hat einen sehr großen Einfluss auf die Fleischqualität. Freilandgeflügel hat in der Regel viel Auslauf und damit sehr viel Bewegung, was für eine gute Muskel- und Fettstruktur des Tieres sorgen kann. Durch die feste Konsistenz und durch den niedrigen Fettanteil verliert ein solches Tier während des Garvorgangs nur wenig Wasser. Auf diese Weise bleibt es länger schön saftig. Des Weiteren sollte das Fleisch vor dem Garvorgang den sogenannten Fingerdrucktest überstehen. Ist das Fleisch zu weich, kann es während des Garvorgangs erheblich schrumpfen und zäh werden. Rein äußerlich sollte Geflügelfleisch eine kräftige Fleischfarbe haben. Extrem helles Fleisch deutet meistens auf eine mindere Fleischqualität hin. Darüber hinaus kann ein für die Geflügelart unüblich hohes Gewicht ein Indiz für eine verminderte Fleischqualität sein. Zu schwere Tiere sind nämlich oftmals sehr alt oder stammen aus einer Mastzucht. Verletzungen am Tier wie Blutergüsse können unter anderem Hinweise auf eine Schlachtung unter unhygienischen Bedingungen geben. Frisches Geflügel sollte generell nicht sehr lange aufbewahrt werden, um die Vermehrung von Salmonellen und anderen Bakterien zu vermeiden. Die Kühltemperatur sollte nach Möglichkeit unter 7 Grad Celsius liegen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber