Kassetten, Speicherkarten oder Mikro-Festplatte – aktuelle Speichermedien für Foto- und Filmkameras

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Kassetten, Speicherkarten oder Mikro-Festplatte – aktuelle Speichermedien für Foto- und Filmkameras

Früher hatte man allem voran im Urlaub den Fotoapparat oder die Filmkamera stets dabei. Bilder der Kinder am Strand oder Ausflüge mit der ganzen Familie wurden dann festgehalten und für den Rest des Jahres blieb die Kamera oft im Schrank. In Zeiten der Digitalkameras und Camcorder hat sich dies jedoch grundlegend geändert: Die Geräte der neusten Generation sind häufig so klein, dass sie sogar in der Hemdtasche oder der Jackentasche Platz finden und deshalb immer dabei sind. Von daher reicht es natürlich auch nicht mehr aus, einen einfachen Film dabei zu haben, der in die Fotokamera oder die Videocam eingelegt wird. Diese ehemaligen Speichermedien sind zwar noch erhältlich, doch sie haben zwei große Nachteile: Sie bieten nur sehr wenig Speicherplatz und sie sind ausgesprochen teuer.

Welche Speichermedien für Foto- und Filmkameras gibt es auf dem Markt?

Damit Sie nicht immer einen Film für den Fotoapparat dabei haben oder viele Kassetten transportieren müssen, gibt es für digitale Medien heute wesentlich praktischere Speichermedien. Allem voran SD-Karten und sonstige Speicherkarten erfreuen sich großer Beliebtheit. Die kleinen Karten sind in den unterschiedlichsten Ausführungen zu haben und je nach Verwendungszweck und Anwendungsgebiet dürfen Sie sich über eine große Auswahl freuen.
Dabei haben Sie zum Beispiel die Wahl zwischen verschiedenen Speicherkapazitäten. Noch vor einigen Jahren waren SD-Karten mit einem Volumen von rund 265 MB sehr begehrt, denn auf den Karten konnte man zahlreiche Fotos und kurze Videos speichern. Heute sind diese Speicherkarten im Handel allerdings kaum noch zu finden, denn die Technik und insbesondere der technische Fortschritt haben sich rasant weiterentwickelt. Aus diesem Grund ist eine SD-Karte mit einem Speichervolumen von 4 GB heute Standard und damit bewegen Sie sich schon an der unteren Grenze der möglichen Kapazitäten. SD-Karten können Sie dabei für Film- und Fotokameras gleichzeitig nutzen und brauchen so nicht für jedes Gerät ein anderes Medium dabei zu haben.
Darüber hinaus bietet es sich auch an, sich für eine Mikro-Festplatte zu entscheiden. Diese transportablen Geräte ähneln einer externen Festplatte, wie sie vielen vom Laptop oder dem PC bekannt sein dürfte. Allerdings zeichnen sich Mikro-Festplatten durch ihr geringes Gewicht aus. Die Platten wiegen nicht mehr als 60 Gramm und können so problemlos überall mit hingenommen werden. Somit haben Sie alle Fotos und Videoaufnahmen stets dabei und auch für zahlreiche Daten und Dokumente bieten die Festplatten genügend Platz. Passend zu dem geringen Gewicht zeichnen sich die Mikro-Festplatten durch ihr kompaktes Design aus. In der Fototasche lassen sich die Platten deshalb ebenso problemlos transportieren wie in der Handtasche und Sie genießen alle Freiheiten.

