Kauf von Ansichtskarten Posten aus Opas Sammlung!

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Es gibt ja schon den einen oder anderen sehr hifreichen Ratgeber was Herstellung und Geschichte der Ansichtskarten angeht.Auf dieses Thema möchte ich auch nicht eingehen.

Mein Thema soll der Kauf von Ansichtskarten-Posten für den Wiederverkauf sein, und ein paar Infos dass ein Wiederverkauf auch Gewinn abwirft!

 

Klar, trotz nahezu 30 Jahre Erfahrung in diesem Bereich passiert es hin und wieder doch, dass man echten Müll als Dachbodenfund oder als Opas Sammlung angedreht bekommt. die meißt "privaten" Postenverkäufer reden sich natürlich gerne mit Worten wie: "so hab ich es gefunden" oder "hab keine Ahnung" raus. Wenn man aber mal kuckt was da bei diesen Verkäufern die letzen Wochen so verkauft wurde, bzw., sich die Bewertungen anschaut, sieht man schnell wie viel Ahnungslosigkeit wirklich vorhanden ist!!

Verständlich, dass bei einem echten Privat Posten natürlich auch ein großer Teil Masse und Ramschkarten vorhanden sind, weil irgendwo müssen die ja auch herkommen-->und wer wusste vor 30 oder 100 Jahren schon, dass AK's vom Kölner Dom nicht der Renner sind smile*

ABER selbst der schlechteste echte Privatposten hat einen natürlichen Anteil von 20-25% besseren bis guten oder sogar TOP Karten (Damit meine ich Karten wo real einzeln verkaufbar sind) Und genau dieser natürliche Anteil fehlt bei diesen blutleeren Sammlungen! Leider ist die Anzahl der Wiederverkäufer, wo so etwas gar nicht abschätzen können in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen.Da wird einfach mal alles verarbeitet und für 1 oder 1,99 eingestellt....der Preis wird sich ja von alleine finden.. Fehlgedacht, genau dies ist nicht der Fall!! Die besseren gehen für 1 oder 2 EUR weg, die Einnahmen langen dann gerade um die Gebühren für den nichtverkauften Schrott zu bezahlen.

Der Sammler hätte gerne für die eine oder andere AK 10 oder 20 EUR bezahlt,aber  es gibt keinen zweiten wo mitbietet (jedenfalls mal kein Sammler) Es gibt kein anderes Sammelgebiet, wo die wirklichen Interessenten so rar gesäht sind wie bei Ansichtskarten. Häufig gibt es für bestimmte Orte oder Motive nur 1 oder 2 Sammler auf der ganzen Welt. Klar, wie soll sich da bei 1 EUR Startpreis ein faier Preis finden ? Also gute oer sogar TOP Karten niemals mit 1 EUR starten, zu 98% wird der Verkauf weit unter dem wirklichen Preis liegen, wo der Sammler bereit gewessen wäre zu bezahlen!

Wer also Posten für den Wiederverkauf anvisiert sollte den Verkäufer mal gründlich checken,da merkt man recht schnell wer über x Acounts immer und immer wieder solche Dachbodenfunde verkauft .Damit auf den Bildern halbwegs akzeptable Karten zu sehen sind,werden irgendwelche Dupletten verwendet z.b. aus dem Götz Verlag oder ähnliches. Sind dann zwar irgendwelche super kleinen Dörfer,aber xtausendfach im Umlauf, als auch nix wert!

Die meißt sehr unerfahrenen Käufer freuen sich am Anfang, dass Sie z.b. 460 TOP Karten vor 1945 für 200 EUR bekommen haben. Aber wenn man dann mal die oben erwähnten verwertbaren Karten aus dem Posten extrahiert bleiben vielleicht 20 oder 30 wo überhaupt für den Einzelverkauf lohnenswert sind! Also hat man für 30 Karten 260 EUR ausgegeben!! schönes Geschäft, wenn man die dann für ein paar EURochen weiter verkauft oder ?

Da sich gewerbliche Anbieter solch ein Vorgehen nicht leisten können,werden solche Posten meißt über verschleierte Privat Accounts abgewickelt.

Aus Angst vor Rachebewertungen,werden solche Verkäufer auch meißt nicht negativ bewertet, was dann aber leider die Täuschung hervorruft, es mit einem ehrlichen zu tun zu haben. Vor allem sollte man als Einkäufer nicht mit seinem normalen Verkaufs-Acount einkaufen! Da fehlt einem meist der Mut, um solchen Verkäufern eine ehrliche Bewertung zu erteilen

Wer wirklich mit AK-Verkauf Geld verdienen will, sollte den Traum des "unberührten" OPA Posten aufgeben, und echte Händlerbestände oder wirklich konzentriert bessere Ware kaufen! Da zahlt man zwar vielleicht 1-2 EUR Stück, was vermeindlich natürlich viel mehr ist als bei obigen Beispiel 50 Cent. Man hat aber dann meißt zu 100% verwertbares Material, und real nur ein Bruchteil der Einkaufskosten.Wobei man dann auch gleichzeitig ein Haufen Einstellgebühren spart,weil nur real verkaufbare Karten angeboten werden.

Natürlich werden auch bei den besseren Posten nie alle Karten einzeln verkauft,  wer AK verkauft muß sehr viel Geduld und Ausdauer mitbringen. Aber es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man eine Müll-Karte einstellt und bezahlt, wo die Verkaufsquote bei fast 0 liegt, oder eine bessere wo zwar auch nicht gleich verkauft wird, aber dann irgendwann mal der richtige Sammler kommt!!

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