Kaufratgeber: FireWire-Kabel und -Adapter für Computer, Tablets und Netzwerk

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Ein Produkt für den Multimediacomputer: Firewire ermöglicht die schnelle Übertragung riesiger Datenmengen

Im Laufe der Computergeschichte wandelte sich der Heimcomputer vom Spiel- und Schreibinstrument zu einer netzwerktauglichen Multimediazentrale. Der Austausch von Daten jeglicher Art über eingerichtete Netzwerke oder das Internet bestimmt bis heute den Alltag der PC-Anwender.

Firewire: Schnittstelle zur schnellen Datenübertragung

Am Anfang dieser Entwicklung standen die Überlegungen der Hersteller, fähige und das heißt vor allem schnelle Wege der Datenübertragung für den PC-Bereich zu schaffen. Bereits in den Achtzigerjahren tüftelte Apple ein System aus, das „Firewire“ genannt wurde und einige Jahre später vor allem in der Videotechnik zum Einsatz kam. Dort bewährte es sich außergewöhnlich gut, sodass es nicht lange dauerte, bis man die Qualitäten auf den gesamten Computerbereich ausdehnte. Fortan wurden Firewire-Schnittstellen bevorzugt beim Austausch von umfangreichen Datenpaketen aus der Sparte Multimedia genutzt.

Bald schon tauchte mit USB (Universal Serial Bus) eine Konkurrenz-Technologie auf, die sich mittlerweile vor allem bei Camcordern gegen Firewire durchgesetzt hat. Beide Anschlussarten sind dessen ungeachtet heutzutage parallel im Gebrauch, die hinter dem Begriff „Firewire“ stehende Technik ist auch unter dem Kürzel „IEEE 1394“ und dem Begriff „i.Link“ bekannt. Letzterer bezeichnet das entsprechende Produkt von Sony. Die Abkürzung „IEEE 1394“ stellt genaugenommen keine einzelne Version dar, sondern vielmehr die Grundlagenkonfiguration, vor deren Hintergrund Apple das ursprüngliche Konzept unter dem Titel „Firewire“ zur Serienreife brachte. Die üblich gewordene Unterscheidung in der Namensgebung geht auf die gemeinsame Nutzung dieser Technologie zurück, die sich während der Entwicklung stets in die unterschiedlichen Konzepte verschiedener Hersteller aufteilte. Die Firma „1394 Trade Association“ vergibt als Patenthalter nach wie vor die entsprechende Lizenz an Apple bzw. Sony. Zu Grunde liegt allen drei Produkten allerdings ein gemeinsames Verfahren, für das sich die alte Benennung von Apple, nämlich Firewire, bei vielen Computernutzern durchgesetzt hat. Unabhängig von der korrekten Namensgebung bestehen gute Gründe, auf Firewire zu setzen.

Neben der hohen Transportrate liegt einer von mehreren Vorzügen in der Möglichkeit, Geräte mittels Firewire im laufenden Betrieb des Rechners an den selbigen anzuschließen. Die Durchführung einer aufwendigen Installation bzw. eines Neustarts entfallen somit. Erfahren Sie im folgenden Ratgeber alles Wissenswerte über die verschiedenen Anschlussarten bezüglich Firewire, Vor- und Nachteile und das Abschneiden der Technik im Vergleich zum ganz ähnlich funktionierenden Konkurrenten USB.

Gegen den Kabelsalat helfen universelle Schnittstellen

Noch in den Neunzigerjahren behinderte eine verhältnismäßig geringe Zahl von Steckplätzen den gleichzeitigen Anschluss mehrerer Geräte an einen Computer. Neben dem VGA-Anschluss für den Bildschirm verfügten die meisten Geräte noch über eine parallele Schnittstelle für den Drucker, einen Game Port für den Joystick, meist zwei serielle Schnittstellen für Modem und Maus und weitere Ausgänge für Tastatur und Lautsprecher. Auch wenn diese Anzahl nicht gering war, so deckte sie gerade einmal die Gerätschaften für einen durchschnittlichen Computergebrauch ab. Unter dem Strich stellte die Auswahl an Steckern ein buntes Sammelsurium voneinander abweichender Typen dar. So gut wie jedes Gerät beanspruchte eine eigene Anschlussart. Abhilfe war – wenigstens für den Laien – kaum möglich, lediglich Experten waren in der Lage, durch einen entsprechenden Eingriff in die Hardware Veränderungen herbeizuführen.

