Kaufkriterien für gebrauchte britische Sportwagen von MG

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Britische Sportwagen von MG gebraucht kaufen – achten Sie auf diese Kriterien

Es gibt immer wieder Fahrzeuge, die eine ganz besondere Faszination ausüben. Dazu zählen zum Beispiel extravagante Fahrzeugtypen wie elegante Coupés, Cabrios, sportliche Limousinen sowie seltene Youngtimer und Oldtimer mit ihren wunderschön klassischen Formen.

Die britische Automarke MG

Doch nicht nur der Fahrzeugtyp kann dazu beitragen, dass das Auto einen gewissen Charme versprüht, sondern auch die Automarke. Dies gilt vor allem, wenn es sich um eine Automarke handelt, die etwas exotischer klingt. In dieser Hinsicht ist zum Beispiel die Fahrzeugmarke MG zu erwähnen.
Mit dem Namen MG verbinden sehr viele Menschen Themen wie England, Sportlichkeit und britisches Automobildesign. Das achteckige Markenlogo ist wohl jedem Autoenthusiasten bekannt. Mit einem MG fährt man in Deutschland mit großer Sicherheit ein Auto, das Seltenheitswert genießt und dementsprechend auffällt. Leider ist bei exotischeren Automobilen die Suche nach einem Gebrauchtwagen, der zudem noch in einem guten Zustand ist, nicht gerade einfach. Schließlich ist die Auswahl an gebrauchten Exoten relativ klein. Darüber hinaus findet man im Verhältnis zu den typischen Massenfahrzeugen sehr wenig Informationen und Erfahrungsberichte, welche die Kaufentscheidung erleichtern könnten. Wenn Sie vorhaben, einen gebrauchten MG zu kaufen, sollten Sie trotzdem versuchen, möglichst viel über die Fahrzeuge zu erfahren. Ein Katalog mit bestimmten Kriterien kann weiterhelfen, ein Fahrzeug zu finden, das voll und ganz Ihren Bedürfnissen, Vorstellungen und Anforderungen entspricht. MG gilt als Hersteller von sportlichen Automobilen. Aus diesem Grund sind es vor allem die Sportwagen und die gut motorisierten Limousinen von MG, die viel Faszination auf die Autofans ausüben.

Die Autos von MG gelten als sportliche Fahrzeuge mit typisch britischem Design

Die Gründung von MG erfolgte in den frühen Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Schon das erste Fahrzeug von MG, eine Ableitung des Morris Oxford, galt als sportliches Fahrzeug. Das Auto fand als MG 14/28 Super Sports Bezeichnung und hatte einen 1,8-Liter-Benzinmotor mit etwa 28 PS. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei rund 100 Kilometer pro Stunde. Ein weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte war der MG M-Type, der von 1929 bis 1932 produziert wurde. Der kleine zweisitzige Sportwagen, den es als Coupé und Roadster gab, trug wesentlich zum Image der Marke bei. Ein bekannter MG-Sportwagen der Dreißigerjahre war der MG C-Type, der als Roadster konzipiert und mit einem Vierzylindermotor mit etwa 0,75 Liter Hubraum versehen war. Trotz des relativ kleinen Hubraums leistete das Fahrzeug beachtliche 44 PS. Darüber hinaus war das Fahrzeug mit einem sogenannten Powerplus-Kompressor verfügbar, der die Leistung auf stolze 52 PS anhob. Als Nachfolger des C-Type können die beiden Rennwagen Q-Type und R-Type betrachtet werden. In den Dreißigerjahren entstanden neben den leichten und kompakten Modellen auch größere Fahrzeuge wie der MG Magna sowie der MG Magnette. Beide Fahrzeuge waren mit größeren Sechszylindermotoren ausgestattet.

Zu den ersten Nachkriegsfahrzeugen zählten die Serie Y sowie der MGA, der mit einer stromlinienförmigen Form nicht nur aus designtechnischer Sicht neue Wege einschlug. Der Nachfolger dieses legendären Fahrzeugs waren der MGB mit selbsttragender Karosserie und Vierzylindermotor sowie der MGC mit Sechszylinderaggregat. Ab den Achtzigerjahren wurden die leistungsstarken und hochwertigen Versionen der Schwester Austin als MGs konzipiert. Der MG RV8, der von 1992 bis 1995 produziert wurde, galt wieder als eigenständiges Fahrzeug. Im Jahr 2005 musste das Unternehmen MG Rover Group leider Konkurs anmelden. MGs aus den unterschiedlichsten Zeitepochen finden Sie zum Beispiel bei eBay.