Kassetten als Speichermedien - Vor- und Nachteile der Klassiker

Noch vor rund 15 Jahren war die Kassette das beliebteste Speichermedium. Ein wenig später wurde sie im Audiobereich zwar von der CD abgelöst, doch insbesondere für Film- und Videoaufnahmen blieb die Kassette lange Zeit unverzichtbar. Heute gelten Kassetten als absolut veraltet und kommen nur noch bei Liebhabern und Sammlern zum Einsatz. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass Kassetten vergleichsweise teuer in der Anschaffung sind. Viele Kassetten lassen sich außerdem nur einmal bespielen und deshalb müssen Sie immer wieder neue Modelle kaufen - und einen kleinen Vorrat sollten Sie auch anlegen, denn man weiß ja nie, wann die nächste Kassette voll ist. Ein weiterer Nachteil der Aufnahmekassetten: Man kann sich die Fotos und kurzen Filme nicht direkt anschauen. Einige Videokameras erlauben das Abspielen auf dem Gerät mit Kassette, doch hier ist die Qualität oft nur sehr schlecht. Von daher müssen Sie warten, bis Sie zu Hause sind, um sich die gedrehten Aufnahmen ansehen zu können. Darüber hinaus ist die Bildqualität meistens nicht die beste und kann keinesfalls mit modernsten Speichermedien verglichen werden.
Trotz der erheblichen Nachteile gibt es für wahre Liebhaber einige tolle Vorteile: Kassetten besitzen einfach diesen gewissen Retrocharme. Das Nostalgiegefühl macht sie gerade für Fans der 80er-Jahre zu einem echten Highlight. Vielleicht wecken sie auch die eine oder andere Erinnerung an die Kindheit und werden deshalb ähnlich gern aufgehoben wie Audiokassetten. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Kassetten für bestimmte Effekte zu nutzen: Wer bewusst auf einen leicht verschwommenen Look setzen oder Unschärfe bei den Hintergründen in seine Filme einfließen lassen möchte, kann mit Kassetten toll experimentieren. Für den normalen Gebrauch in der Freizeit oder im Urlaub sind die Kassetten aber weniger zu empfehlen, denn hier zählt einfach ein leichtes Handling, gepaart mit einem großen Speichervolumen und einer geringen Größe.

Die passende SD-Karte für Foto- und Filmkamera finden

Aus den bereits erwähnten Gründen ergeben sich bei SD-Karten die meisten Vorteile. Diese Speichermedien lassen sich in beinahe jedes mobile Gerät einsetzen und Sie haben immer ausreichend Speicherplatz zur Verfügung. Damit Sie eine SD-Karte für den Fotoapparat auch in der Filmkamera oder sogar in Ihrem Smartphone nutzen können, müssen Sie auf die Kompatibilität der einzelnen Komponenten achten. Eine normale SD-Karte ist in der Regel für Kameras und Videogeräte passend. Hier gibt es kaum Modelle, die von dieser Norm abweichen - wobei manche Geräte der neusten Generation bereits auf eine kleinere Bauweise setzen. Diese noch kleineren SD-Karten werden als Micro-SDs bezeichnet. Hier ist das Format der Speicherkarten entscheidend. Die Karten haben geringere Ausmaße und passen deshalb besser in die beliebten Smartphones. Nun müssen Sie aber nicht fürchten, dass Sie Fotos von Ihrer Kamera nicht auf das Smartphone transferieren können. Für SD-Karten und Micro-SD-Karten gibt es nämlich Adapter. Mit einem Adapter passt eine Micro-SD-Karte auch in den Fotoapparat, der eigentlich nur für SD-Karten ausgelegt ist und Sie haben mit einer Karte ausreichend Speicherkapazität zur Hand.
Allerdings sind die Microgeräte gleichzeitig teurer in der Anschaffung. Während eine SD-Karte mit rund 8GB Speicher schon für wenige Euro zu haben ist, kosten die kleinen Ausführungen ein Vielfaches. Aus diesem Grund müssen Sie für eine Micro-SD mit den gängigen 32 GB einen höheren Preis einplanen. Dieser Preis ist aber immer noch sehr attraktiv, denn Sie werden die Karte über viele Jahre gebrauchen. Außerdem ist eine SD- oder Micro-SD-Karte selbstverständlich wieder beschreibbar und kann ohne Probleme an den Laptop oder den PC angeschlossen werden. Zu diesem Zweck benötigen Sie wiederum nur einen Adapter, der aber bei vielen Micro-SD-Karten bereits im Lieferumfang enthalten ist.