Vereinheitlichung der Steckplätze durch Firewire und USB

Grundsätzlich kam noch das Problem der limitierten Ausstattung hinzu: Ähnlich wie heute scheiterten auch damals schon sinnvolle und notwendige Aufrüstungen am Platzmangel. Vor zwanzig Jahren waren die Ressourcen eines handelsüblichen Rechners wegen deutlich weniger Anwendungsoptionen erst recht stark begrenzt, sodass an den Einbau einer Erweiterungskarte nicht zu denken war. Dieser Missstand war keinesfalls neu, doch erst mit der späteren Firewire-Übertragung gelang eine Vereinheitlichung. Die Zeit war reif, und sie brachte gleich noch die – allerdings beschränkt auf den Privatbereich – heute ebenso häufig verbreiteten USB-Anschlüsse hervor. Es sollte nicht nur ein einheitliches Verfahren zum Anschluss aller Peripheriegeräte konzipiert und produziert werden, sondern zugleich eines mit platzsparendem Effekt plus einer gewissen Robustheit. Ältere Steckverbindungen mussten meist mühsam verschraubt werden, manche Varianten waren darüber hinaus von einer dermaßen wuchtigen Gestalt, dass ihre Benutzung äußerst unbequem vonstattenging.

Weiterentwicklung und Perfektion: Firewire und USB stehen für die zeitgemäße serielle Schnittstelle

Eine weitere Gemeinsamkeit von Firewire und USB besteht im technischen Prinzip der beiden. Es handelt sich bei beiden Varianten um Methoden der seriellen Übertragung von Daten. Diese steht der Parallelen gegenüber, die dem Namen nach gebündelte Datenmengen, sogenannte Bits, gleich mehrfach auf einmal über eine Leitung schickt. Das serielle Vorgehen versendet diese nacheinander. Der Vorteil hierbei ist die Stabilität auch über größere Distanzen. Charakteristisch für den parallelen Weg ist der breite Stecker. Seit der Jahrtausendwende und der rasanten Verbreitung einer immer ausgereifteren und schnelleren seriellen Übertragung findet die parallele kaum noch Anwendung. Firewire und USB haben deren Platz fast vollständig eingenommen, auch wenn die Bezeichnung der seriellen Schnittstelle für Firewire heutzutage nicht gebräuchlich ist.

Was sind eigentlich serielle Schnittstellen?

Unter dem Oberbegriff „serielle Schnittstelle“ werden diverse Anschlusstypen zusammengefasst, die sich in erster Linie durch ihre abweichenden Reichweiten unterscheiden. Für die Computertechnik ist die Klasse der bis zu zehn Meter reichenden Verbindungen von Bedeutung, darunter oder darüber liegende Varianten sind für den PC-Nutzer eher uninteressant. Im Inneren eines Rechners zum Beispiel kommen keine Firewire-Schnittstellen zur Verwendung. Zur Weiterleitung der an den Rechner übertragenen Daten im Innern des Gehäuses ist der PCI-Express zuständig. Er sorgt als Erweiterungsstandard für die Einspeisung der vom Peripheriegerät kommenden Datensätze an den Chipsatz des Prozessors. Besonders weitreichende und stabile serielle Schnittstellen werden im drahtlosen Funkverkehr genutzt, beim Wireless-LAN zum Beispiel. Auch die Fahrzeugtechnik und die Luftfahrt nutzen serielle Schnittstellen zur Kommunikation.

Der passende Anschluss am Rechner

Zu erkennen ist ein Firewire-Kabel zum einen an einem entsprechenden Symbol, das eine Schaltung symbolisiert, zum anderen an seiner typischen Beschaffenheit. Der Stecker lässt sich vor allem in der Abgrenzung zu anderen Formaten identifizieren: Während der USB-Anschluss über einen relativ breiten Kontakt verfügt, ist der von Firewire rechteckig gestaltet. Der Mechanismus des Einsteckens ist gleich, beides geschieht ohne weitere Sicherung. Das ist auch ein Grund, weshalb sich derartige Schnittstellen bislang im Industriebereich noch nicht in der Breite durchgesetzt haben. Die Gefahr des Herausrutschens, gerade bei Vibrationen, ist während des Betriebs von Maschinen zu groß. Hinzu tritt die Begrenzung der Reichweite (bezüglich der vollen Leistungsdichte) auf rund zehn Meter.