Diese Punkte sollten Sie generell bei gebrauchten Sportwagen und Sportlimousinen von MG beachten

Wenn Sie vorhaben, eine sportliche Limousine oder einen Sportwagen von MG zu kaufen, sollten Sie einige Dinge beachten, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Fahrzeuge von MG sind im Vergleich zu ähnlichen Autos oftmals relativ günstig zu erstehen. Das liegt vielleicht daran, dass die MG Rover Group im Jahr 2005 in Konkurs gegangen ist und viele potenzielle Käufer sich nicht sicher sind, wie lange die Versorgung mit Ersatzteilen noch aufrechterhalten werden kann. Im Jahr 1994 wurde die Rover Group von BMW übernommen. So stammen viele Teile der Fahrzeuge seit der Übernahme von BMW. Über die Zuverlässigkeit und Robustheit der Fahrzeuge von MG gibt es die unterschiedlichsten Meinungen. Pauschale Aussagen über die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit sind deshalb schwer zu treffen. Sorgfältige Einzelfallbetrachtungen sind somit wesentlich sinnvoller. Sie sollten deshalb den ins Auge gefassten Wagen genau unter die Lupe nehmen.

Ein durchgestempeltes Scheckheft kann erste Anhaltspunkte geben, wie pfleglich und verantwortungsbewusst die Vorbesitzer mit dem Wagen umgegangen sind. Nicht nur die Ölwechselintervalle sollten eingehalten worden sein, sondern auch sämtliche kleinen oder umfangreicheren Kundendienste. Die Anzahl der Vorbesitzer ist ebenfalls kritisch auszuwerten. Viele Besitzerwechsel können nicht nur rein zufällig sein, sondern in manchen Fällen auch ein Indiz für ein Fahrzeug mit Problemen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die Besitzer erst in der letzten Zeit wechselten. Alte Werkstattrechnungen können Hinweise liefern, welche Komponenten bei dem Wagen bereits ausgetauscht wurden. In dieser Hinsicht sollte zudem überprüft werden, ob die Arbeiten auch in einer Fachwerkstatt ausgeführt wurden. Gerade bei Gebrauchtwagen wird oftmals aus Kostengründen auf eine ordnungs- und sachgerechte Reparatur verzichtet. Einige Fahrzeugbesitzer legen leider lieber ohne große Vorkenntnisse selbst Hand an, nachdem sie sich mit Billigersatzteilen versorgt haben. Derartige Reparaturen sind beim Vorbesitzer auf jeden Fall kritisch zu hinterfragen.
Rost ist bei MGs neuerer Baujahre in der Regel kein großes Problem. Trotzdem ist es sinnvoll, das Fahrzeug vor dem Kauf auf der Hebebühne zu betrachten. Austretendes Öl an Motor oder Getriebe ist so schneller sichtbar. Zudem können Teile wie zum Beispiel die Manschetten überprüft werden. Eine lose Auspuffanlage wird auf der Hebebühne ebenso schnell bemerkt. Darüber hinaus kann auf der Hebebühne sehr gut festgestellt werden, ob das Fahrzeug eventuell einen größeren Unfallschaden hatte. Hinweise in dieser Hinsicht können zum Beispiel Beulen, Schweißnähte und nachträglich aufgebrachter Unterbodenschutz geben. Anzeichen für einen reparierten Unfallschaden können darüber hinaus unregelmäßige Spaltmaße, Farbabweichungen sowie Lacknebel an Fensterglas, Türgummis und Kunststoffteilen sein.

Die Mängel der Autos von MG sind jedoch zum Teil sehr fahrzeugspezifisch. Zu den Sportwagen und Sportlimousinen von MG der letzten Jahre zählen zum Beispiel der MG RV8, der MG F sowie der MG ZT. Wenn Sie vorhaben, sich eines dieser Fahrzeuge im gebrauchten Zustand zu kaufen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich vorab mit den Eigenarten des jeweiligen Fahrzeugs vertraut machen.

