Kassetten digitalisieren: Das braucht man dafür

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Kassetten digitalisieren: Das braucht man dafür

In vielen deutschen Haushalten schlummern noch immer wertvolle Schätze aus der Jugend in Form von gekauften oder selbst aufgenommenen Musikkassetten. Auch einige VHS-Kassetten oder selbstgedrehte Super-8-Filme liegen noch in vielen Schränken. Wer sich vor dem nächsten Umzug, oder um Platz zu schaffen, von einigen seiner Schätze trennen will, kann mit Hilfe moderner Technik die alten Musik- und Videostücke retten und digitalisieren.

 

Der einfachste Weg: den Profi machen lassen

Um alte Musik- oder Videokassetten in eine digitale Form zu bringen, ist es am einfachsten, einen Profi zu beauftragen. Viele Dienstleister mit einer leistungsfähigen Profi-Ausrüstung bieten sowohl das Überspielen von MCs an als auch das Digitalisieren von VHS-Videos oder Super-8-Filmen. Die genannten Preise beziehen sich meist auf bestimmte Zeiteinheiten, einige Dienstleister bieten aber auch Pro-Stück-Preise an.

Diese Lösung ist am einfachsten, wenn Sie nur wenige Kassetten digitalisieren wollen und sich wegen der paar Kassetten nicht mit neuer Technik vertraut machen wollen. Wer allerdings ganze Kisten voller Kassetten hat, für den dürfte dieser Service ein wenig ins Geld gehen. Bei einem großen Bestand ist das Do-it-yourself-Verfahren vielleicht doch die bessere Variante.

 

Auch ganz einfach: einen Digitalisierer nehmen

Die einfachste Methode, um die alten Musikkassetten ins digitale Zeitalter zu retten, ist ein sogenannter Kassetten-Digitalisierer. Die meist recht preisgünstigen Geräte ähneln in Größe und Bauart häufig einem tragbaren Walkman, es gibt aber auch größere und höherpreisige Standgeräte in einem anderen Design. Manche Digitalisierer gibt es auch mit einer Fernbedienung.

Öffnet man die Geräteklappe und legt eine MC ein, so lassen sich die abgespeicherten Audiodaten via Datenkabel auf den Rechner übertragen oder dort speichern. Falls die MC schon etwas älter war und es rauscht, so bietet die beigefügte Software häufig die Möglichkeit, die Audiodatei auf dem Rechner zu bearbeiten. Je nach Gerät werden die Dateien im MP3-Format gespeichert, es gibt aber auch Digitalisierer, die die analogen Daten in andere Digital-Formate wie WAV, WMA oder OGG umwandeln. Der Betrieb funktioniert meist über ein USB-Kabel oder über AA-Batterien. Auch VHS-Videos lassen sich mit einem VHS-DVD-Kombigerät ganz leicht selbst digitalisieren.

 

Die dritte Möglichkeit: Kassetten mit einer Aufnahmesoftware digitalisieren

Eine dritte Möglichkeit besteht darin, ältere Geräte direkt an den Rechner anzuschließen. Bei vielen Kassettenrekordern oder Tapedecks ist das mit einem Kabel möglich, bei dem zwei Cinch-Stecker in einen Klinkenstecker führen. Ist das Gerät an den Rechner angeschlossen, startet man zugleich die Kassette im Tapedeck und eine Aufnahmesoftware auf dem Rechner. Mit der Aufnahmesoftware lässt sich im Nachhinein auch die Aufnahmequalität noch optimieren. Mit dem richtigen Kabel können auch viele VHS-Rekorder an einen Rechner angeschlossen werden.

Übrigens: Wer die Inhalte vieler Kassetten auf den Rechner überträgt, füllt die Festplatte schnell bis zum Anschlag. Es ist daher durchaus empfehlenswert, die Audio- und Video-Dateien, die Sie nur gelegentlich abspielen, auf einer externen Festplatte abzuspeichern.

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