Katzenkralle - Uña de Gato

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Was ist Katzenkralle?

Katzenkralle bzw. Uncaria tomentosa (Willd.) DC., so ihr vollständiger botanischer Name, ist eine Kletterpflanze aus dem südamerikanischen Regenwald, die ihren Namen wegen ihrer kleinen hakenförmigen Stacheln an der Unterseite ihres Laubes erhalten hat, die den Krallen einer Katze gleichen. Im spanischen Volksmund wird Uncaria tomentosa auch Uña de Gato (dt.: Kralle des Katers) genannt; daher stammt die deutsche Übersetzung Katzenkralle und die englische Übersetzung Cat’s Claw. Die Trivialnamen sind allerdings nicht sehr spezifisch, denn sie bezeichnen gleichzeitig mindestens 18 Pflanzen aus derselben Region. Darunter fällt auch die oft mit Uncaria tomentosa verwechselte Uncaria guianensis (Aubl.) Gmel. Beide Pflanzen ähneln sich in ihrem Erscheinungsbild, jedoch weisen sie beim näheren Betrachten äußere Unterschiede in der Dornen- und Blattform sowie in der Blütengröße auf. Karyosytematische Untersuchungen haben bestätigt, dass sie in keinem nahen Verwandtschaftsverhältnis stehen. Damit unterscheiden sich die beiden Arten auch in ihren pharmakologisch aktiven Inhaltsstoffen.
Wegen der kleinen Haken, die den Krallen einer Katze ähneln erhielt die Pflanze ihren Namen
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Wegen der kleinen Haken, die den Krallen einer Katze ähneln erhielt die Pflanze ihren Namen
Die innere Baumrinde enthält wertvolle Alkaloide
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Die innere Baumrinde enthält wertvolle Alkaloide

Die Kraft liegt in der Rinde

Die Pflanze ist seit Jahrhunderten unter den Ureinwohnern Perus, Brasiliens, Kolumbiens, Ecuadors, Boliviens und vielen anderen Ländern Zentralamerikas als „kraftvolle Pflanze" bekannt. In ihrer Baumrinde entwickelt sie viele wertvolle Alkaloide, Terpenoide, Sterole und Flavonoide. Seit jeher wird sie unter anderem zur Stärkung des Immunsystems, zur Wundheilung, Blutreinigung, zur Behandlung von Entzündungen wie rheumatische Arthritis, gegen Tumore, zur Behandlung von Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, zur Senkung des Cholesterinspiegels und des Blutdrucks oder als Antiallergikum eingesetzt.

Kraftvolle Pflanze seit 2000 Jahren

Uncaria tomentosa wird seit über 2000 Jahren von den indigenen Völkern des Amazonasraums genutzt. Über Generationen wird das Wissen über diese Pflanze von den Heilern der Aguarana-, Cashibo-, Conibo-, Shipiro- und vieler weiterer Stämme weitergegeben. Die Asháninka-Indianer in Zentralperu sind dabei das bedeutendste Volk, das im Zusammenhang mit Uncaria tomentosa meist in einem Atemzug genannt wird. Sie haben sich besonders intensiv mit der Pflanze und ihren Einsatzmöglichkeiten beschäftigt. Die Asháninka nennen die Pflanze Sáventaro, was so viel wie „kraftvolle Pflanze“ bedeutet.
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Klaus Kepplinger brachte sie 1959 mit nach Europa

Uncaria tomentosa wurde in Europa durch Klaus Kepplinger bekannt, der 1959 österreichische Bergsteiger auf ihrer Andenexpedition als Sanitäter begleitete als sie zufällig auf den Stamm der Asháninka im Regenwald in Zentralperu trafen. Kepplinger tauschte sich mit den traditionellen Heilern über Medikamente und Arzneipflanzen aus, wobei die Asháninka-Heiler eine Pflanze erwähnten, die zur Behandlung der verschiedensten Krankheiten angewendet wird. Erst 1974 konnte der Kontakt – wieder zufällig – wiederhergestellt werden. In diesem Zuge begann die Erforschung der pharmakologischen Inhaltsstoffe der Pflanze.
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Katzenkralle Verarbeitung

Die indigenen Völker bereiten aus der Baumrinde Tees, Blätterpackungen oder zermahlen die Rinde zu Pulver. Die industrielle Verarbeitung zermahlt die Baumrinde in feinstes atomisiertes Pulver, was so leichter absorbierbar ist. Das Pulver wird in Kapseln eingeschlossen, um die Dosierung zu erleichtern.
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