MG RV8 sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt leider eher selten anzutreffen

Ein MG-Roadster der Neunzigerjahre mit Sportwagenambitionen war der MG RV8, der von 1992 bis 1995 gebaut wurde. Das Fahrzeug wurde nicht sehr oft gebaut, was sich leider auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt für MG RV8 niederschlägt. Der Wagen hatte 190 PS, was bei einem Leergewicht von unter 1,3 Tonnen für gute Fahrleistungen sorgte. So erreichte der MG RV8 in unter sechs Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde. Das V8-Aggregat mit stolzen vier Litern Hubraum stammte von Rover. Der Wagen verfügt an der Hinterachse über Blattfedern in Kombination mit Trommelbremsen, was für ein modernes Fahrzeug der Neunzigerjahre als eher unüblich galt. Der Motor gilt als relativ robust und zuverlässig. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass die Ölwechselintervalle regelmäßig eingehalten wurden. Viele MG RV8 sind in einem guten Sammlerzustand mit entsprechend geringer Laufleistung. Beim Verdeck sollte auf Knicke geachtet werden. Diese könnten sich im Laufe der Zeit zu richtigen Rissen ausbilden, was zum Wassereintritt führen könnte.

Der MG F gilt als sportlicher Zweisitzer, der Frischluftvergnügen bietet

Die erste Generation des MG F wurde zwischen 1995 und 2002 gebaut. Das Fahrzeug war als zweisitziger Roadster konzipiert und hatte einen 1,8 Liter großen Vierzylinder, der zwischen 120 und 146 PS leistete. Eine Besonderheit des offenen Wagens war ein sogenanntes Hydragas-Fahrwerk, welches aus Flüssigkeitsstoßdämpfern in Kombination mit Gasfedern bestand. Die zweite Generation, der MG TF, der zwischen 2002 und 2005 gebaut wurde, verfügte jedoch wieder über herkömmliche Schraubenfedern. Die Motoren dieser Baureihe hatten einen Hubraum von 1,6 und 1,8 Litern und leisteten zwischen 115 und 160 PS.
Im Rahmen einer Probefahrt sollte beim MG F und TF unter anderem auf seltsame Motorgeräusche geachtet werden. Zudem sollte der Geradeauslauf überprüft werden. Die Gänge sollten nach Möglichkeit einmal komplett durchgeschaltet werden. Auch hier ist auf merkwürdige Getriebegeräusche zu achten. Beim Bremsen darf der Wagen weder nach links noch nach rechts ziehen. Die Vorderreifen sollten auf einen übermäßigen Innenabrieb hin untersucht werden. Dieser kann zum Beispiel auf eine falsch eingestellte Spur oder auf ausgeschlagene Kugelgelenke hinweisen. Ein Besuch auf der Hebebühne kann auch bei diesem Gebrauchtwagen sinnvoll sein. So sollten zum Beispiel die Radaufhängung vorne und der Unterboden auf Rostspuren untersucht werden. Des Weiteren sollten die Dichtungen an der A-Säule und an den Seitenscheiben inspiziert werden. Im Zusammenhang mit eintretendem Wasser ist es zudem sinnvoll, den Innenraum und den Kofferraum auf Spuren von Feuchtigkeit zu untersuchen.

Der MG ZT wartet mit einer Leistung von bis zu 260 PS auf

Der MG ZT basierte auf dem Rover 75 und wurde zwischen 2001 und 2005 produziert. Das Fahrzeug verfügte jedoch im Vergleich zum Rover 75 über eine andere Fahrwerkstechnik, was zu einer verbesserten Straßenlage führen sollte. Die Motoren hatten zwischen 120 und 260 PS. Die stärkste ZT-Variante mit dem V8-Motor war durch vier Auspuffendrohre äußerlich zu erkennen. Bei gebrauchten MG ZT sollte die Elektrik genauer inspiziert werden. So ist zum Beispiel darauf zu achten, dass sich die Batterie nicht selbst entlädt. Eine Entladung kann etwa durch Kriechströme verursacht werden. Des Weiteren sollten sämtliche elektrische Helfer wie die Fensterheber, die Zentralverriegelung sowie das Navigationssystem ausgiebig getestet werden. Auf der Hebebühne sollte die Hinterachse sowie deren Befestigung näher in Augenschein genommen werden. Zudem kann ein Blick auf den Unterbodenschutz und auf die Befestigung der Auspuffanlage nicht schaden. Feuchtigkeit im Innen- oder Kofferraum kann unter Umständen auf verstopfte Ablaufleitungen hindeuten.

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