Kaufen im Ausland - kaufen außerhalb er EU

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Da die Schweiz sich anstrengt, in den Tschengener Raum einzudringen, ist dieser Artikel möglicherweise bald nicht mehr aktuell. Dennoch gilt es sinngemäß auch für Chinaeinkäufe. Wie sie bei ebay nun häufig anzutreffen sind. Ich habe deshalb am Ende noch eine Erfahrung angehängt.

Da habe ich über ebay ein schönes deutsches Gesangsmikrofon in der Schweiz von einem Privatmann gekauft. Die Bewertungen waren zu 100 % o.k. Nachdem die Ware nach 10 Tagen Bezahlung über Paypal nicht eingegangen war, forschte ich nach.

Laut Verfolgungsauftrag gab es einen erfolglosen Zustellversuch. Nach weiterem Nachforschen stieß ich auf den Zoll. Der Zustellversuch war fiktiv.

Begründung und Kosten: Für den deutschen Zoll sind Ebayler = Gewerbetreibende (mit allen Nachteilen, jedoch ohne die Nutzniesnung der Vorteile). Begründung: Es fließt Geld. Deshalb ist die Mehrwertsteuer = ab 2007 19 % auf den Kaufpreis bei ebay aufzurechnen. Weiterhin kommt, wenn das Produkt nicht in dem Land hergestellt wird ein (Straf)Zoll auf die Ware. Der Zoll ist variabel in meinem einfachen Fall waren das 2,5 %. Wäre es ein Funkmikrofon gewesen, dann 5 %. Wenn es sich wie in meinem Fall um eine "nicht Vorsteuer abzugsberechtigte Person", also um einen Verbraucher, handelt, dann wird die Mehrwertsteuer auf den Bruttopreis aufgerechnet. Wenn es sich um einen gewerblichen Anbieter handelt, der die Mehrwertsteuer auf Rechnung ausweisen kann, ist die Mwst. in dem Sendungsland nicht fällig, sondern erst in Deutschland. Ausnahme machen EU-Länder wo die Mwst. im Ursprungsland zu entrichten ist - jedoch Vorsicht es gibt Ausnahmen.

Länder die ausserhalb des Tschengener Abkommens liegen (das sind unsere schweizer Nachbarn) werden in Deutschland hoch verzollt. Beim Privatmann verlangt der Deutsche Staat die deutsche Mehrwertsteuer auf die Schweizer Mehrwertsteuer.

Zum Abschluss noch eine Rechnung: Hätte ich das Mikrofon (Neupreis ca. 340.-- Euro) für 180.-- € in Deutschland gekauft, so wäre über Hermes noch ein Versand von 3,90 .-- € hinzugekommen.

So habe ich es für 152.-- Euro zzgl. 16,60 Euro Versand zzgl. 3,80 Euro Zoll zzgl. 24,93 Euro Mehrwertsteuer = 197,33 Euro erhalten.

Erst rechnen dann bieten.

 

Hier nun noch meine Erfahrungen mit China. Ich habe in der Vergangenheit einige Sachen, wie Akkus aus China kommen lassen. Die Photoakkus und auch eine Speicherkarte waren alle durchweg gut. Wobei ich aber auf die Bewertungen bei ebay geschaut habe. Die Ware kam innerhalb von 2 Wochen ohne Probleme in meinen Briefkasten.

Danach habe ich mir einen Stativkopf aus China bestellt. Der Kaufpreis betrug mit Transport 65 Euros. Dieser wurde von der Post direkt zum Zoll getragen. Nach ca. 3,5 Wochen bekam ich ein Schreiben vom Zoll. Da ich das ganze schon von Teppichen aus Tunesien und dem vorgenannten Kauf aus der Schweiz kannte, bin ich zum Zoll gefahren. Ich musste noch 19 % Mehrwertsteuer auf den ebay Kaufpreis (einschl. Versand) bezahlen und erhielt einen wirklich gut gearbeiten Stativkopf für ca. 78 € zzgl. Fahrt zum Zoll. Der Wert in Deutschland liegt bei etwa 200 €.

Ich hätte mich mit dem Zoll noch um die Minderung der Kosten von ca. 1 Euro wegen Besteuerung der Frachtkosten streiten können. Da es aber nicht explizit ausgewiesen war, mit Sicherheit keine gute Idee.

Der Verkäufer aus China hat zwar Geschenk auf das Päkchen aufgedruckt. Das ist aber weniger für den deutschen Zoll, als vielmehr für den einheimischen chinesischen Zoll. Damit umgeht der Verkäufer seine Ausfuhrzölle aus China.

Nach meinen Erfahrungen, scheinen, Musiknoten - die einmal um die Welt gesendet werden - und Photakkus aus China. Also leichtgewichtiges und Broschürenähnliches, wegen des gering erkennbaren Wertes ohne Zollformalitäten anzukommen. Sobald der Wert aber erkennbar steigt, dann wird direkt an den Zoll geliefert. Dann hilft nur Rechnung aus dem Drucker lassen und ab zum Zoll. Kontrollieren und zahlen oder zurück gehen lassen. Wohl dem, der dann mit Kreditkarte gezahlt hat und innerhalb der Rückforderungsfrist liegt. 

Hans

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