Mikro-Festplatten: Komfortables Verwalten von Dateien für unterwegs

Während externe Festplatten aus dem Gebrauch kaum noch wegzudenken sind, kommen Mikro-Festplatten eher selten zum Einsatz. Eine externe Festplatte ist eine tolle Ergänzung für den Speicher von PC, Laptop und Tablet und Modelle mit einem Speichervolumen von bis zu 3 TB sind schon für etwa 90 Euro zu haben. Eine Mikro-Festplatte erfüllt den gleichen Zweck wie die externen Festplatten, ist aber eher auf den mobilen Gebrauch ausgelegt. Aus diesem Grund ist eine Mikro-Festplatte für all jene interessant, die große Mengen an Bildern und Videodateien verwalten möchten. Wenn Sie lediglich zum Spaß in der Freizeit oder im Urlaub Fotos und kurze Filme machen, reicht eine SD-Karte für Sie vollkommen aus. Wer jedoch einen eigenen Blog hat, auf YouTube aktiv ist oder sich gerne mit Fotografie beschäftigt, für den ist eine Mikro-Festplatte interessant. Auf der Festplatte lassen sich natürlich Unmengen von Daten speichern und diese können Sie dann ganz einfach am PC bearbeiten. Videos, die geschnitten werden müssen, oder Fotos, die noch zu bearbeiten sind, haben Sie so immer dabei. So können Sie zum Beispiel auch Daten für die Arbeit mit nach Hause nehmen und sich die Zuschnitte von Videos gleich von der Festplatte auf den Laptop laden. Die Mini-Festplatten verfügen dabei häufig über einen USB-Anschluss, mit dem sie einfach mit dem PC oder Laptop verbunden werden können. Sollten Sie die Festplatte zusätzlich zu einer SD-Karte nutzen, gibt es darüber hinaus Modelle, die einen Slot für diese Karten besitzen. Der Transfer von der Karte auf den Laptop und auf die Festplatte entfällt hier und die Anwendung wird für Sie noch komfortabler.

Fototank: Das High-End-Gerät für Fotos und Videodateien

Ähnlich wie eine Mikro-Festplatte funktioniert ein sogenannter Fototank. Ein Fototank ist eine Erweiterungsstufe der kleinen Festplatten und erlaubt eine schnelle Datensicherung und -verwaltung. Zu diesem Zweck sind Fototanks mit einem Display und einem Touchscreen ausgestattet. Die SD-Karten aus den Kameras legen Sie über einen Slot in den Tank ein und schon werden die Bilder auf dem Display angezeigt. Ein schnelles Auswählen der besten Aufnahmen oder eine Überprüfung der Qualität ist so ohne ein Tablet oder einen Laptop ganz einfach unterwegs möglich. Zudem stehen Ihnen Fototanks zur Verfügung, bei denen Sie die SD-Karten gar nicht erst aus Ihrer Kamera entnehmen müssen. Über ein Datenkabel verbinden Sie Ihren Fototank mit der Filmkamera oder der Digitalkamera und per Knopfdruck beginnt die Datenübertragung. Dabei haben die neusten Fototanks ein Speichervolumen von bis zu 160 GB. Diese Größe ist für den normalen Anwender natürlich nicht sinnvoll und auch die Anschaffung wäre sehr kostspielig. Wenn Sie sich aber beruflich mit Fotografie beschäftigen, wenn Sie Journalist oder sogar freier Fotograph sind, ist ein Fototank für Sie einfach ideal. Die Geräte sind zudem sehr leicht und finden problemlos in den Fototaschen Platz. Achten Sie bei der Anwendung lediglich darauf, dass Sie immer genügend Akkuleistung haben, denn für die Datenübertragung müssen sowohl der Tank als auch die Kamera mit Energie versorgt sein.

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