Firewire-Vorteil 1: Plug & Play statt Treiber-Installation

Zum Durchbruch verhalf Firewire auch das Merkmal des „Plug & Play“, des sofortigen Einsteckens und Loslegens. Das Ausbleiben jeglicher Konfiguration oder Abstimmung mit anderen angeschlossenen Hardware-Komponenten hat viel zur Popularität beigetragen. Die Handhabung ist denkbar unkompliziert: Nach dem Ausfindig machen der in Frage kommenden Schnittstelle – meist an der Rückwand des Gehäuses – stecken Sie das Kabelende ein. Ob im ausgeschalteten Zustand oder während des Betriebs des Computers, spielt keine Rolle. Bei letzterer Möglichkeit besteht gerade der immense Vorteil von Firewire gegenüber der seinerzeit verbreiteten Technologie, die vor der Nutzung nach dem jeweils passenden Treiber fragte. Lag dieser nicht vor (im Diskettenformat), war an einen Einsatz nicht zu denken. Erst der universelle Charakter der seriellen Schnittstelle beendete die Exklusivität der Treiber-Installation.

Firewire-Vorteil 2: Netzteil überflüssig

Ist die Firewire-Schnittstelle nun mit dem Rechner verbunden, meldet sich das Betriebssystem und teilt das Erkennen eines neu angeschlossenen Geräts mit. Im weiteren Verlauf setzt der Computer dieses in Gang, macht es einsatzbereit. Einen weiteren Vorteil verschafft sich das derart angeschlossene Gerät in Bezug auf die Stromversorgung, denn diese wird über Firewire gleich mit erledigt. Der Datenverkehr wird nicht nur von einem einzigen Bus geregelt, also einer universellen Einrichtung für diverse Geräte, sondern zugleich findet auch die Stromversorgung des Peripheriegeräts über das dünne Firewire-Kabel statt. So werden lästige externe Netzteile und deren Accessoires eingespart.

Rasante Steigerung der Datenrate in kurzer Zeit

Wie bei allen Facetten der Computerentwicklung spielt die Erhöhung der Leistungsfähigkeit auch bei der Übertragungstechnik eine große Rolle. Stand die Zahl von 400 Megabyte zu Beginn noch für eine beeindruckende Transportleistung, steigerte sich die Technik im Laufe der Jahre deutlich: Von der Verdoppelung des Werts auf 800 MB bis zum Erreichen der 3200-MB-Marke hat Firewire eine kontinuierliche Steigerung hingelegt.

Die erste Generation setzte noch mit einem Minimalwert von 100 MB ein, wahlweise waren Übertragungen von 200 und 400 MB möglich. Besonders effizient waren vor allem die sechsadrigen Kabel, von denen vier Adern für den Datenaustausch und zwei für die Stromversorgung zuständig waren. Die 800er-Variante glänzte bereits mit einer neunadrigen Konstruktion, veränderten Steckern und einer deutlich höheren Leistung, zudem war sie abwärts kompatibel, was der Flexibilität von Firewire einen erneuten Schub gab. Schließlich kam 2008 die auf maximal 3200 MB ausgelegte Version auf den Markt. Im Wesentlichen besteht sie aus einer kompakten Zusammenfassung der bisherigen Entwicklungsstufen, indem deren unterschiedliche Standards optimiert wurden.

Die älteren Firewire-Ausführungen werden im Handel nicht mehr geführt, der Gebrauch der aktuellen Variante ist zu empfehlen – sollten Sie Neuanschaffungen tätigen, bei denen ein entsprechendes Kabel inklusive ist, so wird es sich höchstwahrscheinlich um ein zeitgemäßes handeln. Das trifft für die Sparte der Tablets und ähnlichen mobilen Geräte nicht zu, diese sind alle nach dem heutigen Standard ausgerüstet.

So finden Sie den richtigen Anschluss an Ihren Geräten

In Sachen Anschluss ist die richtige Buchse nicht zu verfehlen, das stilisierte Schalterzeichen ähnelt dem Symbol von USB, im Zweifelsfall orientieren Sie sich an der Beschaffenheit der Schnittstellen: USB ist breit, Firewire ist kompakt und rechteckig. Meist liegt daneben noch ein weiterer und ganz ähnlicher Steckplatz, der des Ethernet-Anschlusses. Diesen erkennen Sie wiederum an seiner unverwechselbaren Vertikalität. Außerdem befindet sich am Kabelende eine Art Klickmechanismus, der beim Einrasten ein Geräusch verursacht. Das Firewire-Kabel hingegen wird lediglich eingeschoben, es bedarf keiner weiteren Befestigung.

Adapter & Co

Für den Fall eines Adapters gelten keine Sonderregeln bezüglich Stecker oder technischer Einstellung. Ein solcher ist öfters nötig, gerade bei Notebooks aus dem unteren Preissegment finden sich immer wieder einige Modelle mit limitiertem Schnittstellenangebot. An dieser Stelle schafft ein Adapter unkompliziert Abhilfe, die notwendige Investition ist überschaubar.

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