Karpfen und Co: Mit Hanf ködert man Fische

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Karpfen und Co: Mit Hanf ködert man Fische

Hanf lässt sich nicht nur zur Herstellung einer Vielzahl von nützlichen Produkten verwenden, er wird auch immer häufiger als Arzneimittel verwendet. Und auch Karpfen fahren voll auf Hanf ab: Die Hanfkörner haben einen hohen Ölgehalt und sind für Karpfen, aber auch andere Friedfische, sehr gut verdaulich.

  

Warum mag der Karpfen Hanf?

Der Karpfen gehört zu den Friedfischen. Diese ernähren sich ausschließlich von Insektenlarven, Schnecken und Würmern, aber auch Plankton, und machen im Gegensatz zu den Raubfischen keine Jagd auf andere Fische. Dass vor allem die Hanfsamen bei Karpfen so beliebt sind, könnte daran liegen, dass die aufgeplatzten Hanfsamen kleinen Schnecken oder auch Muscheln ähneln. Auf diese Weise werden die Hanfkörner von den Karpfen als natürliches Futter erkannt, was zur Folge hat, dass sie die kleinen Samen gleich in rauen Mengen in ihr Maul saugen wollen. Die Hanfsaat entwickelt einen ausgeprägten Eigengeruch, der auf die Fische anziehend wirkt.

  

Hanf: Wellness-Elixier für Karpfen

Dazu kommt, dass Hanfsaat neben einem hohen Anteil an Eiweißen, mehrfach gesättigten Fettsäuren und verschiedenen Vitaminen auch viele Mineralien enthält, die für den Karpfen überlebenswichtig sind und für sein Wohlbefinden sorgen. Damit ist der Hanf als Futter für Karpfen sehr wertvoll.

  

Do it yourself: Selbstgemachte Hanfköder

Wer Hanfsaat als Angelköder nutzen möchte, lässt die Hanfkörner vor dem Gebrauch am besten einen Tag lang in Wasser ziehen und kocht sie anschließend für ca. eine halbe Stunde. Sobald sich die kleinen hellen Keime zeigen, kann die Hanfsaat als Angelköder verwendet werden. Allerdings eignen sich die Hanfkörner aufgrund ihres geringen Gewichts nicht allzu gut zum Fischen auf weite Entfernungen, hier sind Boilies und Pellets besser geeignet. Boilies und Pellets erweisen sich, zumindest als gekauftes Fertigprodukt, in Kombination mit Hanfzusätzen allerdings nicht als allzu erfolgreich. Besser sind kleine PVA-Säckchen, die mit Hanfkörnern und dem Hanfkochwasser gefüllt sind. Alternativ lassen sich Hanfboilies auch in Eigenregie herstellen: Dafür verwendet man fein gemahlenen Hanf sowie zuvor in Wasser eingelegte und dann noch einmal gekochte Hanfkörner. Diese verarbeitet man zusammen mit Grieß, Mais- und Sojamehl sowie gemahlenem Kanarienvogelfutter, Milchpulver, Eiern und einem Schuss Olivenöl zu einem Teig. Dann formt man aus dem Teig kleine Kugeln, anschließend werden diese Kügelchen getrocknet. Wer möchte, kann auch noch etwas Lockstoff hinzufügen. Die selbst zubereiteten Hanfköder lassen sich auch einfrieren.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden